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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1963-08-01 · 8 (Agosto, 1963) · p. Seite 14

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXV (1963)
Issue
8 (Agosto, 1963)
Date
1963-08-01
Page
Seite 14 (sequence 14)
Language
German
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14 BOLETIN INFORMATIVO AGOSTO 1963 Rechnung, das im gleichen Monat erschien und welches den Beginn des Unterrichts der Religionsschule mitteilte.. Ort: Der neue Betsaal der "Chewra”: Monjitas 507. Ein gutes Bild der Entwicklung bietet uns neuerlich der Inseratenteil. Nahmen inj Jahr 1938 die Annoncen nur etwa 1 — i 1|2 Seiten der Zeitung ein, so ueberschreiten sie 1939 bereits im Durchschnitt 4 Seiten pro Ausgabe. Auch die Art hat sich geaendert. Nun sind es hauptsaechlich Mittagstische und Zimmervermieter, die inserieren, Lokale werden angeboten, Stellungen werden gefragt. An— und Verkauf von Hausrat wird zu einem wichtigen Bestandteil der Inseratenseiten unseres Blattes. DER JiSCHUW UND WIR Je groesser die Gemeinde wird und je laenger die einzelnen Mitglieder im Lande ansaessig sind, desto staerker wird der Kontakt mit anderen juedischen Organisationen Santiagos. Wenngleich die Beziehungen auch von Anfang an aussergewoehnlich freundschaftlich sind, , bleiben Missverstaendnisse nicht aus. Der Vorwurf, die “Jeckes” beabsichtigten ein Sonderleben zu fuehren, wird laut, er findet Widerhall, Sodass sich unser Mitteilungsblatt schon 1940 gezwungen sieht, energisch Stellung gegenueber "Mundo Judio” zu nehmen: “Um so peinlicher und schmerzvoller ist es, wenn in einer Artikelserie von “Mundo Judio’’ die Behauptung auf gestellt wird, wir beabsichtigen, uns von allen juedischen Gruppen zu separieren”. ZEITUNG - ZEITSPIEGEL Fortsetzung von Seite 13 --— Und um den Protest gegen das' Negative mit einer Betonung des Konstruktiven zu .verbinden, erscheint in der gleichen Ausgabe und aus demselben Anlass eine Erklaerung des Direktoriums, ln welchem dieses seinen festen Willen zur Mitarbeit und Eingliederung in den Jischuw eindringlich betont, einer Mitarbeit, die schon wenige Jahre spaeter die Gemeinde zu einer der wichtigsten und einflussreichsten Organisationen der Kollektivitaet machen soll. Dass wir aber schon 1940 nicht abseits standen, beweist eine Notiz, die wenige Monate spaeter erscheint, und welche ueber die Taetigkeit c'er Delegationen der “Chewra” und der “Gruppe der deutschsprachigen Zionisten” auf einem Kongress dir juedischen Institutionen berichtet, ebenso wie auch ueber die Beteiligung unserer Gemeinschaft an der Keren Hajessod Kampagne. Durch die ausserordentlich starke Einwanderung im Jah re 1940, die sich in der Hauptsache aus Inhabern von Suedenvisen” zusammensetzt, entstehen neue Gemeinden in der Provinz, bezw, erhalten die schon Bestehenden starken Zustrom. Ein grosser Teil des Gemeindeblattes ist daher Informationen ueber das Leben der Gemeinschaften des Suedens, insbesondere in den Staedten Conceocion und Temuco gewidmet: Parallel zu all dem laeuft eine Intensivierung des geistigen Lebens unserer eigenen Gemeinschaft, die ihren Niederschlag in einer nicht, unbetraechtiichen Zahl von Konzerten, von Vortraegen und von “Bunten Abenden” findet, die seitens der Gemeinde veranstaltet werden. Im Vordergrund aber steht, neben den immittelbar und draengenden Erw’erbsinteressen, die Sorge um die noch ln Europa lebenden Juden. Das Blatt ist voll von Informationen ueber eventuelle Auswanderungsmoegliehk e iten und ueber die Lage in Europa, was alles sehr erschwert wird durch die da¬ WMmrM ^■*v£ /■ * Gemeindehaus San Diego >**■ 'ff *«. Ml'«' x' f >:/ ’ ' y.: •.T-Tv'-Vf'1: T.' ::4-'i: 'tki ' *'«<'»< «r i 's*'? **; w V * - -*«#>**■* *>*; >. ’ ><í ' t> ' í?r4 K >* St* <• » < v fc**»«*#* <A Vi 4 JT W -s J«f A 4** <rx.í^*kte (i*> 4/ " * •>*? >'{'•**■***' *y&í U* fe ' Vf . .. 'x.. * ‘i,<y 4 > **>«<.* «vífoW *■ 'S* ffr* v 1 y-’íjx ^A > * ' vfí<# T'ífc* >-.«'■ 5,-^.y í< },'? ¿4 p4<}^ÍVÍ^l‘^iI'fí4tí •'< í KtV ■■■ X : . Witz; ' V.ïivWÎi* . Dem Gruendungsaufruf war der groesste Teil der in 'Santiago lebenden' Juden gefolgt. mals nur zu selbstverstaendlich Furcht, durch ein unvorsichtiges Wort unseren unter deutscher Herrschaft lebenden Bruedern Schwierigkeiten zu bereiten. Nur so erklaert es sich, dass im Mitieilungsblatt” des Jahres des Kriegsausbruches darueber nicht ein Wort steht und dass in keiner Weise der Beginn der Weltkatastrophe kommentiert wird.' AUFBAU UND INTEGRATION 1941 Ist ein Jahr der Konsolidierung. Waehrend eine Welt in Truemmer sinkt, beginnt hier der Neuaufbau voranzuschreiten. Die Gemeinde versucht, ihlen Mitgliedern das Leben und die Eigenart des Landes naeher zu bringen, in ihnen Verstaendnis fuer die neue Heimat zu wecken. In diesem Geist sind die Artikel geschrieben, die zum 400. Jahrestag der Gruendung der Stadt Santiago erscheinen, ebenso wie auch eine Serie von Aufsaetzen ueber Fragen der chilenischen Geschichte. 1941 ist ein Wahljahr und es ist interessant festzustellen, dass die Eingliederung der Einwanderer doch schon so fortgeschritten ist, dass im “Mitteilungsblatt” ein Hinweis folgenden Inhaltes veroeff entlieht wird: “Im Hinblick auf die bevorstehenden Wahlen zum Kongress machen wir unsere Mitglieder und Freunde darauf aufam ..;ox»*xs>x«*v; ' 'M << « V>' > Í-S je«v >*>'**<.*»• < f <w v 4Xi s4>v ssX #<v» ..«Ä.V %;>>X; vs-Ayiy: «<#SvX ««viKrM«. «Sw:*«:«* * ■ ■■ A . , rti < s-> W.W, ' > JA ’•yxiWÄvift:?:’::.::-.:; '•ífey?S<i,§sSí5t'.:'d •ii&SftîÿSiiWSi: xS>:ge>ÿ: « v * ■**».. . . J»w, s 4V W : SV.WA s vA Xÿ/iÿWiX’v»»* So fing es an Die erste Ausgabe unseres Blattes merksam, dass es nicht angetet die Gemeinde Im Winter zeigt erscheint, .sich am desselben Jahres “Fortbil- Wahlkampf zu beteiligen oder dungskurse fuer juedische •sonst in irgend einer Form Kultur” ein, aus denen sich sich politisch zu betaetigen. wenig spaeter die “Volkg- Da wir die Gastfreundschaft bochschule der Gemeinde” dieses Landes gemessen, entwickeln sollte, duerfen wir unter keinen Dies'e neuen Aktlvitaeten Umstaenden uns in die pofordern neue Raeume. Und litischen Angelegenheiten des so koennea wir auf der er- Landes eimnischen”. Was fuer ein Kontrast der, im Maerz 1903 erscheinenden Notiz: “Haeemos pre sten Seite der Juli-Ausgabezu lesen: “Endlich sind wir so weit, unseren Mitgliedern und senté a nuestros socios, auu Freunden mitteilen.zu koenes' Obligación de todos los nen, dass das seit Monaten -ciudadanos haberse inscrito bearbeitete Projekt Wirklichen los registros electorales y keit geworden ist. Wir haben hacer uso de su derecho Je das fruehere Centro Republisufragio”. cano Español, San Diego 218, Zum ersten Mal werden im unter guenstigen Bedingun- Sommer 1941 Kinder in Fa rienlager gesandt, um den He ranwaehsenden eine gewisse gen auf 5 Jahre gemietet. Dieses Haus kann und wird ein wuerdiges und schoenes Erholung zu bieten. Wir le- Gemeindehaus werden”, sen darueber im Bericht ue- Je laenger der Krieg dauber das Ferienlager des Hilfsert, desto wichtiger wird es, Vereins in Maipü. sich als Jude zu identifizie- Der Winter dieses selben ren, um so wirtschaftliche Jahres bringt ein Ereignis, und persoenliche Schwierigweiches den Beginn einer keiten zu vermeiden, neuen Epoche kuenstleri- Aus diesem Grund teilt die sehen Lebens in Chile be- Gemeinde Anfang 1942 im deutet. Erich Kleiber fuehrt “Mitteilungsblatt” mit, dass mit der neugegruendeten sie “Carnets” herausgibt, “Sinfónica de Chile” den Zy- “um den Mitgliedern der Geklus der 9 Symphonien Beetmeinde die Moeglichkeit zu hovens auf. * geben bei Behoerden und im Dazu unser Gemeindeblatt: geschaeftlichen Leben jeder- “Zwischen dem 18. Anril zeit die Zugehoerigkeit zu un- und ,15. Mai wird dem musiserer Gemeinde nachweisen kalisichen Menschen der zu koennen”. Hauptstadt ein einmaliges Auch ein Suchdienst wird Erlebnis geboten. Saemtliche eingerichtet, um Nachfor- 9 Symphonien von Beethoven schungen nach in Europa werden unter der Leitung von verbliebenen Angehoerigen, Erich Kleiber... aufgefuehit. die von den Nazis verschleppt worden sind, tunlichst zu erleichtern. Neben all diesem, geht die die Ju- Vielen Menschen unserer Gemeinschaft. .. wird es eine grosse Freude bereifen, da-s mit hoechster Wahrscheininterne, besonders lichkeit alle Konzerte drei gendarbeit. läge spaeter zu volkstuc-m- Es erscheint —im Septemliehen Preisen (Pesos 3 — ber 1942— die erste “Jugend- J 0> wiederholt werden”. ecke” desi Gemeindeblattes. Einer immer spuerbareren Notwendigkeit folgend, rieh- (Fortsetzung Seite 15)

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