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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1962-05-01 · 5 (Mayo, 1962) · p. Seite 4

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXIV (1962)
Issue
5 (Mayo, 1962)
Date
1962-05-01
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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4 BOLETIN INFORMATIVO Mayo 1962 RALVERSAMMLUNG (Schluss von Seite 3) Statistik fuer das Geschaeftsjahr 1961 - 1962 Mitglieder bei Abschluss des Geschaeftsjahres 1.386 Familien Neuaufnahmen 1961-1962 27 Geburten 14 Barmizwoth 42 Eheschliessungen 27 Todesfaelle 69 r Fritz Kortner: "ALLER TAGE ABEND" (Zum 70. Geburtstag des Kuenstlers) GENE geleitet „hat und drueckt ihm den Dank des Direktoriums, der Repraesentanz und der ganzen Gemeinde hierfuer aus. Mit dem Wunsch, dass es Herrn Dr. Landau vergoennt sein moege, noch recht viele Jahre an der Spitze der Gemeinde zu wirken, schliesst Herr Dr. Reich seine Rede, die mit lebhaftestem Beifall von allen Anwesenden aufgenommen wird. Herr Dr. Landau dankt Herrn Dr. Reich und allen seinen direkten und indirekten Mitarbeitern und Helfern. Er hebt hervor, dass, wenn er in seniem Amt etwas Erspriessliches habe leisten koennen, dies nur dank der stetigen begeisterten Mitarbeit und vertrauensvollen Unter stuetzung der Gemeinde und ihrer lei— t e n, d en Körperschaften moeglich war. Herr Dr. Rafael beantragt, Herrn Dr. Landau in Wuerdigung seiner grossen Verdienste um die Gemeinde zum Ehrenmitglied zu ernennen. Herr Ebstein schliesst sich den Worten von Herrn Rafael an und erweitert den Antrag dahingehend, dass die Gene ralversammlung beschlossen moege, Herrn Dr. Landau in das goldene Buch des K. K L. einzutragen. Beide Antraege werden durch Akklamation angenommen . Anschliessend verliest Herr Hof mann folgenden Antrag: “Die Generalversammlung wolle beschlossen: 1) Der Mitgliederbeitrag wird ab 1. April 1962 auf B“ 3.— monatlich erhoeht. 2) Um Zahlung der prozentuellen Erhoehung werden auch diejenigen Mitglieder gebeten, die bisher freiwillig einen hoeheren Bei¬ BUZON LANGOSTAS CON LA MEDALLA “KOSHER” ¿Quién se atreve ofrecer un exquisito plato de carne a un cura el Viernes Santo? Esta reflexión se me vino a la mente, cuando me informaron del almuerzo efectuado el sábado, 15 de abril, en uno de los más lujosos restaurantes de esta ciudad (Valparaíso) con ocasión de la visita del ex Brigadier israelí señor Itzhak Fundak. El plato fuerte consistía en una, seguramente bastante apetitosa langosta, por el elevado valor cobrado, de 20 escudos, por oareja asistente. No pensaron los organizadores, uno de ellos, un destacado miembro del directorio, que ponen en duro aprieto y en un conflicto de conciencia a sus distinguidos huéspedes, que a lo mejor, por pura cortesía, probaron este bocado prohibido. Ni se recordaban tampoco, trag als den jeweiligen Mindestbeitrag gezahlt haben. 3) ¡Begruendete Anttaege auf Ermaessigung oder Erlass der Beitragserhoehung sollen wohlwollende Berueck. sichtigung finden. Der Antrag von Herrn Hofmann wird mit allen Stimmen bis auf eine Stimmenthaltung angenommen. JSu ¡Verschiedenes kommt ein Antrag von Herrn Meyer Berant zur Debatte, wonach die im Etat vorgesehene Subvention der SCI an den Vaad Hajinuj, die schon um 15% gegenueber dem Vorjahr erhoeht ist, um weitere 25% erhoeht werden soll. Nachdem Herr Ebstein dargestellt hat, dass die Finanzkommission alle Subventionsposten eingehend geprueft habe und der Auffassung sei, dass die eingesetzten Positionen das Aeusserste waeren, was die Gemeinde ohne zusaetzliche Erhoehung der Beitraege zu zahlen in der Lage sei, schlaegt Herr Dr. Landau vor, den Antrag dahingehend abzuaendern, dass die Generalversammlung den Vorstand ersuche im Laufe des Geschaeftsjahres dem Vaad Hajinuj und dem Cisroco 'aus everituellen Sondereinnahmen zusaetzliche Subventionen zukommen zu lassen, sollte es die finanzielle Lage der SCI gestatten. del aniversario de la ex Habonim, cuando un honorable rabino, como invitado especial, protestó airadamente y amenazó con retirarse, si no alejaban de la mesa la entrada de langostinas. Que gocen los gourmets en sus casas particulares de todas las delicias, pero en representaciones de la comunidad es indispensable respetar las más elementales reglas de nuestra vida. La austeridad franciscana, que domina en la Medinah, contrasta considerablemente, con las demasias otorgadas a nuestros ilustres visitantes, que por lo general, residen en los mejores hoteles. Siento mucho poner el dedo una vez en la llaga aunque duele. Gran parte de la colectividad ya está cansada de estos consabidos banquetes costosos, como lo demuestra la escasa concurrencia en el acto oficial en la noche del mismo día arriba indicado. En vez de fijar una cuota moderada para un cóctel, que permite la presencia de todos, se exige una suma apreciable, que no beneficia a nadie. Según mi opinión, sería preferible, abonar estos gastos superfluos al K. K. L„ evitando así una ostentación innecesaria, como en los dos casos señalados, que no se celebraron en nuestra sede social. En este sitio tuvo lugar, ocho días más tarde, el tradicional Seder, dirigido por una persona competente, y Herr Rabb. Loewenstein nimmt zu dem Bericht des Presidenten Stellung und bezieht sich besonders aü$ die Probleme der Jugend — und der Kulturarbeit. An der sich daran anschliessenden Debatte nehmen 'die Herren Manfred Klein Edgar Strauss, Dr. Benno Kiwi und Curt Isaac teil. Herr Wolf bezieht sich anf die Gottesdienste an den Hohen Feiertagen und bittet den Vorstand dafuer zu sorgen, dass bei der Durchfuehrung dersel b e n mehr Wuerde und Disziplin gewahrt werden moege. Zu den Worten von Herrn Wolf nehmen cfte Herren Hermann Herz und Werner Simonsohn Stellung. Herr Dr. Landau befasst sich mit den von einzelnen Debattenrednern aufgeworfenen Problemen und dankt den Gemeindemitgliedern, die durch ihr Erscheinen und Teilnahme an der Diskussion Interesse an der Gemeinde bewiesen haben. Nachdem er die Anwesenden noch zu den Festgottesdiensten anlaesslich des Jom Haazmaut und zu einem am 3. Mai im Gemeindehaus stattfindenden Vortrag von Herrn Benno Weiser eingeladen hat, schliesst er die General — Versammlung um 12.30 Uhr. no se dignó en asistir ni un solo representante del directorio. Chacun a su gout, >pero hasta cierto punto. Tratándose de dirigentes, tiene la obligación moral, de acompañar a sus socios en todas las oportunidades, hasta en los servicios religiosos haciéndose representar por lo menos por algunos delegados. Estas observaciones deben presentar solamente una crítica constructiva, y la eliminación de factores negativos, y el resultado será una mejor comprensión de la Magbit. MANUEL I11RNHEIMER Bei Trauerfaellen, die ausserhalb der Geschaeftsstunden (Schabbat, Sonn - und Feiertagen) eintreten, bitten wir, sich mit Herrn Dr. HANS REICH, Irarrä zaval 028, Dep. 28, fono 35567 in Verbindung zu setzen. Am 12. Mai vollendete der grosse juedische Menschendarsteller Fritz Kortner das 70. Lebensjahr. Seine grossen Rollen am einstigen “Staatstheater” zu Berlin, au vielen Privatbuehnen, dieser glanzvolle Aufstieg zwischen 1919 und 1933 ist vielen unserer Menschen noch in lebendigster Erinnerung. Kortner, nach Jahren der Emigration, war 1949 nach Deutschland zurueckgekehrt, wo er noch heute wirkt, vorwiegend als Regisseur. In Muenchen vor allem, aber auch in Berlin, ist Kortner gelegentlich sehr bedeutsamer Inszenierungen von “Julius Caesar” und “Hamlet” stuermisch gefeiert, doch auch mitunter angegriffen worden. Ueber die Wechselfaelle seines Lebens hat er in seinem vor 2 Jahren erschienenen Buche “Aller Tage Abend” (Kindler. Verlag) sehr interessant gesprochen, wo er auf rund 600 Seiten von seiner künstlerischen Entwicklung berichtet. Mit ausserordentlicher Intelligenz, in enger Verbindung mit dem jeweiligen Zeitgeschehen, der Begegnung mit Kuenstlern, Schriftstellern, Politikern, ist da eine Biographie zustande gekommen, die mehr als dies ist, naemlich, ein Stueck Zeitgeschichte. Kortner ist ein Mensch, der sich frueh vom Konventionellen loeste, als 16-jaehriger Wiener Bursche an die Burgtheaterschule gelängte, mit 18 Jahren einem Max Rein hardt “vorsprechen” durfte, Gnade in den Augen dieses Theatergewaltigen fand und 1919, nach Erfolgen in der Provinz, eine geradezu sensationelle Karriere am Berliner Staatstheater unter Leopold Jessner begann, nachdem er kurz zuvor an dem Versuchstheater “Die Tribuene” in Ernst Tollers “Wandlung” besonders aufgefallen war. Von all dem erzaehlt diese Erinnerungsschrift und auch davon, dass ihm die deutschen Theaterbesucher noch kurz vor der “Machtuebernahme” zujubelten, dass aber, bald danach, die Menschen in Norwegen und Daenemark, ihn, den emigrierten j u e d; i s c Iren Schauspieler, feierten, dass ihm in Kopenhagen der Koenig demostrativ von der Loge aus Beifall spendete. Doch rund fuenfzehn Jahre erzwungenes Exil, das ihm zu keinem Zeitpunkte künstlerische Befriedigung gewaehren konnte, hatten Kortner die reifsten Lebens¬ und Schaffensjahre geraubt und auch seiner Lebensgefaehrtin, der hochbegabten Schauspielerin Johanna Hofer, einer Halbjuedin aus vornehmen Hause. Der geniale Charakterdarsteller s e hnte sich zurueck nach dem deutschsprachigen Theater, das ihm neue Moeglichkeiten eroeffnen sollte. Auf vielen Seiten des Buches ringt er, der sich ganz dem juedischen Volke angehoerig fuehlt, mit der ernsten Frage, ob seine Rueckkehr nach Deutschland ein vernuenftiger Entschluss gewesen sei, ohne zu einer endgueltigen Antwort zu gelan. gen; Negatives und Positives bieten sich dar: Im grossen und ganzen anerkennt der heutige deutsche Theaterbesucher die hohe künstlerische Kraft dieses Mannes, an dem, als an einem von vielen, so unendlich viel gutzumachen ist. Kortner bereiste 1958 das Land Israel, von zahlreichen Juden wiedererkannt und herzlich begruesst, und empfing tiefe Eindruecke vom Lande. Er fuehlte sich in Gedanken oft an die Gespraeche mit dem frommen und gelehrten Vater erinnert, der einst sein Wiener Ladengeschaeft im zweiten Bezirk vernachlaessigt hatte,' um in den alten heiligen Buechern zu lernen, zurueckversetzt auch in die Jahre der Emigration, zuerst in (London, dann in USA, deren Buerger er wurde. Er hatte Amerika liebgewonnen, und seine Bewunderung fuer den Presidenten F. D. Roosevelt ist grenzenlos. Es sind eine ganze Reihe tragischer Schicksale juedischer und nichtjuedischer Fluechtlinge, die Kortner in seinem Buche verewigte, das auch Wissenswertes ausagt ueber die Glanzzeit des deutschsprachigen Theaters zwischen 1909 und 1929 etwa. Sein leuchtendes Vorspiel in kuenstlerischer und charakterlicher Hinsicht bleibt fuer ihn das Genie Albert Bassermanns, dessen er liebevoll gedenkt ,mit dem er einst als “Gessler” i(Bassermann war “Teil”) in einer denkwürdigen Auffuehrung bei Jessner triumphiert hatte. Auch viele andere Schauspieler und Schriftsteller werden dank, bar gewuerdigt, besonders Leonhard Frank, Bert Brecht und Hans Albers, der mutige Antinazi. Das farbenreiche Bild hinter den Kulissen kommt nicht zu kurz, sodass man sich schwer losreisst von diesem einzigartigen Erlebnisbericht, der so reich ist an klugen Beobachtungen, wenn er auch einige historische Ungenauigkeiten enthaelt. Es ist ein Buch, das geschrieben wurde von einem Menschen, der die Wahrheit suchte und sie nicht fuerchtet. Zwei “juedische” Rollen gehoeren zu Kortners glanzvollsten Leistungen: Sein eindrucksvoller “Shylock” und “Professor Bernhardi” in Schnitzlers Drama. Hier koennen sich sein juedisches Empfinden und seine juedische und menschliche Geisteshaltung am deutlichsten manifestieren. Moege Fritz Kortner noch lange und gluecklich schaffen koennen und nie bedauern muessen, im neuen Deutschland neu begonnen zu haben. Die juedischen Freunde in aller Welt haben ihn und seine Kunst nicht vergessen: sie hoffen, ihn nicht aus den Gesichtskreis verloren zu haben. Curt Wilk 41706^^732

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