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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1963-12-01 · 12 (Diciembre, 1963) · p. Seite 6

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXV (1963)
Issue
12 (Diciembre, 1963)
Date
1963-12-01
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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6 BOLETIN' INFORMATIVO DICIEMBRE 1963 DER MEUCHELMORD., s t i s c hen Dogmatiker und Propagandisten, darf niemanden davon abhalten, sie als wahr und gueltig anzuerkennen. Viel mehr S p u r en der Wahrheit lassen sich auf der S u c he nach persoenlichen Impulsen in Oswalds katilinarischer Existenz finden. Der gescheiterte, arrogante, halbgebildete Revolutionaer, dem es einerlei war, als amerikanischer oder russischer Staatsbuerger zu leben, oder nach Kuba zu kommen, gleichviel ob mit einem Visum von Castro oder im Solde einer Invasionsarmee. Suchte er, durch die Hinterher in die Weltgeschichte einzubrechen? Und wenn man schon die einfachen, an der Oberflaeche sich bietenden, persoenlichen Motivationen glauben will: dieser Mann vom Rande der Gangsterwelt, der bedauerlicherweise den Namen Rubinstein fuehrt, handelte auch er nur aus dem persoenlichen Impuls heiliger Entruestung heraus, als Voll- Strecker seiner privaten Lynchjustiz? Keine von beiden Erklaer u n g e n ist unmoeglich. Glaubhaft sind sie aber auch nicht. Denn der Mann, der den entsetzlichen Mord von Dallas veruebte, war ein meis t e rhafter Scharfschuetze —oder einer aus einer Gruppe von solchen, was man uebrigens anhand des |Examens der Kugeln schon wissen sollte—. Dass eine Person aber eine solche Fertigkeit physischer Art mit den entsprechenden Vorbedingungen psychologischer Natur verbinden soll, um die Tat auf eigene Rechnung zu begehen, waere schon ein allzu grosser Zufall. Dass er sofort darauf, im typischen Gangster-Stil Chicagos ausgeschaltet wird, rueckt die Anhaeufung von Zufaellen bereits in den Bereich des Unwahrscheinlichen, um es gelinde auszudruecken. Bei seiner Verhaftung schien sich die Polizei toelpelhaft benommen zu haben, bei der Schaustellung, die zu seiner eigenen Ermordung fuehrte, aber entweder mitschuldig oder idiotisch. Konnte die Polizei von Dallas so idiotisch sein? Auch das ist keineswegs unmoeglich. Aber glaubhaft ist es auch nicht. EINE MOEGLICHE ANTWORT So wie das F.B.I., als es der Polizei von Dallas das Heft aus der Hand nahm, noch einmal d i e Schrecksekunden am Tatort sebst rekonstruierte, so sollte man sich noch einmal die erste; Frage vorlegen, die an jenem Freitag nachmittag in aller Munde war: Wer konnte an Kennedys Tod Interesse haben? Damals gab es nur eine Antwort: die Rassenfanatiker der Suedstaaten. Sie haben Lincoln ermordet. Sie haben seitdem unzaehlige Neger ermordet. Sie schueren ,und hetzen unab- 1 a e s s i g. Gewalttaetigkeit und Mord werden von ihnen nicht nur als politische Mittel gebraucht, sondern sie sind auch noch stolz darauf. Nur wenige Monate sind vergangen, seitdem sie1 eine Bombe in eine Kirche warfen und den Tod von vier Negerkindern verursachten, was Kennedy seinerzeit zu den Worten veranlasste, die diesen Betrachtungen vorangchen. In ihrer Loewenhoehle wurde das feige Attentat veruebt. Dallas ist die Wiege der John Birch Society, jener ult rarechten Organisation, die sich die Ausschaltung der Neger, Juden und Katholiken zum Ziel gesetzt hat. Kennedy war Katholik und Vorkaempfer fuer die Rechte der Neger. In unmittelbarer Naehe von Dallas liegt Fort Worth, Hort des Ku Klux Klan und suedlich davon “In der Trauer ist die Welt eine Einheit geworden..," Aus der Schabbatpredigt von Herrn Rabbiner E. Loewenstein ,am Tage nach der Ermordung das Presidenten Kennedy: Die Welt ist von tiefem Schmerz erfuellt. Sie beweint einen ihrer besten Soehne. John Fitzgerald Kennedy, Praesident der Vereinigten Staaten von Nordamerika. Wenn Juden sich an diesem Schabbat - Morgen an der Sta'tte des Gebetes versammeln,, kann es nicht anders sein, als dass auch wir unserer Trauer um den Verlust dieses Mannes Ausdruck ge- Tsen. Der heutige Toraabseh'Bitt beginnt mit den Worte Wajieze — und er zog heraus. Die Tora spricht von dem Auszug Jakobs aus dem Elternhaus. Unsere Weisen schliessen an dieses Tora- Wori ihre Deutung an; Wenn ein Gerechter auszieht, so hinterla'sst er einen tiefen Eindruck in der Stadt, denn seine Anwesenheit verleiht, ihr V/uerde. Wenn John Fitzgcrald Kennedy aus dieser Welt durch einen feigen tord ausziehen musste,, er, d r zu den Gerechten der V/elt g e h o e rte, ist der Schmerz tief. Er, der fuer Frieden, Gerechtigkeit und neue Grenzen unter den Nat.ionen der Erde rang, gab dieser Welt neue Hoffnung und neues Leben mit. Heute werden wir uns des Psalmenwortes bewusst: “Was ist der Mensch, dass Du sein gedenkest, der Menschensohn, dass Du seiner achtest?”. Aus der Fuelle des Lebens, aus dem Ringen fuer eine neue, bessere Welt ist er uns entrissen worden. Ueberall auf dieser Erde, vor und hinter dem Eisernen Vorhang, sind heute Menschen von tiefen Sorgen erfuellt. In der Trauer ist die Welt eine Einheit geworden. Auch wir, das juedische Volk, die wir so hoffnungsvoll auf diesen Sohn einer neuen Zeit schauten, sind auf das tiefste erschuettert. Uns bleibt nur eine Hoffnung. Sie wird in einem Wort unserer Weisen zum Ausdruck gebracht: Die Gerechten werden leben auch noch im Tode. John Fitzgerald Kennedy hat fuer eine freie demokratische Welt gekaempft. Er war gegen Rassenhass, fuer Toleranz unter den Religionen, fuer neue Grenz n in der Welt des Geistes. Moege seine leuchtende Gestalt ueber das Grab hinaus zur Formung dieser neuen Weit beitragen. schliesst der Ort Waco das ominoese Dreieck. Von Waco aus .erhielt der Verbrecher Franz Pfeiffer sein Geld und Instruktionen fuer die Attentate auf Synagogen in Chile. Als der Nazi-Chef Lincoln Rockwell Anfang November in Chile war, erklaerte er der hiesigen Zeitschrift “Aquí está” auf die Frage nach den Juden in den Vereinigten Staaten: “Kennedy hat 12 Minister. Einer ist sein Bruder; der Rest sind Juden”. Das war die Einstellung dieser Leute zu Kennedy. Es sind diese rechtsradikalen Gruppen, die als einzige ein wirkliches Interesse haben konnten, Kennedy zu „ermorden, so wie sie in Deutsch land seinerzeit auf ihrem Wege , vom “Kaiserhof zur Reichskanzlei” Erzberger und Rathenau ermordeten. Mit jener Mischung von primitivem Denken und teuflischer Raffinesse, die ihnen eigen ist, konnten sie sich einreden, mit Kennedys Tod. den Kampf gegen Bürgerrechte und Gleichberechtigung gewinnen zu koennen. In dem neuen Praesidenten Lyndon B. Johnson, der selbst aus Texas stammt, sahen sie vielleicht in ihrer fieberhaften Phantasie einen Mann mit mehr “Verstaendnis” fuer ihre vorsintflutliche Einstellung. Indem sie einen neuen Marinus van der Lubbe ins Licht der T.V. Kameras rueckten, hofften sie nicht nur, den Kampf gegen den Kommunismus zu verschaerfen und die internationale A t m o s phaere (mit neuer Spannung zu laden, sondern vor allem im Innern alle liberalen Kraefte unter einer neuen Schmutzwelle macear thystischer Verdaechtigung zu ersticken. Und dass dann schliesslich dieser rote Oswald-van der Lubbe -wer weiss, ob als Opfer, wer weiss, ob als Komplizezusammen mit einem Rubinstein ins Rampenlicht tritt: klingt das nicht wie ein Wunschtraum des Autors der Weisen von Zion? Hat nicht schon am naechsten Tag ein arabisches Hetzblatt uebelste Verdaechtigungen in dieser Richtung lanciert, das gleiche wohl, das noch am Vortage in Rockwells Posaune das Lied von Kennedy und seinen jutdischen Ministern blies? Doch auch diese eine, einzige, erste Antwort laesst viele Fragen offen. Wie konnten die Rechtsfanatiker den Kommunisten O s w ald fuer ihre Plaene einspannen? Konnten sie ihn hinters Licht fuehren? War er nicht zu intelligent dazu? Konnten sie ihn mit klingender M u e n z e gewinnen? Und MONATSSPIEGEL Jack Ruby? Wie konnte mar. ihn in das teuflische Spiel einschalten? Und wenn die Polizei von Dallas nicht unbeteiligt war, gab es dann nicht schon zuviel Mitwisser? Da haette keiner “pfeifen.” sollen, nicht vorher und nicht nachher? Und das ballistische Problem? Das sind Fragen in entscheidenden Details, die man nicht einfach zur Seit? schieben kann. Nur bleibt die Tatsache bestehen, dass sie fast alle —und noch, andere mehr— auch die anderen Antworten belasten. Auch die Theorie vom Mord aua persoenlichen Gruenden ueberwindet sie nicht. Auch die Theorie von der kommunistischen Verschwoerung beantwortet sie nicht. Mit dem Unterschied, dass diese beiden Theorien noch, obendrein der geschichtlichen Erfahrung, den lokalen geographischen Tatsachen und der p o 1 i tischen Situation flagrant widersprechen. D i e These vom Fememord dagegen hapert nur an diesen Details kriminalpolizeilicher Natur. Das F.B.I. wird sie aufklaeren muessen... wenn moeglich. Leicht wird es nicht sein. Aber prinzipiell erklaert sie alles. Solange sie also nicht durch bisher unbekannte Nachweise ad absurdum gefuehrt wird, kann nur aus ihr der Sinn von Kennedys unsinnigem Ende abgeleitet werden: Der Fanatismus ist schuld. Der Hass gegen die Minderheiten .ist schuld. Little Rock und Fort Worth, Birmingham und Dallas sind schuld. Gouverneur Wall ace und Rockwell sind schuld. Die Feuerkreuzleri mit den weissen Kapuzen und die Hakenkreuzler mit den braunen Hemden sind schuld. , Die anstaendigen Leute muessen aktiver werden. Die Menschen im Zentrum muessen radikaler werden. Toleranz und Gleichberechtigung und Respekt vor dem Leben muessen, wenn noetig, mit Gewalt erzwungen werden, bevor sie mit Gewalt unterdrueckt werden. Sonst ist es wirklich schon zu spaet. , ATSCHEKA DEGANIA INFORMA: CAMPEONATO DE LA AMISTAD A fines d'e noviembre (se dió comienzo en la sede del Club Maccabi a un campeonato deportivo entre la Juventud Judía de Santiago. En .este .torneo compiten las diversas organizaciones juveniles tales como Degania, Cuj, Maccabi, Montefiore, desarrollándose apasionados partidos de vóleybol, pimpón, Baby fútbol, basquetbol, etc. La organización .de este torneo ha sido dirigida por Maccabi y ya se puede apreciar la eficiencia con que lle- BARCAI INFORMA: van a efecto estos programas deportivos. El entusiasmo que ha despertado este campeonato en algunos sectores de la juventud judía es 'promisoria y ojalá que los. actuales dirigentes sepan coordinar para el futuro nuevas actividades de esta índole ya que con este torneo deportivo se ha comenzado a fortalecer el lazo de unión y camaradería entre las diferentes organizaciones juveniles 'de nuestra comunidad. CAMPAMENTO DE VERANO Tal como en años anteriores, Barcai realizará también en 1964 su ya tradicional “Majané” (Campamento de verano). En dicho campamento podrán participar no sólo los socios del Barcai sino todos los jóvenes amigos de esta Institución, que pueden inscribirse en Sta. Isabel 171. Para cualquiera información adicional se ruega comunicarse con los teléfonos 35697, 474792, y 44565 El Campamento tendrá lugar en Marga Marga, desde el 9 de enero hasta el 3 de febrero, dividido en dos turnos: El primero para niños, dei 9 al 19 de enero y el segundo, para jóvenes, desde el 19 de enero hasta el 3 de febrero, con participación de una delegación de Mendoza. YESO ROMERAL TABIQUE PROMONTA Progreso y Economía o para las Construcciones Dístrib.: SODIMAC — S.A.C. SAAVEDRA BENARD MAURICIO HOCHSCHILD Y CIA. LTDA.

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