Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXV (1963)
- Issue
- 8 (Agosto, 1963)
- Date
- 1963-08-01
- Page
- Seite 11 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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ÀttOSTO '1903 11 BOLETÍN INFORMAI IVO 25 Jahre Gemeindeblatt: WIR GRATULIEREN UNS HERZLICH Von HANS KAUFMANN Es ist nicht sehr elegant, sich zu einem Geburtstag selbst zu gratulieren. Trotzdem war das “Boletín Informativo” drauf und dran, es in aller Oeffentlichkeit zu tun. Denn ¡einerseits: wer haette es schliesslich an seiner Stelle tun sollen? Und andererseitshaette man das 25jaehrige Jubilaeum sang- und klanglos verstreichen lassen sollen? Zum Glueck handelt es sich, wenn man es sich richtig ueberlegt, nicht um einen Geburtstag. Es ist eine Silberhochzeit. Die des Gemeindeblatts mit der Gemeinde, der Zeitung mit ihren Lesern. In Grunde genommen ist es eine recht glueckliche Ehe. Das “B.I.” liebt seine Leser und es glaubt Beweise zu besitzen, auf Gegenliebe zu stossen. Da es nicht kaeuflich ist, braucht es auch nichts anders im Sinn zu haben, als sich die ihm so teure Sympathie seines Partners zu erhalten. Es versucht also, seinen Interessengebieten zu entsprechen. Es bemueht sich zu informieren und zu orientieren. Es moechte vielseitig sein, ohne aber den begrenzten Rahmen seiner Aufgabe zu sprengen. Es ist stolz darauf, eine klare Tendenz gewahrt zu haben, ohne je der Intoleranz zu verfallen. Aktuell und modern zu sein, ist eines seiner Anliegen. Darf man sagen, dass es seine Examen in all diesen juedischen und journalistischen Faechern besteht? Von damals bis heute Wenn dies nicht der Fall ist, geschieht es der Redaktion ganz recht. Denn man muss anerkennen, dass sie nie gezwungen wurde, ihre Ziele so weit I zu stecken. Hoechstens angespornt; und unterstuetzt. Aber als das “Mitteilungsblatt” in den Windeln lag, erwartete niemand von dem Kind etwas anderes als die Erfuellung recht bescheidener Aufgaben: Mitteilungen des Gemeindevorstands, Familiennachrichten und... Annoncen. i Fuer die “Chewra, Kultus— und Bestattungsgemeinschaft”^ sollte die Monatsschrift nicht Selbstzweck, sondern nur Mittel , zum Zweck sein. Eine ganze Reihe von Umstaenden hauchten ihr aber den Odem des Eigenlebens ein. Die gleichen Umstaende und andere, parállele, verwandelten die “Kultus- und Bestattungsgemeinschaft” in die “Sociedad Cultural Israelita”. “Cultural” kann man aus “Culto”, Kultus, ableiten; in erster Linie ,aber kommt es von “Cultura”, Kultur. Der Kultus ist ein Teil der Kultur eines Volkes: so spiegelte die Umbenennung nicht nur den Beginn der langsamen sprachlichen Anpassung der Gemeinde an ihre neue Umwelt, sondern auch die Erweiterung ihres institutionellen Horizonts wieder. Jenseits von Gottesdienst und Friedhof lag Neuland brach. Es zu bearbeiten, wurde zum Anliegen einer Vielzahl von neuen M i t a r b e itern und1 Kommissionen. Manche, wie Magbith, haben Ungeheures geleistet; andere, wie das Kultur-Dezernat, kaempfen mit von Jahr zu Jahr wachsenden Schwierigkeiten; aber ohne Ueberheblichkeit und trotzdem voll Stolz darf man heute sagen: nichts hat das neue, heutige Antlitz der Gemeinde so geholfen zu praegen, wie das “Boletín Informativo”. Wuerde es nicht oder an seiner Stelle ein “Blaettchen” existieren, so waere die S.C.I. vielleicht besser, hoechstwahrscheinlich aetmer, aber ganz bestimmt: anders. Dabei sind die noch nicht naeher untersuchten, obengenannten Umstaende, die das kleine “MB.” zum heutigen “B. I.” machten, zum Teil recht spassiger Natur. So wurde der erste wirkliche Redakteur, der vom Vorstand zur Leitung des Gemeindeblatts berufen wurde, keineswegs mit der Arbeit betraut, es ueber das Niveau eines Rundschreibens zu erheben. Die Aufgabe, die man ihm stellte, war wesentlich bescheidener: er sollte Druckfehler vermeiden. Die Tatsache, chilenischen Setzern, die des Deutschen nicht maechtig sind, Texte fuer die “Mergenthaler”— ¡Maschine zu uebergeben —ein Problem, das uebrigens heute noch genau so existiert wie vor 25 Jahren—, hatte zu grotesken Auswuechsen gefuehrt. Und als einmal, im Jahre 1943, einige Dutzend fette Druckfehler von einer fast pornographischen Verunstaltung des Wortes “B’ne Jisroel” in der Ueberschrift der ersten Seite praesidiert wurden, da war es sozusagen aus. Die Mitarbeiter Es wird immer das Verdienst dieses ersten Redakteurs bleiben, dass er es verstand, viel mehr zu sein als ein Korrektor. Sein Name: Walter Baron, heute Arie Bar-On, Mitglied des Kibbuz’ Maabaroth. Seine vielseitige juedische und allgemeine Bildung, seine chaluzische Einstellung und wind- und wetterfestes Verantwortungsgefuehl machten ihn nicht nur zum Pionier einer wahren Revolution im Gemeindeblatt, sondern zu dem Mann dem es gelang, sie in ihrer ganzen ersten Etappe erfolgreich durchzufuehren. Als er sich Ende 1948 auf Alijah begab, hatte er aus dem Blaettchen eine Zeitschrift gemacht, m i t einer eigenen Linie und' einem journalistischen Gesicht. Ihm folgte, von Januar 1949 bis Dezember 1952 und dann wieder seit Juni 1955, der Autor dieser Zeilen; von Januar 1953 bis Mai 1955 war als Chefredakteur Herr > (Benjamin Kopfstein —heute in Israel: Benjamin Kedar— taetig. Die enge persoenliche und geistige Freundschaft dieser beiden Leiter des “B. I.” lassen die 14 Jahre als eine Epoche kontinuierlicher Entwicklung erscheinen, wenn auch bei dem Einen und dem Anderen gewisse Nuancen mehr Betonung finden: ,so verstand es “BEN” —im Hauptberuf Lehrer und Forscher der juedischen Historie— den kulturellen und geschichtlichen, Aspekt besonders reich zu gestalten. Unvergessen duerfte in diesem Zusammenhang seine “Moses”-Sonderausgabe geblieben sein. Sein Vorgaenger und Nachfolger “ATSCHEKA" dagegen ist mit Haut und Haaren den politischen und aktuellen Fragen verfallen und bemueht sich, diese seine Leidenschaft den Lesern mitzuteilen. Der wachsende Umfang der Zeitschrift, von 8 Seiten im Jahre 1948 auf die heutigen 24 bis 32, machte es notwendig, einen zweiten staendigen Redakteur heranzuziehen. Aus diesem Grunde trat im Jahre 1959 Herr ,Hans ' Engel als Mitarbeiter hinzu und verstand es, seinerseits wiederum, nicht nur an der Bearbeitung des so betraechtlich gewachsenen Materials teilzunehmen, sondern durch Entfaltung eigener Initiativen weitere neue Aspekte zu erschliessen. Ebenso wie die Redaktion immer wieder waehrend langer Jahre in , den gleichen Haenden war, so war auch der Vorsitz der Presse-Kommission der S.C.I. und damit die Direktion, nur wenigen Wechseln unterworfen: von 1949 an wurde sie von Herrn Fernando O. Friedmann geleitet, im Jahre 1952 uebernahm Herr Rodolfo Pincus diese ' Aufgabe und seit 1954 steht ihr ununterbrochen der heutige Praesident der Gemeinde, Herr Dr. Hans Reich, vor. Ihnen allen ist es weitgehend zu verdanken, dass die zahlreichen und oft recht kostspieligen Initiativen der Redaktion im Vorstand auf Verstaendnis trafen. Die , gleiche lange Amtszeit sowie das ganz aussergewoehnlich liebevolle Interesse, das die jeweiligen Praesidenten der S.C.I. dem Gemeindeblatt e n t g e genbrachten, wirkte sich nicht minder segensreich aus. So darf man von den beiden Vorgaengern des jetzigen Praesidenten, bei dem uns der glueckliche Umstand der Personalunion beider Aemter —das des Vorsitzenden der Presse-Kommission sowie der gesamten Gemeinde—i beguenstigt, sagen, dass sie eine aussergewoehnliche Liebe und Interesse fuer das “B.I.” unter Beweis stellten. Herr Dr. Joseph, Hirschberg s. L. hatte Gelegenheit, seinerzeit einfach revolutionaer anmutende ¡Neuerungen zu unter - stuetzen, wie ja auch die Anstellung des ersten Redakteurs unter seinem Vorsitz vorgenommen wurde. Herr Dr. Siegfried Landau s. L. u n t e rstuetzte rueckhaltlos die Ausweitung des Blattes, obwohl dies manchmal finanzielle; Opfer mit sich brachte, die er fuer andere Zwekke nur aeusserst selten billigte. Die unermuedliche. Taetigkeit, die sie alle auf praktisch jedem Gebiet des Gemeindelebens entfalteten und entfalten, erstreckt sich . nicht zuletzt auf das “B.I.”, dem sie jederzeit mit Rat und Tat zur Seite gestanden haben. cooMftiWfl «wÀwiM. ■•.-?>. * : « i * * * t »y * »iS *« un» "; i»&vOO fc Mw. 1 - * % »V«* yi *. * ' * **** X* *■*. ~ - v A>«v?'a-AV.V * S ■ M» ■ i V.*** * A* •*&*»»*::»>** mmmmt ' AA V- - AS •» WM, sWs':' ¡y*».«.::-; ví>W':*>*x soo»: : .. . 4smsmsm rass y#> X'XvX-X-X m* »i'W'V.yA.îXÿy;:^ .v.v.v.v .•.•«y«--.-»«-...«... xx-xwxwx:: i&pfrA 9*>'&•: : A » ** N * - V .•fe; «fc-NÂ;:*S!Xÿ--:ÿSft: ■'X ,.. * ■£ ' SÿS - ,;; ’ '• ™*r, i. wmwMmMÈ ' »M . .. A ' ' víO«'' ■rn-it* *x*t;>äxä¥. . ...... «-»Mit N t -, 3WK- Auch die staendigen Mitarbeiter des “B.I.” sind es zum grossen Teil schon waehrend' langer Jahre. An erster Stelle muessen hier die Herren Rabbiner Loewenstein und Lubüner genannt werden, sowie Herr Curt Wilk aus Buenos Aires, die in zahlreichen Artikeln zu juedischen Festxmd Gedenktagen ihr reiches Wissen ueber juedische Vergangenheit, Religion, Kultur und Menschen zum Ausdruck bringen. Von den Mitgliedern der Presse-Kommission gebuehi't besonderer Dank den Herren Klaus Hannach, fuer seine kunstkritischen Mitarbeiten, Walter Levy und Gad Haymann fuer ihr staendiges taetiges Interesse; letzterer hatte seinerzeit dankenswerter Weise die Abfassung des “Monatsspiegels” waehrend der Israel-Reise des staendigen Bearbeiters dieser Spalte uebernommen, sowie in blendender Form die santiaguiner Presse-Konferenz des Marsehalls Montgomery gedeckt. Frau Trude Loewenstein Wendet sich an unsere Leser und oft besonders an deren ‘^bessere Haelfte”, in ihren mit enigmatischem “K...g” Unterzeichneten “Gedanken zwischen 2 und 3”. Ausser dem bereits genannten Herrn Curt Wilk gehoeren zu dem Stab des “B.I.” im Auslande die folgenden Journalisten: in Israel, die Herren Dr. Abner Nechusbtan (Alfred Kupferberg), Chefredakteur der deutschsprachigen Tageszeitung ‘Jedioth Chadaschoth”, Dr. Herbert Freeden (Friedenthal) vom Hauptbuero des Keren Kajemeth Lejisrael und Benno Weiser vom Zentralinstitut “Israel, Spanien und Lateinamerika” der Sochnuth. Die Vereinigten Staaten “deckt” seit einiger Zeit Herr Prof. Frederick R. Lachman, der es aus seiner s c h w ierigeren Perspektive heraus ebenso gut wie unsere Korrespondenten in Israel, von wo wir einfach alles erfahren wollen, verstanden hat, was in Chile ueber USA. wirklich von Interesse ist. Herr Menachem Kilai (Mendel Karger) haelt uns ueber das deutschsprachige Europa auf dem Laufenden. Seit kurzem sendet uns auch unser alter Freund, Dr. Erich Bry seine hochinteressanten Artikel aus Europa. Was ihnen entgeht, : erfahren wir zum grossen Teil dank der Abonnements bei einem israelischen (“Canfit”) und einem schweizer (Argus”) Presse-Ausschnitt-Dienst, sowie der Korrespondenz des Juedi sehen Weltkongress’ und der S o c h n uth und schliesslich flattern noch eine recht stattliche Anzahl von Zeitungen und Zeitschriften auf unseren Redaktionstisch. Last not least, darf an dieser Stelle die Mitarbeiterin genannt werden, die der zweit eilos erfolgreichsten Spalte des “B.I.”, der “Voz Infantil”, ihren Stempel aufdrueckt: von 1952-55 Frau Renate Engel —“Bathschewa”— und seit 1955 ununterbrochen Frau Marianne Tobias, bei ihren zahlreichen vielversprechenden Mitarbeitern von 6 bis 17 Jahren ais “Rai ei” bekannt und beliebt. Ist es moeglich, die Namen all derer zu nennen, die waehrend dieser Jahre ihre Mitarbeit in selbstloser Weise zur Verfuegung stellten: Stehen die Herren Prof. Moritz Rosenfeld s. L., Dr. Rudolf Wassermann, Dr. Ernst Reichmann, Augusto Rothschild, Adolf Seidemann, Karl Guggenheim, Walter Goldschmidt, Helmut Herzfeld nicht nur fuer viele an* dere? Ja, es sind nur einige wenige aus der grossen An- (Fortsetzung Seite 12)