Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXIV (1962)
- Issue
- 4 (Abril, 1962)
- Date
- 1962-04-01
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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6 BOLETIN INFORMATIVO Abril 1962 BUNGALOWS HOTEL IN CAESAREA Mit der am 8 Maerz erfolg, ten Grundsteinlegung für das neue Bungalow-Hotei ln Caesarea, wird ein neuer Attraktionspunkt — vor allem für Touristen — entstehen. Das Hotel wird von einer Grupoe amerikanischer Investoren errichtet, die eine Flaeche von 40 Dunam auf den Anhoehen von Caesarea erworben haben. Bei einer Pressekonferenz, die in Tel- Aviv im Beth Sokolow stattfand, wurde mitgeteilt, dass bereits in diesem Jahre 100 Wohneinheiten (Bungalows) u. ein Hauptgebaeude (Speisesaal, etc.) errichtet werden. Die ersten Bauten werden ca. 1. Million Dollar kosten. Das langfristige Bauprogramm sieht eine Investition von 17 Millionen Dollar vor. Rechtsapwalt Tamir schilderte das neue Prinzip, das von der Gesellschaft eingeführt wurde. Jeder Auslaenler oder auch ein Israeli vird eine 2—3 Zimmer fassende Wohneinheit erwerben koennen. Die Bungalows verden moebliert, mit Luftkühlung und anderen technischen Hauseinrichtungen -/ersehen sein. Der Preis einsr 'solchen Einheit wird i.ch zwischen 25—27.000 Dollar bewegen. Der Erwerber einer solchen Villa wird jeierzeit seine Ferien im eigenen Heim zubringen koennen. Bedingung ist jedoch, dass waehrend seiner Abwesenheit das Haeuschen an Touristen vermietet werden darf. Na- .ürlich wird der Villenbesit- :er die Mietseinnahmen erhalten. Das grosse Bauprojekt wird von den Architekten S. Mohliver, A. Kinsbrunner und Y Bregmann ausgeführt. (“Canfit”) "SARCHIN" INSTALLATION NOCH IN DIESEM JAHRE Die für Eilat vorgesehenen vier Sarchin-Einheiten zur Entsalzung des Meerwassers, die von der Fairbanks-Morse-Fabrik in der. USA in Verbindung mit dem Entwicklungsminis t e ri u m aufgestellt werden sollen, werden planmaessig noch in diesem Jahre errichtet werden. Die Versuchsinstallationen in den USA haben sich bisher gut bewaehrt, so dass nun bei der Errichtung des Werkes für Eilat keine Hindernisse mehr im Wege stehen, . Die neue Installation soll dann 1.000 cbm Trinkwasser pro Tag für die Bevoelkerung von Eilat liefern. (‘■Canlif’» Unsere naechsien GRUPPEN - REISEN V. Excursión Clásica "Aguamarina" Abfahrt von B. Aires 1. Juni t/n Provence Rueckkehr noch B. Aires 26. August t/n Federico "C" mit Pullman—Bus durch Portugal, Spanien, Frankreich, Belgien, Holland, Deutschland, Schweiz u. Italien VL Excursión Clásica "Aguamarina" Abfahrt von B. Aires 21. Juli t/n Federico "C" Rueckkehr noch B. Aires 7. Oktober t/n Provence mit Pullman-Bus durch Italien, Schweiz, Deutschland, Luxemburg, Frankreich, f>ianien u. Portugal IX. Excursión Westn. Osteuropa Abfahrt v. B. Aires 21. Juli t/n Federico "C" Rueckkehr nach B. Aires 17. November t/n Provence Italien, Frankreich, Belgien, Deutschland, Daenemark, Russland, Rumaenien, Ungarn Tschechoslovakel, Oesterreich Lnxns Grnppenreisen West n. Osteuropa Mitteln. Fernen Osten Abfahrt von B. Aires 16. Juni t/n Federico "C" Rueckkehr noch B. Aires 17. November t/n Provence Italien, Oesterreich, Tschechoslovakel, Ungarn, Russland, China, Japan, Hong-Kong, Malaya, und Indien. Bei ollen angefuehrten Reisen koennen die Teilnehmer die Hin- oder Rueckreise oder beide Reisen auf' dem Flugwege machen. Wir besorgen olle noetigen Visen, besonders fuer Osteuropa, Russland, China, etc. Auskuenfte und Prospekte bei TURISMO i Agustinas 1049 Tel 82662/3 "AMISRAGAS" EXPORTIERT NACH AFRIKA ENERGISCHE MASSNAHMEN ZUR SENKUNG VON PREISEN Die Regierung unternahm energische Massnahmen zur Senkung von Preisen, besonders dort, wo bisher übergrosse Gewinne erzielt wurden. So wurden die Treibstoffvertriebsgesellschaften g ezwungen, auf einen Teil ihrer Gewinne zu verzichten und den Preis von Solaroel erneut herabzusetzen. Diese Massnahme wird die beteiligten Trelbstoifgesellschaften etwa IL 3 1|2 Millionen kosten. Auch die Banken mussten ihre Konditionen für Auslandsakkreditive herabsetr zen. Dank dieser Massn&'imen ist es gelungen das Preisniveau im Augenblick wieder zu stabilisieren und die Ruhe an den Maekten wiederherz us .eilen. (“Canfit") IN MEMORIAM (Fortsetzung von Seite 5) wiederzusehen. Wie beglueckt schrieb und erzaehlte er uns von dem tiefen Eindruck, den das Land unserer Vaeter auf ihn gemacht hatte. Dort reifte in ihm der Entschluss, den er schon jahrelang erwogen hatte, seine Alijah anzutreten, um den Rest seines Lebens gemeinsam mit Kindern und Enkelkindern zu ver- I bringen. Leider konnte er dieses Vorhaben nicht mehr in die Tat umsetzen. Im August des vergangenen Jahres .vurde bei ihm ein Gadenleiden festgestellt, das ein. Operation ratsam erscheinen Hess. Da fuer November der Besuch seiner Kinder aus Israel vorgesehen war, die hren Urlaub hier verbringen wollten, entschloss ter sien, die Operation im Oktober vornehmen zu lassen. Sie verlief gut, schon kurze Zeit danach konnte er die Klinik verlassen. Wir alle glaubten dass er binnen kurzem wieder gesund in unserer Mitte weilen und an unseren Arbeiten teilnehmen wuerde. Da stellten sich ploetzlich starke Schmerzen ein, fuer die die Aerzte zunaechst eine Erklaerung nicht finden konnten. Wir hoefften, dass es sich hierbei nur um ein? nervoese Erscheinung handelte, die er bald ueberwinden wuerde. Leider haben wir uns hierin alle getaeuscht. Etwa Anfang Maerz wurde schliesslich mit Sicherheit die toedliche Krankheit festgestellt, die ihn trotz der Bemuehungen der Aerzte und der aufopfernden Pflege seiner Gattin so schnell hinwegraffte. Wir muessen uns diesem ■schlag des Schicksals beugen, aber wir werden unseren Freund und Mitarbeiter Alejandro Lande nicht vergessen. Seine Gradheit, seine Aufrichtigkeit, sein freundschaftliches Verhalten, seine Arbeit fuer unsere juedische Gemeinschaft haben ihm in unseren Herzen ein Denkmal gesetzt, das, wie der roemische Dichter sagt “aere perenius”, das dauernder ist als ein Denkmal aus Erz und Stein. Eine groessere Sendung von Backoefen und Geraeten wurde auf dem Dampfer ‘Alon”, nach Afrika verladen. Die Sendung ist für eint Tochtergesellschaft der “Amisragas” bestimmt, welche in Westafrika taetig ist. Es handelt sich bereits um die dritte Export-Sendung der israelischen “Amisragas- -Gesellschaft, die in den letzt e n Monaten verschifft wurde, “Amisragas” exportierte im Laufe dieser Zeit Waren für mehr als 100.000 Dollar. Mit dem Ausbau der Taeder Liberalen, bemuehte sich, Haerten und Meinungsverschiedenheiten zu glaetten und opferte sich fuer seine Gemeinde auf. Er war es, der den grossen Schritt unternahm, unsere jungen Maedchen durch die Einfuehrung der Bat-Mizwa der Synagoge «naeherzubrlngen und seine besondere Liebe galt dem Chor, der sein grosser Stolz war. Wenn es ein Fortleben nach dem Tode gibt — und wir sind davon ueberzeugt—, dann glaube ich, dass d'e Toene, mit denen dieser Chor dem Menschen, der seine Seele war, vor wenigen Augenblicken in unserem Hause das letzte Geleit gab, ihn in die Ewigkeit geleiten werden. Wir ¡danken •- unserem Freunde den Fortbestand unserer Einheitsgemeinde. Er war der Prototyp des Menschen, der das Erbe des deutschen Judentums in unsere neue Heimat zu verpflanzen wusste. Alejandro Lande hatte zwei Lebenszentren. Seine Familie und die Gemeinde — und er hattein großes Streben — den Aufstieg, die Alijah in unser Land zu realisieren. Er war da fuer die Gemeinde, so wie die Gemeinde fuer ihn da war. Und wenn er seine Alijah, den Weg in das Land in dem seine Tochter und seine Enkelkinder leben, wohin es ihn zog, noch ’nicht durchgetigkeit der “Amisragas”—Gesellschaft in den Laendern Ost- und Westafrikas, bestehen günstige Aussichten für staendigen Export der sich in bedeutenden Betraegen auswirken wird. Um die israelische Produktion zu foerdern, die mit der Konkurrenz der europaeischen und amerikanischen Laender rechnen muss, wurden besondere Abkommen mit hiesigen Produzenten der Backoefen, Platten und Ersatzteile abgeschlossen. (“Canfit”) fu hrt hatte, wer weiss, ob nicht der Aufschub darin zu suchen war, dass er fuer seine Gemeinde noch Pflichten zu erfuellen hatte. Alejandro Lande war ein nationaler Jude. Er war sich klar darueber, dass ein Judentum Chuz-le-Aretz nur dann lebensfaehig sein kann, wenn es die nationalen Werte in sich aufnimmt und zum Bestandteil seiner selbst macht. Mit all seinen Kraeften -etzte er sich fuer unsere nationalen Fonds, insbesondere den K. K. L. ein, und es war ihm vergoennt, auf seiner letzten Reise nach Israel in Anwesenheit unseres Ehrenmitglieds Alfredo Feldmann der Einweihung des Waldes beiwohnen zu durrfen, den unsere Gemeinde anlaesslich ihres 20 jaehri- Bestehens in Israel anlegen liess und der die Bruecke zwischen Israel und uns, wie auch zwischen uns und Israel darstellt. Auch er war eine solche Bruecke, eine Bruecke zwi- ~chen den grossen Werten der Vergangenheit und aer Moderne, eine Bruecke zwichen Europa, Amerika und Israel. Er war ein Mensch im edelsten Sinne des Wort6S. Wir nehmen Abschied von 41ejandro Landd, dem treuen ■freund, dem guten Kameraden, dem aufrechten, gei-ad n Juden. Und wir schweigen. 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