Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXIV (1962)
- Issue
- 5 (Mayo, 1962)
- Date
- 1962-05-01
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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8 BOLETIN INFORMATIVO Mayo 1962 RUECKBLICK und VORSCHAU (FORTSETZUNG VPN SEITE 7) Auch die Provinz-Gemeinden unterstuetzen wir gern in ihrer Arbeit, soweit es in unseren Kraeften steht und dies von den betreffenden Gemeinden gewuenscht wird. So haben wir ihnen z.B. gelegentlich der Hohen Feiertage Predigten unserer Herren Rabbiner uebersandt und auch unser “Boletín Informativo’’ wird ihnen regelmaessig zugestellt. Auf Grund eines Programms, das im laufenden Jahr durchgefuehrt werden soll, werden Kulturveranstaltungen in den Provinzgemeinden stattfinden, an denen sich als Referenten unsere Herren Rabbiner und geeignete Mitglieder unserer Gemeinde beteiligen werden Besonderer Erwaehnung bedarf unsere aktive Mitarbeit in der Federación Sionista, dem Comité Representativo, dem Vaad Hajinuj und dem Comité de Cooperación Económica, in denen Mitglieder unserer Gemeinde an fuehrender Stelle stehen und der Meinung der S.C.I. den ihrer Wichtigkeit entsprechenden Ausdruck verleihen. Wenn wir von befreundeten Organisationen sprechen, so muss ein besonderes Kapitel der Institution gewidmet werden, die zur Wohltaetigkeitsinstitution “par excellence” geworden ist. Ich meine den “Cisroco”, das ‘‘Wohlfahrtsamt” nicht nur unserer Gemeinde, sondern weit darueber hinaus die vorbildliche juedische Wohlfahrtsorganisation ueberhaupt. Nur wer wie wir Gelegenheit hat, tagtaeglich in engstem Kontakt mit dem “Cisroco” zu stehen, weiss, was dort in aller Stille geleistet wird, kann den Wert dieser Arbeit in ihrem ganzen Umfang ermessen und sie wuerdigen. Dem “Cisroco” und dem Altersheim, meine Freunde, gebuehrt der aufrichtigste Dank aller fuer seine stille und unauffaellige Arbeit im Sinne echtester juedischer Menschenliebe. Die S. C. I. ist Mitglied der “Centra”, des “Consejo Mundial de Sinagogas”, des “Leo Baeck Instituts”, etc. Diese Mitgliedssch a f t e n sind nicht nur nominelle, sondern beinhalten engen Kontakt, Fuehlun g n a h m e und Zusammenarbeit auf internationaler Basis. Dies trifft vor allem auf die “Centra” zu, der Vereinigung der Gemeinden mitteleuropaeischen Ursprungs in Lateinamerika, ueber deren Arbeit ich Ihnen bereits in den Ausfuehrungen ueber das neugegruendete Rabbinerseminar und die Jugendlager berichtete. Sie alle, meine Freunde, werden Gelegenheit haben, die Arbeit der “Centra” aus naechster Naehe kennen zu lernen. Fuer Oktober dieses Jahres ist ein grosser “Centra-Kongress” in Santiago vorgesehen, an dem hervorragende Persoenlichk eiten nicht nur Südamerikas, sondern auch anderer Laender teilnehmen werden. Wir glauben, dass dies ein Kulturereignis sein wird, das jedem Teilnehmer sehr viel geben wird und ich darf schon jetzt der Hoffnung Ausdruck geben, dass recht viele Mitglieder unserer Gemeinde an diesen Veranstaltungen teilnehmen werden. Meine Freunde: Die Arbeit der Gemeinde ist unendlich gross. Sie gehi von der Sorge fuer das Rabbinerseminar ueber die Jugendarbeit, die Verwaltung, Kultur und Sozialarbeit bis zur Betreuung der Kleingemeinden nicht nur unseres Landes, sondern auch Perus und Boliviens, die erst kuerzlich im Auftrag der “Centra” von unserem Herrn Rabbiner Loewenstein besucht wurden, wie Sie ja sicherlich aus unserem Gemeindeblatt ersehen haben. Es geht darum, in der Gegenwart das Vergangene zu erhalten, das von uns geistig Ererbte an die juengeren Generationen weiterzugeben. Wir haben uns konsolidiert, haben unser Haus errichtet, nun aber muessen wir dafuer sorgen, dass dieses Haus nicht leer bleibt, sondern dass es - angefuellt mit juedischem Leben - fuer immer eine wahre Heimstaette unserer Gemeinschaft darstellen moege. DIE VERWALTUNG Abschliesend, meine Freunde, noch einige Worte zur Verwaltung: Grundlage der Verwaltungsarbeit ist das reibungslose Funktionieren der dafuer in unseren Statuten vorgesehenen leitenden Instanzen. Auf der letzten Generalversammlung ist der Wunsch geaeussert worden, das Direktorium solle die Statuten* kommission einberufen, um einen auf dieser Versammlung gemajchtem Vorschlag zu debattieren, das Repraesentanten-Kollegium durch einen erweiterten Vorstand zu ersetzen. Die Statuten-Kommission, zu der die beiden von der Generalversamm 1 u n g vorgeschlagenen Antragstel 1 e r zugezogen wurden, hat in mehreren Sitzungen diesen Vorschlag debattiert, ist aber besonders in Beruecksichtigung der Tatsache, dass die Repraesentanz durch erhoehte Aktivitaet einen grossen Anteil an der Arbeit der Gemeinde genommen hat, zu dem Ergebnis gekommen, dass eine Aenderung des augenblicklichen Zustands nicht angebracht sei und sie daher eine Aenderung der Statuten nicht empfehlen koenne. Meine Freunde: Ich habe Ihnen, soweit dies in grossen Zuegen moeglich ist, ein Bild dessen gegeben, was unsere Gemeinde im Laufe des letzten Geschaeftsjahres getan hat, was unsere Sargen waren und welches unsere Sorgen im naechsten Jahre sein werden. Wir sind uns darueber klar, dass dieses Bild unvollstaendig sein muss, denn die Summe der unendlichen Kleinarbeit kann hier nicht dargestellt werden, sie muss erlebt sein. MAHNUNG UND DANK Die Gemeinde weiss, dass sie auf ihre Mitglieder zaehlen kann. Mit verschwindenden Ausnahmen waren die Maenner und Frauen der S. C. I. zur Stelle, wenn wir sie brauchten. Aber, meine Freunde, muessen wir wirklich immer erst die grossen Anlaesse abwarten um zu einander zu sprechen? Koennte dieser spontane Kontakt, der in den Zeiten groesster Anspannung vorhanden ist, nicht das ganze Jahr hindurch als ein kostbares Gut aufrechterhalten bleiben, uns allen zu Nutzen? Denn bei unserer Antagsarbeit sind wir allein und es hat im vergangenen Jahr kaum einen unter Ihnen gegeben, der etwa zu uns gekommen waere, um sich mit uns ueber allgemeine Fragen zu unterhalten, um zu kritisieren oder um anzuregen. Dieser Mangel an Interesse, meine sehr verehrten Damen und Herren, ist es, der unsere Arbeitskraft manchmal laehmt, der unser Werk in Gefahr bringt, zur Routine zu werden. Mangel an Interesse ist es, wie Sie mir sicher zugeben werden, wenn heute nqch einige hundert unserer Freunde einen ermaessigten Beitrag zahlen Ich rede selbstverstaendlich nicht von denjenigen, die wirtschaftlich nicht in der Lage sind, mehr zu zahlen. Wir wissen aber, dass die meisten der in Frage kommenden Mitglieder sich heute glücklicherweise in geordneten Verhaeltnissen befinden —zum grossen Teil durch Wiedergutmachung— und dass sie trotz dieser Tatsache alle unsere Aufforderungen unbeachtet lassen und weiter Beitraege bezahlen, die hoechstens als Symbol eines Beitrags angesehen werden koennen. Dieses Verhalten ist asozial und darf nicht geduldet werden. Wir 'werden uns daher - und ich bin Ihrer Zustimmung sicher - im kommenden Geschaeftsjahre mit diesen Mitgliedern erneut in Verbindung setzen und darauf bestehen, dass jeder einen seiner wirtschaftlichen Lage entsprechenden Beitrag bezahlt, um sich so in gerechter Weise an den finanziellen Lasten der Gemeinde zu beteiligen. Alle Mitarbeiter der Gemeinde, die Herren Rabbiner, unser Kantor, unsere Beamten, denen ich herzlichst fuer ihre Mitarbeit danke und alle ehrenamtlichen Mitglieder der Verwaltungskoerperschaften, denen ebenfalls mein persoenlicher Dank und der der Gemeinde fuer ihre Mitarbeit ausgedrueckt sei, haben alle den besten Willen bewiesen und dennoch ist zweifelsohne manches versaeumt und manches nicht so gemacht worden, wie Sie es moeglicherweise wuenschten. Daher brauchen wir Ihre positive Kritik und Mitarbeit. Ihre Solidaritaet mit der Gemeinde sollte sich in wahrer Anteilnahme an all dem aeussern, was in diesem Hause vor sich geht. Darum, meine Freunde, lassen Sie mich diesen Bericht mit der Bitte schliessen, uns Ihre Mitarbeit und Hilfe nicht zu verweigern. Denn nur wenn Sie und wir, die von Ihnen gewaehlten verantwortlichen Leiter unserer S.C.I., harmonisch zusammenstehen, kann der Erfolg unserer Arbeit fuer das uns von Ihnen anvertraute Gut als gesichert betrachtet werden. Señorita Oficinista con responsabilidad NECESITA CASA MAYORISTA Presentarse: Huérfanos 979 - Of 327 CITACION Cítase a los socios de la ASOCIACION ISRAELITA DE TECNICOS E INDUSTRIALES {A. T. I.) a Junta General Ordinaria para el DOMINGO 27 DE MAYO 1962, A LAS 9. A. M. en Avda. Portugal 810, Santiago, de acuerdo con lo dispuesto en los estatutos TABLA 1. Memoria del Directorio a) Informe del Presidente b) Informe del Tesorero c) Informe Caja de Prestamos “Leo Winter” d) Informe Caja mortuoria 2. Elecciones a) del Directorio b) de las Comisiones c) de los Revisores de Cuenta 3. Varios. Si a la hora fijada no se reuniere el 20% de los socios, la Junta se efectuará una hora más tarde, a las 10 A. M!, con el número de los socios que asistan. Santiago, Abril 1961 Martín Michel Presidente GENERALVERSAMMLUNG Hiermit lade ich die Mitglieder der ASOCIACION ISRAELITA DE TECNICOS E INDUSTRIALES {A. T. I.) M. zu der am SONNTAG, DEN 27 MAI 1962, 9 UHR A. in Portugal 810 stattfindenden Generalversammlung ein. TAGESORDNUNG 1. Bericht des Praesidenten 2. Kassenbericht 3. Bericht der Darlehenskasse Leo Winter 5. Verschiedenes 6. Neuwahlen Falls zu der angegebenen Zeit nicht mindestens 20% de Mitglieder anwesend sind wird die Generalversammlung eine Stunde spaeter um 10 Uhr mit der dann anwesenden Mitgliederzahl stattfinden Martin Michel Santiago, April 1961 Praesident