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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1962-12-01 · 12 (Diciembre, 1962) · p. Seite 10

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXIV (1962)
Issue
12 (Diciembre, 1962)
Date
1962-12-01
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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10 BOLETIN INFORMATIVO Diciembre 1962 1 V¿e ¿o/w&tácAeTk&Me ¿c/tveífá L f GEGEN SUEOAFRIKAS RASSENPOLITIK Lamerchaw: Israel hat in der politischen Sonderkommission der Vereinten Nationen eine mit groser Mehrheit angenommene Verur. teilung Suedafrikas wegen der Rassendiskriminierung in diesem Lande unterstuetzt Suedafrika fuehrt diese Politik, obwohl in den letzten Jahren zahlreiche farbige Voelker frei wurden und die Weltmeinung sich gegen dera r t ige Diskriminierungen wendet. Die “Apartheid” fuehrt ein System fort, in welchem eine weisse Oberschicht alle Rechte hat, waehrend die farbigen Buerger in jeder Hinsicht benachteiligt sind. Die freie Welt kann eine solche Erscheinung nicht mehr dulden. Israel hat fuer den Beschluss der Verurteilung Suedafrikas gestimmt und damit den Empfindungen der Buerger unseres Landes in treuer Weise Ausdruck verliehen. Zugleich aber hat Israel mitgeteilt, dass es sich nicht allen Punkten des Beschlusses, anschliesst. Israel kann nicht darueber hinweggehen, dass in Suedafrika eine grosse juedische Gemeinschaft lebt, deren Interessen man nicht einfach beiseitesch i e b e n darf. Di e Verbindung mit dieser Gemeinschaft ist fuer Israel und das ganze Judentum von groesster Bedeutung. Dawar: Der Beschluss, den .die politische Sonderkommis, sion der Vereinten Nationen gegen Suedafrika annahm, ist scharf gehalten. Auch Israel stimmte bekanntlich fuer diesen Beschluss. Dieser Beschluss ruft zum Abbruch der Beziehungen auf und sieht sogar die Moe. gHchkeit vor, Suedafrika «aus der UNO auszuschliessen, wenn es seine Apartheid Politik nicht abaendert. Die israelischen Delegierten haben sich von zwei Punkten des Beschlüsse distanziert. Israel muss auf die suedafrikanischen Juden Ruecksicht nehmen. Klar aber sollte sein, dass Israel mit dieser Abstimmung nicht nur seiner Freundschaft mit dgn afrikanischen Nationen Ausdruck verleihen wollte, sondern auch seine Ansicht in einer wichtigen moralischen Frage der Menschheit kundgab. Haaretz: Die israelische Delegation in der UNO un. terstuetzte, bei einer Abstimmung in der politischen Sonderkommissiön^ ein e n Antrag, der die UNO-Mitgliedstaaten aufruft, die diplomatischen Beziehunge n zu Suedafrika abzubrechen, ihre Flugzeuge und Schiffe nicht in dieses Land zu sen. den, keine suedafrikanischen Waren zu kaufen und nicht nach Suedafrika zu verkau. fen. Zugleich ruft dieser Beschluss den Sicherheitsrat auf, den Ausschluss Suedafrikas aus der Uno zu erwae. gen, falls die Apartheidpoiitik nicht eingestellt werde. Dieser Vorschlag wurde mit 62 gegen 16 Stimmen angenommen, 23 Delegationen enthielten sich der Stimme, vier Delegationen war e n nicht anwesend. Dadurch gab es also eine Zweidrittelmehrheit und die Stimmenthaltungen waren ja auch Oin Ausdruck der Gegnerschaft, die sich gegen die Apartheid richtete Natuer - lieh hat dieser Beschluss nur den Wert einer Empfehlung. Auch ein Auschiuss aus der UNO duerfte bis auf weiteres kaum erwogen werden. Aber man darf dennoch die Schwere dieses Beschlusses und der Position Suedafrikas nicht unterschaetzen. Viele haben die Frage gestellt, ob Israel wirklich diesen Beschluss unterstuetzen musste. Wir koennten eines Tages auch in einer solchen Situation in der UNO sein und man darf auch nicht die starke juedische Gemein. Schaft vergessen, die in Suedafrika lebt. Unsere UNO - Delegation hatte gar keine andere Moe. glichkeit. Die Apartheid— Politik ist, vom grosssten Teil der Welt abgelehnt worden. Vom Gesichtspunkt des Ge. Wissens aus haette Israel die Apartheid verurteilen koen. nen, ohne sich den Strafan. ttaegen anzuschliessen. Aber unser politisches Interesse erforderte es anders. Haboker: Die Erklaerungen des suedafrikanischen Ministerpraesidenten Ver. woerd zu der israelischen Position bei der Abstimmung ueber Suedafrika, die in der UNO stattgefunden hat, sind nur als klare Drohung zu werten. Sowohl er als auch sein Aussenminister haben sozusagen mit Sanktionen gegen die südafrikanische Judenheit gedroht. Damit aber auch alles klar sei, hat auch der juedische Gemeinderat in Suedafrika eine Erklaerung dazu veroef fentlicht. Israel konnte natuerlicb in der Frage der Rassendiskriminierung, die ja auch zu Suedafrikas Ausscheiden aus dem Commonwealth of Nations gefuehrt hat, nicht neutral bleiben. Gerade weil man in Suedafrika die Schwierigkeit der israelischen Position in einem solchen Falle sehr genau kennt, sind die Erklaerungen, die jetzt dort abgegeben worden sind, besonders unverstaendlich. Jedenfalls sollte man sich doch im Jahre 1962 davor hueten, den Gedanken einer weiteren Diskriminierung vorzubereiten. Jerusalem Post: Man sagt, dass die alte Liga der Nationen starb, weil sie von einer westlichen Clique beherrscht wurde, u. nicht mehr so neutral sein konnte, wie man es von ihr erwarten muesste. Als die UNO nach Beendigung des zweiten Weltkrieges gegruendet wurde, hatte man auch zu ihren Faehigkeiten nicht allzuviel Vertrauen. So hat sich auch wirklich in vielen Faellen herausgestellt, dass der Sicherheitsrat nicht aktionsfaehig war, er hat seine Bedeutung im Laufe der Jahre in immer steigendem Masse verloren. Aber niemand konnte damals voraussehen, in wie starker Form sich das Antlitz der Vereinten Nationen im Laufe der Jahre veraen. dern wuerde. Immer mehr Nationen wurden gegruendet; und sie nahmen ihren Sitz in der UNO ein. Die einzelne Stimme verlor an Kraft und Bedeutung. So kann es auch geschehen, dass die afro.asiatischen Nationen, mit denen der Sowjetblock meistens zusammen stimmt, soviele Stimmen haben, dass sie Entscheidungen erzwingen koennen. Natuerlich koennen die Afrikaner nicht verstehen, wie es jemand geben kann, der nicht gegen Suedafrika stimmt, wenn es sich um die Frage der Apartheid handelt. Juden könnten ja auch nie verstehen, wie man die Nuernberger Gesetze tolerieren konnte. Hazofeh: Fuer Israels Abstimmung in der politischen Kommission war' unsere Identifizierung mit den Staa ten Afrikas und Asiens entscheidend, mit denen wir aus verstaendlichen Gruen. den gemeinsam im Kampf gegen die südafrikanische Apartheid auftreten wollten. Gleichzeitig aber haett e n wir den anderen Delegationen erklaeren muessen, dass unsere Position eine andere sei als die aller anderen Volker auf der Welt. Der Beschluss der Politischen Kommission wird vor die Generalversammlung gebracht werden, in der eine | Zwei—Drittel—Mehrheit notwendig ist. Diese Tatsache wird die Moeglichkeit ergeben, die haertesten 'Artikel aus dem Beschluss herauszunehmen. Es waere nicht berechtigt, Suedi a f r i k a schwerer zu bestrafen — als andere agressive Staaten, welche gegen die Prinzipien der UNO verstossen. Auch ist der praktische/Nutzen eines Ausschlusses Suedafrikas aus der UNO hoechst zweifelhaft. Israel ist sicher nicht interessiert an dem Abbruch der Beziehungen mit einem Staat, in dem eine grosse juedische Gemeinschaft mit einem ausgezeichneten israelischen Bewusstsein lebt. Man darf das Wohl der Juden in jedem Lande, in dem sie leben, nicht ausser acht lassen. Pension Koscher Vermiete luftige Zimmer Lira 767 Uebernehme Ausrich t u n g von Festlichkeiten und Banketten im Hause zu maessigen Preisen: DIE MACHTPROBE IM JEMEN Jerusalem Post: Das weit ab liegende Jemen an der Südkueste des Roten Meeres hat eigentlich bei den Israelis kein Interesse mehr erweckt, seit die Juden Jemens ins Land gebracht worden waren. Diese Juden dürften wohl heute besondere Dankgebete dafür sagen, dass sie in diesen Stunden im freien juedischen Staate leb e n. Dennoch koennen wir von den heutigen Ereignissen im Jemen nicht unberührt bleiben. Ein Sieg der Aegypter im Jemen würde die Lage im Nahen Osten entscheidend veraendern. Statt einer Konsolidierung der Situation würde ein solcher Sieg zu einer Unstabilitaet fuehren muessen. Aegypten hat einen Praezedenzfall im Jemen geschaffen, der in der letzten Zeit, seit dem spanischen Bürgerkrieg in der Welt unbekannt war: Die direkte Intervention einer grossen Macht (das ist Aegypten für diese Zone) in die inneren Angelegenheiten eines anderen Landes und für eine revolu. tionaere Regierung. Vor sechs Jahren intervenierten die Sowjets in, derselben Form in Ungarn. Die 3.000 aegyptischen Soldaten im Jemen sollen die Rueckkeh-r der monarchistischen Linie im Lande verhindern. Ob es Saudiarabien mit seinem vielen Geld gelingen wird, Nassers Position im Jemen wieder zu untergraben, muss sich erst heraus. stellen. Sollte er aber in Jemen Erfolg haben, wird er seine Versuche, die augenblicklichen Regierungen arabischer Staaten zu stürzen, weiter fortsetzen. Diese Auseinandersetzungen moegen angesichts der grossen Weltprobleme klein wirken, sie gehen uns aber an, denn sie liegen in unserer naechsten Nachbarschaft. Haboker: Es ist nicht zu bezweifeln, dass die letzten Entwicklungen im Jemen die Position der Revolutionsregierung gestaerkt und Nassers Einfluss in Südarabien gefestigt haben. Daher ist es nicht wichtig, ob Nassers Minister die Einheit zwischen Aegypten und Jemen wieder hersteilen koennen, — jene Einheit, die früher einmal proklamiert worden war—, oder ob die Bindung zwischen Kairo und Sana einen anderen, neuen Ausdruck erhaelt. Alle arabischen Republiken haben die neue Regierung des Col. Sala, in Sana anerkannt, waehrend die koenigre iche Saudiarabien und Jordanien, den Imam Hassan anerkennen, der einen Guerilla-Krieg gegen das republikanische Regime fuehrt. Dieser Guerillakrieg kann lange dauern, aber wenn es bei einem Partisanenkrieg bleibt, kann man wohl kaum damit rechnen, dass er groesseren Eindruck machen wird. In der letzten zeit sind aus Kairo nicht nur Lehrer und Beamte “zur Wiederherstellug des Regierungsapparates” gekommen, sondern auch Soldaten und Waffen trafen im Jemen ein. Bis zum 24. Oktober waren auch alle Flüge zwischen Aegypten u. Jemen nur für solche Regierungszwecke beschlagnahmt. Waehrend Kassem noch mit der Anerkennung zoegert, da er erst abwarten will, wie weit sich die neue jemenitische Regierung mit Nasers einlaesst, und welche Position Sana Kuweit gegen. ueber einnehmen wird, hat Israel Grund, die Vorgaenge im Jemen aufmerksam zu beobachten. Die gesamte Lage im und um das Rote Meer kann davon abhaengig werden. Hazofeh: Heute ist es klar dass die Kaempfe im Jemen, zwischen dem republikanischen Führer. Col. Salal, der vor einem Monat die Macht ergriff, und den monarchistischen Streitkraeften des abgesetzten Imam El Badh in Wirklichkeit eine tiefgehende Auseinandersetzun g zwischen zwei feindlichen Stroemungen im arabischen Lager ueberhaup darstellen. Aegypten verbirgt die Tatsache nicht, dass mehrere Tausende seiner Soldaten in Jemen kaempfen, u. ebenso klar ist, dass Saudiarabien und Jordanien die Monarchisten unterstützen. Da die Sowjetunion fuer Salal, USA und England für die Monarchisten eintreten, koennte der Konflikt auch noch auf die internationale Ebene geschoben werden. Vielleicht sieht man nun ein, dass jede Staerkung Nassers eine Bedrohung des Friedens darstellt. STEFAN LASKOWITZ JOYERO Hechuras — Transformaciones y Composturas 21 de Mayo 617 Entrepiso, Local 4 i , Fono Of. 392538 FEINE MASS SCHNEIDEREI Manfred Engel Monjitas 825 Of. 204 ZwiscHemstock Fono 392430 Reichhaltige Auswahl erstklassiger Stoffe

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