Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXV (1963)
- Issue
- 11 (Noviembre, 1963)
- Date
- 1963-11-01
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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BOLETÍN INFORMATIVO NOVIEMBRE 1963 NICHT DER MOERDER BEGEGNUNG IM BLICKFELD (Fortsetzung rungt-n vorzunehmen, bleibt a b z u warten. Als Wissenschaftlerin von Ruf sollte sie zum mindesten die zahllos cn sachlichen Fehler ausmerzeu die ihr nachgewiesen worden sind, und die sie zu falschen Schluessen verleitet haben. Gegen Herzlosigkeit und’ Gemuetsroheit gibt! es leider e b ensowenig ucberzeuEeiw Argumente wie gegen juedisehen Selbsthass. Wenn aber Hannah Arendt und der Anlass zu all den erregenden Auseinandersetzungen vergessen sein werden, wird die Frage bleiben, die waehrend des Eichmann- Prozesses von der Jugend in Israel immer wieder gestellt worden ist, als sie den Berichten all des Grauens mit begreiflicher Fassungslosigkeit lauschte: warum haben sich die Juden nicht gewehrt? Und aus den Aeusserungen darueber, wie sich Juden gewehrt haben —in Aufstaenden z. B., die sieh fast in jedem Ghetto ereignet haben— und warum ein Sieb-Wehren in groesserem Stil ebenso unmoeglieh war wie bei anderen Voelkern in vergleichbaren S i tuationen, ersteht fuer den, der fuehlen kann, ein unvergessliches Bild eines Heroismus des Leidens, der selbst in der jucdisehen, d a r an wahrlich nicht armen Geschichte, ohne gleichen dasteht. Vielleicht darf man, als eine Art. Kompensation fuei die Peinlichkeit des bisher behandelten Themas, ein paar Worte ueber etwas ganz Andersartiges anfuegen, das in einem positiven Sinne die Gemueter des hiesigen Judentums erregt: das Oekumenische Konzil in Rom mit den Hoffnungen, die man, auch in juedisehen Kreisen, ifaran. knuepft, und die sich Uauptsaeehlich um ein en Hann drehen, der sich durch sein ausserordentliches V.erstaendnis der Juden und seine weitgehende Hilfsbereitschaft ihnen gegenueber ausgezeichnet hat: den aus Deutschland stammenden, 82 Jahre alten Augustin Kardivon Seite 7) nai Bea, der den Vorsitz im Sekretariat fuer die Foerderung der christlichen Einheit fuehrt, den Kardinal, der im vergangenen Fruebjahr einen Besuch in den Vereinigten Staaten dazu benutzt hat, mit den hiesigen juedischen fuehrenden Persoenlichkeiten Fuehlung zu nehmen und gewisse Massnahmen zu diskutieren. (Der Mann, der Kardinal Bea am staerksten beeindruckt haben soll, ist Dr. Abraham J. Heschel, Professor fuer Ethik und juedisehen Mystizismus an Jewish Theological Seminary of America). Als Papst Johann XXIII das Oekumenische Konzil erstmalig einberief, erwog er die Einladung eines juedischen “Beobachters”. Proteste der juedisehen Orthodoxie, vor allem aber die Proteste von neun arabischen Staaten machten die Idee zunichte. Dass sich aber: die offizielle katholische Einstellung gegenueber frueherer, Zeiten radikal geaendert hatte, blieb ersichtlich: durch Aenderungen in der katholischen Lithurgie, in der Worte wie “perfide Juden” und anderes ausgemerzt wurden, und durch die wiederholten persoen liehen Kontakte von Papst Johann mit juedisehen Persoenlichkeiten. Papst Paulus VI. hat eben mit seinem Empfang von 100 Mitgliedern des “United Jewish Appeal” diese Politik fortgesetzt. Inzwischen wird bekannt, dass Kardinal Bea eine Erklaerung vorbereitet, die, wenn diese Zeilen in Druck gehen, moeglicherweise dem Konzil schon Vorgelegen haben wird. Es handelt sich um eine offizielle Feststellung seitens der Kirche, dass die Juden als Gesamtheit keine Schuld am Tode von Jesus treffe. Mit einer solchen Erklaerung wuerde jene, nun fast zweitausend Jahre alte, von der o b j e k tiven Geschichtsforschung laengst als vollstaendig unsinnig erwiesene Anklage beseitigt, die. wenn auch vielleicht nicht S t r e 1 tfragen eintrat. Die Ausnahme fand sich im letzten dieser sechs Punkte. So oft eine militaerische Abrüstung im Nahen Osten von David Ben Gurion auch frueher schon verlangt worden war, wurde jetzt zum ersten Mal vorgeschlagen, sie “unter gegenseitiger Kontrolle” durchzufuehren. Mit juedisehen Saohverstaendigen in den arabischen Nachbarstaaten, und hier in diesem Lande mit aegyptischen, syrischen, jordanischen Offizieren, ohne dass die Kontrolleure hueben und drueben im mindesten behindert werden wuerden... Selbstredend ist das reinste Zukunftsmusik. Frau Meir die sich in ihrer geradezu “maskulinen Nuechternheit” von jedem Wunschdenken im allgemeinen fernhaelt, muss mit a’er Moeglichkeit rechnen, dass die Politiker in Kairo, Damaskus, Amman ihrem Kontrollvorschlag wie der wahre Grund, so doch der willkommene Anlass zu unzaehligen Pogromen und zur Vergiftung jugendlicher Gemueter gewesen ist-. Was Ursache fuer die Entwicklung einer Annaeherung, erst der christlichen Religionen untereinander, dann der christlichen und der Juedisehen Religion gewesen sein duerfte, ist der Sturm, den Kommunismus und naturwissensc haftliche Forschungsresultate gegen den Geist der Religion laufen und die Erkenntnis,, fuer die Hitler so Entscheidendes getan hat, dass, was mit der Verfolgung einer Religion beginnt, naturgemaess zur Verfolgung der anderen fuehren muss: denn Diktaturen, vom Hitler—Typ wie der kommunistischen Spielart, koennen keine “Neben-Goetter” dulden. Und zu einer Zeit, zu der es den Religionen nicht allzu gut geht, und zu der sie sich verteidigen muessen, ist es leichter, innere Gegensaetze zu ueberbruecken als in Zeiten des Wohlergehens. (Fortsetzung von Seite 7) ihrem ganzen Sechspunkte- Plan wenn ueberhaupt, erst nach einer Verstaendigung ueber die Zukunft der seinerzeit zu Réfugiés gewordenen p a 1 a e stinensischen Araber zustimmen werden. Darueber schwieg sie sich in ihrer Rede wahrscheinlich auch im Einvernehmen mit den westlichen Grossmaechten aus, die so wie dem gesamten palaestinapolitischen Komplex gerade auch diesem Problem auf der jetzigen Vollversammlung moeglichst aus dem Wege gehen wollen. (Die voriges Jahr verengerten Vollmachten der UNRWA, der UN-Hilfsagentur fuer die arabischen Fluechtlinge, gelten bis zum Sommer 1965). Doch erlaubt man seiner Phantasie schon einmal, usber den Tag hinaus zu schweifen, laesst sich wohl auch eine andere Prozedur als die zeitliche Aufeinanderfolge der Verstaendigung in der Fluechtlingsfrage und —danach erst— einer beiderseitig kontrollierten Abrüstung denken. Kann man das Pferd nicht auch anders herum aufzaeumen? Haette man sich vorweg ueber den Grundsatz verstaendigt, das Wettruesien abzubrechen, schon weil es die Staatskassen aller Beteiligten ruinoes erschoepft, so wuerden ja eben deshalb die Mitglieder der gegenseitigen Kontroll-Ausschuesse —Araber in Israel, Israelis in Aegypten usw.— schon weit weniger vom Empfinden gehemmt sein, sich “in Feindesland” zu befinden, wenn sie an ihre Arbeit gehen, und dann koennte den arabisehen Be vollmaechtigten dann recht wohl sogar Gelegenheit geboten werden, sieb an Ort und Stelle davon zu u e b e r z e ugen, dass dieses Land sein “Gesicht" inzwischen tatsaechlich viel zu re* volutlonaer geaendert hat, um den 1948 Gefluechteten faktisch ueberhaupt noch die Moeglichkeit zu geben, sich in Massen repatriieren zu lassen. Mit dieser Erkenntnis, der sich die arabische Seite bis heute bekanntlich obstinat verschliesst, waere endlich der Weg zu einer Loesung der Fluechtlingsfrage freigelegt, die seit Jahren bekanntlich immer staerker in den Mittelpunkt des Konflikts gerueckt ist; so Hesse sich der Gedankengang noch w e i terspinnen. Kinderspiel waeren beim Vergleich zum heute nahezu hoffnungslosen Stand dieser Frage dann Verhandlungen mit dem Ziel, ein Kompromiss durch Zugestaendnisse beider Seiten auszuarbeiten. Das ist keine Sache von heute und morgen, zugegeben. Aber es liegt dennoch kaum ausserhalb alles vernuenftig Denkbaren, dass sich Araber und Israelis frueher oder spaeter nicht immer nur in der Atmosphaere offiziellen Argwohns treffen, die die spaerlichen Sitzungen der verschiedenen, 1949 von den United Nations g e s chaffenen “Gemischten Waffenstillstands - Kommissionen”, unterkuehlt. Nach einer tragischen Pause von wer weiss wie viel Jahren wuerden sich die Stammesvettern der uralten auf den gemeinsamen Erzvater zur u e ckgehenden Uebsrlieferung wieder kennen lernen. Und ihre Begegnung waere dann nicht mehr, wie in jenem Festspiel, das unvollendete Gespraech zwischen dem Siedler von Jesreel und dem Araber, der einmal nebenan gelebt hatte, von vornherein zum Scheitern verurteilt. KEREN KAJEMETH LEJLSRAEL ZU FAMILIEN - FESTLICHKEITEN Telegramme Blumen-Abloesungspenden, Baeume, Goldenes Buch, Bar-Mizwah-Buch, Kinder-Buch des KRI. Telefonische Bestellungen: 398101 (Gemeinde) oder 87701 ¿Ha pensado Ud. lo cerca qué está ISRAEL? ¿Por qué no visitarlo en su próximo viaje a EUROPA, aprovechando alguno de los apropiados PLA¬ NES DE ESCALAS MULTIPLES DE LA CONFIABLE KLM? 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