Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXIV (1962)
- Issue
- 5 (Mayo, 1962)
- Date
- 1962-05-01
- Page
- Seite 12 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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12 BOLETIN INFORMATIVO Mayo 1962 ISRAELS LANDWIRTSCHAFTLICHER EXPORT (Fortsetzung von Seite 11) GARANTIE FUER BLAUEN HIMMEL Eilat — Israels Tor nach Afrika — Badesaison im Winter lung von Eau-de-Cologne, und Schalen, sowohl in getrockneter wie in kandierter Form. Die Umsaetze von Schalen sind noch sehr ausbaufaehig. Die Nachfrage nach Zitronat (gezuckerten Ethrogschalen) ist in den letzten Jahren v/eit grösser als das Angebot. Unsere Konservenindustrie verarbeitet bekanntlich nicht nur Zitrusfrüchte, sondern auch anderes Obst und Gemüse. Im Export hatten wir bisher nur mit Gurken, Oliven und Tomatensaft grössere Umsaetze erzielen können. Mit Früchten in Syrup kommen wir in Bezug auf die Preise nicht mit Australien und Südafrika mit. Tomatenmark, ein riesiger Verbrauchsartikel in der ganzen Welt, kommt billiger aus Italien und Ungarn. Solange das Preisproblem nicht gelöst wird, haben wir keine Aussicht, auch bei guten Qualitaeten in dieses grosse Geschaeft einzudringen. Etwas anders ist die Situation bei zwei anderen Artikeln, in denen wir auch teurer sind als unsere Konkurrenten aus den anderen Laendern des Mittelmeergebiets: Olivenöl und Wein. Bei beiden gibt es eine jüdische Kundschaft in der Welt, die bereit ist, höhere Preise zu bezahlen, weil das Produkt aus Israel kommt und vor allem zu den Feiertagen verwandt wird. Solange wir uns bei unseren Verkaufsbemühungen auf diese Sympathien stützen, werden wir nicht auf Millionenumsaetze kommen. Merkwürdigerweise s p i e lt das Gefühlsargument bei einem anderen Artikel, der ausschliesslich von Juden und zum Feiertag gebraucht wird, nur eine geringe Rolle, naemlich bei Mazzot. Der Grund liegt wahrscheinlich darin, dass es überall, wo grössere jüdische Gemeinschaften bestehen, lokale Mazzotfabriken gibt. Trotz Propaganda seit ens unserer religiösen Autoritaeten und Appellen an die Juden der ganzen Welt wurden 1961 nur 187 to Mazzot und Mazzotmehl im Werte von 65.000 Dollar exportiert, 20,000 Dollar weniger als 1960. Es ist eigentlich paradox, dass demgegenüber die Ausfuhr von Teigwaren wie Makkaroni eine steigende Tendez zeigt. Biskuits jedoch, von deren Export man sich eine Zeit lang viel versprochen hatte, haben sich bisher nicht im Ausland durchsetzen können. Sehr unbefriedigend ist auch die Ausfuhr von Marmeladen. Gewiss ist der Anteil der Frucht nur ein Faktor neben dem Preis von Zukker und Glas. Man haette aber doch annehmen können, dass im Schatten der Popularitaet der Jaffa-Orange auch Orangenmarmelade aus Israel einen Markt erobern könnte, der heute von Fabriken in Europa beherrscht wird, die niemals so frische Früchte verarbeiten können wie unsere eigene Industrie. Hier wie bei Wein, Olivenöl, Konserven gibt es noch ein weites Arbeitsfeld für eine Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft, Industrie und, solange wir unser heutiges Exportsystem haben, dem Finanzministerium, das die notwendigen Praemien auf diesem Gebiet so einsetzen müsste wie bei Textilien. Unsere Uebersicht waere gewiss nicht vollstaendig, wenn wir nicht zum Schluss unter den industriell verarbeiteten Produkten unserer L a n d w irtschaft Baumwollgarne und daraus hergestellte Stoffe und Kleidung erwaehnen würden. Auch hier handelt es sich um viele Millionen Dollars, doch besteht keine Möglichkeit, unsere Statistik so weit aufzugliedern, dass wir den Anteil unserer eigenen Baumwolle genau feststellen können. Darüber, dass er staendig steigt, kann kein Zweifel bestehen. <“M. B.”) SCHAFZUCHT — EIN BLUEHENDER WIRTSCHAFTSZWEIG v'V * Wird es in Eilat wohl schönes Wetter sein? Ich frage im Flugzeug meine Sitznachbarin Aviva, als wir nach dem Start in Tel Aviv über die roten Gebirge des Negev fliegen, “Ja, ganz sicher“ lautet die praezise Antwort Hier wie auch an unserem Zielort Eilat kann Sonne garantiert werden, und zwar zu jeder Jahreszeit — sie scheint waehrend elfeinhalb Monaten pro Jahr, und regnen tut’s nur waehrend etwa drei Tagen insgesamt 12 Millimeter (in Tel Aviv dagegen sind’s 600 Millimeter). Da bedarf es keiner Schönwetterversicherung. Der liebe öott hat am Roten Meer Sonne und blauen Himmel selbst garantiert. Und tatsaechlich: Das zweimotorige “Arkia”-Flugzpug setzt uns nach einer Stunde mitten im Sommer ab, obwohl nach dem Kalender der nördlichen Erdhalbkugel Winter herrscht. Aber Eilat ist eine Stadt des ewigen Sommers. Im “Winter” ist hier die eigentliche Badesaison. Noch stehen erst zweihundert Zimmer für die Hotelgaeste zur Verfügung; in zwei Jahren werden es fünfhundert sein. Jetzt kommen im Winter vor allem Israelis aus dem Norden des Landes sowie einige Diplomaten, die ihre Ruhe haben wollen. Noch haben die Europaeer dieses Gegenstück'zu den Kanarischen Inseln nicht entdeckt. DIE WACHSENDE STADT 1949 bestand Eilat am Roten Meer aus wenigen Hoizbaracken gegenüber dem jordanischen Fischerstaedtchen Acaba, das durch die englische Marine aus dem Schlaf gerüttelt worden war. Bis 1957 dauerte dann noch die Blockade durch Aegypten; seither ist dieser Arm des Roten Meeres ein durch die UNO offengehaltenes Gewaesser wo vier Staaten — Aegypten, Saudi - Arabien, Jordanien und Israel — am .gleichen Zipfel zusammenstossen. Doch hat es gerade hier niemals Grenzzwischenfaelle gegeben. Man lebt in strenger und friedlicher Isolierung: Drüben ein Hafen mit bedeutenden Raffinerien, Jordaniens einziger Meeresanschluss, hier eine wachsende Stadt, Israels Tor nach Afrika und in den Fernen Osten — lebenswichtig vor allem, weil für Israel ja der Suez-Kanal gesperrt ist. EIN FERIENPARADIES Die Bauweise hat man von den Beduinen gelernt. So wie sich diese Wüstenbewohner mit Tüchern vor der Hitze schützen, wurden schwere Haeuser mit kleinen Fenstern gebaut, damit der sengende Wind nicht eindringen kann. Im Sommer ist es nicht selten 50 Grad Celsius, doch so trocken, dass es dennoch leichter auszuhalten ist ais im feuchten Mittelmeergebiet. Dazu die aerztliche Verordnung, an jedem Tag 10 Liter 'zu trinken, die man in Art von Dauer-Sauna mühelos, wieder los wird. Die Maenner arbeiten in den Kupferminen unweit der Stadt, am selben7 Ort, wo einst König Salomom seine Kupferminen hielt, oder im Hafen. Eilat ist eine aufstrebende Stadt. Die Schule beispielsweise ist mit einer Lehrerin und einem einzigen Kind eröffner worden; jetzt gibt es bereits ein Gymnasium für die 7000 Einwohner. In sieben Jahren soll Eilat eine Stadt von 50.000 Einwohnern sein. Zwei Planziele stehen im Mittelpunkt der staatlichen Bemühungen. Eilat soll ein Umschlagsplatz für Afrika und den Fernen Osten werden und zugleich ein internationalles 'Ferienparadies. Das ist nicht so leicht, weil der Raum begrenzt ist. Nur wenige Kilometer Küste stehen zur Verfügung. Wie man mir im israelischen Entwicklungsministerium - so heisst das Ministerium für die eigene Entwicklung, waehrend Entwicklungshilfe für fremde Völker dem Aussenministerium eingegliedert ist — gesagt hat, soll diese kurze Küste durch künstliche Lagunen verlaengert werden, die Naturküste aber unveraendert bleiben, soweit nicht der Hafendamm einen technischen Einbruch erfordert. Einen Flughafen baut man zwölf Kilometer nördlich — zu nah für moderne Maschinen, aber geeignet für Propellerflugzeuge. Just Ende 1961 lag das erste Personenschiff der “ZIM”, der israelischen Reiseorganisation, in Eilat vor Anker. Man kann da nach Daressalam oder sogar bis Südafrika fahren. “Drei Wochen Afrika” unter Umgehung des Suezkanals, so lautet die Parole des “Safari-Tourismus” von Israel aus. Der stellvertretende Leiter der Abteilung für internationale Zusammenarbeit im israelischen Aussenministerium, Y. Ben-Yaacov, nannte die ostafrikanischen Staaten das “natürliche Hinterland” für Israel. Sie liefern Rohstoffe und Lebensmittel, waehrend Israel sogenannte “Halbfertigfabrikate” exportiert aber auch Mineralien und Kunstdünger. Bereits seit einem Jahr steht das moderne, ja mondaene Strandhotel am Ende des Roten Meeres, Klimaanlagen, Schweizer Köche, auch schon amerikanische Gaeste, davor das klare Wasser, das sich abends zu einem zauberhaften Rot im Widerschein' der jordanischen Berge verfaerbt. Ein Fernschreiber tickt in der Hotelhalle — sonst Stille, nur selten von einem tuckernden Fischer - boöt unterbrochen. Man sucht am Strand weiter südlich Korallen, sieht fliegende Fische, hat etwas Angst vor den im Marinemuseum ausgestellten bewaffnet e n Schwertfischen, liegt in der ewigen Sonne. Im Februar zwischen 25 und 30 Grad, aber kühl in den Naechten Noch ist Eilat ein Ferienparadies - vielleich gerade deshalb, weil dieser Ort international noch nicht entdeckt worden ist. Hoffentlich verschleudert man da das Kapital der Stille nicht so leichtfertig wie andernorts... “Wir haben eine Tafel für die Zukunft bereitgestellt”, sagt mir der optimistische Touristenführer, “für jene Zeit, wo Reisende aus Europa hier vor ihren Afrikatouren Station machen. Wissen Sie, wie der Text heisst?” Ich versuche vergeblich, die fremde Schrift zu deuten. Der Text heisst: “Vergessen Sie nicht, auch Israel anzusehen!” M. B. K. (“Die Zeit”). YESO ROMERAL TABIQUE PROMONTA Progreso y Economía para las Construcciones Dístríb.: SODIMAC — S.A.C. SAAVEDRA BENARD MAURICIO HOCHSCHILD Y CIA. LTDA.