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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1963-01-01 · 1 (Enero, 1963) · p. Seite 10

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXV (1963)
Issue
1 (Enero, 1963)
Date
1963-01-01
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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10 BOLETIN INFORMATIVO ENERO 1963 nil m EH m DEUTSCHLAND DIE BANNMEILE (Schluss von Seite 3) Von Herbert Freeden (Jerusalem) Im Anschluss an den Be- : such des Bundestagspraesij denten Dr. Gerstenmaier hat: sich in Israel eine Diskussion : ueber die Beziehungen zu der Vergangenheit nichts zu \ es waere so — wuerde das tun hat, die Hand auszuj “Andere Deutschland” die strecken, waren alle Schat-! oeffentliche Stimmung in tierungen vertreten. Interes- 1 seinem Lande wahrhaft besant war, dass gerade Mitj herrschen, so haetten sich Deutschen und Deutschem j glieder orientalischer Fami- I die Saenger, Krug, Pilz und entfacht, die noch laengst! lien, die weder unter den Na-! wie sie sonst heissen, dem so nicht zu Ende gefuehrt ist. i zis gelitten noch jemals! wenig entziehen koennen, Tatsaechlich sind die Dinge , Deutsche kennen gelernt hadass sie selbst die verlockendsten Offerten Nassers mit Haenden und Fuessen abgenicht nur kompliziert, soni ben, viel ablehnender waren dern verworren, und die Verj als die Jungen und Maedel Wirrung geht quer durch die j aus deutsch-juedisehen oder wehrt haetten, statt sich1"in politischen Parteien. So wur-! anderen westeuropaeischen j die Vorbereitungen zum Verde z. B. der Bu'ergermeister | Haeusern. Die “Jerusalem i nichtungskrieg gegen Israel von Ramat Gan, Herr Krinit- | Post” fasste in einem Leitareinzuschalten”. zi, ein Mitglied der Liberalen! tikel zusammen: 1; __, ._„ . T , Partei, der seinem staedti-; “wir brauchen nicht zu eij , .Gerade J®ne IsIa!lls’ sehen Orchester die Tour- : nem intellektuellen und poi Vergangenheit ptnF rvnp^Vp der _ Bundesrepublik ■ litischen Vakuum Zuflucht! Vergangenheit eine Bruecke nee m untersagt hatte, in der übej zu nehmen, um die Vergan-! ^n<Jie “5,” ralen Presse von einem ..Mit- 1 genheit zu vergessen und : schlagen wollen fragen sich glied der liberalen Pariawir sollten imstande sein, un- | i In mentsfraktion deshalb ange- Sere Beziehungen mit dem Dunkllmaenner in ^ah-n gr'fieni Deutschland der Zukunft auf! ninht HpnH^hPr Ü Dr. Gerstenmaier war beihre Meriten hin zu pruefen, j ist warum man untSetiir zu kanntlich ein offizieller Gast j zwar der Vergangenheit ein- Ilstwaru™ man untaetlg zu‘ sieht, nach dem Massenmord in Israel, aber sein Israeli- | gedenk aber ohne die Ge-! n 6 Millionen Juden wip scher Kollege, Praesident der | genwart zu vergessen”. | Deutsche wiederum ’eiiTen Knesseth Kadisch Luz, emp-! Allerdings macht es gera- Massenmord an Juden nla fing ihn nicht im Jerusalede diese Gegenwart nicht i ln man frath 1 w mer Pari amentsgebaeude,i leicht, eine neue und unbej S iSsondern gab dem Druck ge- ' f angene Beziehung zum 1 -16 Interpellationen im Parwisser Kreise nach und be- , neuen Deutschland zu fin- | burger Tors raste im Licht! der Scheinwerfer. Wir stan- 1 den, allein und umhergestossen, umbrandet vom Siegesrausch einer ungeheuren Menge. Die Spannung der Menschen war zum Reissen spuerbar. Die Lastautos der republikanischen Polizei nahten. Berittenes Schutzpolizeipersonal folgte. Dann kamen die ersten braunen Uniformen, die blutrote Fahne mit dem schwarzen Hakenkreuz auf weissem Feld voraus. Alles hob den Arm zum G r u s s. Ein gigantisches “Heil” brauste die Linden entlang und weit in den Tiergarten hinein, hallte am Potsdamer Platz wider und brach sich am Reichstagsufer der Spree. Das Licht der Fackeln gab den Gesichtern eine unheimliche Bewegung. Vom G1 e i c h s c hritt der stampfenden Schritte droehnte die Erde. Was tags nur eine Nachricht war, wurde hier Wirklichkeit: Die SA zog durchs Brandenburger Tor. Die Gewalt der Stunde war zermalmend, wir stangruesste ihn privat in Daga-; den: denn hunderte von niah. Staatsbürgern der Bundes- Minist erpraesident Ben j republik sind als Techniker, Gurion liess sich anlaesslich! Wissenschaftler und Miliseines freundschaftlichen : taerberater eifrigst dabei, in Gespraeches mit dem deut-; Kairo auf die Zerstoerung sehen Gast fotografieren, und das Bild erschien in allen Zeitungen. Staatspraesident Ben Zvi hiess Dr. Gerstenmaier in seinem Hause willkommen, aber er nahm davon Abstand, das fotogra- Israels hinzuarbeiten. “Es ist schwer, die Erklaerung zu akzeptieren, die wir auch von Sprechern der israelischen Regierung gehoert haben, dass es nicht ‘Deutschland” ist, das Abdul den und sprachen kein Wort. Dann meinte Rittweger: “Wir haben versagt, wir haben furchtbar versagt. Wir sind Besiegte. Was tut ein Besiegter im Angesicht des Erobe rers? Wenn er feige ist, kapituliert er. Ist er ein Kerl, macht er sich einen Kopf kuerzer. Sie als Jude sind vor einer Gefahr sicher: Sie koennen nicht kapitulieren”. Unaufhoerlich zogen die Kolonnen vorbei. Immer wieder ertoenten Kommandorufe. Von der Wilhelmsstrasse her droehnten Fanfaren. Ueber die verstopften Strassen draengte sich die Menge dorthin. Rittweger nahm meinen Arm. Dunkel und ruhig lag der Tiergarten. Wir gingen nachhause. Sehr langsam gingen wir. Auf dev Charlottenburger Chaussee lagen fortgeworfene, ausgebrannte Fackeln. Manche glimmten noch, Vorboten der Flamme einer Revolution, die furchtb a r und toedlich ueber Deutschland aufsteigen sollte fisch festzulegen, wie das , Nasser hilft, sondern dass es sonst bei solchen Gelegenheiten geschieht, um auf die Empfindlichkeiten ■ weiterer Volksschichten Ruecksicht zu nehmen. Dr. Gerstenmaier verstand diese Gespaltenheit, und in der Tat haette Deutschland keinen besseren und wuerdigeren Vertreter entsenden koennen, der nur “Deutsche sind", schreibt “HaAretz”. Das deutschsprachige Blatt “Jedioth Chadashoth” ist noch deutlicher: lament, wo sind die warnenden Aufrufe der Kirchen, der Schriftsteller? Wo bleibt die Stimme der oeffentlichen Meinung? In seinem Jerusalemer Vortrag wiederholte Dr. Ger- ] stenmaier die oft gestellte I Frage: “Haben wir wirklich nichts davon gewusst, was . mit den Juden geschah?”. Er ] meinte damit die furchtbare j Vergangenheit. Die Beihilfe ■ zum Mord, an dessen Pia- ■ nung sich Deutsche in Kairo schuldig machen, ist eine Sache der Gegenwart und geht vor den Augen der deut sehen Oeff entlichkeit WIRTSCHAFTLICHE BEZIEHUNGEN Anfang Dezember besuchte der bekannte israelische W irt&chaftsfuehrer, Herr Hermann Ellern, begleitet von seiner Gattin, Santiago, I knuepfen die ohne Zweifel fuer alle Beteiligten von grossem Interesse sein duerften. Herr Ellern, der sich auch um mit massgebenden lokalen; als Schriftsteller und Histo- Wirtschaftskreisen Fuehlung zu nehmen und die wirtschaftlichen Verbindungen zwischen Israel und Chile zu staerken. Auf einer Pressekonferenz erklaerte Herr Ellern, dass seine Bank (Ellern Bank Corp) grosses Interesse da- “Der aegyptische Staats-! vor sich. Es gibt dicht die chef, der uns seit diesem * Ausrede, dass man davon Sommer Tod und Verderben; nichts weiss. Und gerade diemit seinen Fernraketen anse neue Indifferenz ist es, , , , droht, waere dazu ohne die; die einen echten Kontakt | ran habe> oekonomische Be- Teilnahme des Stuttgarter zwischen Israelis und Deutj Ziehungen mit den Laendern mit soviel Takt, aber auch I Physikers Prof. Saenger und sehen entgegensteht. ■ unseres Kontinentes anzumit soviel Niveau auf diese * seiner zahlreichen, gleichfalls Sensibilitaeten reagierte. Bei aus Westdeutschland nach : sonders eindrucksvoll war der : Kairo gekommenen und in 1 Vortrag, den er auf der Hej den Dienst Abdul Nassers ge- 1 braeischen Universitaet zum tretenen Mitarbeiter fast oh-! Thema “Wandlung der Deut- : r.e jeden Zweifel ausserstani sehen?” vor einem zahlrei- : de. Man kann bezweifeln, 1 chen Publikum von Profesj dass die Behoerden in Bonn soren, Studenten und hohen i diesen Skandal nicht ver- Staatsbeamten hielt. Dr. hindern konnten. Aber selbst, i Gerstenmaier liess sich nicht;! von einem Sprechchor einer, kleinen Gruppe von Jugend-; liehen verwirren, die teils auf Befehl der Kommunisten, teils von der “Cheruth” beorj dert, vor dem Gebaeude Aufj Stellung genommen hatten. Genau so verfehlte die kleine Demonstration bei seiner Ankunft auf dem Flugplatz Lud , ihren Zweck. Eine Morgen-; zeitung wies darauf hin, dass es gerade den Drohungen soleher Demonstrationen zu | danken sei, dass der Bundestagspraesident seine Israel- Reise nicht wegen der “Spiegel”-Krise aufgeschoben habe, denn eine Absage waere als Niederlage der Deutschlandpolitik der israelischen Regierung ausgelegt worden.! Die Umfrage ueber ihre ■ Beziehungen zu Deutschland, die die “Jerusalem Post” uni ter Studenten der Hebräer- ] sehen Universitaet veranj staltete, ergab ein widerspre-! chendes Bild. Von der extremen Haltung, weder Wieder - g u t m achung anzunehmen, geschweige denn sonst irgendeinen Kontakt zu haben, bis zu dem echten Willen, der deutschen Jugend, die mit riker einen guten Namen gemacht hat, wurde von der Federación Sionista, von dem Direktorium der S.C.L “B’ne Jisroel “und verschiedenen anderer Organisationen unseres Jischuw empfangen. Bei all diesen Gelegenheiten konnte er einem interessierten Publikum aufschlussreiche Informationen ueber das Wirtschaftsleben der Medinah geben. Daunendecken mit importierten Daunen Steppdecken Fabrik "Marcelo" Max Wetzstein & Sohn Av. M. Montt 2656 Fono 43379 Neubeziehen und Umarbeitungen Modernste importierte Bezugsstoffe u. Inletts staendig auf Lager. Schlafsaecke für Ausflügler Komme einmal im Monat nach Viña u. nehme Auftraege entgegen. BARNICES TIERRAS DE COLORES PINCELES ACEITES ETC. t L Fono 81930 Ahumada 66 — Exposición 750 5

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