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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1962-10-01 · 10 (Octubre, 1962) · p. [Seite]

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXIV (1962)
Issue
10 (Octubre, 1962)
Date
1962-10-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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to REDACetOHi __ * s. C. I. B'N* jisnosL w AV. PORTUGAL eio. CASILLA 2497. SAMCTftOO-CHJUl BOLETIN INFORMATIVO MITTEI LUN GS BLATT 1 s o c 1 E ,D AD CULTURAL ISRAELITA •* B * N E J1SROEL" | AÑO XXIV — N? 10 SANTIAGO DE CHILE Octubre 1962 DAS FEST UNSERER FREUDE Von Rabbiner Egon Loewenstein “Draussen geht ein Froesteln und die Welt ist mued! Laengst ist des Sommer. Feuer abgeglueht. Nach den reichen Tagen — dieser schmale Rest. Nach den stolzen Tagen — dieses stille Fest. Nach den Siegestraeumen — dieses enge Zelt. Nach der eltenweite — diese Bretterwelt”. Mit diesen Worten hat der juedische Dichter Morris Rosenfeld (geb. in Boschko- Russland 1862, gestorben in New York 1923) die Stimmung des Festes einzufangen versucht, mit dem wir die Tage der Feier des Monats Tischri abschiiessen. Eben noch haben uns die “ehrfurchtsglebietenden Tage” in die erhabene Welt der Ideale Israels emporgetragen. Alles Zeitliche schien ins Ewige eingetaucht. Und schon kehren wir wieder in unsere Welt zurueck ■— in die Welt der Sukkah. Sie ist immer als ein Symbol fuer das juedische Schicksal im Golus empfunden worden Seit dem Auszug aus Aegypten steht sie auf dem Wege zur Erloesung. Sie ist dem Juden Sinnbild dafuer, dass unsere. Sicherheit nicht in den Haeusern liegt, die wir im Golus bauen. Sie ist nur aus Bret tern zusammengeschlagen und ,oft erschuettern sie stuermische Winde. Doch trotz aller aeusseren Unsicherheit bewahrt sich der Jude seine innere Festigkeit. Er schaut durch* das Laubdach hindurch zu dem “bestirnten Himmel ueber uns” und erringt sich die Kraft des “moralischen Gesetzes in uns”. Darum wird die Sukkah im Bilde unserer Tradition zur Huette des Friedens, die Gott selbst ueber uns ausbreitet. Das ist die Groesse des juedischen Daseins und seine Paradoxie zugleich: In der Enge bewahren wir uns die Weite, im Leben fuer Israel den Blick in die Welt. Der Ernst der Feier des Festes wird zur Freude ueber die innere Sicherheit ,uncl Kraft, die es uns verleiht. Es ist eine heilige Freude. “Wir kennen nicht die bacchantische Ausgelassenheit, aber auch nicht die unfrohe, ¡pessimistische Haltung des Buddhisten, nicht den Nehmenden Fatalismus des Mohammendaners und nicht den duesteren Skeptizismus des Hellenisten”. Diese heilige Freude traegt ihre Wurzeln in dem “Bitochaun - Vertrauen”, fuer das die Sukkah unser Sinnbild ist. (Aber dieses Vertrauen kommt auch in dem biblischen Buch KONGRESS DER CENTRA (Asociación de Comunidades Israelitas en Latinoamérica) Vom 29. Oktober — 1. November 1962 Montag 29. Oktober — Im grossen Saal des Gemeindehauses — Avda. Portugal 810 — 21 Uhr. BEGRUES8UNGSABEND PROGRAMM 1) Begruessungsanspirache des Praesidenten der Gemeinde, Herr Dr. Hans Reich. 2) Ansprache des Botschafters ¡Israels in Chile, Herr Eliezer Dorön. 3) Ansprache eines Vertreters des Lateinamerikanischen Rab^inerverbandes. 4) Ansprache von Herr Dr. Feuereisen (Sao Paulo) im Namen der lauslaendischen Delegierten. 5) Ansprache des Praesidenten der Centra, Herr Rudolf Hirschfeld (Montevideo). 6) Festvortrag von Herrn Oberrabbiner Professor Dr. Lemle (Rio de Janeho) ueber das Thema “Neue Welt”. Dienstag, 30. Oktober 9.30 Uhr 1. Vollversammlung: a) Wahl der Kongressleitung. b) Rechenschaftsberic h t des Praesidenten der Centra 15.30 Uhr 2. Vollversammlung: | “Gestaltung unserer Arbeit”. Referenten: Dr. Alfred Hirschberg (Sao Paulo). Dr. Hardi Swarsen s k y (Buenos Aires). Anschliessend: Generaldebatte. 20.30 Uhr 3. Vollversammlung: | 'Fortsetzung der Generaldebatte. Mittwoch, 31. Oktober 9 Uhr — Sitzung des Jasid Noar Darom Americait. 15.30 Uhr — 4. Vollversammlung — Fortsetzung der Generaldebatte. 20.30 Uhr — Oeffentliche Versammlung im Grossen Saalj tlfes- Gemeindehauses. “ISRAEL ZWISCHEN DEN VOELKERN” — Herr Dr. Hardy Swarsensky (Buenos Aires) Donnerstag, I. November 9.30 Uhr — 5. Vollversammlung: a) Kommissionsberichte b) Berichte 'der Jugend c) Verschiedenes. 15.30 Uhr — 6. Vollversammlung: i a) Entschliessungen b) Festsetzung des Sitzes der Centra fuer die naechste Wahlperiode c) Neuwahlen. 20.30 Uhr — Schlussbankett Teilnehmerkarten zum Bankett sind bis Mittwoch, den 30. Oktober, mittags 1 Uhr, im Gemeindebureau erhaeltlich. Freitag, 2. und Sonnabend, 3. November: J Festgottesdienste, bei denen bekannte auslaendische Rabbiner sprechen werden, die anlaesslich der gleichzeitig stattfindenden Tagung des lateinamerikanischen Rabbinerverbandes sich in Santiago aufhalten werden. (Hierueber ergeht noch naehere Mitteilung). (ALLE SITZUNGEN SIND OEFFENTLICH) Kohelet zum Ausdruck, das fuer die Tage des Huettenfestes zur Lektuere bestimmt worden ist”. ¡Eitelkeit der Eitelkeiten, alles ist eitel. Was hat der Mensen von all seiner Muehe, mit der er sich unter der ' Sonne quaelt... Alle Dinge sind in dauerndem Fluss... Es gibt nichts neues unter der Sonne. “Und Kohelet ringt sich durch alle Stadien der Skepsis hindurch, bis er schliesslich frohe Gewissheit ¡erlangt: “Die letzte Erkenntnis, die alles umfasst, ist: Habe Ehrfurcht vor Gott und wahre sein Gebot! “Denn das ist der ganze Mensch”. Das letzte Wort auch dieses Skeptikers gibt Vertrauen. Es ruht nicht in sich selbst, es genuegt nicht sich allein. Das Vertrauen entspringt aus der Tat und der Ehrfurcht vor Gott. KONGRESS Die Centra kann seit ihrem letzten Kongress in Montevideo im Jahre 1960 auf eine sehr fruchtbare Taetigkeit zurueckblicken. Ein sehr grosser Teil der Klein — und Mittelgemein. ■den des ‘'Kontinents wurde durch unsere Herren Rab- ,biiner besucht, Jugendlager in mehreren Laendern in jedem Jahr veranstaltet, planmaessige Jugendabeit in verschiedenen Gemeinden geleistet und Kultur— und Lehrmaterial versandt. An der Schaffung des Lateinamerikanischen Rabb inerseminars in Buenos Aires ist die Centra hervorragend beteiligt. Sie nahm offiziell an den Einweihungsfeierlichkeiten desselben am 1. Juli d. Js. teil und leistet ihren ideellen und materiellen Beitrag fuer diese wichtige Aus. bildungstaette. Hier ist im Augenblick nicht der Ort, auf alle Leistungen der Centra in den vergangenen zwei Jahren hinzuweisen. Das wird im Rahmen der Tagung geschehen. Mit Wehmut werden wir den Weg nach Chile antreten. Dr. Siegfried Landau, der dieses Kongress in seiner Gemeinde' schon immer gern abgehalten wissen wollte, wird uns allen sehr fehlen. Zur Loesung gerade der auf diesem Treffen behandelten Probleme haette er seine gewichtige und entscheidende Stimme erhoben, und sie waere wie stets gehoert worden. Die ersten 3 Kongresse unserer kontinentalen Organi- Wenn wir die Tage des Festes beschliessen und wieder in den Alltag hmausgenen, dann sollen uns diese Ehrfurcht und der Wille zur Tat begleiten. Auch dann, wenn die Stuerme der Geschichte uns aeusserlich unsicher werden lassen, sollen wir uns nicht den Stimmungen des Tages ergeben. Aus Stimmungen baut sich 1 keine Weltanschauung, die uns Kraft zum Leben gibt. Der Wille zur Tat fuer unsere Familien, fuer unsere Medinat Israel und nicht zuletzt fuer die Welt, in der wir leben, gibt uns auch in schweren Stunden innere Sicherheit. Wir sind das Volk das, auch wenn der Sturm der Geschichte in . unsere Huetten braust, im Vertrauen auf Gott an der Zukunft baut. sation behandelten im Grunde in Variationen das Thema: “Das Erbe des deutschen Judentums als Beitrag zur Formung des lateinamerikanischen Judentums”. Die politischen, wirtschaftlich e n und sozialen Umwaelzungen auf diesem Kontinent gerade in den vergangenen Monaten verlangen von uns, die Rueckwirkungen dieser Veraenderungen auf das lateinamerikanische Judentum und die Konsequenzen fuer unsere zukuenftige Arbeit in unseren Gemeinden und Organisationen einzugehen. Tausende von Familien, die an unsere. Gemeinde und Institutionen angeschlossen sind, verlangen von uns eine Orientierung —oder Neuorientierung— fuer ihre und ihrer Kinder Zukunft. ' Dem Kongress voran geht eine Rabbinerkonferenz, die sich mit den besonderen Erfordernissen der Stunde, die an die Herren Rabbiner auf diesen Kontinent gestellt werden, zu beschaeftigen hat. Wir erwarten die Teilnahme aller Organisationen, die an die Centra angeschlossen sind und ihrer Herren Rabbiner und glauben mit wertvollen Anregungen fuer unsere weitere Arbeit aus Santiago in unsere Gemeinden und Institutionen zurueckzu. kehren. Hans Leschnittfer Rabb. Dr. Winter

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