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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1963-08-01 · 8 (Agosto, 1963) · p. Seite 15

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXV (1963)
Issue
8 (Agosto, 1963)
Date
1963-08-01
Page
Seite 15 (sequence 15)
Language
German
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AGOSTO 1963 BOLETIN INFORMATIVO 15 ZEITUNG ZEITSPIEGEL Dezember 1942 Ist ein Meilenstein in der Geschichte unseres Blattes und der Gemeinde: Das ^'Mitteilungsblatt “beginnt erwachsen zu werden. Davon zeugt folgender Artikel, der auf der ersten Seite erscheint: UNSER "BOLETIN INFORMATIVO" “...Unser Mitteilungsblatt erscheint seit heute unter dem neuen Titel in der Landessprache ... .. .Das “Boletín Informativo” ist offizielles Sprachrohr des Praesidiums und der Organe der S.C.L “B’ne Jisroel”. Es berichtet ueber den Gottesdienst und die Person e n Standereignisse, veroeffentlieht amtliche Bekanntmachungen und Beschluesse, um den Mitgliedern den notwendigen Einblick in die Arbeit 1 and Entwicklung der Gemeinde zu geben. Gleichzeitig ist das Blatt eine Plattform fuer die Mitteilungen anderer, befreundeter Organisationen. Stark im Vordergrund steht die religioese Einstellung unserer Kultusgemeinschaft, welche hierbei von Ihren Eigenschaften als Einheitsgemeinde ausgeht. In diesem Sinne begleiten unsere Rabbiner das juedische Jahr mit Aufsaetzen kulturellen und historischen Inhalts. Unser “Boletín Informativo” bemueht sich, unsere Mitglieder mit Fragen des Rechts und der Wirtschaft vertraut zu machen, um ihnen bei ihrer Einordnung in die chilenische Umwelt eine Stuetze zu sein. Dem gleichen Zweck widmet sich die neue Sprachecke. Unser Streben geht dahin, mehr und mehr Artikel in der Landessprache zu bringen. Fortsetzung von Seite 14 .. Kunst und Wissenschaft sollen in unserem Blatt von juedischreligioesem, jue» disch-nationalem und chilen i s ehern Standpunkt beleuchtet werden. Der Jugend wird ein breiter Raum gewaehrt, um ihre Wuensche und Ziele im Rahmen des juedischen Lebens darzulegen. Die staendig wachsende Mitgliederzahl findet ihren Ausdruck in der vergroesserten Auflage und in dem g 1 e i c hzeitig zunehmenden Anzeigenteil, welcher ein ans c h a uliches Bild unserer wirtschaftlichen Einordnung bietet". Die Arbeit geht weiter. Vom Aufbau zeugen Informationen ueber die Taetigkeit des “Maccabi”, der “Unión Israelita de Amigos” die Jugendecke und Berichte ueber d'ie Arbeit der Gemeinschaften in der Provinz, wo mit Stolz im Februar 1943 festgestellt wird: “Angehoerige unserer Kolonie, die sich rasch eingelebt und eingearbeitet haben, sind... vollbeschaeftigt, taetig und gluecklich. Wir hatten Gelegenheit, unsere juengste Einwanderung zu begruessen und ihr Interesse an politischen Ereignissen, Kulturarbeit und religioesem Leben zu beobachten”. Ueber dem Lokalen wird jedoch Europa nicht verges sen. Die Banate, welche unsere Gemeinschaft mit dem in der alten Welt leidenden Judentum verbinden, sind tief. Davon legt ein Artikel Zeugnis ab, der anlaesslich des Maertyrertodes von Heinrich Stahl im “Boletín Informativo” erscheint, ebenso aber auch die tatkraeftige Hilfe, die die Gemeinde mit Unterstuetzung der Jugend unseren verfolgten Bruedern tr nt ■»*> »*» -emmm mum mmmwmímí&iíi mm. mam: ’ä »4 Î mmrn m m'm&m***** ****•**.. ifr»*'•**>???****#* .■«Wf *&*:> *í*>- XiiAsUr!,' /sis-jSi* J, ■*««>»> mrruv --h WtrtS SWtft4*» 3*K¡ $(snM8ur*i'£ »xerxirr'-zr' mmmmï t y .*■ ***#%? , * . y-y*11 »«" ... w b «-A;■ ç - l**"** * .x,.— »—■ '<» A<- L.. Ato « ■ . v Die’¡h den Grundstein' des Gemeindehauses eingemauerte Urkunde. durch die Organisation des Sammelwerkes “Fuer die Judennot in der Welt” darbringt, wofuer tai “Boletín” eindringlich geworben wird. Unsere intensive interne Kulturarbeit blueht wie nie zuvor und wie sie es nie wieder tun wird. Aus den Fortbildungskursen entsteht die Volkshochschule, deren erstes Vorlesungsverzeichnis im Maerz erscheint, und das u. A. Kollegs ueber folgende Disziplinen und Themenkreise enthaelt: “Hoehepunkte dar antiken Kultur und juedischer Geschichte im Altertum”, “Psychologie des Kindesalters”, Einfuehrung in die Geschichte der Architektur”, “Reinbrandt als Radierer”, “Die Prophetie in Israel” usw. In derselben Nummer erscheint ein Inserat, dass zur Zeichnung von Aktien der neu zu gruendenden Banco Israelita aufíord'ert. Ein grosser Schritt auf dem Weg zur Konsolidierung war die Verleihung der Personería Jurídica, worueber das “B. I.” ausfuehrlich berichtet. Gegen Ende des Krieges taucht etwas auf. was von f u ndamentaler Wichtigkeit fuer das Leben unserer Mitglieder werden soll. Das Problem d'er materiellen Wiedergutmachung. das erstmalig im Juli T944 in unserem Blatt behandelt wird und dem in Zukunft immer mehr Raum gewidmet werden muss. VON SAN DIEGO ZUR PORTUGAL lm Oktober 1944 brannte das Gemeindehaus San Diego. Das Gebaeude, in welchem die B’ne Jisroel gehofft hatte. waelirend langer. Jahre fruchtbare Arbeit leisten zu koennen, war vernichtet. Neben vielem wertvollen Mobiliar, verbrannten eine Anzahl kostbarer Seforim, die auf dem Friedhof in Conchalí toeigesetzt wurden. Die Gemeinde stand an feinem Kreuzweg. Der Krieg war entschieden. Der entgueltige Sieg der Alliierten war nur noch eine Zeitfrage. Jetzt musste es sich klaeren, ob unsere Mitglieder hier ihre Heimat gefunden hatten oder ob sie zurueck wollten auf den Kontinent, aus d'em sie verjagt worden waren. | Diese Frage war mehr als eine nur individuelle. Von ihr hing das Schicksal unserer Gemeinde ab und die Gemeinde entschloss sich zu bleiben. Im Januar 1945 wird ein Aufruf des Direktoriums veroeff entlieht, der zur Bildung eines Fonds zum Bau eines eigenen Gemeindehauses aufruft, ein Unternehmen, das von einer ausserordentlichen Generalversammlung mit 157 Stimmen gegen Öl beschlossen worden war. Ein merkwuerdiger Zufall: In der gleichen Ausgabe erscheint t ein ausfuehrlicher Artikel ueber das juedische Erziehungswerk in Chile. Gemeinde und Erziehung, die Grundpfeiler juedischen Lebens, hier sind' sie beisammen. Das Bauprojekt, von der u e b e rwiegenden Mehrheit der Mitglieder . begruesst, macht rasche Fortschritte. Schon im « Februar kann ueber den Kauf des Grundstuecks informiert werden und waehrend nun ein grosser Teil des “B. I.” Fragen des ¡Baues gewidinet ist, wird gleichzeitig ueber die Fortschritte der alliierten Besetzung Deutschlands und ueber das Ende des Naziterrors berichtet. Der naeehste ¡Umzug der Gemeinde, im Juni 1845, ist nur noch ein provisorischer. Das Gemeindehaus in Monjitas 690 ist ein Notbehelf, bis das eigene Heim fertiggestellt ist. In diesem Jahr, einem Jahr des Aufbaus unserer Gemeinschaft wie vielleicht kaum ein zweites, wird erst klar, was eigentlich in Europa geschah, die grausige Wahrheit ueber die Vernichtungslager kommt langsam ans Licht. Und auch etwas anderes bahnt sich langsam an, etwas, was sich in einer Ueberschrift unserer September - Ausgabe angedeutet findet: “Creación de un Estado Judío en Palestina” und darunter: “El Presidente Traman reveló que el gobierno de los EE. UU. está discutiendo con el de Gran Bretaña la creación de un estado nacional judío en Palestina”. Im Jahre 1946, wie wir dem Bericht ueber die Generalversammlung entnehmen koennen, zieht sich der erste Praesident der Chewra, Herr Siegmund Freudenthal, zurueck und Herr . Dr. Joseph Hirschberg uebernimmt die Leitung der Gemeinde. Unter seiner Praesidentschaft soll das Gemeindehaus entstehen, dessen Ausführung inzwischen oeffenl- >ich ausgeschrieben worden ist. Im Oktober erfahren wir, dass der erste Preis Herrn Josá Dvoredsky, der zweite Herrn Pablo Hegedus zugesprochen worden . ist. Der Bau des Hauses wird nunmehr zum vordringlichsten Anliegen der Gemeindekoerperschaften und mit Stolz kann in der, April-Ausgabe dea Jahres 1947 ueber die Grundsteinlegung berichtet werden. 1843 ist ein Jahr einschneidender geschichtlicher Entwicklung in der juedischen Welt, was naturgemaess auch in Chile seinem Widerhall findet. Im Januar erfaehrt die Gemeinde von der Abfahrt der zweiten Alija-Gruppe, die wiederum zum groessten Teil —genau wie die erste, die illegal nach Israel ¡gelangteunserer Gemeinschaft entstammt. Ab Mai beherrscht ein neuer Grundton unser Leben. Das seit Jahrtausenden ertraeumte Ereignis ist Wirklichkeit geworden, der juedische Staat ist wieder erstanden. Im gleichen Jahr kann unsere Gemeinde den 10. Jahr e s t ag ihrer Gruendung feiern. Aus diesem Anlass erscheint die erste Sonderausgabe des “B. I.”, aus der hervorgeht, wie sehr die “B’ne Jisroel” sich einen wichtigen und geachteten Platz innerhalb des Jischuw erobert hat. Von da an datiert das Gemeindeleben, wie wir es heute kennen. Das “Boletín Informativo” erscheint in der uns. jetzt gewohnten Aufmachung, grosse Wichtigkeit wird Besuchen aus Israel beigemessen. wie z. B. dem de3 . Col. David Shaltiel, der in g e r a d ezu apotheotiseher Form von der Gemeinde empfangen wurde. Der Anerkennung Israels durch Chi- (Fortsetzung Seite 16) SÖCiSSAO CüttüîlAi. ISftASUTA -**NE EINLADUNG &8Urt0ST£iNU3tiNâ'' tîM /SYNAÔOôE * < 6£M£INS>EMAUSïS V II Ui» gllÄIiiilll! Mit Stolz kann in der April Ausgabe 1947 ueber die Grundsteinlegung des eigenen Hauses berichtet werden.

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