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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1962-05-01 · 5 (Mayo, 1962) · p. Seite 11

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXIV (1962)
Issue
5 (Mayo, 1962)
Date
1962-05-01
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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Mayo 1962 BOLETIN INFORMATIVO 11 ISRAELS LANDWIRTSCHAFTLICHER EXPORT Vor dem Zweiten Weltkrieg waren Orangen und Grapefrüchte der bei weitem wichtigste Ausfuhrartikel Palaestinas, wenn wir von den Produkten der Haifaer Oelraffinerie absehen. Auf industriellem Gebiet waren wir ganz auf Einfuhr angewiesen, und erst der Krieg mit seiner Absperrung des Mittleren Ostens von seinen traditionellen Bezugsquellen führte zu einer schnellen Entwicklung der jüdischen Industrie und der Oeffnung profitabler Maerkte in den arabischen Nachbarlaendern. Die Entwicklung in der Landwirtschaft ging durchaus nicht parallel. Abgesehen von Qualitaetsprodukten, die nur von einem kleinen Teil der staedtischen Bevölkerung aufgenommen wurden, waren die Araber in Palaestina, Transjovdanien und Libanon die Lieferanten von Gemüse, Obst, Getreide und Eiern. In den ersten Jahren nach der Staatsgründung war die jüdische Landwirtschaft nicht imstande, auch nur den minimalsten Bedarf der staendig wachsenden Bevölkerung zu decken, und wir mussten Fleisch und Fisch, Hühner und Eier, Weizen, Milchpulver und Oel aus dem Ausland kaufen. In Gemüse und Obst hatten wir uns mit dem Wenigen zu bescheiden, das unsere eigene Wirtschaft damals liefern konnte. Schneller als man es erwarten konnte, gelang es jedoch, die Produktion in Milch, Eiern, Hühnern, Gemüse, Bananen, Aepfeln so zu steigern, dass sie bereits den Bedarf übersteigt. Damit ist eine der Voraussetzungen gegeben, für die Ueberschüsse Absatz im Ausland zu finden. Nun waere es allerdings naiv anzunehmen, dass man 1 a n d wirtschaftliche Ueberschüsse ohne weiteres exportieren oder auch nur der Konservenindustrie zur Verarbeitung verkaufen könnte. Die Ware muss den Wünschen der Kundschaft entsprechen, und der Preis haengt von Angebot und Nachfrage ab. Sehr leicht kann er so weit heruntergehen, dass er nicht einmal die Transportkosten deckt. Immer mehr Zweige der Landwirtschaft werden “industrialisiert”. Baumwolle in Amerika war vielleicht einer der ersten. Eine moderne Obstplantage hat selbst aeusserlich nur wenig gemeinsam mit den Fruchtbaeumen eines Bauernhofs. Oder nehmen wir die “Eierfabriken”, wie wir sie aus Israel so gut kennen. Die Produktion beginnt mit den elektrisch geheizten Inkubatoren, über die in der Legetaetigkeit in ihren Einzelkaefigen genau beobachteten und registrierten Hühner bis zum Sortieren, Stempeln und Packen der Eier. Groessenabweichungen sind unerwünscht, auf Standardqualitaeten k o m mt es an. Die Eier haben wie andere Waren genau definierten Normen zu entsprechen um exportierbar zu sein, denn der Kunde will vorher wissen, was er bekommt. Das trifft auf alle Gruppen von Agrarprodukten zu, die Israel heute exportiert, die wir anders als die amtliche Statistik wie folgt einteilen: Rohstoffe, Konsumwaren und Halbfabrikate der Landwirtschaft wie der Lebensmittelindustrie. An 1 a n d wirtschaftlichen Rohstoffen und Halbfabrikaten wurden in den ersten sieben Monaten des Jahres 1961 ausgeführt (in 1.000 Dollar) : Gefrorene Eier 1,279 Bruteier 748 Kueken 365 Gaenselebern 111 Federn 42 Hartweizen 457 Saemereien 149 Blumenzwiebeln 84 Baumwolle 481 Baumwollabfaelle (Linters) *46 Rohwolle 80 Ziegenhaare 6 Die meisten Posten dieser Liste erscheinen erst seit wenigen Jahren, und wir dürfen annehmen, dass dieses Gebiet noch sehr ausbaufaehig ist. Es ist mit geringen Ausnahmen ganz im obigen Sinne industrialisiert. Bei den landwirtschaftlichen Fertigwaren erkennen wir eine aehnliche Entwicklung. die natürlich nicht gradlinig aufwaerts führt. Das bekannteste Beispiel ist das M i s s 1 i n gen der anspruchsvollen Plaene, “Moneymaker”- Tomaten in grossem Stil auszufuehren, Vom Januar bis Juli 1960 wurden Tomaten im Werte von 47,000 Dollar exportiert, in der gleichen Periode des laufenden Jahres erreichten wir weniger als ein Drittel. In ganz weitem Abstand steht unser aeltester Exportartikel an der Spitze, doch sind die Ziffern für Zitrusfrüchte bestenfalls stationaer, obwohl wir noch keinen anderen Artikel haben, für den so zielbewusst geworben wird. Allerdings erhaelt die Zitruswirtschaft kleinere Exportpraemien als die anderen Zweige unserer Landwirtschaft. Dass wir hinsichtlich Qüalitaet, Sortierung und Verpackung grosse Fortschritte gemacht haben, ist unbestreitbar. Ein anderes viel diskutiertes Thema ist die Rentabilitaet dieser Exporte, für den Einzelnen wie für die Volkswirtschaft. Die nachstehende Tabelle gibt einen Begriff von der Grössenordnung der verschieden Artikel bei den Exportergebnissen der ersten sieben Monate des Jahres 1961 (in 1.000 Dollar). Zitrusfrüchte 36.700 Erdnüsse 1.207 Bananen 1.209 Avokados 38 Weintrauben 39 Melonen 50 Tomaten 15 Paprika, Auberginen 66 Kartoffeln 30” Zwiebeln, Knoblauch 85 Schnittblumen 22 Eier 5.435 Fische 9 Gefrorene Gaense 165 Vorlaeufig werden unsere Lebensmittel, von kleinen Ausnahmen abgesehen (Afrika, Kanada), nur nach Europa versandt. Mit dem Ausbau der Transportwege und dem Steigen des Lebensniveaus 'in Afrika und Asien werden diese Erdteile bald grössere Kunden werden. Ausser diesen direkten Exporten gibt es noch indirekte, naemlich die Ausfuhr industriell verarbeiteter Produkte unserer Landwirtschaft; auch bei diesen handelt es sich heute schon um Millionenobjekte. Es ist bedauerlich, dass u n s ere amtliche Statistik nicht erkennen laesst, wie weit es sich dabei um Waren handelt, d i e verkaufsfertig für den Verbraucher geliefert werden, und wie weit um solche, die als Halbfabrikate für die auslaendische Industrie dienen. Dazwischen liegen diejenigen Produkte, die in “Bulk” verschifft werden, das heisst zwar fertig, aber die Kleinverpackung wird erst im Ausland vorgenommen. Der weitaus grösste Posten sind Zitrussaefte, sowohl in Faessern wie in kleinen Konservendosen. In den ersten sieben Monaten des Jahres 1961 erzielten wir knapp 2V2 Millionen Dollar in dieser Position Ferner gesüsste Saefte (Squashes) in Flaschen, die seit kurzem nicht nur aus Glas sind, sondern auch aus halbtransparentem plastischem Material hergestellt werden, wodurch Bruch vermieden wird und eine grosse Gewichtsersparnis und damit n i e d r igere Frachten erreicht werden. Saftkonzentrate und Pulpen erbrachten in der gleichen Periode über zwei Millionen Dollar. Grapefrucht- und Orangenscheiben in Zuckersyrup aus Israel behaupten sich erfolgreich auf den europaeischen Maerkten trotz heftiger Konkurrenz aus Südafrika, Westindien, Japan (Mandarinen) und China. Das verstaerkte Angebot aus so vielen Laendern hat eine erfreuliche Nebenwirkung: immer mehr europaeische Hausfrauen gewöhnen sich daran, ihren Familien Zitruskonserven vorzusetzen, die keine weitere Arbeit erfordern als das Oeffnen der Büchsen. Nebenprodukte, die einen weltweiten Export haben, sind Orangenöl, ein wichtiger Bestandteil zur Herstel- (Fortsetzung Seite 12) ALT-NEU LAND MW: wmm mm mm - » V - mm (MM: MM wm mm mm warn |pl mm mm lili Wm mm : MM •mM***«- : J : mm r 'rjttóS Fischerboote vor Ruinen aus historischer Zeit Tel-Aviv die moderne Metropole

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