Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXV (1963)
- Issue
- 9 (Noviembre, 1963)
- Date
- 1963-09-01
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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10 BOLETIN INFORMATIVO SEPTIEMBRE 1963 Festpredigt von Herrn Rabbiner Loewenstein anlaesslich des 25. Jahrestages der Gruendung der Gemeinde. Dank fuer die juedische Kraft Preiset den Ewigen am Tage. Preiset den Ewigen in der Nacht. Der Gesang dieser Worte leitet die Ansprache ein, die dem 25. Jubilaeum unserer Gemeinde gewidmet ist. Wir haben Gott am gestrigen Abend gepriesen und preisen ihn an diesem Sch'abbat Morgen. Wir versammeln uns, um ihm dafuer zu danken, dass uns die Gnade eines neuen Morgens gewaehrt worden ist. Wir duerfen in Ruhe uns unserer Arbeit und unserer Gemeinde widmen. Aber mehr denn je sind wir uns an diesem Morgen bewusst, dass die Geschichte dieser Gemeinde tief in die Nacht hineinreicht. In jenen Tagen, in denen sich juedische Menschen in Santiago de Chile fanden, um den Grundstein zu dieser Gemeinde zu legen, lebten die meisten von uns in der Nacht der Geschichte. Jene Worte, die uns der Prophet Jesaja heute Morgen ueber die Jahrhunderte hinweg zuruft: “Der Ewige hat mich vergessen, der Herr hat mich verlassen’’ trugen auch viele von uns in ihren Herzen. Wer von uns, die wir in Buchenwald oder in Sachsenhausen oder in Dachau waren —und wieviel mehr erst die nach uns kamen— fragte nicht in jenen Tagen: “Wo ist Gott?” Und gerade in diesen Stunden der Nacht versammelten sich juedische Menschen und bestaetigten ihren Glauben . in die Zukunft Israels. Darum ist es in erster Linie der Dank an diese Frauen und Maenner, den wir in dieser Stunde zum Ausdruck bringen wollen. Sie vertrauten auf den Gott Israels.' Vor meinen Augen steht lebendig jener Erew Schabbat, als wir uns in der Monjitas 512 versammelten um den Schabbat zu empfangen. Deutsche Heereskraefte hatten, ich glaube es war Daenemark, ueberrannt. Manche Stimme der Verzweiflung ueber diesen erneuten Erfolg wurde vernommen und ich hoere noch immer die Stimme Josef Hirschbergs s. L.: “’Ich glaube an den Sieg der Alliierten, so wahr es einen Gott der Gerechtigkeit gibt, der nicht zulassen wird, dass die Kraefte des Boesen in der Welt die Oberhand gewinnen”. Das war der Geist, der jene Maenner erfuellte, die unsere Gemeinde in all den Jahren gefuehrt haben, eines Sigmund Freudenthal, Josef Hirschberg, Siegfried Landau, deren wir gestern Abend gedacht haben, und ihrer Mitarbeiter. Ihnen allen gilt, wenn wir am Tage Gott preisen duerfen unser Dank fuer die juedische Kraft, die sie in der Nacht bewiesen haben. In gleicher Weise gilt dieser Dank unserem Chile, dem Land, das uns in schwerer Stunde Zuflucht und Heimat geworden ist. Hier haben wir in Demokratie und Freiheit unsere Familien wieder aufbauen und unser juedisches Leben fortsetzen duerfen. Wir glauben, dass wir in diesen 25 Jahren unseren Dank auch in Taten zum Ausdruck gebracht und durch unsere Arbeit und unser Wirken zum Fortschritt dieses Landes beigetragen haben. Unser Dank gilt in dieser Morgenstunde auch .unseren Eltern und Lehrern, die uns den juedischen Weg gelehrt haben. Es wird fuer immer mit leuchtenden Buchstaben verzeichnet werden, dass Soehne und Toechter jenes Stammes des juedischen Volkes, von dem vor 60 Jahren behauptet worden ist, dass er zum Untergang verurteilt sei die Kraft gehabt haben, ein neues Kapitel juedischen Lebens auf diesem Kontinent zu schreiben. Professor Ernst Simon hat es uns in unserem Gemeindeblatt wieder bestaetigt, dass wir dem religioesen Judentum auf diesem Kontinent seinen Platz eroberten. Damit kommen wir zu dem Dank, von dem der heutige Wochenabschnitt spricht: Dem Dank vor Gott. Die Thora spricht von der Gefahr des Erfolges, von dem Stolz auf eigenen Besitz: “Und es erhebt sich Dein Herz und Du .vergisst des Ewigen Deines Gottes, der Dich herausgefuehrt hat aus dem Lande Aegypten, aus dem Hause Deiner Knechtschaft”. Auch wir sind aus der Knechtschaft befreit, von Not erloest worden. Uns ist die Gnade zuteil geworden, uns und unseren Kindern, ein neues Leben aufbauen zu duerfen. Dafuer lasst uns, wenn wir den Ewigen an diesem Tage preisen, dem Herrn der Welt danken. Nach dem Rueckblick auf vergangene Jahre wenden wir uns der Gegenwart zu. In diesem 5. Buch Mose steht das Wort: “Merke auf und hoere Israel: An diesem Tage bist Du zu einem Volk, zu einer Gemeinde des Ewigen Deines Gottes geworden”. Es wird die Frage erhoben, wa¬ ELEKTRISCHE DEPILACION WIMPER UND AUGENBRAUEN DAUERFAERBUNG PEELING HAUTREINIGUNG UND GESICHTSMASSAGE MAKE UP Lilly de Sohr Moneda 720 Tel. 381921 Deplo. 208 rum laesst unser Lehrer Moses die B’ne Jisroel erst an der Grenze des verheissenen Landes zu einem Volke werden. Waren sie es nicht schon am Sinai geworden? Unser Lehrer Raschi gibt die klassische Antwort: “An einem jeden Tag soll es in Deinen Augen sein als ob Du heute in den Bund mit Ihm eingetreten bist”. Auch wir, die wir uns heute versammeln um das 25 -jaehrige Bestehen unserer Gemeinde zu feiern, wollen diesen Bund fuer uns und die, die nach uns kommen, erneuern. Durch die Treue die wir uns bewaehren, durch den Opfermut, mit dem wir bereit sind uns unserer Gemeinde zu widmen, soll dieser Bund stets erneuert werden. Wir wollen uns bewusst sein, dass es nicht nur darauf ankommt Vergangenes zu bewahren. Wir wollen die Tradition des ewigen Israels immer wieder in neuen leuchtenden Farben gestalten. Es ist mir ein Beduerfnis, in dieser feierlichen Stunde, Ihnen, sehr geehrter Herr Dr. Reich und dem Direktorium auch im Namen meines Kollegen unseren herzlichen Dank fuer die Ehrung zum Ausdruck zu bringen, die uns gestern Abend durch die Eintragung in das “Goldene Buch des K. K. L.” zuteil geworden ist. Der Baum ist ein Symbol fuer Festigkeit und stete Erneuerung. So wollen auch wir gemeinsam mit all unseren Kraeften in Zusammenarbeit mit Ihnen und all denen, die sich unserer Gemeinde widmen, fuer die Zukunft unserer “B’ne Jisroel” wirken. Der Bund, den wir heute erneuern, moege in denen, die nach uns kommen, seine Fortsetzung finden und unserer Gemeinde inmitten der Gemeinden Israels den stolzen Platz bewahren, den sie sich erobert hat. Wir haben in die Vergangenheit und auf die Gegenwart geschaut, in die der Nacht und in die des Tages. Und nun noch ein Wort fuer die Zukunft. El Profeta Yeshayahu nos hace un llamado. Raw Shalom Banayij —grande sea la paz para tus hijos. Alguien dice: No lee Banayij, tus hijos, sino Bonayij, tus constructores. Deseamos a nuestros hijos que puedan vivir en pleno gozo de paz. Pero que siempre sean conscientes de su obligación de ser constructores de la vida judía. Nosotros os entregamos una comunidad floreciente, que trabaja por el bien de todo Israel. Uds. tendrán la sagrada obligación de prepararse para el día, en que Uds. tomarán a su cargo el destino de nuestra S. C. I. “B’ne Jisroel”. Deseo a todos nosotros que podamos vivir en paz en este país libre, para que Uds., los "que hoy día son nuestros hijos, sean mañana los constructores del futuro. Termino ofreciendo al Todopoderoso nuestra oración para que vivamos en paz nosotros, nuestro yishuv, nuestro país, Chile, nuestra Medinath Israel y toda la humanidad. Ansprache des Presidenten der Gemeinde, Herrn Dr. Hans Reich, beim Festgottesdienst am 9. August 1963. Dank und Anerkennung Meine Damen und Herren: Es ist bei uns nicht ueblich, dass der Praesident der Gemeinde waehrend eines Gottesdienstes das Wort ergreift, da die Kanzel selbstverstaendlich einzig und allein den Rabbinern Vorbehalten ist. Wenn ich bei unserem heutigen Festgottesdienst von dieser Norm abweiche, so geschieht dies nicht um eine Ansprache an Sie zu halten, sondern von hier, von der Stelle Ihres Wirkens den beiden Maennern namens unserer Gemeinde zu danken, die unserem religioesen Leben ihren Stempel aufgedrueckt haben; unseren beiden Rabbinern. Sie beide, meine Herren, sind fast die ganzen 25 Jahre mit uns gegangen. Sie koennen an diesem Fest, das nicht nur unser, sondern auch Ihr Fest ist, ebenso wie wir stolz sein auf die geleistete Arbeit. Es war auch fuer Sie nicht immer leicht, auch fuer Sie gab es Enttaeuschungen auf dem langen Weg bis heute. Sie haben es verstanden, diese zu ueberwinden, und das religioese Leben unserer Gemeinde von kleinsten Anfaengen heT auf- und auszubauen. Stets wirkten Sie Beide ausgleichend zwischen den verschiedenen religioesen Richtungen unserer Einheitsgemeinde, sodass e t w aige Meinungsverschiedenheiten auf religioesem Gebiet immer in Freundschaft und Frieden beigelegt wurden. Fuer Ihre hingebungsvolle Taetigkeit zum Wohle unserer Gemeinde danke ich Ihnen von ganzem Herzen und spreche Ihnen meine vollste Anerkennung aus. Um unsere dankbare Anerkennung Ihres Wirkens fuer alle Zeiten zu verewigen, hat das Direktorium unserer Gemeinde beschlossen, Sie Beide in das Goldene Buch des K. K. L. eintragen zu lassen. Wenn ich Ihnen nunmehr Ihre Diplome ueberreiche, die besagen, dass die Eintragung in Anerkennung Ihrer hingebungsvollen Arbeit bei der Entwicklung der S.C.I. erfolgt, so weiss ich, dass diese wohlverdiente Ehrung Ihnen ein Ansporn sein wird, auch in den kommenden 25 Jahren sich so wie bisher fuer unsere Gemeinde einzusetzen, damit s. G. w. bei unserem 50-jaehrigen Jubilaeum der Gemeindepraesident Ihnen genau so herzlich und freundschaftlich danken kann , wie ich es heute tue. jjÿjjfi- Eigene Fabrikation in feiner Unterwaesche Morgenroecke und Blusen San Antonio 65 Tel. 381900 HANS G0SSELS Distr. autorizado “Motorola” Autoradios — Televisores Sintonizadores de frecuencia modulada Antenas F. z. M. — Televisión Reparaciones Av. Antonio Varas 2597 _ Teléfono 41754 "FAMACO" M. R. Fábrica de Materiales de Construcción BENJAMIN ENGEL SPITZ Av. OSSA 1237 - FONO 472352 FABRICA DE BALDOSAS MARMOL RECONSTITUIDO TEJAS - PASTELONES LADRILLOS TUBOS PARA ALCANTARILLADO Distribuidor: Refractarios Loia-Green S. A.