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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1962-10-01 · 10 (Octubre, 1962) · p. Seite 9

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXIV (1962)
Issue
10 (Octubre, 1962)
Date
1962-10-01
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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Octubre 1962 BOLETIN INFORMATIVO 9 GETREIDE FUER ISRAEL Von GERTRUD ISOLANI Ein sommerlich warmer Novembertag an der Mittelmeerküste Israels. Der Leiter des Regierungspressedienstes, Herr Schaul Arie, der eifrig bemuht war, mir Haifa in seiner ganzen Blumenpracht mit dem leuchtenden Kischon-Hafen zu zeigen — wo ich übrigens am Nachmittag den Stapellauf des ersten Schwimmdocks erleben durfte — hatte mich bereits telefonisch bei Dr. Reuben Hecht, dem Gründer und Leiter des hochaufragenden Getreide-Silos angemeldet, dem Dagon-Silo, und grössten Lagerhaus für Getreide in Israel. In diesem Chef eines Millionenunternehmens, dem Sohn des berühmten Basler Reeders Jacob Hecht, lernte ich einen Menschentyp kennen, den es in dieser eigenartigen Mischung von Grosskaufmann, Organisator, sozial denkendem Idealist und Kunstmaezen wahrscheinlich nur in einem Lande wie Israel gibt. Denn in ihm verkörpert sich der echte Pioniergeist der die Bewohner des jungen Staates beseelt. Charakteristisch für diesen Mann ist die Tatsache, dass er beispielweise den Geschaeftsbericht des Verwaltungsrates an die Generalversammlung der Aktionaere mit einer Ehrung des Staatsgründsrs Theodor Herzl beschliesst und dass jeder Besucher seines Unternehmens in einer Informationsmappe mit Statistiken über Getreide-Export und —Import ein Portrait Herzls von Hermann Struck mitbekommt. Das zionistische Ideal ist das Leitmotiv dieses grandi osen Wirtschaftswerkes, das Reuben Hecht vor 10 Jahren aufzubauen sich anschickte. 1936 kam Dr. Hecht nach Israel und begann sofort in seinem eigenen Fach, das er aus dem ff gelernt hatte, zu arbeiten. Schon bei einem früheren ¡Besuch in Palaestina hatte er an die Möglichkeit eines Hafen-Silos gedacht, noch bevor überhaupt der Hafen in Haifa existierte. Dann musste er nach seiner Einwanderung mit den britischen Mandatsbehö r d e n schwierige Verhandlungen führen. Damals waren die finanziellen Mittel noch sehr gering. Dr. Hechts zionistische Aktivitaet brachte ihn zunaechst in Konflikt mit der Mandatsregierung und so konnte er seinen Plan erst nach dem Kriege und mit der Gründung des Staates Israel in Angriff nehmen. 1950 traf Dr. Hecht das erste Abkommen mit der israelischen Regierung und im Februar 1951 wurde die Firma “Dagon” gegründet. Der Boden, auf dem der Silo dann errichtet wurde, gehoert zum Hafen und ist Staatsbesitz. Natürlich gab es zunaechst Schwierigkeiten der Finanzierung. 300 Investoren aus 7 Laendern, darunter die Schweiz, Kanada, Mexiko und USA, übernahmen Aktien des Dagon-Unternehmens. An der technischen Mitarbeit beteiligte sich die Firma seines Vaters “Neptun” in Basel in hervorragender Weise. Einem Interviewer aus der Schweiz sagte Dr. Hecht mit laechelnder Miene die zunaechst etwas raetselhaft erscheinenden Worte: “Ein Hafen-Silo ist eine Devisenfabi ikationsmaschi ne ’. Der verwunderte Reporter erhielt die Erklaerung dass ein gut organisierter Hafen—S i 1 o nicht einfach dazu dient, importiertes Getreide und Futtermittel zu speichern, bis der Handel und die Verbraucher die Ware abnehmen. Es geht einfach um die Schnelligkeit, mit der die Schiffe mittels der Einrichtungen von “Dagon” entladen und beladen werden, denn die erparte Zeit wirkt sich auf die Frachttarife aus Es kommt darauf an, wie viel Tage ein Schiff für eine bestimmte Fracht in Anspruch genommen wird. “Dagon” hat es fertiggebraeht, in zwei Tagen einen Getreidedampfer zu entladen, waehrend man früher dazu zwei Wochen brauchte. Damit wurde auch die Wartezeit für die Schiffe im Hafen von Haifa herabgesetzt. Dr Hecht informierte den Reporter dahin, dass es heute billiger sei, Getreide oder Futtermittel von den Vereinigten Staaten nach Haifa zu bringen als nach London. “Dagon” garantiere heute den Auslad von 5.000 Tonnen im Tag, waehrend die entsprechenden Zahlen für Rotterdam und Hamburg 3.000 Tonnen und für London nur 1.000 Tonnen seien. Dia Zeitschrift für Gegenwartsfragen Isra e 1 s, “Renaissance”, gibt folgende Zahlen an: “Am 29. Juni 1961 wurden 5974 Tonnen entladen, am 11. Mai 1961 5612 Tonnen geladen, und am 18. April ,1961 betrug der gesamte Umschlag — Import und Export— 10.449 Tonnen. Vom August 1955 bis Juni 1961 sind über 7 Millionen Tonnen Getreide aller Art in beiden Richtungen durch den Silo gegangen”. Da Israels Landwirtschaft eine besondere Sorte Hartweizen erzeugt, die speziell für die Makkaroni-Fabrikation geeignet ist, kann man auch schon von einem rentablen Getreide-Export Israels nach Italien sprechen. “Dagon” weist einen einzigartigen Weltrekord auf: Schon 1956 setzte er 21 Mal die Kapazitaet des Silos um und überschritt damit bereits den amerikanischen Standard. 1960 wurde die Kapazitaet auf das Vierzigfache gesteigert und kam auf über 800.000 Tonnen. Für diese Leistung, die weit über dem internationalen Standard liegt, , wurde “Dagon” und Dr. Hecht 1960 der 'Kaplan- Preis verliehen, die höchste Auszeichnung, die ein Unternehmen für besondere Leistungsfaehigkeit in Israel erhalten kann. Bei einem Rundgang durch das Haus, bei dem mir eine Sekretaerin zahlreiche interessante Informationen gab, konnte ich schon in meiner laienhaften Beobacht u n g feststellen, dass die ausserorden tlichen technischen Einrichtungen, z. B. die Ausschaltung der Verpackung in Saecke und die besondere Sauberkeit und Schnelligkeit der Arbeit den Erfolg des Unternehmens gefoerdert haben. “In jeder Minute laufen 4-10 Tonnen Getreide durch unsere Anlagen”, sagte Dr. Hecht. “Dagon” beschaeftigt ca. 200 Arbeiter und Angerstellte, die alle mit einem sichtlichen Stolz auf ihr Unternehmen am Gedeihen mitwirken. Besonders auffaellig ist der . künstlerische Schmuck des Silos, nicht nur für den kunstinteressierten Besucher. Dr. Hecht, der ein bekannter Archaeologe ist und ein ganzes archaeologigisches Museum in seinem Silo unterg ebracht hat, das sich auf die Getreide— Unterbringung im Altertum spezialisierte, wollte auch seinen Arbeitern eine kunstfrohe Atmosphaere an ihren Arbeitsplaetzen verschaffen. So sind verschiedene Raeume, u a. der Essaal der Arbeiter mit Fresken geschmückt. Tausende von in und auslaendischen Besuchern werden durch den Silo und das Museum geführt. Dr. Hecht bemüht sich gleichzeitig um eine Kunsterziehung seiner Arbeiter und Angestellten. Er gibt ihnen z. B. durch eine Ausstellung von Werken der Impressionisten Gelegenheit, ihr Kunstverstaendnis zu wecken und zu schulen. Das Menschliche im Künstler zu zeigen, seinen Kampf um Freiheit, Leben und Werk, ist für Dr. Hecht, der auch dem Musikleben in Haifa starke Impulse gibt, ein besonderes Anliegen. Voller Zukunftsplaene ist diese israelische Führerpersoenlichkeit. Sehoepferische Phantasie und haarscharfe Realistik sind hier_in einem einzigen Manne vereint, der nicht nur der alles umfassende Leiter, sondern auch der bescheidenste Diener seines Unternehmens ist. Man verlaesst den “Dagon”-Silo, der mit seinem 59 Meter hohen Turm das hoechste Gebaeude Israels darstellt, mit einem Gefühl der tiefsten Befriedigung. Die Ernaehrung der tapferen und arbeitsamen Bevoelkerung Israel ist gesichert —dieser Gedanke beseelt den . Besucher, der in den Staedten, in Doerfern und Siedlungen den Fleiss, die Aktivitaet und den Zukunftsglauben der Israelis bewundert hat. (Arbeiter-Zeitung Schaffhausen). LEO SCHANZ Merced 555 Pantalones Shi Montaña Caza y para todas ocasiones Unico especialista 17. November 1962 A.T.I.-BALL mit Kabarett “Die Knallbonbons'’ Regie: Lisa Scott Schwarz Conference: Kitty Schwarz - Pablo Krön Musikalische Umrahmung: Helmut Herzfeld an der Hammond Orgel Kapellmeister Juan Peyser am Klavier Mitwirkende Dita Markus Killy Schwarz Susanne Preuss Pablo Krön Felix Stroh Heinz Britzmann Lutz Ehrenhaus Ricardo Bendit Peter Schwarz 2 Tanzkapellen Isidoro Roisman — Jerry Bing BUFET TOMBOLA BARBETRIEB Sichern Sie sich rechtzeitig einen guten Platz!! durch nummerierte Eintrittskarten im Vorverkauf bei Frau Vogel in der Portugal 810, oder in der Peluquería Moritz, Tel. 84611

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