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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1963-03-01 · 3 (Marzo, 1963) · p. Seite 5

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXV (1963)
Issue
3 (Marzo, 1963)
Date
1963-03-01
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Marzo T 963 BOLETIN INFORMATIVO Prof. Norman Bentwich 80 Jahre PESSACH 5723 i Als im Jahre 1933 Brutalitaet und Mord Achtung vor dem Mitmenschen zu ersetzen begannen, erkannte Norman Bentwich die neue Aufgabe, den juedischen Menschen Deutschlands und Europas hilfreich die Hand zu reichen, ihnen Moeglichkelten zur Auswanderung und zu neuer Berufsausbildung zu Schaffen. Im Zusammenwirken mit anderen fuehrenden englischen Juristen unterbreitete er dem Voelkerbund eine Eingabe, die auf zeigte, dass Deutschland in der Behandlung rassischer und politischer Minderheiten die Grundsaetze internationalen Rechts verletze. Sie trug alsbald (in Verbindung mit der bekannten Bernheim — Eingabe) zu der Aufhebung der Rassengesetze in Oberschlesien seitens Deutschlands bei. Dann forderte er die Einsetzung eines High-Commis- *sione_r fuer Fluechtlinge durch den Voelkerbund; ein Posten, der zunaechst dem Amerikaner James Macdonald uebertragcn wurde, der Norman Bentwich mit seiner Stellvertretung betraute. Es folgte 1936 seine Wahl als ehrenamtlicher Direktor des Council for German Jewry einer Verbindung der ver schiedenen juedischen Kraefte in England, Amerika und Europa mit der vordringlichen Aufgabe, hunderttausend Juden die Auswanderung aus Deutschlannd zu ermoeglichen und, die hicrfuer notwendigen Mittel zu sammeln. Es kann hier nicht im einzelnen die gewaltige Taetigkeit geschildert werden, die Norman Bentwich und seine Mitarbeiter zur Erreichung dieses Zieles entwickelten. Verhandlungen mit den Regierungen der verschiedenen Laender, um Einreisemoeglichkeiten zu schaffen oder zu verbessern und Api pelle an die juedischen Men- [ sehen in allen Erdteilen folgten einander in restloser! Energie. Er flog wiederholt 1 nach Deutschland und Oe-! sterreich wie auch nach an-; deren Laendern Europas, um an Ort und Stelle das Schickj sal der Verfolgten zu sehen und ihnen Hilfe zu bringen. Als die Hitlerhorden in Oe- 1 j sterreich ein marschierten, j | fuhr er alsbald, trotz Warj nung des Auswaertigen Am- | : tes in London, nach Wien, obwohl er auf der schwarzen Liste der Gestapo eingetragen war und berichtete bei! seiner Rueckkehr nach Enj | giand ueber die dortigen! Schandtaten der Nazis. j Der Weltkrieg endete das' tausendjaehrige Reich. Und I er ging wiederum nach ■ Deutschland und nahm teil! an der Hilfe fuer die Ueberiebenden der Konzentrationslager und die Neubil-! düng der juedischen Gcj meinsehaften Europas. ■ (Dann begann die Arbeit j dafuer, den Opfern des Na-! z i s m u s Widergutmachung , 1 und Entschaedigüng, soweit 1 d'as materiell moeglich ist, zu sichern. Die United Restitution Organisation (URO) i wurde in London gebildet mit ■ j Zweigbureaux in den veri schiedenen Laendern, und i der Vorsitz wurde von Rabbi- . n-er Dr. Baeck Professor Bentwich angetragen, der dankenswerter Weise die Aufga-; be uebernahm.! Ihm zu seinem 80. Geburtstag. den er am 23. Februar i begehen konnte, noch viele 1 Jahre einer gesunden, wenn auch hoffentlich etwas ruhigeren Zukunft zu wueu-! sehen ist fuer uns eine Freu- : de, die wir mit dem herzlich empfundenen Dank fuer seij ne tief menschliche Teilnah-; 1 me an unserem Geschick verbinden. Aus einem Artikel von Bruno Woyda Fuer den juedischen Kalender ist charakteristisch, dass der Jahresbeginn nicht identisch ist mit dem Anfang der Zaehlung der Monate. Wir eroeffnen ein neues Jahr mit Rosch Haschana, das wir im Tischri feiern, dem 7. Monat des Jahres. Nissan ist der erste Monat. In ihm feiern wir Pessach. Der Monat Tischri ist verbunden mit der Schoepfung der Welt, dem Beginn alles Lebens. Der Monat Nissan ist der Monat der Befreiung Israels aus Aegypten, jenem Ereignis, das Israel niemals in seiner Geschichte vergessen hat. Unser taegliches Gebet enthaelt vielfache Erwähnungen des Auszuges; der Kiddusch des Schabbat und der Feiertage gedenkt der Glorie dieses Ereignisses und die Psalmen des Hailel’s wurden zusammengestellt als Lieder des Dankes fuer die Befreiung unseres Volkes aus der Knechtschaft. So kennt der juedische Kalender mehrere Jahresanfaenge, unter denen Tischri und Nissan hervorragen. Im Tischri steht der Jude als Kreatur vor Gott und gedenkt seines Daseins als Individuum mit seinem Leben und Tod. Aber im Nissan erinnern wir uns, dass der Mensch mit dem Recht aut Freiheit geboren ist. Dieses Recht, sein eigenes Leben zu gestalten, ist dem Juden so wichtig wie sein Leben selbst. Die Sehnsucht nach der Erfuellung dieses Rechts begleitet ihn durch die Jahrtausende. Unsere Vorfahren haben oft waehlen muessen zwischen dem Tod und dem Recht als Juden zu leben. Und sie entschieden sich meistens fuer den Tod, um der geistigen Sklaverei zu entgehen. D i e Geschichte unseres Volkes ist die Botschaft einer Nation, fuer die Leben ohne Freiheit keine Bedeutung hat. Darum ist mit Recht der Monat Nissan der Beginn der 1 Monate des Jahres. Seine , Botschaft wendet sich auch i an unsere Generation. Wir, die wir in der westlichen; Hemisphaers leben, gestalten j unser Dasein in Freiheit. : Wir hoffen, dass die antise- : mitischen Ausbrueche, die j wir leider noch immer beo- | bachten, die letzten Zuckunj gen einer tragischen Epoche i sind. In der Mehrheit der; Laender kann der Jude sein! Leben nach seinem Wunsch gestalten. Wir kennen in der i Juedischen Geschichte nicht | viele Abschnitte, in denen I uns dieses vergoennt war. Umso groesser ist die Gefahr die uns bedroht, dass wir Leben mit Wohlstand und Ge-! nuss identifizieren. Pessach weist uns darauf hin, dass j dies ein Irrtum ist. Der Jude; sucht die Freiheit, um das Recht zu gewinnen, als Jude i seine Ideale und seine Tradij tion verwirklichen zu koen- | nen. i An Pessach feiern wir nicht 'den Abschluss tragischer j Ereignisse, sondern den Bei ginn feines neuen Lebens: Die! Wiedergeburt eines Volkes. ' Darum geht es auch heute.; Die Geschichte des Judeni tums in Europa ist die Chro- 1 nik der Aufeinanderfolge tragischer Ereignisse in unserer Geschichte. Unsere Ge- , neration ist begnadet wor- I den durch die Wiedergeburt! unseres Staates Israels, und durch den Neuaufbau juedischer Gemeinden auf diesem Kontinent. Wir schreiben in Freihheit ein neues Kapitel unserer Geschichte. Das hebraeische Wort fuer Monat-Chodesch kann von einem Verbum abgeleitet werden, das die Bedeutung' “erneuern” hat. “Erneuere unsere Tage wie einst”, sind die Worte, mit denen war das Sefer Thora in die Bundeslade zuruecklegen. Nissan ist der Monat der Erneuerung der Natur. In ihm erwacht sie aus dem Winterschlaf und erneuert sich. Auch fuer uns geht es darum unser juedisches Leben zu erneuern, —nicht neu zu gestalten— wie so mancher irrtuemlich meint. WTir wollen nicht die Vergangenheit zerstoeren. Wir suchen eine Erneuerung der Tradition unseres Judentums. Die Erbschaft soll unserer Jugend in erneuter Gestalt uebergeben werden Das ist die Wiedergeburt, die wir erstreben. Wir feiern Pessach und mit ihm den ersten Monat der Monate des Jahres als den Ausdruck unseres Willens, unser individuelles Recht auf ein juedisches Leben zu verwirklichen; jeder an seinem Platz, in seinem Haus, in seiner Gemeinde. Wir beginnen einen neuen Abschnitt unserer Geschichte! mit dem Wunsch, die Wieder- : gebürt des juedischen Volkes zu erringen, in einer Welt der Freiheit. i Rabbiner Egon Loewenstein DISCULPAS A NUESTROS LECTORES Dificultades técnicas pasajeras que afectan a la imprenta encargada de nuestro periódico y enteramente ajenas a nosotros, nos han impedido publicar la presente edición con el número de páginas habitual. A fin de evitar un considerable atraso y mayores daños, decidimos editarlo en forma restringida. Por ello, pedimos disculpas a nuestros lectores y les aseguramos desde ya, que el próximo “Boletín Informativo” del mes de Abril, volverá a salir en su forma acostumbrada. Dirección y Redacción del “B. I.” ' ' -Bestimmungen fuer Oesterreich Wir machen auf ¡den Fonds zur Hilfeleistung an politisch Verfolgte, die ihren Wohnsitz und staendigen Aufenthalt im Ausland haben aufmerksam, der in Wien seine Taetigkeit am 29. Dezember 1962 aufgenommen hat. Anmeldungen bei diesem Fonds (Wien 1, Kleeblattgasse' 4) koennen von jenen Verfolgten aus Oesterreich ueberreicht werden, welche als Verfolgte des Naziregimes in Oesterreich a) Durch vorzeitige Aufloesung eines privatrechtlichen Dienstverhaeltnisses ¡einen Vermoegensverlust erlitten haben. b) Eine Wiedergutmachung dieses Verlustes deshalb nicht erreichen konnten, weil ihr derzeitiger Dienstgeber nicht mehr existiert. c) Keine Zuwendungen aus dem Hilfsfonds erhalten haben oder erhalten koennen. Anmeldungen muessen bis zum 29. Juni 1963 beim Fonds zur Abgeltung gewisser Ansprueche nach dem Siebenten Rueckstellungsgesetz, Wien 1, Kleeblattgasse 4 eingehen. IN ISRAEL bedürfen Eurer Freundschaft und Hilfe Untersluetzl das Blindenheim in Jerusalem Asociación de los Amigos de los Ciegos Israelitas "TORMEI - OR" Portugal 810. Casilla 2487 Bitte vomatieren GOLDEN AM CLUB GemueHiches Beisammensein, Once, Darbietungen Montag, den 22 April um 1/2 5 Uhr in den Raeumen Portugal 810 KEREN KAJEMETH LEJISRAEL ZU FAMILIEN - FESTLICHKEITEN Telegramme Blumen-Abloesungspendon, Baeume. Goldenes Buch, Bar-Mizwah-Buch, Klnder-Buch des KKL. Telefonische Bestellungen: 398101 (Gemeinde) oder 87707 00483200533048

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