Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXIV (1962)
- Issue
- 7 (Julio 1962)
- Date
- 1962-07-01
- Page
- Seite 24 (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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24 BOLETIN INFORMATIVO Julio 1962 AUS DEM PROTOKOLL... (Schluss von Seite 3) DIE URO TEILT MIT mehr zur Wahl zu schreiten, die einstimmig und durch Akklamation erfolgt. Anschliessend an die Wahl schlaegt Herr Dr. Kiwi vor, dem sich nun neu konstituierenden Vorstand den Wunsch des Repraesentanten-Kollegiums mitzugeben, da^ss die Praesidentsehaft der Gemeinde von Herrn Dr. Hans Reich ausgeuebt werden soll. Der Vorschlag von Herrn Dr. Kiwi wird einstimmig und durch Akklamation angenommen. Die Herren des Direktoriums verlassen daraufhin den Saal, um den Vorstand zu rekonstituieren. Die Sitzung wird fuer 15 Minuten suspendiert. Nach Neueroeffnung der Sitzung gibt Herr Dr. Reich das neue Direktorium der S. C. I. bekannt: Praesident Herr Dr. Hans Reich Vize-Praesident Herr Martin Michel Gen er al - Sekret aer Herr Kurt A. Hofmann Pro.Sekretaer Herr Kurt Loebel Schatzmeister Herr Alfred Berliner 2. Schatzmeister Herr Rodolfo Pincus Beisitzer Herr Heimann Abramczyk Herr Dr. Reich dankt den Herren der Repraesentanz wie auch den Mitgliedern des Direktoriums fuer das ihm gewaehrte Vertrauen und verspricht, im Sinne des verstorbenen Presidenten Dr. Landau weiter zu arbeiten an der Loesung der grossen Aufgaben der Gemeinde. Er erbittet die Mitarbeit der Herren Repraesentanten, denn nur mit ihrer Unterstuetzung, ihrem Rat und ihrer positiven Kritik, kann dies durchgefuehrt werden. Insbesondere bittet er Herrn Alfred Feldmann, Ehrenmitglied der Gemeinde, welcher an der Sitzung teilnimmt, dem neuen Direktorium seinen wertvollen Rat nicht zu versagen. Namens des Repraesentanten-Kollegiums antwortet Herr Dr. Kiwi und drueckt dem neuen Direktorium der Gemeinde die besten Wuen. sche der Repraesentanz aus, zusammen mit dem Ver_ sprec hen unermuedlicher Mitarbeit zum Wohle unserer Gemeinschaft. Wahl der Leitung der Repraesentanz Da durch den Ruecktritt der Herren Michel und Pincus die Posten des Vorsitzenden und Sekretaers der Repraesentanz freigeworden sind, schreitet das Reprae. sentanten-Kollegium nunmehr zur Wahl zweier neuer Mitglieder und zur Neubesetzung der Posten, die wie folgt verteilt werden, nachdem die Herren Leiser und Simonsohn auf Antrag von Herrn Dr. Friedmann einstimmig gewaehlt worden sind: Vorsitzender, Herr Dr. Benno Kiwi; Stellvertretender Vorsitzender. Herr Federico Leiser; Sekretaer, Herr Heinz Gruenbaum; Pro - Sekretaer, Herr Werner Simonsohn. Berichte der Kommissionen Namens der Kultuskommission berichtet Herr Abramczyk. Am folgenden Freitag wird wiederum ein Jugendgottesdienst abgehalten werden. Ebenso wird fuer Juli ein Oneg Schabbat fuer Jugendliche itfi Post-Barmizwaalter durchgefuehrt werden. Weiterhin sind fuer Juli und August zwei Lehrvortraege geplant. Herr Hofmann informiert das Repraesentanten-Koliegium ueber die Arbeit des Comité Representativo, wobei er erwaehnt, dass am 3. Juli die Generalversammlung dieser Institution stattfindet, wobei die B’ne Jisroel durch 10 Delegierte vertreten ist.' D i e Repraesentanz ermaechtigt den Vorstand, diese Delegierten zu ernennen. Herr Simonsohn berichtet ueber die Arbeit der Jugendkommission. Er hebt besonders hervor, dass die “Degania” sich ausserordentlich positiv entwickelt und auch “Barcai” in eine neue Phase seines Aufbaus eingetreten ist, mit der Schaffung von Gruppen juengerer Kinder. Herr Dr. Reich gibt seiner Freude ueber die Informationen von Herrn Simonsohn Ausdruck, die letzthin aufgekommene, einander widersprechende Geruechte entkraeften. Herr Dr. Kiwi teilt hierzu mit, dass er am 3. Seder des “Barcai” teilnahm, der ausgezeichnet verlief und dass kuerzlich in seinem Haus in Melocotón eine Gruppe weilte, die einen sehr guten Eindruck machte. Herr Leiser betont, dass trotz all dieser positiven Informationen noch sehr viel geleistet werden muss, um aus den Jugendorganisationen das zu machen, was die Gemeinde erhofft. Herr Rabb. Loewenstein der sich im Saal befindet, betont die Schwierigkeiten, die sich einer intensiven Jugendarbeit in den Weg stellen. Herr Berliner gibt der Meinung Ausdruck, dass die Gemeinde-sich zu sehr auf Barcai und Degania konzentriere und andere Jugendbewegungen, die mindestens so unterstuetzungswuerdig seien, nicht genuegend beachte. Er betont, dass es —seiner Auffassung nach— nur einer chaluzischen Bewegung gelingen kann, wirklich dauerhafte, positive Arbeit zu leisten. An der daran anschliessenden Debatte nehmen die Herren Dr. Reich, Kiwi, Loewenstein, Simonsohn, Leiser und Berliner teil. Wahl des Magbit-Leiters Auf Vorschlag von Herrn Ebstein wird Herr Dr. Reich einstimmig zum Leiter der Magbit 5722 gewaehlt. Herr Dr. Reich dankt den Herren der Repraesentanz und richtet einen Aufruf an die Anwesenden, ihm bei der schnellen Abwicklung dieser Kampagne behilflich zu sein. Er weist nachdruecklichst darauf hin, dass er dieses Amt nur fuer die laufende Magbit annehme, da es ihm aus verschiedenen Gruend°n nicht moeglich sein wird, diesen Posten auch weiterhin auszufuellen. Besonders dankt er Herrn Berliner, der sich bereit erklaert hat, den Posten des Schatzmeister der Magbit zu uebernehmen. Verschiedenes Zu “Verschiedenes” nimmt Herr Ebstein das Wort, um I. ANSPRUECHE NACH DEM OESTERREICHISCHEN ABGELTUNGSFONDS Fuer diejenigen Verfolgten, die frueher in Oesterreich gelebt und. dort Vermoegensschaeden erlitten haben, ergeben sich nach dem letzten oesterreichischen Entschaedigungs-Gesetz gewisse bes c hraenkte Anspruchsmoeglichkeiten, die wir im nachstehenden den Interessenten zur Kenntnis bringen. Es wurde in Wien (II. Be zirk, Taborstrasse 2-61 ein .Fonds zur Abgeltung von Vermoegensverlusten p o 1 itisch Verfolgter gegruendet, der Zuwendungen fuer folgende Kategorien von konliszierten Fermoegensschaften, gesetzlichen Rechten und Interessen gewaehrt: a) Guthaben auf Bankkonten; b) Wertpapiere; c) Bargeld (hierbei wird schriftlicnes Beweismaterial aus der Zeit der Konfiskation gefordert); d) Hypothekarforderungen» und e) Zahlung von Reichsfluchtsteuer und Juden-Verrnoegensabgabe. Antraege koennen nur physische Personen stellen, die zwischen dem 13. Maerz 1938 und dem 8. Mai 1945 wegen ihrer rassischen Abstammung oder der Religion des Eigentuemers oder im Zuge nationalsqzialistischer Verfolgungen durch gewalt same Massnahmen oder K o n f i skation geschaedigt woiden sind. Die Antraege koennen auch von den Ehegatten, den Kindern und Eitern der Geschaedigten gestellt werden, wenn diese nicht mehr am Leben sind. Der Besitz der oesterreichischen Staatsbürgerschaft ist zur Antragstellung nicht erforderlich. Der Schadensbetrag in ehemaligen Reichsmark wird bei Umrechnung auf oesterr. Schilling auf 35% herabgesetzt. Personen im Alter von ueber 70. Jahren koennen vor Erledigung ihres Antrages Vorauszahlung erhalten. Die Anmeldungen muessen bis spaetestens 3. August 1962 in Wien einlangen. Anmeldungsformulare sind in der Oesterreichischen Botschaft und in der URO (Présidente Rios N.o 26, oficina 12, Sprechstunden von 3 bis 5 Uhr) erhaeltlich, wo auch Rechtsberatung und Auskunft erteilt wird. II. DIE XII. NOVELLE ZUM OESTERREICHISCHEN OPFERFUERSORGE GESETZ enthaelt wichtige Neuerungen, die fuer gewisse Kreue von Geschaedigten aus Oesterreich Anwendung finden koennen: 1) Die Haftentschaedigung wurde auf 860 Schilling pro Haftmonat erhoeht. Ansprache koennen jedoch nur soiueber diverse Misstaende auf dem Friedhof in Conchali zu sprechen, woran sich eine lebhafte Debatte anschliesst. Herr Rabbiner Loewenstein gibt der Hoffnung Ausdruck, dass dem neuen Presidenten und Direktorium ein langes und segensreiches Wirken beschieden sein moege. ehe Geschaedigte stellen, die im Jahre 1955 oder 1960 ein Nettoeinkommen von nicht mehr als 72.000 Schilling gehabt haben. 2) Entschaedigung fuer Internierung in England, Frankreich, Russland, Italien, Japan, Rumaenien Slovakei und Ungarn; 3) Entschaedigung fuer Leben im Verborgenen und fuer Sterntraeger; 4) Einkommensschaeden: Es wird eine Pauschalsumme von 10.000 Schilling unter gewissen Bedingungen gewaehrt jedoch nur dann, wenn der Antragsteller heute noch die oesterr. Staatsbürgerschaft besitzt; 5) Aus blidungsschaeden: Hierfür ist eine Pauschalsumme von 6.000 Schilling vorgesehen, auf die jedoch ebenfalls nur heutige oesterr. Staatsbürger Anspruch haben. Alle diese Ansprueche sind nicht vererblich. Die Antraege sind bei der Oesterreichischen Botschaft oder beim Amt der wiener Landesregierung einz ureichen. UNITED RESTITUTION ORGANIZATION (URO) Santiago GOLDEN AGE TOUR "THEODOR HERZL'S" NAECHSTE SUEDAMERIKA — REISE Der Entschluss der Zim—Linie ihren modernen Ueberseedampfer “Theodor Herzl” neuerlich auf zwei Sonderfahrten nach Suedamerika zu senden, hat nicht nur unter dem Reisepublikum sondern begreiflicherweise in allen juedischen Kreisen in Brasilien, Uruguay, Argentinien und Chile ein ausserordentliches Interesse hervorgerufen. Die Begeisterung, mit der dieses schmucke isräelische Schiff im Maerz dieses Jahres begruesst wurde, als es begleitet vom traditionellen Heulen der Sirenen aller verankerten Schiffe zum ersten Male die Haefen von Rio de Janeiro, Montevideo und Buenos Aires anlief, rechtfertigt sich neuerdings, denn diese wiederholten Sonderreisen bedeuten moeglicherweise die Einrichtung in der nahen Zukunft einer regelmaessigen israelischen Passagierlinie zwischen Israel und Suedamerika. Die erste der beiden neuerlichen Sonderreisen sieht die Abreise von Haifa fuer den 25. November 1962 und die Ankunft in Buenos Aires fuer den 16. Dezember 1962 vor, von wo die Rueckreise nach Israel am 17. Dezember angetreten wird. Die zweite Reise macht der “Theodor Herzl” am 7. Februar 1963 ab Haifa, und am 28. Februar 1963 ab Buenos Aires. Auf beiden Reisen werden die Haefen von Neapel, Mari seille, Barcelona, Las Palmas, Rio de Janeiro, Santos I und Montevideo angelaufen. Die Zim—Linie bietet auf diesen Reisen die besondere Attraktion, den Passagieren ohne Aufschlag das Unterbrechen der Reise in europaeischen Haefen. sowohl auf der Hin— als auch auf der Rueckreise, zu gestatten und die Weiterfahrt auf jedem anderen Schiffe der Zim—-Linie zu ermoeglichen. Natuerlich sind auch wieder die Moeglichkeiten der kombinierten Reisen mit anderen Linien, auch Flug—Linien gegeben. , Um alle diese Moeglichkeiten den weitesten Kr ei sen zugaenglich zu machen, auch denen die befuerchten, das die Umstaendlichkeit einer ausgedehnten Reise zu grosse Anforderungen an ihr reiferes Alter stellen koennte, hat die Vertretung der Zim—Linie in Chile ein besonderes Programm unter dem Titel “Golden Age Tour” vorbereitet. Dieses Sonderprogramm, unter Beruecksichtigung einer besonderen Bequemlichkeit' in seiner Durchfuehrung, sieht die Abreise mit Flugzeug von Santiago nach Tel Aviv fuer den 21. September 1962 vor. Nach einem 15 taeglgen Aufenthalt in Israel, welcher mit den Hohen Feiertagen zusammenfaellt, geht es mit dem Zim— Schiff “Moledet” von Haifa nach Neapel und von dort im luxurioeseH Pullman Bus durch Italien, Schweiz und Frankreich. Eintaegiger Aufenthalt in Lugano ist vorgesehen. Mit fortschreitendem Herbste geht es wieder nach Sueden und nach einem Aufenthalt von 6 Tagen in Nizza geht es schliesslich entlang der Riviera nach Marseille, von wo die Rueckfahrt mit dem “Theodor Herzl” nach Buenos Aires angetreten wird, um schliesslich am 17. Dezember wieder in Santiago einzutreffen. Die Agentur der Zim—Linie in Santiago ist gerne bereit jedwede besondere Wuensche der Teilnehmer an dieser Sonderfahrt in Betracht zu ziehen und jede Art von Auskuenften zu erteilen. ANZEIGEN ANNAHME fuer das BOLETIN INFORMATIVO Nueva York 52 of. 412 Tel. 87765