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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1963-08-01 · 8 (Agosto, 1963) · p. Seite 41

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXV (1963)
Issue
8 (Agosto, 1963)
Date
1963-08-01
Page
Seite 41 (sequence 41)
Language
German
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AGOSTO 1963 BOLETIN INFORMATIVO 41 BUERGER “JUEDISCHEN GLAUBENS” VON FREDERICK R. LACHMAN (NEW YORK) Die Vereinigten Staaten sind lange fuer das “Land der unbegrenzten Moeglich. keiten” gehalten worden. In gewissem Sinne sind sie es noch heute. Aber der Witzbold, der als Erster das “un” an eine andere Steile setzte und darauf - kam, die .USA das “Land der begrenzten Unmoeglichkeiten” zu nen nen, hat auch nicht ganz unrecht. Der Inhalt dieses Artikels spricht dafuer. Menschen lernen bekannterweise nichts aus der Geschichte und machen (alle Dummheiten immer wieder. Das gilt fuer den Einzelnen wie fuer die Voelker, und Juden bilden keine Ausnahme von der Regel. Die Geschichte der Juden in Deutschland, die mit einer, noch nachtraeglich unvorstellbaren Katastrophe geendet hat enthaelt eindringliche Lehren fuer Jeden, der willig ist, zu lernen, und fuer jede juedische Gemeinschaft, die in einem Lande lebt, wo sie —wie sie immer definiert sein ¡mag— eine Minoritaet bildet: in Bezug auf die Torheit der “Assimilation" —in Bezug auf die eigene Bewertung und die Bewertung durch die Majoritaet ringsum— in bezug auf “Toleranz” (ein widerwaertiges Wort —denn “tolerant” einem anderen gegenueber sein, bedeutet, ihn dulden, nicht aber, ihn fuer gleichberechtigt halten)— in bezug auf das Jude —Sein, die Definition, die, vom Nicht— Juden aus gesehen, im allgemeinen ganz anders aussieht als vom Juden aus betrachtet. Und hinsichtlich dieses letzten Punktes: in bezug auf die Moeglichkeit (oder Unmoe. glichkeit) der nicht-juedischen Umwelt eine, einem persoenlichen Wunschtraum en tsp ri ng en de, Definition aufzwingen zu wollen. 1893 war in Deutschland der “Centralverein deutscher Staats buerger juedischen Glaubens” begruendet worden — als Kulminationspunkt einer langen Entwicklung und als direkte Reaktion auf den Ritualmord— prozess in Xanten und die antisemitische Hetztaetigkeit eines Mannes namens Ahlwardt. In einer vorbereitenden Broschuere von Raphael Loewenfeld mit dem Titel “Schutzjuden oder Staatsbürger” heisst es programmatisch: “Wir sind nicht deutsche Juden, sondern deutsche Staatsbürger . juedischen Glaubens. Wir stehen fest auf dem Boden der deutschen Nationaiitaet. Mit Juden anderer Laender (haben wir ebensoviel gemeinsam wie deutsche Katholiken und Protestanten mit Katholiken und Protestanten anderer Laender.” Und spaeter, ,1898, heisst es ln einer Auseinandersetzung mit dem Zionismus: "Geburt, Erziehung, Sprache und Gefuehle haben uns zu Deutschen gemacht und keine Zeitstroemung kann uns unserm teuren Vaterland entfremden". Der Centralverein hatte 1925 70.000 Mitglieder, konnte daher fuer rund 300.000 Juden sprechen, ueber die Haelfte der 570.000 Juden, die es damals in Deutschland gab. Die “Zeitstroemung”, die uns “unserem teuren Vaterland entfremden” sollte, und deren Existenzmoeglich k e i t eben noch so intensiv geleugnet wurde, sollte sich ein paar Jahre spaeter als ßtroemung von ungeheurer, mitreissender und zerstoerender Gewalt erweisen. Warum alte Narben aufreissen? Sehr einfach: weil es in den Vereinigten Staaten von Amerika, dreissig Jahre mms eaneriQ I UN PRODUCTO DE ALTA CALIDAD Además: ® 4 Quemadores; (res normales y nfl9 extra fuerte con llaves-válvalas de se» guridad, importadas de Alemania cea regulación micrométrica. Horno gigante, fácilmente desarma, ble, de bajo consumo, aislado con la. na de vidrio, regulado por un termostato automático y con encendido de seguridad, importado, alemán. Cubierta levantable, facilita la lim. pieza de la cocina. Terminación de lujo, entozada, blanca. Garantía y servicio ''TROTTER”. Autorizado por la DGSE. y G., bajr N* 1485. Entrega inmediata. DE PAGO Exíjala en las mejores cacas del r<p nach der Nazi-Katastrophe, genau so eine o r g a nisation gibt. Sie heisst “American Council for Judaism”, und ist, nach ihrer eigenen, kuer z e s t en ¡Erklaerung bemueht, “die universellen Prinzipien eines Judaismus frei von N a t i onalismus und die nationale, bürgerliche, kulturelle und soziale Ein ordnung Von Amerikanern juedischen Glaubens in amerikanische Institutionen zu foerdern”. Der “Council” Dr. Frederic Lachmary die Anschauungen des amerikanischen Judentums zum Ausdruck zu bringen. In einem empperten Telegramm an die Leiter eines der drei grossen nationalen Sender, hat der “Council'’ ke Geld um seine «all¡resoeben erneut protestiert, mein^menschlichen” zieÄ, se™, Anschauungen kaemen nicht ausreichend zum Ausist ein erbitterter Feind jeder Art von i n n e rjuedischem Kontakt mit Israel ,und selbstverstaendlich des Zionismus. Er gibt demonstrativ fuer arabische Zwekmein menschlichen” Ziele zu betonen und jede Bemuehung juedisch amerikanischer Organisationen, auf die Regierung in Washington im Interesse beantwortet er mit wueten. den Erklaerungen, in denen , , , - , , er in gefaehrlicher Weise das 5jeriu^e ne automatische druck, und erklaert: “Amerikaner juedischen Glaubens sind keine nationale Minder- Israels #in7nmirk°n heitsie slnd elne religioese Ortet er Q™ppe. Sie bestehen darauf, dass ihre religioese Identifi. Problem der “doppelten Lo. Beziehung zu irgend einem kanntermassen niemals von Nichtjuden aufgeworfen wird (schon garnicht in den USA, gramm nicht beantwortet wurde, reagierte der “Counü? SS SÄÄ Deutsche, der Grieche in diesem Sinne und mit Selbstverstaendlichkeit eine “doppelte Loyalitaet” hat), sondern nur von einer bestimm flieh, aber bestimmt die Beschwerde ablehnte. Woraufhin sich der “Council” jetzt ah die FCC, die von der ten Art, mit Selbsthass und Fernsehens ^in^etzt^Kom8 pinpm rvpfupvii PTiriffar TTnci * ernsenens eingesetzte Komeinem Gefuehl ewiger Unsi. LtV<=fn;^ w cherheit belasteter Juden. mission gewandt hat. D-r Immerhin gibt es einen fundamentalen Unterschied Erfolg bleibt abzuwarten. Vielleicht ist ein persoen. zum unselig seligen “Centralliches Erlebnis des Schreibers verein": Nach eigener, darum dieser Zeilen, hinsichtlich des sicherlich sehr optimistischer “juedischen Glaubens” eim. Erklaerung hat der “Council” ger “amerikanischer Staats- 20.000 Mitglieder bei einer buerger”, als Abschluss am juedischen Bevcelkerung von Platz. An einem Jom Kippur 5 1/2 Millionen, von denen eine ueberwaeltigende Mehrheit, wenn nicht in anderer Weise, so durch Spenden an den "United Jewish Appeal” ihre innere Verbundenheit mit Israel und dem Weltjudentum zum Ausdruck bringt, traf er auf dem Wege zur Synagoge einen prominenten Mann, den er als Mitglied des “Council” kannte. Im Laufe eines Gespraeches fragte er ihn: “Warum gehen Sie in die Synagoge?” —“Aus religioesem Beduerfnis natuer. Da sich aber tiefsitzende inlieh”, antwortete der Mann nere Unsicherheit und jue. empoert. Fine weitere Frage discher Selbsthass vielfach enthuellte, dass diese “religerade in Kreisen Wirtschaftgioesen Bedürfnisse” den lieh Erfolgreicher findet, Mann zwei Tage pro Jahr zur verfliegt der “Council” fuer Synagoge trieben— am Jom seine Propaganda ueber nicht Kippur und am ersten Tage unbetraechtliche Summen Rosch iHaschanah. Woraufhin Geld. So erklaert sich ein der Schreiber ihm sagte: “So Vorgehen, das gerade in den letzten Wochen Aufsehen erregt hat, und bei dem es anmassend es klingen mag ■ich weiss besser, als Sie es selbst wissen, warum Sie sich darum handelt, dass der heute in die Synagoge gehen, “Council versucht, Fernsehen zu finden, mit allen Mitteln nicht aus einem religioesen den Weg zum oder sonst einem Beduerfnis, ueberhaupt aus keinem posi- Die nordamerikanis c h e n tiven, sondern aus einem ne- Fernseh-Stationen naemlich, gativen Grund: Sie gehen weil die ihr Publikum kennen und Sie, wenn Sie nicht gehen, in in bezug auf Einstellung das Ihrem Unterbewusstsein ein bringen, was mutmasslich unangenehmes beunruhigeneine positive Reaktion bei des Gefuehl haben— so wie der grossen Masse finden wenn etwas nicht in Ord. wird, sind ausserordentlich nung ist. Und obwohl sie Israel-freundlich. Das drueckt nicht verstehen, was in der sich nicht nur in einer Fuel- Synagoge vorgeht und es le von Sendungen ueber Is- Ihnen auch im Grunde ganz rael aus (New Yorks Kulturgleichgueltig ist, ziehen Sie Sender bringt derzeit in es vor, sich ein paar Stunden fuenf Tellen, fuenf Wochen zu langweilen und nicht dlehindurch, eine Sendung ses peinliche Gefuehl zu haueber den Aufbau von Is. ben. wenn Sie an diesem rael), sondern auch darin, Tage, an dem sich die Juden dass jene Organisationen, die in den Synagogen versamals repraesentativ fuer die mein, zuhause bleiben”. Was juedische Kollektivitaet emder Amerikaner juedischen Pfunden werden, oft die Gele- Glaubens, der ein ehrlicher genheit haben das Fernsehen Mann war, nicht abstreitea als Mittel zu benutzen, um konnte. ...

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