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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1962-08-01 · 8 (Agosto, 1962) · p. Seite 10

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXIV (1962)
Issue
8 (Agosto, 1962)
Date
1962-08-01
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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10 BOLETIN INFORMATIVO AGOSTO 1962 ISRAEL SICHERT SEINE GRENZEN...... MIT DOERFERN Von HERBERT FREEDEN (JERUSALEM) “Die Lueeke in der Mauern lockt den Dieb herbei”, sagt ein altes hebraeisches Sprichwort. An Israels Grenzen gibt es zwar keine chinesische oder Berliner Mauer, aber dafuer viele Lueckeh. Das kleine Land, dessen Territorium nicht mehr als 200.000 ha betraegt, hat Grenzen, die sich ueber 1.000 km. erstrecken. Das waere an sich noch kein Problem, wenn diese Grenzen Israel nicht von Nachbarn trennen wuerden, deren Feindschaft sich nicht nur in blutruenstigen Reden erschoepft - Aegypten, Jordanien und der Libanon. Der Kleinkrieg an den Grenzen hat im Laufe der Jahre verschiedene Formen angenommen. Seine harmlose Version sind Schmuggler ocjer Diebe, die Herden oder Fruechte von den Feldern stehlen. Aber es gibt auch andere Formen des Grenzuebertritts, die weit gefaehrlich-sr sind, Spione, Saboteure, Marauder, und mit Unbehagen denken die Israelis an die Zeit vor dem Sinai-peldzug im Jahre 1956, als kleine Gruppen von Infiltranten tief in das Land hereindrangen, auf den Landstrassen auf Autos schossen, oder Minen legten, Granaten in einzelstehende Haeuser warfen oder Bauern auf den Feldern ermordeten. Die Frage ist deshalb in Israel immer wieder aufgeworfen worden, wie man die Grenzen sichern kann. Selbst wenn es strategisch ratsam waere — die Erfahrung hat daä* Gegenteil gelehrtkoennte sich Israel aus Mangel an Menschen und Finanzen keine “Maginotlinie” leisten, d. h. Zehntausende von Truppen entlang der Grenze in schwerbefestigten B o 11 werken stationieren. Die Alternative ist eine Art. “lebendige” Maginotlinie zu errichten, die nicht aus toten Steinen und Panzern besteht, sondern aus einer Kette von Doerfern, deren Bewohner ihr Land bearbeiten und, wenn notwendig, auch verteidigen. Der israelische Generalstabschef Zwi Zur sagte vor kurzem, dass eine Grenzgegend dann am--besten verteidigt werden kann, wenn sie zur Heimat von Menschen geworden ist. Bedenkt man, dass die Grenze Israels durch menschenleeres, unwirtliches, von Steinen besaetes Bergland geht, auf dem meilenweit kein Baum und Strauch zu sehen ist, oder weiter im Sueden sich durch die Wueste des Negev zieht, dann versteht man, dass die von den Strategen geforderte Be Siedlung des Grenzgebietes agrarpolitisch und techniscn keine leichte Sache ist. Auf der einen Seite gibt es nicht genuegend Menschen die bereit sind, in die Bergeinsamkeit oder die Isolierung der Wusste zu gehen, bei Tag zu arbeiten und nachts zu wachen; auf der anderen Seite muessen Docrfer bekanntlich Boden haben, um existieren zu koennen, und Bauern brauchen Felder, um zu saeen und zu ernten. Der Errichtung von Grenzdoerfern muss deshalb in jedem Fall der schwierige Prozess der Bodenurbarmachung vorausgehen, der im bergigen Gelaende aus Entsteinung und Terrassierung besteht, waehrend er in dem suedlichen Negev davon abhaengt ob Wasser in die Gegend geleitet werden kann. Diese Bodenurbarmachung, eine Aufgabe des Keren Kayemeth, ist ein langsamer und kostspieliger Prozess und im Laufe der letzten 10 Jahre sind auf diese Weise 40.000 ha in den Bergen gewonnen 10.000 ha Sumpfland kultiviert und etwa 50 Millionen Waldbaeume gepflanzt worden, die ihrerseits zur Bodenverbesserung in vielen Landesstellen beitragen. Ein wichtiger Faktor in der Erschliessung des Grenzgebietes sind die Strassen. Manche der Grenzgegenden sind von israelischer Seite ueberhaupt nicht zugaenglich, es sei denn fuer Patrouillen auf Maultieren: nicht selten stossen sie auf arabische Hirten, von jenseits der Grenzen, die ihre Herden auf israelischem Territorium weiden. Jetzt ist geplant, eine 700 km. lange Grenzchaussee vom Norden des Staates bis tief in den Sueden zu bauen. Einige Abschnitte davon, in einer Auf ihrer letzten Jahreskonferenz, die diesmal einige Tage in Anspruch nahm und traditionellerweise unter Teilnahme von Vertretern aller auslaendischen ZIM- Bueros stattfand, wurde eine Reihe von neuen Plaenen entwickelt, die fuer jeden Reiselustigen vion Intéressé sind. In den Monaten Juli — September wird eine zusaetzliche Reiseroute nach Vene dig eroeffnet. Diese neue Linie einzufuehren wurde dringend notwendig angesichts des unablaessig zunehmenden Stromes israelischer Ur- 1 a u b sreisender nach den Laendern Mitteleuropas — nach Deutschland, Frankreich, nach England, nach den skandinavischen Laendern, nach Italien und nach Venedig selbst. Wie es sich zeigt, zieht Venedig mit seinem einzigartigen Zauber nicht nur Israelis, sondern auch amerikanische, englische, franzoesische und deutsche Touristen in hoher Zahl an. Daher die Idee in diesem Hafen die Flagge zu hissen, um dort Auslaender “aufzugabeln” und sie zu einem “Abstecher’’’ in Israel zu verlocken. Eine weitere Ueberlegung, die bei der Diskussion ueber die neue Route eine entscheidende Rolle spielte, ist das wachsende touristische Interesse fuer Griechenland, das als Reiseziel auch fuer israelische Urlaubsfahrer immer a n z i e h e nder zu werden scheint. Das Schiff, das diese Strekke befahren wird, ist die “Theodor Herzl”. Einmal in 10 Tagen wird sie in Venedig vor Anker gehen und auf ihrem Wege den Hafen von Piraeus streifen. Die Gesellschaft ZIM rechnet mit 3.000 Passagieren im Monat auf der neuen Linie, wobei sie nicht fehlzugehen glaubt, wenn sie auf Vollbesetzung des Schiffes bei jedesmaliger Ausfahrt hofft. Durch den Beschluss Venedig in die Route einzu Gesamtlaenge von fast 300 km., sind bereits fertig. Solche Strassen veraendern das Gpsicht einer Gegend mit' einem Schlag. Ein Beispiel da fuer ist, eine halbe Autostunde von Jerusalem entfernt, das Adullamgebiet, in dem einst mals die beruehmte Schlacht zwischen den Israeliten und den Philistern stattfand und der junge David den Riesen Goliath erschlug. Vor fuenf Jahren traf sich eine Gruppe von Jeeps vor einer Polizeistation zu einer Inspektionsfahrt und unter dem Schutz von schwerb e w a f f neter Grenzpolizei ging es in einem Geleitzug los. Die erste Viertelstunde war noch wie eine gewoehnliche Spazierfahrt. Dann verliessen wir die Chaussee, und damit die Zivilisation. Keine Strasse, kein Haus, keine Felder, kein Mensch, nur der Ueberfluss von Unkraut und Buschwerk war ein Zeichen dafuer, dass unter den Steinen upd Felsen guter Boden lag. Heute ist die Gegend nicht wieder zu erkennen. An Stelle des wilden Gestruepps und Steingeroells gibt es Felschliessen wurde das Reiseprogramm erheblich bereichert da die “Herzl” hierdurch auch nocr eine Reihe anderer Haefen passieren wird. “ZION” UND “ISRAEL” BRINGEN PROFITE “Zion und “Israel”, . das klingt nach hohen Idealen, und um Ideale ist es bekanntlich übel bestellt, wenn sie anfangen materiell eintraeglich zu werden. Sind die Ideale aber nur Symbol und Namen von Menschenhand erbauter “Ozeansegler” dann liegt die Sache allerdings anders, dann ist es nicht nur in Ordnung, sondern er wuenscht, dass die Traeger der klangvollen Namen Pro fite bringen. Nach Ansicht der ZIM- Leute bewaehrten sich die Daunendecken mit importierten Daunen Steppdecken Fabrik "Marcelo" Max Wetzstein & Sohn Av. M. Montt 2656 Fono 43379 Neubeziehen und Umarbeitungen Modernste importierte Bezugsstoffe u. Inletts staendig auf Lager. Schlafsaecke für Ausflügler Komme einmal im Monat nach Vina u. nehme Auftraege entgegen. der mit schwerer, dunkler Erde oder gruen mit Korn, und auf den Huegeln stehen Doerfer. Man braucht keinen Geleitzug der Grenzpolizei, u m hinzukommen, man faehrt auf herrlich asphaltierten Strassen, und was vor kurzem ein von Maraudern und Schmugglern heimgesuchtes Grenzland war, ist jetzt eines der beliebtesten Pic-nic Ziele der Jerusalemer. So wie in Adullam ist es in vielen Sektoren des israelischen Grenzlandes ergangen. Aber um die immer noch bestehenden gefaehrlichen Luecken zu schliessen, ist der Keren Kayemeth jetzt an die Verwirklichung eines Planes gegangen, der geeignet ist, das Problem des Menschenmangels zu loesen: Die Errichtung von Grenzdoerfern, deren Einwohner —wenigstens bis zur Schaffung s o 1 ider Wirtschaftsgrundlagen— Jugendliche im Militaerdienst sein werden. In der israelischen Armee gibt es eine Einheit “Nahal” genannt, eine Pioniersiedlergruppe, die Militaerdienst mit landwirtschaftlicher Arbeiden Schiffe und Traeger der Namen “Zion” und “Israel” bestens. Sie haben eine positive Bilanz aufzuweisen, was heute bei weitem nicht bei jedem Passagierschiff der Fall ist. Um ihre Einnahmen zu erhoehen, verschmachten es die beiden luxurioesen Befahrer des Atlantik keineswegs auf den Zwischenstationen auch Warentransporte aufzunehmen. So werden “Zion” und “Israel” auch nach Einsatz der grossen, im Bau befindlichen “Schalom” (22.000 Tonnen, wird 1963 fertig) weiterhin auf ihrer bisherigen Routezwischen Haifa und New York kursieren. . Einen nicht geringen Beitrag zu den Einnahmen dieser Passagierschiffe, steuern die Jordin nach den Vereinigten Staaten und Kanada bei deren Zahl bei jedem Kurs beit verbindet. Diese Einheit hat schon viel fuer_die Besiedlung des Grenzlahdes getan und bereits 17 Grenzsiedlungen errichtet, von denen 12 inzwischen in regulaere Doerfer umgewandelt werden konnten. Man hofft, dass viele der Jugendlichen, die als Soldaten in diesen Grenzsiedlungen dienen, nach Ablauf üirer Militaerzeit sich an den Ort gebunden fuehlen und den Wunsch haben werden, zu bleiben. Auf der anderen Seite duerften aeltere Menschen, die sonst die Gefahr und die Isolierung des Grenzlefoens scheuen, ehr dazu bereit sein, wenn hie jungen Leute ihnen die Strapazen und Sorgen der Sicherheit abnehmen. Das trifft besonders auf Neueinwanderer zu, die noch nicht ' an die Verhaeltnisse in Israel gewoehnt sind. Der neue Plan sieht d*e Gruendung von 18 derartigen Grenzsiedlungen vor, von denen zwei bereits errichtet worden sind.— die erste im Norden des Tiberiassees und die zweite auf dem historischen Berg Gilboa. selbst noch heute bedeutend ist. Doch troestet sich ZIM damit, dass die Schiffeauch zurueck nach Israel kommen- und auf der Rueckreise juedische Menschen, andere Gaeste wie auch einen huebschen Batzen ins Land bringen. AUSFLUEGE ZUR SEE: DIE GROSSE TOURISTISCHE MODE Ausfluege zur See nach allen Ecken und Enden der ,Weit waren ein weiteres Thema, das auf der ZIM-Konferenz ausfuehrlich behandelt wurde. Wie die Praxis erwies, konnte man bei diesen Rundreisen auch eine beachtliche Anzahl von Touristen zum Besuch unseres Landes veranlassen. (“Canfit”) ZU FAMILIEN - FESTLICHKEITEN KEREN KAJEMETH LEJISRAEL Telegramme Blumen-Abloesungspenden, Baeume. 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