Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXV (1963)
- Issue
- 6 (Junio, 1963)
- Date
- 1963-06-01
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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10 BOLETIN INFORMATIVO JUNIO 1963 AUS DER DEUTSCHEN PRESSE: GEFAHR IM MITTLEREN OSTEN Von MARION DOENHOFF Die traditionelle Parade zum Unabdaengigkeitstag Israels, die am 29. April ln Haifa stattfand, bot der Regierung Gelegenheit, dem Volk zwei neue Waffen vorzufuehren, die von allen mit grosser Genugtuung bewundert wurden: Die Mirage III, ein von Frankreich erworbener Jaeger, der mit mehr als doppelter Schallgeschwindigkeit fliegt, und ferner die franzoesische Anti-Tank-Rakete Nord SSL, die auch in der NATO verwandt wird. Die Mirage, von der rund 30 Stueck gekauft wurden, (oder, wie ein Geruecht behauptet, die 'dreifache An. zahl), kostet eine Million Dollar per Stueck. Dass solche Investitionen in einem armen Lande nicht nur gebilligt, sondern vom Volk dankbar begruesst-werden, haengt damit zusammen, das’ sich die Israelis staendig bedroht fuehlen Man muss einmal in einem Kibbutz im Suedosten des Tiberiassees an der syrischen Grenze die frischen Kugeleinschlaege in den Haeustern und Staellen gesehen haben (vor ein paar Monaten wurden dort 20 Kuehe ge. toetet) und man muss sich die stets wiederholten Drohungen der Nachbarn, den Staat Israel zu liquidieren, vor Augen fuehren, um zu .verstehen, warum dieses Volk bereit ist, die hoechste Ruestungslast der : Welt zu tragen. ‘‘Sie müssen sich vorstellen, dass jeder Winkel dieses Landes von den Nachbarn mit Artillerie belegt werden kann!” Der sehr kompetente Israeli, der dies sagte, fügte noch hinzu: ‘‘Und Sie dürfen nicht vergessen, dass allein die Aegypter über tausend russische Panzer verfügen — tausend Panzer, das ist mehr als Rommel für den Afrika- Feldzug des Grossdeutschen Reiches zu Verfügung hatte. Und noch eins: Ein aegyptisches Flugzeug, das auf einem der Plaetze in Sinai auf. kteigt, ist in drei Minuten über Israel, waehrend die unseren bis Kairo 17 bis 20 Minuten brauchen”. Wie man ln Israel die vorgesehene Foederation von Aegypten, Irak und Syrien beurteilt? Man glaubt hier, dass dieser Zusammenschluss nicht unbedingt ein Ausdruck übers'trömender pana r a b ischer Begeisterung ist. Man ist vielmehr der Meinung, der Irak habe sich im Laufe der Verhandlungen zu mehr verpflichtet, als er ursprünglich vorhatte. KWarscheinlich um den Kontakt mit Syrien nicht zu verlieren, was unweigerlich geschehen würde, wenn die Nasser-Anhaenger dort die Oberhand gewoennen.) Man ist ferner der Meinung, dass Syrien sich eher aus einem Gefühl der Schwaeche als aus dem Bewusstsein ueberlegener Staerke zu dem Dreibund entschlossen hat. Viel entscheidender aber als das Zustandekommen oder Nichtzustandekommen der Föderation ist für Israel die Frage: Was wird aus Jorda nien? Die Unruhen der letzten Wochen haben zweierlei gezeigt: Erstens, dass der Koenig sich offenbar auf die Loyalitaet seiner Armee verlassen kann, zweitens aber auch, dass der Bestand seines Regimes . ausschliesslich von dieser Armee abhaengt. Und das ist nun wirklich auf laengere Sicht keine zuverlaessige Garantie. Indes: Ich haette. als ich 1958 kurz nach der Ermordung des irakischen Koenigs in Amman war und mit Koenig Hussein, dem Vetter des Ermordeten sprach, nie fuer moeglich gehalten, dass Hussein 1963 noch amtieren wuerde. Die Einschaetzung der Situation im Mittleren Osten und die Stimmung hier wurden mir bei folgendem Ges'praech sehr deutlich. Derjenige, den ich als Optimisten bezeichnen möchte, sagte- “Ich glaube nicht, (dass Nasser es jetzt zum Aeussersten kommen lassen wird. Erstens ist er seiner Sache Syrien und Irak, noch nicht Sicher, zweitens befindet sich ein wesentlicher Teil deiner Armee noch im Jemen und drittens wird er das Risiko unserer Drohung, eine Veraende¬ KENNEDY: GARANTIE FUER ISRAEL Auf einer Pressekonferenz erklaertc Praesident Kennedy, dass die Vereinigten Staaten die Sicherheit Israels und der benachbarten Laender garantieren wuerden und bei einer Agression von aussen nicht untaetig Zusehen werden. Amerika werde in diesem Fall auf dem Weg ueber die N. U. oder nach eigenem Ermessen “angemessene Massnahmen” treffen. Kennedy aeusserte die Ansicht, dass die juengsten Ereignisse im Nahen Osten das dortige Kraeftegewicht nicht gestoert haetten. Die amerikanische Haltung zu diesem Problem legte der Praesident in folgenden 5 Punkten nieder: I 1) Sicherheit fuer Israel und seine Nachbarn, 2) Unterbindung eines Rüstungswettlauf in diesem Gebiet, 3) Widerstand gegen jede Gewaltdrohung, 4) Widerstand gegen die Ausbreitung des Kommunismus' und 5) Unterstuetzung des sozialen und wirtschaftlichen Fortschritts im Nahen Osten. rung des Status quo in Jordanien nicht tatenlos hinzunehmen, scheuen”. Sein Gespraecbspartner, offenbar ein Pessimist, antwortete: "Natürlich wird Aegypten sich hüten, direkt zu intervenieren. Aber wenn in Jordanien em Umsturz auch nur halbwegs gelingt und die Revolutionaere Nasser um Hilfe anrufen, wird er natuerlich herbeieilen”. “Und was ist mit Amerika?” fragte ich. "Die USA haben doch letztes Jahr zugesagt, Ihnen die Abwehrrakete Hawk zu liefern und haben damit bewiesen, ¡dass sie an einem Gleichgewicht im Nahen Osten interessiert sind”. Wie aus einem Munde antworteten , mir Pessimist und Optimist: "Die Amerikaner, die setzen doch auf Nasser, die haben doch im Jemen bewiesen, dass sie ihm freie Hand lassen, wenn er ihnen dafuer verspricht, sich in Saudiarabien nicht einzumischen. Wer heute im Nahen Osten die Situation betrachtet, der hat in der ¿Tat das Gefühl, dass die Amerikaner, nein, auch andere Laender, sich nicht genug um dieses Gebiet kümmern. Was sich hier im Nahen Osten vorbereitet, ist für den Frieden der Welt weit gefaehrlicher als die Situation in Laos, um die alle so besorgt sind. Viel Zeit ist w.’hl kaum mehr zu verlieren, denn wenn eS hier erst einmal losgegangen ist, dann hat sehr bald niemand mehr das Gesetz des Handelns in der Hand, dann rollt alles von selber ab. Zwei Dinge erscheinen absolut notwendig: Eine Einigung zwischen Washington und Moskau über eine atomwaffenfreie Zone im Mittleren Osten, denn beide Weltmaechte müssen gleichermassen daran interessiert sein, dass niemand ausserhalb ihrer Einflussphaere über die A-Bombe verfügt. Und ferner eine (neuerliche) Garantie der Waffenstillstandslinie zwischen Israel und den Arabern. Auch das liegt sowohl im Interesse Wahingtons wie Moskaus, denn beide müssen wissen, dass sie sich aus dem Konflikt zwischen Israel und den Arabern ganz gewiss nicht heraushalten koennen. Ein solcher Weltkonflikt aber kann nur durch eine Garantie der derzeit bestehenden Grenzen vermieden werden. (‘‘Die Zeit”) CLASES DE DIBUJO Y DE PINTURA BELLAS/*STA 51 DEP.6'TEL.3?0WH CLAIMS CONFERENCE Wie die Claims Conference bekannt gibt, muessen Gesuche fuer Zahlungen aus Geldern dieser Organisation bis zum 30 Juni ds. Jahres in ihrem Buero, 3 East 54th Street, New York 22, N. Y. eingehen. Die Gesuche, die nur von Organisationen, Institutionen oder Gemeinden gestellt werden koennen, muessen in 2ü facher Ausfertigung mit genauer Angabe des Verwendungszwecks der benoetigten Gelder uebersandt wer (ten. Ebenso muessen die Gesuche eingehende budgetaere In. formationan ueber eventuelle andere oder zusaetzliche Finanzier ungsmoeglichkeiten der Projekte seitens der antragstellenden Organisationen enthalten. Es koennen nur solche Antraege beruecksichtigt werden, die der Unterstuetzung und der Rehabilitierung der Opfer der Nazi-Verfolgung zugute kommen, ebenso wie auch Projekte zum kulturellen und erzieherischen Wiederaufbau der von den Verfolgungen betroffenen Gemeinschaften. LECHE CREMOSA Y SEGURA para su hogar Leche Evaporada IDEA L.. Leche con toda su crema.- En la elaboración de la Leche Evaporada IDEAL sólo se utiliza leche fresca, de óptima calidad, de la cual se evapora una parte del agua. Por eso es leche tan sana, con todas sus cualidades nutritivas. 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