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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1963-10-01 · 10 (Octubre, 1963) · p. Seite 4

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXV (1963)
Issue
10 (Octubre, 1963)
Date
1963-10-01
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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BOLETIN INFORMATIVO 4 OCTUBRE 1963 DIE REPRAE5ENTANZ Aus dem Protokoll der Sitzung vom 3. September 1963 Am 3. September 1963 fand unter dem Vorsitz von Herrn Dr. Benno Kiwi eine Sitzung des Repraesentanten-Kollegiums unter Teilnahme der Herren Kurt Abraham, Hermann Amster, Dr. Hans Bab, Karl-Just Doernberg, Adolf Ebstein, Gerhard Guthmann Emanuel Herzberg, Bernhard Katz. Dr. Benno Kiwi, Josef Kohn, Dr. Hermann Lehmann, Fritz Leiser, Walter Levy, Dr. Ernst Reichmann Joachim Rosenberg, Adolf Schnitzer, Dr. Max Sklarz Justin Stern und’ Hans Will statt. Vom Vorstand waren anwesend die Herren Alfred Berliner, Kurt Hofmann, Kurt Loebel, Martin Michel und Dr. Hans Reich. Die Herren Heimann Abramczyk, Dr. Friedmann und Werner Simonson waren entschuldigt. Das Protokoll der Sitzung vom 9. Juli 1963 wird verlesen. und mit folgender Abaenderung angenommen: “Bezugnehmend auf die Preise der Eintrittskarten wird von mehreren Repraesentanten geaeussert, dass sie es fuer angebracht halten, den Preis der ersten Karte auf E? 16.— zu erhoehen, um den sonst entstehenden Fehlbetrag zu dekken. Der Vorschlag wird von der Versammlung einstimmig angenommen. Die Preise der anderen Karten bleiben dem Antrag des Direktoriums entsprechend”. In seinem Vorstandsbericht hebt Herr Hofmann u. a. hervor, dass die Arbeit des Direktoriums in den abgelaufenen Wochen sich hauptsaechlich mit der Durchfuehrung des Programms der Fei erlichkeiten anlaesslich des 25. Jubilaeums der S. C. I. beschaeftigte und mit der Vorbereitung der Gottesdienste an den Hohen Feiertagen. Sowohl der von Herrn Rosenberg ins Leben gerufene Herrenchor als auch der Damenchor befassen sich mit eifriger Probenarbeit. Die Herren Abraham und Podbielski haben sich liebenswuerdigerweise als Helfer fuer den Verkauf der Synagogenkarten zur Verfuegung gestellt. In Rahmen der vom Comité Representativo veranstalteten Sammelaktion fuer das Hospital Arriaran hat die Gemeinde den ¡Betrag von EV 100.— gespendet. Bei dem 19. Kinus des Vaad Hajinuj wird die S.C.I. durch die ¡Herren Walter Levy. Joachim Michel, Dr. Hans Reich, Adolf Schnitzer und Werner Simonson vertreten sein. Als Delegierte zum Zionistenkongress entsendet die Gemeinde die Herren Hofmann, Podbielski, Kiwi, Dr. Reich und Werner Simonson. Herr Dr. Reich hat die Gemeinde bei der Einweihung des Kinderheims der “B’ne B’rith” vertreten. In unserem Saale hat die Loge “Pacifico” eine Lesung des Dramas “Andorra” von Max Frisch durch Mitglieder der Kammerspiele veranstaltet. Ebenfalls in unserem Hause empfingen die “Pioneras de Chile” die Vorsitzende j ihres Weltverbandes, Frau Beba Idelson, Vizepraesidentin der Knesset. Herr Hofmann dankt dann fuer (Geschenke anlaesslich des 25. Jahrestages, so Frau Schwarz fuer zwei Thorakronen, ein Schild und einen Jad, die sie der Gemeinde vor ihrer Auswanderung nach Israel uebergeben hat. Im Namen der Gemeinde wurde der israelische Botschafter, Dr. Uri Naor von Herrn Dr. Reich und Herrn Hofmann in Los Cerrillos empfangen. Herr Dr. Reich informiert kurz ueber den Ablauf der J u b i 1 a eums-Festakte der B’ne Jisroel und teilt anschliessend mit, dass Herr Hofmann und er Herrn Dr. Naor einen offiziellen Antrittsbesuch gemacht haben. Der Botschafter., wird am kommenden Dienstag vom Direktorium und der Repraesentanz in unserem Hause empfangen werden. Der ATI dankt Herr Dr. Reich nochmals fuer das Geschenk der schoenen Uhr, die bei Installierung der neuen Beleuchtungskoerper in der Synagoge angebracht werden soll. Herr Dr. Sklarz bittet die Rep raesentanz, dem Vorstand fuer die geleistete Arbeit bei der Durchfuehrung der (Jubilaeumsfeiern zu danken, was durch Akklamation geschieht. Berichte der Kommissionen Herr Dr. Kiwi verliest einen schriftlichen Bericht dies durch Krankheit verhinderten Herrn Abramczyk ueber die Arbeit der Kultuskommission. , Ergaenzend dazu teilt Herr Dr. Reich mit, dass WIZO ladet ein Fruehlings - Modenschau Diesmal als neuartige Show “Äe Frau wie sie sein soll und wie sie nicht sein soll’' Kegie : Kitty Schwarz Conference : Walter Schneftan Musik : Helmut Herzfeld Darsteller der Show: Peter Schwarz und unsere Mannequins Dienstag, den 29 Oktober 1963 nachmittags um 4 Uhr im ESTADIO ISRAELITA Eintritt incl. Once E? 3,59 Tombola Herr Kantor Baruch in diesen Tagen eintrifft. Er wird zunaechst an den Hohen Feiertagen und voraussichtlich ab 1-12-1963 staendig bei uns taetig sein. Herr Rabbiner Loewenstein berichtet ueber die Arbeit der Jugendkommission. Anlaesslich (des 25. Jubilaeums fand ein sehr gut besuchter und gut durchgefuehrter Jugendgottesdienst statt. Die Studiengruppen junger Ehepaare haben unter Leitung von Herrn Abraham , Ma~ guenzo ihre Arbeit aufgenommen. Bisher nehmen Ib Ehepaare an den Sitzungen teil. Ein grosses Problem hat sich in der (Frage des Jugendheimes , der Gemeinde ergeben, dass voellig unzureichend ist. Degania hat ein Angebot der' sephardischen Gemeinschaft, die ein bequemes Jugendheim eingerichtet hat und ,ueber einen grossen Etat fuer Jugendarbeiten verfuegt. Da ein grosser Teil der Mitglieder der Degania dem sephardischei:. Sektor ¿entstammen, ist es nur natuerlich, dass dieses Angebot dort gern gesehen wird. Barcai andererseits ist zu gross geworden, um in diesem Haus weiter zu bleiben. Die Frage ist ausserordentlich dringlich und erfordert sofortige Massnahmen. Herr Dr. Reich informiert, dass er die Absicht hatte, mit Herrn Munter diesen Fragenkomplex durchzusprechen. Er bedauert, dass die Jugendkommission erst heute und nicht schon im Juli mit diesem Problem an Di rektorium und Repraesentanz herangetreten ist, denn so ist durch Nichtkuendigung der Mietsvertrag um e i n Jahr, bis 1. November 1964 verlaengert. Er schlaegt vor, das Direktorium zu beauftragen, den Fragenkomplex unter eventueller Zuziehung der Herren Rabb. Loewenstein und Simonson zu behandeln und der Repraesentanz auf einer der naechsten Sitzungen Vorschlaege zu machen. Herr Loebel weist darauf hin, dass ohne Zweifel die Gemeinde den Kontakt ¡mit der Jugend staerken muesse. Dies ist in erster Linie eine Sprachenfrage. Andererseits aber muss auch die Jugend einsehen, dass sie nicht nur Forderungen stellen kann. Er erwaehnt in diesem Zusammenhang, dass im Februar zwei ausgebildete Madrichim dem Barcai zur Verfuegung stehen werden, die ohne Zweifel bei der Loesung der bestehenden Probleme mithelfen koennen. Herr Schnitzer ist der Auffassung, dass das von Herrn Rabbiner Loewenstein Vorgetragene durchaus nicht nur negativ ist. Das Verhalten der Degania ist ein erster Schritt zur Integration. Auch die Tatsache, dass der Barcai so gewachsen sei, dass das Haus nicht mehr ausreiche, ist kein Grund zum Verzweifeln. Wir muessen uns daran gewoehnen, dass unsere Jugend keine landsmannschaftlichen G r e nzen mehr kennt, sondern sich als chilenische Juden fueblen und versuchen, unsere Tradition dieser neuen Jugend naeher zu bringen. Herr Lehmann erklaert, dass ploetzlich aus einer Debatte ueber eine Hausfrage eine Diskussion ueber die Zukunft der Gemeinde ge¬! 25. Wiederkehr des i | 9. NOVEMBER 1938 I Zum 25. Mal gedenken wir in in diesem Jahre der 1 mit der “Kristallnacht” verbundenen Ereignisse des; Jatires 1938. Fuer jeden von uns sind (fiese Tage ■ mit schmerzlichen t Erinnerungen verbunden. Seit- ■ dem ist eine lange Zeit vergangen. Die Ereignisse i des 9. und 10. November 1938 sind durch das, was nachher kam, weit in den Schatten gestellt worden. Aber ueberall wo Juden aus Deutschland leben, wird man sich in besonderen Feiern an dieses Ereignis i ei’innern. Auch wir wollen am Sonntag, den 10. November, in einer speziellen Feierstunde um 11 Uhr der 25. Wiederkehr des Tages gedenken, an dem unsere Synagogen ¡grausam vernichtet und das juedische Leben in Deutschland endgueltig zerstoert wuri de. Wir hoffen, dass viele unserer Gemeindemitgliei der das Beduerfnis haben werden, uns in dieser I Gedenkstunde zu begleiten. worden ist. Degania befindet isich in einer Krise etwas ganz Normales in einer Jugendorganisation, b e d ingt dadurch, dass die Aelteren ausscheiden und juengere Kraefte hinzukommen. Unsere Gemeinde aber, und dies auf die Frage von Herrn Schnitzer bezueglich, hat nicht nur das Recht sondern auch die Pflicht zur eigenen Existenz. Alle die hier aufgeworfenen Fragen sind Uebergangsprobleme, die nicht generell zu loesen sind, sondern die von Fall zu Fall entschieden werden muessen. Herr Levy legt den Schwerpunkt darauf, dass die Gemeinde den Kontakt mit den juengeren Menschen verloren hat, was nicht zuletzt auf die Sprachenfrage zurueckzufuehren ist. Er zitiert als Beispiel das Gemeindeblatt, das hauptsaechlich in deutscher Sprache erscheint und weist darauf hin, dass es unumgaenglich notwendig ist, einen spanischen Redakteur anzustellen. Herr Dr. Reichmanr spricht ueber den “Barcai”, den er als eine Jugendbewegung mit fester Ideologie bezeichnet. Es ist keine Frage von mehr oder weniger Bequemlichkeit, sondern von einer tatsaechlichen Raumknappheit, denn an Samstagen kommen 60-70 oder auch 90 Jugendliche, die einfach im Haus keine Unterbringungsmoeglichkeiten haben, ganz .abgesehen davon, dass es unmoeglich ist, dort etwa Sport zu treiben. Erschwerend kommt auch noch hinzu, dass idas Haus sehr unguenstig liegt. Herr Loebel weist darauf hin, dass, ehe das Haus ge¬ I mietet wurde, auf einer Elternversammlung auf das Problem der Lage hingewiesen wurde und die Eltern nichts dagegen einzuwenden hatten. Herr Dr. Reich versichert, dass die in der Debatte gegebenen Anregungen . mit g r o e sster Aufmerksamkeit studiert werden. Herr Rosenberg ist der Ansicht, dass es wünschenswert waere, dafuer zu sorgen, dass sich die Raeume fuer die Jugend im Gemeindehaus befaenden. Der Antrag des Direktoriums in dem Sinne, dass ihm anempfohlen wird, unter eventueller Zuziehung der Herren Rabbiner Loewenstein und Simonson das Problem der Jugend zu studieren und der Repraesentanz in einer der naechsten S i t z u ngen entsprechende Vorschlaege zu machen, wird angenommen. Magbit. Herr Dr. Reich berichtet ueber den Stand der Magbit. Verschiedenes. Herr Dr. Reich bittet das Repraesentanten-Kollegium um nachtraegliche Genehmigung der Ernennung der Herren Dr. Kiwi und J. Strauss als Mitbegruender der Gemeinde zu deren Ehrenmitgliedern, was durch Akklamation erfolgt. Anschliessend verliest er ein Dankschreiben der Gemeinde Cochabamba, anlaesslich des Besuches von Herrn Rabbiner Loewenstein. Herr Schnitzer weist auf die vom “Vaad Hajinuj” eing e 1 e itete Stipendienaktion hin und bittet um deren Unterstützung. Schluss der Sitzung 22.45 Uhr. GEDENKFEIER anlaesslich der 25. Wiederkehr des 9. November 1938 Sonntag, 10. November 1963 11 Ukr Unter Mitwirkung des Cuarteto Santiago in der Synagoge. Avda. Portugal 810.

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