Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXIV (1962)
- Issue
- 11 (Noviembre, 1962)
- Date
- 1962-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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REO ACCION* '£.C. I. B’NE JISROSL AV. PORTUGAL 610. CASILLA 2487. 6ANTJAGO-CHÎL* BOLETIN MITTEILUNGSBLATT SOCIEDAD cultural ISRAELITA B’NE J I SROEL" AÑO XXIV N?ll SANTIAGO DE CHILE Noviembre 1962 CENTRA-TAGUNG IN SANTIAGO Zwischen dem 29, Oktober; und 1. November versam i melten sich in Santiago Ver-| treter der der Centra (Aso-1 dación de Comunidades y Organizaciones Israelitas en Latinoamérica) angeschlossenen Gemeinden, um im Verlauf der 4. kontinentalen Tagung dieser Organisation ueber die, allen Gemeinden unsereres Kreises auf dieser Hemisphaere gemeinsamen Probleme zu beraten. Parallel zu dieser Tagung ging ein Treffen des der: Centra angeschlossenen “La-! teinamerikanischen Rab-j binerverbandes” und der ¡ Jugendorganisation dies e r Vereinigung, des “Jasid Noar ¡ Darom Americait”. Sechs Laender, Argentinien,' Brasilien, Chile, Paraguay, Perú und Uruguay nahmen an der Tagung teil. Der Kongress wurde in feierlicher oeffentlicher Sit-; zung im grossen Saal unse-j res Gemeindehauses eroeffj net. Nach einer Begruessungs. ansprache des Praesidenten der S. C. I. “B’ne Jisroel” Herr Dr. Hans Reich, ergrif. fen die Botschafter Israels Herr Dr. Eliezer Doron, der praesident der Federación Sionista de Chile, Herr Miguel Maldavsky und der Praesident des Comité Representativo, Herr Gil Sinay das Wort, um die anwesenden Delegierten und Gaeste na¬ RESOLUTEM DES 4. KRESS DER (MRA Der 4. Kongress der Centra dankt der S. C. I. "B'ne Jisroel" fuer die ihm gewaehrte Gastfreundschaft und die bruederliche Aufnahme und Verstaendnis, welches die einladende Gemeinde in Santiago jederzeit der Tagung;gegenueber bewiesen hat. 1) Centra empfiehlt den ihr angeschlossenen Organisationen, fuer die zentralen Israelfonds Mitarbeiter zur Verfuegung zu stellen und ihren Einfluss darin geltend zu machen, dass ihre Mitglieder wuerdig zu ihnen beitragen. 2) Centra empfiehlt allen angeschlossenen Organisationen eine engere Kooperation mit den lokalen juedischen Organisationen und den zustaendigen Repraesentanten der juedischen Weltorganisationen. 3) Centra nimmt zur Kenntnis, dass die Empfehlung der 3. Konferenz ueber Kontakte mit den Vertretern anderer Konfessionen im Dienste der Verstaendigung und des Friedens angenommen und praktisch durchgefuehrt wurden und fuehlt sich dadurch bestaerkt, Weiterschreiten auf diesem Wege zu empfehlen. 4) Die Vertreter zentraleuropaeischer Juden in den repraesentativen oertlichen Organisationen und ihren Dachverbaenden sollen sich autorisiert fuehlen, im Namen des Gesamtverbandes Centra zu sprechen. 5) Centra dankt ihrem Praesidenten fuer seine Bemuehungeri, fuer die Centra eine ihrer Bedeutung und wachsenden Aufgaben angemessene Beruecksichtigung im Budget des Council zu erreichen und ermaechtigt ihn, seine Bemueh urigen fortzusetzen. 6) Centra dankt dem Botschafter Israels in Chile, Herrn Dr. Eliezer Dorön fuer seine Erklaerung in der Eroeffnungssitzung und uebermittelt ihm die auf dem Kongress zum Ausdruck gebrachte ideelle und materielle Solidaritaet mit Israel. 7) Centra dankt der Leitung fuer den erfolgreichen Beginn der praktischen Durchfuehrung eines Kulturprogramms durch Besuche der Kleingemeinden seitens unserer Rabbiner und beauftragt sie, das Kulturprogramm, wie es bei der dritten Tagung (Punkt 9) empfohlen wurde, weiter zu entwickeln. Es moege Einfluss genommen werden auf Gestaltung juedischer Verlagsprogramme. 8) Centra dankt der Leitung fuer den erfreulichen Beginn der Jugendarbeit durch Veranstaltungen zentraler und regionaler Jugendlager;und Seminare und empfiehlt, alles zu foerdern, was dazu dient, das juedische Bewusstsein der Jugend zu staerken, sie gegen Zeittendenzen die dem Wesen der juedischen Gedankenwelt widersprechen, zu bewahren und ihr das Gefuehl einer inneren Sicherheit durch Verbindung mit juedischer Kultur, dem Staat Israel und der hebraeischen Sprache zu verleihen. Centra soll als ihre Aufgabe ansehen, Integralschulen und hebraeische Kindergaerten,( wo sie bestehen, zu foerdern und, wo es die lokalen Bedingungen ermoeglichen, sich fuer ihre Errichtung einsetzen. 9) Der Kongress der Centra ist beeindruckt von dem ernsten Ringen der Jugend um die Formgebung ihres religioesen Sehnens und fordert die Leitung auf, ihr im Zusammenwirken mit den Rabbinern, dabei zu Seite zu stehen. (Fortsetzung Seite 4) mens des chilenischen Ji~ schuw willkommen zu heissen und ihnen den Gruss der Botschaft Israel und der Dachorganisationen unserer Kollektivitaet zu ueberbringen. Nachdem Herr Rabbiner Loewenstein in Vertretung der Rabbinerkonferenz die Versammlung begruesst hatte, nahm Herr Dr. Hans Feuereisen (Sao. Paulo) das Wort, um in Repraesentation der auslaendischen Delegierten der einladenden santiaguiner Gemeinde und dem gesamten chilenischen JL schuw seinen Dank fuer die aussergewoehnlich freu n dschaftliche und bruederlicne Aufnahme auszudruecken. Im Anschluss an die Worte von Herrn Dr. Feuereisen sprach Herr Thomas Reichmann in Vertretung der Jugend. Sodann eroeffnete Herr Rudolf Hirschfeld, Praesident der Centra, ofizieli den Kongress und erteilte sogleich, dem Hauptredner des Abends, Herrn Oberrabbiner Professor Dr. Laemle (Rio de Janeiro) das Wort zu seinem Referat ueber das Thema “Neue Welt”. Alle Redner gedachten im Verlauf ihrer Ansprachen des verstorbenen Praesideivten der Gemeinde und Vize- Praesidenten der “Centra”, Herrn Dr. Siegfried Landau, zu dessen Ehren die Anwesenden sich von ihren Plaetzen erhoben. j Am. 30. und 31. Oktober, ebenso wie auch am 1. November, fanden mehrere oeffentliche Plenar— und Kommitee Sitzungen statt, die grosses Interesse unter unseren Mitgliedern, besonder ,bei der Jugend erweck-1 ten, die zahlreich erschien I um bei den Debatten anwe-1 send zu sein, auf denen lieber die zukuenftige Arbeit der Centra, speziell auf erzieherischem Gebiet, debattiert wurde. In der Schlusssitzung am 1. November wurde das Direktorium fuer die Amtsperiode 1961-1964 gewaehlt, dem Herr Rudolf Hirschfeld (Montevideo) vorsteht und dem aus unerer Gemeinde der Preasident der S.C.I. Herr Dr. Hans Reich und der Generalsekretaer, Herr Kurt A. Hof mann angehoeren, und eine Reihe von Resolutionen angenommen, die wir separat bringen. Parallel zu der. Tagung ging eine Reihe anderer Veranstaltungen. So sprach am 31. Oktober in unserem Gemeindehaus Herr Dr. Hardi Swarsenki, Herausgeber der “Semana Israelita” (Buenos Aires) ueber das Thema “Israel zwischen^ den Voelkern”. Das zahlreich erschienene Publikum folgte mitgrosser Aufmerksamkeit den interessanten Ausfuehrun gen des Redner, der begeisterten Applaus erntete. Am selben Tage wurden die auslaendischen Delegierten vom israelischen ' Botschafter empfangen. Auch zwei Empfaenge, einer im Haus des Praesidenten der Gemeinde, Herr Dr. Hans Reich und einer hei Herrn Dr. Benno Kiwi, Vorsitzender der Repraesentanz muessen hier erwaehnt werden. A m Freitagabend predigte im Verlauf des Gottesdienstes Herr Rabbiner Dr. Winter (Montevideo), der auch am Schabbat-Vormittag, im Verlauf des Oneg Schabbat, das Wort ergriff. In unserer naechsten Ausgabe werden wir eingehend ueber den Kongress und die anwesenden Persoenlichkeiten berichten. Der Kongress fand seinen Abschluss mit einem grossen Schlussbankett, zu weichem die S. C. I. “Bne Jisroel“, die auslaendischen Gaeste eingeladen hatte und an dem auch zahlreiche Mitglieder unserer Gemeinde teilnahmen. Der 4. Kongress der Centra—ein Rueckblick Waehrend ich diese Zeilen schreibe, sind die Delegierten, die an der Tagung der Centra in Santiago teilnahmen, wieder . auf der Rueckreise in ihre Heimatorte. Auch wir, die wir in Santiago de Chile leben, sind in unsere Haeuser zurueckgekehrt. Drei Tage lang haben wir in unserem Gemeindehaus gelebt. 3 Tage befanden wir uns in der Welt unserer Probleme und suchten Wege zur Loesung unserer Fragen. In oft erregten und erhitzten Debatten wurde die “Orientierung unserer Arbeit” fuer die naechsten 2 Jahre diskutiert. Am Montag den 29. Oktober eroeffnete Herr Dr. Hans Reich (Santiago de Chile) die Tagung, in eiper oeffentlichen Veranstaltung. Am Donnerstag, den 1. November wurde sie mit einem Festbankett, das der Haus herr — die Sociedad Cultural Israelita “B’ne Jisroel” - ihren Gaesten gab, abgeschlossen. In diesen drei Tagen schwebten ueber den Aussprachen zwei Wolken, wie Dr. Alfred Hirschberg aus Sao Paulo es treffend kennzeichnete — die gefahr drohende Wolke des neuen Atomzeitalters und die ur.s durch die Geschichte begleitende Wolke vom Sinai. Staendig standen der lateinamerikanische Kon tinent mit seinen Problemen, Medinath Israel mit ihrem Licht und unsere Gemeinden mit ihren Aufgaben, vor unserem geistigen Auge. Zu dem Thema der Tagung: “Die Orientierung unserer Arbeit” hielten die Herren Rabb. Dr. Lemle, Dr. Alfred Hirschberg und Dr. Hardi Swarsenski die Hauptreferate. Die Eroeffnungsveranstaltung wurde durch die Ansprachen der Herren Botschafter Eliezer Dorón, Miguel Maldavsky, Praesident der Federación Sionista und Gil Sinai, Praesident des Comité Representativo de la Colectividad Israelita, zu einer Manifestation der Einheit des chilenischen Jischuw in allen seinen Sektoren. Von Beginn bis Ende der Tagung begleitete uns staendig die Erinnerung an den Mitarbeiter der Centra, dessen Name ueber aie Grenzen Chiles hinaus zum Inbegriff juedischen Verantwortungsbewusstseins geworden ist: Dr: Siegfried Landau. So intensiv war die Arbeit waehrend dieser drei Tage, dass viele der Delegierten von Santiago de Chile nicht viel mehr kennengelernt haben als den Weg von ihrem Hotel zu unserer Gerneinde. Der Kongress wurde von den Herrn Dr. Hans Reich (Santiago de Chile) als Praesidenten und den Herren Dr. Fedor Hirschlaff (Montevideo), Dr Ha r d i Swarsenski (Buenos Aires) Dr. Hans Feuereisen (Sao Paulo) und Federico Sommer (Buenos Aires) als Vizeprae. sidenten sowie Kurt A. Hof mann (Santiago de Chile) als Generalsekretaer geleitet. Im Mittelpunkt der Debatten standen auch die Rechenschaftsberichte, die von den Herren Rudolf Hirschfeld und Hans Le. schnitzer aus Montevideo ueber die in den vergangenen zwei Jahren geleistete Arbeit abgegeben wurden. A1 s wichtigstes Ereignis darf die Durchfuehrung des 4. Sommerlagers der Jugendfuehrer in Teresopolis (Brasilien) unter Leitung von Rabbiner Dr. Laemle, die Gruendung des lateinamerikanischen Rabbinerseminars in Buenos Aires unter der dynamischen Leitung von Rabbi Marshall T. Meyer und die Anstellung des Madrich Moshe Amiram betrachtet werden. Fuer die .naechsten zwei Jahre wurde der Sitz der Centra in Montevideo unter der Leitung von Dr. (Fortsetzung Seite 4)