Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXIV (1962)
- Issue
- 6 (Junio, 1962)
- Date
- 1962-06-01
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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10 BOLETIN INFORMATIVO Junio 1962 “Kein Morgen war ihm zu frueh, kein Abend zu spaet...” [FORTSETZUNG VON SEITE 13 Gebiet unserer Gemeinde gab es, das er sich nicht selbst zur Aufgabe gestellt haette. Mit seinem unvergleichlichen Elan hat er jahrelang die Magbit geleitet, kein Morgen war ihm zu fueh, kein Abend zu spaet, wenn es galt juedische Menschen von der Bodeutung dieses grossen Werkes zu ueberzeugen. Seine Hingabe riss seine Mitarbeiter der Magbit-Kommission mit, sodass jeder sein Bestes gab und dadurch unsere Magbiot stets zu den erfolgreichsten des chilenischen Jischuw gehoerten. Dem Keren Kajemeth gehoerte seine besondere Liebe, immer wieder suchte er neue Wege, um dieses so wichtige Werk zu foerdern, und wie stolz war er, dass unsere Gemeinde mit ihren Leistungen fuer den Keren Kajemeth immer an fuehrender Stelle lag. In gleicher Weise galt seine besondere Fuersorge unserer Jugend. Ihm war klar, dass unsere Gemeinde und unser gesamter Jischuw nur dann weiterbestehen kann, wenn eine Generation junger stolzer Juden aufwaechst, die ebenso begeisterungsfaehig ist, den gleichen Idealismus besitzt und bereit ist, fuer unsere Religion und unser Volk zu kaempfen. Ihm ist es zu verdanken, dass un. sere Gemeinde fuer unsere Jugend das Jugendheim auf der Strasse Santa Isabel mietete und ausgestaltete, das er mit berechtigtem Stolz und grosser Freude vor einigen Monaten eroeffnete und unserer Jugend zur Benuetzung uebergab. Siegfried Landau als ge. maessigt Konservativer war der gegebene Mann fuer den Ausbau unserer Einheitsgemeinde in religioeser Hinsicht. Gerade auf Grund seines grossen juedischen Wissens und seiner tiefen inneren Froemmigkeit war es ihm klar, dass man sich der heutigen Zeit mehr anpassen muesse, ohne dabei in ueber - stuerzte Reformen zu verfallen. Jahrelang setzte er sich fuer die Einrichtung besonderer Gottesdienste fuer unsere Jugend an den Hohen Feiertagen ein, die inzwischen ein Ruhmesblatt fuer unsere Gemeinde geworden sind. Auf seine Anregung hin wird bei diesen und den reg e 1 m aessigen monatlichen Jugendgottesdiensten, an denen er immer teilnahm, ein Teil der Gebete in der Landessprache gesprochen und so der Jugend leichter verstaendlich gemacht. Es ist selbstverstaendlich, dass ein Mann, der in zielbewusster Arbeit fuer uhsere Gemeinde so aufging wie un. ser dahingesc hiedener Freund, auch Kritiker hatte. Es spricht fuer die menschliche Groesse dieses Mannes, dass er es gern hatte, wenn Kritik geuebt wurde, da jede positive Kritik fuer ihn immer neue Anregungen brach, te. Dr. Landaus hervorstechendste, uns allen beispielg e b e nde, Charaktereigenschaft war seine Toleranz. Toleranz kennzeichnet den Humanisten und den Philosophen. Sie ist eine soziale Tugend. Nur mit Toleranz koenneri Gemeinschaften ihrem Ziele naeher kommen. J e g 1 iche Allgemeinbildung und Herzensbildung ist unvollkommen ohne Toleranz. Siegfried Landau besass Toleranz und er lebte nach ihr. Bei jeder Sitzung unseres Direktoriums, bei jeder Entscheidung war sie erkenbar. Er urteilte lediglich, verurteilte niemals. Immer versuchte er, zu verstehen, zu verzeihen und zu bessern. Jede andere Meinung wurde von ihm toleriert und er scheute sich nicht, einen Irrtum zuzugeben. Ich kann mich nicht erinnern in den Jahren gemeinsamer Arbeit jemals einer formellen Abstimmung in einer Sitzung unseres Direktoriums beigewohnt zu haben. Nach den oftmals sehr verschiedenen Auffassungen herrschte zum Schluss durch die ausgleichende und kluge Art Siegfried Landaus immer Einigkeit in unserem Kreise,* Wir, seine engen Mitarbeiter, verlieren besonders viel, er war einem jeden von uns der beste Freund und der-beste Ratgeber. Die Anerkennung fuer ihn und seine Arbeit war allgemein und so wurde er als kleines Zeichen des Dankes seiner Gemeinde in $er Generalversammlung vom 29. April nach Erstattung seines Geschaeftsberichtes spontan zum Ehrenmitglied ernannt. Aufs tiefste bewegt und gemehrt dankte er fuer diese Ehrung, die ihn, wie er mir noch am Tage darauf versicherte, ganz besonders erfreut hat. Wer haette ahnen koennen, dass dies das letzte Mal war, dass er zu uns allen sprechen und die unerforschliche Vorsehung ihm die Fuehrung der Gemeinde sobald entreisen wuerde? Am Abend des 7. Mai vera b s c h i edete er sich von mir, nachdem wir gemeinsam Plaene fuer die verschiedenen Feiern anlaess. lich des Jom Haazmaut gemacht hatten. Wenige Stunden spaeter erfuhr ich die Nachricht von dem furchtbaren Schicksalschlag, der uns alle getroffen. Wir muessen uns fuegen, wir duerfen nicht murren, wir werden immer um ihn trauern und ihn nie vergessen. Das Direktorium unserer Gemeinde hat beschlossen, zur ewigen Erinnerung an unseren grossen Praesidenten auf den Huegeln Israels, dem Land, dem seine ganze Liebe galt und fuer das er so viel getan hat, einen Siegfried Landau-Wald zu pflanzen. Wir, seine Mitarbeiter, die sein Denken kennen, sind ueberzeugt, dass dies die einzige Ehrung im Sinne dieser beispiellosen Persoenlichkeit ist. Wir wissen, dass die Mitglieder unserer Gemeinde auf unseren Aufruf wie ein Mann antworten werden: “Hineni”, —hier bin ich—, und helfen werden, dass dieser Wald so gross wird, wie dies der Bedeutung Siegfried Landaus entspricht. V/ir glauben bestimmt, dass darueber hinaus der gesamte chilenische Jischuw an dieser Aufgabe wird teil haben wollen! Aber damit ist nicht genug getan. Sein Werk muss fortgefuehrt werden. Die Arbeit muss weiter gehen, auch wenn Siegfried Landau nicht mehr mitarbeiten kann, und deshalb wiederhole ich hier an dieser heiligen Staette namens des Direktoriums und des Repraesentantenkollegiums unserer Gemeinde jenes Ge. difícil de emular que él dejó en esta casa. Mas, tengo la seguridad de que, inspirados en su vida, han de ser consecuentes en la acción. Ha dicho alguien, que la muerte angustia la vida del hombre, porque todos sabe* mos que la muerte ha de poner término a nuestro paso transitorio por la vida. Sabemos, que la muerte ha de poner término a nuestras pasiones, a nuestros anhelos y a nuestras inquietudes. Eá digno del hombre superior, que es dueño de su muerte y el doctor Landau, como ninguno, fue dueño de su muerte. Cuando él recibió los anuncios que hacían presagiar su próximo fin, un hombre egoísta se habría retirado tranquilamente a su casa a cuidar de su salud. Pero este hombre de gran corazón fue dueño de su muerte y así como los héroes van al campo de batalla a entregar su existencia, Landau también entregó su existencia al servicio de la lucha, del pueblo judío. He dicho que la muerte angustia la vida del hombre y es por eso, que el hombre trata en cierta manera de perpetuarse, trata de luchar contra la muerte, dando a su vida la inmortalidad. Algunos intentan perpetuar su vida por obras de loebnis, das ich bereits an seiner Bahre ausgesprochen habe: Wir wollen uns wuerdig zeigen unseres grossen Vorbildes, weiter arbeiten an der Erhaltung des Erbes, das er uns hinterlassen hat, in der Weise,, wie er es uns gelehrt und vor gelebt hat, damit das Ansehen der B’ne Jisroel, das Siegfried Landau ihr innerhalb unseres Jischuws und weit ueber die Grenzen Chiles hinaus geschaffen hat, unvermindert erhalten bleibe fuer alle Zeiten. orden material, otros consiguen perpetuarla por medio de una familia, que el doctor Landau no tuvo la dicha de tener. Algunos lo intentan por medio de un monumento; pero los que logran la inmortalidad a través de todos los tiempos, son aquellos que hacen de sus vidas un canto a la solidaridad social. Son aquellos que entregan todos sus afanes y sus desvelos a servir a la colectividad. En este sentido, el doctor Landau se ha gando la inmortalidad no sólo en el seno del sector de los judíos de habla alemana ,sino en toda 1 ai colectividad judía de Chile, porque ñor su acción ha sabido mejor que nadie, cimentar la unidad del judaismo de Chile. Su vida, su buen consejo, nos guiarán en los tiempos por venir a través de las dificultades que, muchas veces, los hombres que acuden a la ingrata labor de dirigir las labores colectivas deben afrontar y en estos momentos —yo creo— muchos de nosotros pensaremos .. . : “¿qué diríael doctor Landau?”, “qué haría el doctor Landau?” y irecordando su ejemplo, que fue todo servicio y dedicación, reencontraremos siempre el buen camino. ¡Salid a vivir... (Continuación de la Pág. 3) CONDOLENCIAS RECIBIDAS COMUNIDAD ISRAELITA DE VALPARAISO: j Valparaíso, 16 de mayo de 1962 ] Señores! i Directorio de la Sociedad Cultural Israelita "B'ne lisroel" Santiago. De nuestra consideración: Con gran sentimiento, ante la irreparable pérdida que significa el fallecimiento del que fuera vuestro destacado presidente, Dr. Siegfried Landau (z. 1.), expresamos al honorable directorio de vuestra Institución, nuestros más sinceras condolencias, las que rogamos trasmitir a su distinguida esposa, señora Grete de Landau. Reiterando nuestros profundos sentimientos, nos despedimos de usted con un cordial Schalom, Pedro Macarie Kurt Reichmanr- Prosecretario Vicepresidente j Die nach Redaktionsschluss eingegangenen Kondolenzschreiben | werden in der Juli-Ausgabe veroeffentlicht werden. Die Redaktion. CENTRO SIONISTA, DR. EPSTEIN, Concepción, den 12. Mai 1962 Titl. Sociedad Cultural Israelita "B'ne Jisroel" Santiago. Sehr geehrte Herren: Es ist uns ein tiefgefuehltes Beduerfnis, Ihnen aus Anlass des ploetzlichen Ablebens Ihres Praesidenten Herrn. Siegfried Landau S. L. unser herzliches Beileid auszusprechen. Ueber den Rahmen Ihrer Institution hinaus hat der Verstorbene sich dank seiner ueberragenden menschlichen Qualitaeten, seiner Einfuehlungsgabe, seiner unermuedlichen Arbeitskraft, die er in den Dienst der juedischen Allgemeinheit gestellt hat, die Wertschaetzung aller juedischen K*eise und Institutionen, auch der unsrigen, erworben. Um so mehr beklagen wir alle den Verlust dieses wertvollen Menschen und Fuehrers. Seien auch Sie unserer Teilnahme gewiss.