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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1961-12-01 · 12 (Diciembre 1961) · p. Seite 23

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXIII (1961)
Issue
12 (Diciembre 1961)
Date
1961-12-01
Page
Seite 23 (sequence 21)
Language
German
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Diciembre 1961 BOLETIN INFORMATIVO 23 Sanio Domingo 694 - Fono 36387 Erstklassige Maasanfertigung MAURICIO LEVI R Ferienkinderheim am Meer in Miramar (Argentinien) Fuer Jungen und Maedchen von 5 bis 12 Jahren Leitung: Bela Frohmann und Recha Wuerzburger Auskuenfte bei Rpth Nathan de Katzmann Merced 719 Telefon 391303 und 499340 MAR Y SOL Herren-Schneiderei RODOLFO LEESER Feinste Massarbeit Grosse Auswahl erstklassiger Stoffe. TENDERINI 85 2 Stock Of. 23 Telefon: 392549 Dame sucht Beteiligung in Santiago an eingefuehrtem Detailgeschaeft Kapital bis E? 15.000 Ofertas: Casilla 9811 Eslación de Servicio "Seminario" GerardoBraunschweig Mecánica en General I SEMINARIO 634 TELEFONO 460057 Soldadura Engrase Desabolladura Electricidad Afinación Pintura Neuer Inhaber: ALEXANDRO WIESEL K. Av. Irarrdzaval 3039 Tel. 460489 Erwartet auch Sie. Grosse Auswahl in stets frischen Aufschnitt und Feinkostwaren. Lieferung frei Haus Gerda Wolff S. tiene el agrado de anunciar la inauguración de su Salón de Belleza Ahumada 312 — Local 38 — Fono 84673 Galería Subterránea PARISER WARENHAUS KAUFT WAREN ISRAELISCHER FIRMEN Der Bazar de l’Hotel de Ville in Paris plant einen “Mittelmeermonat” unter Teilnahme Israels, der Türkei und Griechenlands. Auf einen kurzen informativen Besuch eines Einkaeufers vor etwa zwei Wochen folgte eine Gruppe von drei Fachleuten, darunter der Leiter der Importabteilung, um die von der Israelischen Messegesellschaft vorbereiteten Muster zu prüfen. Der Bazar findet israelische Waren von guter Qualitaet, wenn auch die Preise in verschiedenen Faellen noch etwas zu hoch fuer den Markt erscheinen. Er raet den Fabrikanten, die geschmackvollen Dessins israelischen Handwerks und Kunsthandwerks “auszuleihen” um so eine Synthese von gefaelliger Form und populaerem Preis zu ' schafften. Das von der Messegesellschaft ausgearbeitete Intensivprogramm ermoeglichte den Fachleuten, Muster von über 70 Firmen zu pruefen. Von mehr als 60 Firmen wurden Muster bestellt, u. zwar hauptsaechlich für Lebensmittel, Konfektion, Wirkwaren, Geschenkartikel, Bücher und Karten. “Canfit” KNESSET-NEUBAU SOLL IN 2 1/2 JAHREN BEENDET WERDEN Es darf angenommen werden, dass die fünfte Knesset noch in das jetzt im Bau befindliche neue Knessetgebaeude einziehen wird, wurde den Knesset-Berichterstattern bei einem Besuch der Baustelle erklaert. Die Erdarbeiten sind bereits beendet und die Grundmauern schon gegossen. Die Bauzeit wird jetzt auf 2 1/2 Jahre geschaetzt. Wenn der Bau in vollem Gang ist, werden 350 Arbeiter dabei beschaeftigt werden. Der gesamte Bau, der drei, beziehungsweise zwei Stockwerke umfasst, wird sich auf über IL 9 Millionen stellen, wobei nur die Möblierung des grossen Sitzungssaals mit eingerechnet ist, nicht aber die übrige Ausstattung der Raeume. Für die elektrische Installation einschliesslich Luftkuehlung allein werden IL 1,4 Millionen beschaffen werden müssen. Im Augenblick fehlen zur Deckung der Baukosten IL 3 Millionen, die noch aufgebracht werden müssen. Der Bau wird mit Jerusalemer Stein verkleidet werden und mit hiesigem Marmor. “Canfit” IN ZIMMER 314 (Fortsetzung von Seite 21) “Mit Vergnügen”, sagte ich, übernahm die Papiere, suchte in den Regalen die Mappe Givath Seren heraus und gab den Goldberg-Plan hinein. Kaum war das erledigt, als Feintuch ins Zimmer stürzte: “Was machen denn Sie hier?!” stiess ich unbeherrscht hervor, denn jetzt verlor ich langsam die Geduld. “Warum sind Sie noch nicht in der Besprechung? Wo doch der Alte ohnehin so schlecht gelaunt ist. Haben Sie gern Krach?” “Ich bin ja schon unterwegs. Ich wollte mir nur den Goldberg-Plan abholen.” Wozu brauchen Sie gerade jetzt den Goldberg-Plan, Feintuch? Ich habe ihn eben erst in die Givath-Seren- Mappe gegeben. Soll ich ihn vielleicht wieder hervorkramen? Das ist dpch unglaublich! Alle nützen mich aus. Und ich Idiot lasse mich von allen ausnützen.” Feintuch war sichtlich verwirrt. “Ich wollte den Goldberg- Plan ja nur für Mayer haben”, stotterte er entschuldigend. “Was halten Sie übrigens vqp dem Plan?” “Nicht schlecht. Aber ich wüsste gern, was der Alte dazu sagt.” Feintuch nahm den Plan an sich, um ihn an Mayer weiterzugeben. Bevor er ging sagte er mir noch, dass der Alte es sehr gern saehe wenn ich die Liste der praesumtiven Mieter der Wohnbauprojekte Shekem durchginge und für Stern einen Bericht darüber schriebe. Ich machte mich' sofort an die Arbeit. Waehrend ich die Liste noch überprüfte, erschien “Geboren 1S24 in Ungarn, neugeboren 1949 in Israel. Zu viele Schulen. Zu viele Arbeitslager: ungarische, deutsche, ' russische. Verheiratet Ein Kind. (Sehr begabt,) Sechs Theaterstücke, zwanzig Bücher in insgesamt ach+ Sprachen, darunter hebraeisch, englisch, deutsch ungarisch, italienisch Schreibt regelmaessig satirische Glossen unter dem Titel, Chad Gadja (Das Laemmchen) für Israel« Feintuch: Ich möchte sofort zu Mayer kommen. “Als ob ich vier Paar Haende haette. wie?” bemerkte ich mi> wohlbeg ründet.em Tadel raffte die Akten zusammen und ging zum Alten. Mayer wollte meine Meinung über die architektonischen Qualitäten des Projektes Ramat Aron hören. Ich erklaert«2 ihm offen, dass die Haeuser zu nahe beieinander stünden und die Fenster zu klein waeren. Kirschner begann zu stammeln. “Immer dasselbe”, sagte er. “Um so schlimmer”, gab ich scharf zurück. “Und das sei nur ein weiterer Beweis dafür, dass es so nicht weitergehen könne.”. Der Alte gab mir hundertprozentig recht,. versetzt0 KirSchner in eine andere Ab teilung (der wird mich jetzt mit seinem Hass verfolgen dachte ich) und erteilte mir den Auftrag, das Ramat- Aron-Projekt zu übernehmen. Ich schickte sofort nach Feintuch und verlangte einen genauen Bericht innerhalb vierundzwanzig Stunden. Dann bestellte ich einen Wagen, fuhr nach Ramat Aron hinaus, hatte ein ausführliches Gespraech mit dem Architekten, prüfte die Plaene, nahm ein paar kleinere Verbesserungen vor und entliess einen aufmuckenden Ingenieur ohne A b f e r t igungsgelder. Dann fuhr ich in mein Büro zurück. Dort erwartete man mich bereits in grosser Erregung Kirschner, der mir meinen meteorhaften Aufstieg neidete, hatte hinterrücks eine Flüsterkampagne gegen mich begonnen. Er wurde leichenblass, als Feintuch auf mich meistverbreitete Tages Zeitung ’Ma’-ariw’. Leitet eine eigene Kleinkunstbühne, die ’Grüne Zwiebel’. Schreibt Hörspiele. Liebt Schmiedearbeit, Schach und Torbergs deutsche Uebersetzung seiner Geschichten. Lebt in Tel Aviv als freier Schriftsteller nachdem er sich zuvor als freier Schlosser . im Kibbutz, als freier Garagenbesitzer und in einer Reihe andere: Berufe betaetigt hat.” zukam und mir mitteilte, dass Stern persönlich mich zu einer dringenden Besprechung erwarte. Ich erstattete Stern einen detaillierten, vertraulichen Bericht über den derzeitigen Stand des Projektes und sparte nicht mit kritischen Bemerkungen über das langsame Arbeitstempo. “Aber Sie müssen einsehen. Stern”, sagte ich abschliessend, “dass ich ohne die entsprechende Autoritaet keine Verantwortung übernehmen kann.” Stern sah das ein, berief sofort eine ausserordentliche Sitzung des Exekutivkomitees und gab den Mitgliedern seines Stabes bekannt, dass er mich zu seinem Vertreter ernannt hatte. Mayer versuchte ein paar schaebige Andeutungen über meine relativ kurze Dienstzeit anzubringen, aber Stern war an diese Intrigen gegen mich gewoehnt, drückte mir zum Abschied demonstrativ die Hand und sprach mir sein Vertrauen aus. Als ich in mein Büro kam,- um noch rasch einmal die Akten Givath Seren vorzunehmen begegnete ich einem neuen Mann. Mayer stellte ihn vor. Es war Herr Che-- schwan, den ich sofort mit einer wichtigen Aufgabe in der Registratur betraute. “Ich bin gewiss kein Unhold”, sagte icli ihm, aber ich verlange pünktliche und gewissenhafte Arbeit. Ganz besonderen Wert lege ich darauf dass mein Stab waehrend der Bürostunden, also waehrend das Publikum Zutritt zu den Amtsraeumen hat, an keinen Besprechungen teilnimmt. Es könnten sonst die merkwürdigsten Situationen entstehen”. Nachdem ich meinem Schwiegervater einen kompletten Wohnblock in Ramat Gan zugewiesen und einen kleinen Vorschuss auf mein Gehalt behoben hatte, machte ich Feierabend. Seit diesem Tage arbeite ich im Zentralbüro der “Amidar”. Sprechstunden taeglich von 11 bis 1, Zimmer 314. Wenn Sie mich in meinem Zimmer nicht vorfinden, dann bin ich gerade in einer Besprechung. Nehmen, Sie Platz. (“Die Zeit”). KISHON UEBER SICH SELBST 515

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