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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1963-09-01 · 9 (Noviembre, 1963) · p. Seite 5

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXV (1963)
Issue
9 (Noviembre, 1963)
Date
1963-09-01
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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SEPTIEMBRE 1963 BOLETIN INFORMATIVO 5 DAS 25. JUBILAEUM DER GEMEINDE Mit grosser Begeisterung und unter Anteilnahme aller Kreise der Gemeinde beging die S. C. I. “B’ne Jisroei” den 25. Jahrestag ihrer Gruendung. Mit einem wuerdevollen FESTGOTTESDIENST I begannen am 9. August 1963 die Feierlichkeiten. Nachdem der Gottesdienst durch den Damenchor und Herrn Kantor Ruschin eroeffnet worden war, sprach Herr Rabbiner Loewenstein die Gebete fuer Chile und Israel, worauf Herr Rabbiner Lubliner mit seiner Festpredigt anhob (Siehe: “Rueckschau und Ausschau”). Nach dem von Herrn Kantor Ruschin gesungenen Kiddus’ch, dem Olenu und dem Kaddisch, sang der Chor das Adom Olam, worauf Herr Dr. Reich das Podium betrat um in einer kurzen Ansprache den beiden Herren Rabbinern fuer ihre Mitarbeit zu danken und ihnen im Namen des Direktoriums das Diplom ihrer Eintragung in das' goldene Buch des K. K. L. zu ueberreichen (Siehe: ‘‘Dank und Anerkennung”). Nach dem Gottesdienst blieben die Anwesenden zu einem Kiddusch zusammen, der vom Direktorium in der Restauration des Gemeindehauses veranstaltet wurde und zu des'sen Gelingen Frau Vogel, die Konzessiionaerin unserer Gemeinde, sehr viel beitrug. Am Samstag, den 10. August, gedachte Herr Rabbiner Loewenstein im Rahmen des Schabbat-Morgengottesdienstes der Gruendung der Gemeinde (Siehe ‘‘Dank fuer die juedische Kraft”). Anschliessend nahmen die Anwesenden am Gottesdienst an einem Kiddusch teil, der wiederum in der Restauration dies Gemeindehauses stattfand. BESUCH DER GRAEBER Am Sonntag den 11. August besuchte das Direktorium, begleitet von zahlreichen Herren des Repraesentanten-Kollegiums und Mitgliedern der Gemeinde die Graeber der verstorbenen Mitarbeiter der S. C. I. ‘‘Bne Jisroei” auf dem Friedhof in Conchali, sowie auch die Staette, an welcher die seinerzeit beim Brand des Hauses San Diego 216 verbrannten Thorarollen beigesetzt worden sind. Die Herren Rabbiner Loewenstein und Lubliner sagten Kaddisch und Herr Kantor Ruschin sang das El Mole Rachamim. DAS FESTBANKETT Den Hoehepunkt der Feiern bildete das grosse Festbankett, mit dem Direktorium, Repraesentanten—Kollegium und Mitglieder der Gemeinde den 25. Jahrestag der Gruendung der S. C. I. ‘‘B’ne Jisroei” gemeinsam begingen. Im grossen Saal des' Gemeindehauses, an festlich gedeckten Tischen, fuer deren wundervolle Aussch mueit kung die Damen Ne.lly Hofmann und Minna Pincus dankenswerterweise gesorgt hatten, fanden sich rund 300 Mitglieder unserer Gemein schaft zusammen, um das Benno Kiwi, Ehrenmitglied Beste wollen, wie er und sei- Jubilaeum zu feiern. der Gemeinde und Vorsitzenne Mitarbeiter. So haben die Der Praesident der Geder der Repraesentanz die Gemeinde und das' Centro meinde, Herr Dr. Hans Reich Festrede, die wir an ande- Henrietta Szold in all den Jahren in Harmonie, jeder an seinem Platz, fuer unsere Ziele gearbeitet. Darum ist Ihr Jubilaeum auch unser Fest”. Nachdem Herr José Strauss und Frau Margarete Gruenbaum dem Direktorium im Namen der neu ernannten Ehrenmitglieder und .der Ehrengaeste gedankt hatten, sprach Herr Bernardo Katz in Vertretung der A. T. I., um der Gemeinde die besten Wuensche seiner Institution zu ueberbringen. Gleichzei t i g uebergab er Herrn Dr. Reich als Geschenk der A. T. I. eine kostbare Uhr fuer die Synagoge. Nach der Rede von Herrn Katz brachte Herr Salinger, zusammen mit seiner Gattin ein humorvolles Gedicht zum Vortrag, in welchem Per soenlichkeiten, und Ereignis- Der grosse Saal des Gemeindehauses waehrend des Festbanketts. Im Namen der A. T. I. uebergibt Herr Bernardo Katz der Gemeinde eine Uhr mm Ü«8 Pt« eroeffnete das Bankett mit einer kurzen Begruessungs ansprache (Siehe: ‘‘Seien wir Optimisten”), in welcher er auf die- Bedeutung des Tages hinwies und die noch unter uns weilenden Mitglieder des Gemeindebundes —'Vorlaeufers der Gemeinde— und des ersten Praesidiums unserer Gemeinde, die Herren Dr. Benno Kiwi und José Strauss im Namen des Direktoriums durch Verleihung der Ehrenmitgliedschaft auszeichnete. Nachdem die neuen Ehrenmitglieder der Gemeinde unter stuermischem Beifall aller Anwesenden die entsprechenden Diplome i n Empfang genommen hatten, uebernahm Herr Dr. German Lehmann, der sich freundlicherweise bereit erklaert hatte, als ‘‘Zeremonienmeister” zu fungieren, die Leitung des Abends, der zunaechst die beiden juengsten, Anwesenden, Tomás Reich und Marcos Wisch bat, Geschenke an die Ehrengaeste, Frau Gerta May, Frau Ilse Rosenthal, Frau Emmi Stern und Frau Margarete Gruenbaum zu uebergeben, was unter grossem Beifall der Anwesenden geschah. Alsdann wurde die Rednerliste des Abends eroeffnet. Zuerst sprach Herr Rabbiner Guenther Friedlaender (Valparaiso) der seiner Ansprache die Worte. WAEHLE DEN SEGEN■ zugrunde legte und darauf hinwies, in welch segensreicher Weise die Gemeinden deutschjuedischer Emigranten, ganz besonders in den schweren Jahren des Anfangs, fuer die Allgemeinheit wirkten und noch heute wirken. Bei der Ankunft in Chile standen den Menschen unserer Einwanderung zwei Wege offen, der Weg der Aufloesung und der des Aufbaus. Die B’ne Jisroei waehlie den Weg des Aufbaus und wurde so zum Segen fuer ihre Mitglieder fuer den chilenischen Jischuw und fuer das ganze juedische Volk. Nach Herrn Rabbiner Friedlaender sprach Herr Erico Kaufmann (Valparaiso). Alsdann hielt Herrn Dr. rer Stelle im Auszug abdrukken. (Siehe; ‘‘Sind wir den richtigen Weg gegangen?”. Der Praesident der Comunidad Israelita de Valparaiso Herr Boris Zeldis, ueberreichte darauf der Gemeinde eine kuenstlerisch ausgefuehr t e Plakette, wobei er darauf hinwies, dass nicht der materielle Wert dieses Geschenkes ausschlaggebend sei, sondern der ideelle, der von der treuen Verbundenheit der Juden Valparaisos” mit der Sociedad Cultural Israelita ‘‘B’ne Jisroei’ Zeugnis ablege. Im Namen der Wizo Henrietta Szold ergriff nunmehr Frau Kaethe Loewenstein das Wort, um darauf hinzuweisen, dass die Wizo das Herzl- Wort der ‘‘Eroberung der Gemeindestuben” in die EROBERUNG DER GEMEINDEPRAESIDENTEN abgewandelt haette. S i e erklaerte: “...Was waere die Gemeinde ohne die Wizo, die sich jede Woche in diesem Hause versammelt? Dadurch dass die Wizo uns jene Taetigkeit bietet, die uns ausfuellt, haben wir nicht die Absicht die Gemeinde zu erobern, in das Reich der Maenner einzudringen. Uns genuegt es, von Zeit zu Zeit den Praesidenten fuer unsere Zwecke zu erobern, der gern und bereitwillig den Wuenschen der Frauen nachgibt, denn er ist ueberzeugt davon, dass wir genau so das se des Gemeindelebens behandelt wurden. Mit dem selben Thema befasste sich Herr Joaquin Rosenberg in einem von ihm verfassten und vorgetragenen, spassigen Gedicht. Anschliessend ergriff Herr Adolf Ebstein das Wort, um in Namen von Cisroco und Altersheim der Gemeinde zu gratulieren und ihr fuer die verstaendnisvolle Unterstuetzung und stete Mitarbeit an den humanitaeren Bestrebungen dieser von ihm vertretenen Institutionen zu danken. Er gab bekannt, dass anlaesslich des Jubilaeums der Gemeinde im Altersheim eine Plakette angebracht werden soll, worauf dieser Dank zum Ausdruck gebracht werden wird. Herr Wolf Nagler, ergriff nach Herrn Ebstein das Wort. Seine Rede gipfelte in dem Wunsch FUER EINE BESSERE ZUKUNFT Es fuehrte u. A. aus: ‘‘... Jetzt, 2.500 Jahre nach Zerstoerung des ersten Tempels wurden wiederum Juden vertrieben. Aber jetzt wollte unser Todfeind uns nicht nur de muetigen. Er wollte uns ganz vernichten. Und er wusste, dass er uns am schwersten traf, wenn er unsere geistigen Werte vernichtete. Darum gingen in der Kristallnacht Synagogen und Thorarollen in Deutschland und in Oesterreich in Flammen auf. Waehrend aber dort Synagogen in Flammen aufgingen, wurden hier neue Synagogen geschaffen, waehrend dort Thorarollen verbrannt wurden, w u rden hier Thorarollen neu eingeweiht. Waehrend dort der beste Teil unseres Volkes vernichtet wurde, kamen juedische Menschen hierher und ueberall dorthin, wo ihnen eine Tuer geoeffnet und neue Lebensmoeglichkeiten gegeben worden sind. Es ’begann der Kampf um das taegliche Brot. Aber waehrend wir noch um das taegliche Brot kaempften, sagten wir uns schon: Der Mensch lebt nicht von Brot allein. Darin liegt das grosse Verdienst der Maenner, die vor 25 Jahren die "B’ne JiSroel” gegruendet haben, Darin liegt auch, meiner bescheidenen Meinung nach, die Groesse des heutigen Abends. Denn wir besitzen wiederum die Erde Israels, wir besitzen wiederum unsere Thora, die wir aus finsterer Nacht in eine hoffentlich bessere Zukunft hinueberretten konnten”. Herr Rabbiner Loewenstein basierte seine Ansprache auf dem Wunsch 4 CHAWERIM KOL JISRAEL \ Nachdem er das Andenken der dahingegangenen leitenden Maenner der Gemeinde geehrt hatte, fuhr er fort: "...Am kommenden Schabbat hoeren wir die Worte ‘‘Chawerim Kol Jisrael”. Bewahren wir auch in Zukunft diese Einheit und diese Hingabe fuer die Ideale der Gemeinde. Ich schliesse mit einem Wuns'ch aus der kommenden Sidra: ‘‘...Und es soll Ruhe sein vor allen Euren Feinden ringsumher. Ihr sollt in Sicherheit wohnen. ‘‘Eine Deutung sagt, dass es die Ruhe sein wird inmitten der Voelker und die Sicherheit durch die Einheit des juedischen Volkes. Das wuensche ich uns und allen Juden in der Welt, Frieden und Einheit. Dann bleiben wir Chawerim der ‘‘Chewra B’ne Jisroei’“. 4 Auch Herr Rabbiner Lubliner ergriff das Wort um in Anlehnung an eine ostjuedische Legende die Arbeit der Kehilla mit der eines Waechters zu vergleichen, welcher das Kommen des Messias kuenden soll. Es ist eine ewige Aufgabe, unsere grossen Werte zu wahren und bereit zu sein fuer die Zukunft. Zu Abschluss des ersten Teils des Abends trug Herr Dr. Leopold Rosenbaum ein Gedicht vor, worin den Anfaengen und der Geschichte der Gemeinde gedacht wurde. Nachdem Herr Abramczyk das Tischgebet gesprochen hatte, wickelte sich ein reichhaltiges KUENSTLERISCHES PROGRAMM ab, das von den Herren Hans Loewe und David Goldstein mit Werken von Bloch, Haydn Beethoven — Kreisler und Scamboni eroeffnet wurde. (Fortsetzung Seiter 35)

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