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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1961-12-01 · 12 (Diciembre 1961) · p. Seite 10

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXIII (1961)
Issue
12 (Diciembre 1961)
Date
1961-12-01
Page
Seite 10 (sequence 8)
Language
German
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10 BOLETIN INFORMATIVO Diciembre 1961 AFRIKA, MITTELOST... (Schluss ven Seite 8} ALARMZEICHEN FUER DIE JUDEN IM LIBANON Cheruth: Von allen jüdischen Gemeinschaften, die noch in den arabischen Laendern leben, war die im Libanon bisher die am sichersten scheinende. Zu unserem Glück gibt es keine Juden in Saudiarabien und die Juden des Jemen verliessen dieses Land, noch bevor es zu wirklichen Schwierigkeiten kommen konnte. Aber noch gibt es jüdische Gemeinschaften in Aegypten, in Irak, Syrien und Libanon. Die Lage der Juden im Libanon war besser als die all ihrer anderen jüdischen Brüder in den arabischen Laendern. Dazu trug die Tatsache bei, dass der Libanon kein rein moslemisches Land ist etwa d. Haelfte der Bevölkerung gehört der christlichen Religion an. Die Libanesen haben eigentlich auch an der Vernichtung Israels gar kein Interesse, im Gegenteil, sie müssten sehr daran interessiert sein, dass der jüdische Staat bestehe Und blühe. Aber in der letzten Zeit begannen sich Anzeichen zu zeigen, dass auch der Boden Libanons für die Juden zu brennen beginnt. Pro-nasserische Elemente gewinnen an Raum, man macht den Juden alle möglichen Schwierigkeiten. Die Juden des Libanon können sich heute noch frei bewegen. Sie sollten nicht abwarten, bis die liberale Haltung, die man bisher ihnen gezeigt hatte, zuende gegangen ist. Sie sollten dieses Land verlassen, bevor sich die Tore schliessen, und sie nicht mehr frei hinausfahren koennen. PROF. SAENGER UND DIE RAKETEN Habocker: Der deutsche Raketenforscher Prof. Saenger its von dien westdeutschen Behoerden aufgefordert worden, seine Arbeiten an der Entwicklung einer aegyptischen Rakeke einzusstellen. Kairo hat daraufhin Israel und Frankreich beschuldigt, durch Vermittlung der N AT O, einen Druck auf Bonn auszueben um die Araber zu verhindern eine “gerechte Lösung des Palaestina- und des Algerien-Problems” anbahnen zu können, ohne auf die Algerien- Frage einzugehen, schreibt die Zeitung dass diese Behauptung von Kairo zwar sehr naiv ist, aber entspreche sie der Wahrheit, sei auch nichts an ihr auszusetzen Warum soll Israel denn nicht versuchen Kairo zu verhindern eine sogenannte “gerechte Lösung” des Palaestina-Problems zu suchen, und um dies zu erreichen seine Agressions-Kapazitaet zu staerken? Die Zeitung - stellt weiter fest, dass die aeyptischen Beschwerden jedoch umso weniger berechtigt sind, als schon Meldungen aus London vorliegen, laut denen Aegypten gchon vor sechs Monaten, d. h. noch vor dem Abfeuern der “Schavit 2”, gelungene Raketen- Versuche durchgeführt hat. Bei uns liegen keine genauen Meldungen über aegyptische Raketen-Versuche vor. Es ist jedoch anzunehmen, dass solche, wenn sie tatsaechlich stattgefunden, nicht besonders erfolgreich waren denn sonst haette Kairo diese Versuche sicher propagandistisch ausgenutzt. DIE ERGEBNISSE DER WAHLEN IN DER TUERKEI Haaretz: Die Ergebnisse der Wahlen in der Türkei, müssen als gesetzliche Gegenrevolution gewertet werdeii — das war die Meinung einer grossen britischen Tageszeitung. Nach dem Gerichtsverfahren gegen die Führer der Demokratischen Partei, der Verhaftung von 420 ihrer Abgeordneten und höchsten Repraesentanten, nach der Hinrichtung von Menderes und zwei weiteren Führern dieser Partei, musste erwartet werden, dass die Republikanische Volkspartei, die von Ismet Inonu, dem türkischen Staatspraesidenten bis 1950 und Erben Kemal Atatuerks geführt wird, in diesen Wahlen siegen würde. Inonu hatte auch die Unterstützung des provisorischen Staats- und Regierungschefs, General Guersel. Zur allgemeinen Ueberraschung aber erhielt diese Partei nur 172 Sitze im Unterhaus, nur um wenig mehr, als bei den Wahlen von 1957, als Menderes im Lande herrschte, und im Senat bekam sie nicht mehr als etwa zwei Drittel der Sitze, die die ihr folgende Partei der Gerechtigkeit erhalten hat. Es war erstaunlich zu beobachten, dass trotz des Militaerre- DIE NEUE HL (Schluss von Seite 7) zum ersten Male wieder seit sie durch Spaltung auseinandergingen. E s handelt sich ja überhaupt bei diesem Kabinett um eine Regierung der Arbeiterparteien, die erste reine Arbeiterregierung, die der Staat erhaelt. Mapam haette sich dieser Koalition auch anschliessen können, entschied sich aber leider nicht dazu, die Gelegenheit zu benutzen, die Arbeiterkoalition zu vervollstaendigen. Auch wenn die neue Regierung keine grosse Mehrheit im Parlament besitzt, braucht man darüber nicht zu erschrecken. Es handelt sich um ein Kabinett, das aktionsfaehig ist. In ihm wirken die besten Kraefte zusammen. MfSEMITISW IW RUSSIA! (Schluss von Seite 7) bern genehm ist. Dass der Leningrader Prozess also von ihnen inszeniert wurde, um die jüdische Bevölkerung der USSR gleichsam in ihre Schranken zurück zu verweisen. Die drei Verurteilten sind nur willkürlich herausgegriffene Objekte der allgemeinen, nach wie vor in Sowjetrussland herrschenden antisemitischen Atmosphaere. Sie wurden wahrscheinlich ins Gefaengnis geworfen, um eine Art massenpsychologischen Ausgleich gegen die Massnahmen zu treffen, die sich auf die Stalinisten beziehen.! gimes, und der eben beendej ten Verfahren, die Partei der i Gerechtigkeit, die sich ziemi lieh deutlich als Erbin der | Demokratischen Partei von Menderes praesentierte, soviele Waehlerstimmen auf sich vereinigen konnte. Nun darf nicht daran vergessen werden, dass die Stimmen dieser Partei von den streng religiösen Bauern Anatoliens kommen, für die Menderes Moscheen bauen liess, waehrend es bekannt ist, dass die Republikaner für scharfe Regierungskontrolle der religiösen Belange eintreten. Aber nicht nur die Bauern stimmten für die Partei der Gerechtigkeit. Auch weite Kreise der Kaufleute und der Intelligenz gaben ihr die Stimme. Eine Koalition wird gebildet werden müssen, aber die Republikaner können nicht mit der Partei der Gerechtigkeit Zusammengehen, da ihre Auffassungen auf innenpolitischem Gebiet vollkommen verschieden sind; aussenpolitisch sind alle Parteien prowestlich. Ein Ausweg ist bisher noch nicht zu sehen. MOMATSSPIEGEl (Schluss von Seile 5) abtut und statt dessen einen p o 1 i t i s c hen Schauprozess gleich gegen zwei Angeklagte fordert, von denen der andere weder vor Gericht steht noch der selben Verbrechen belangt werden kann. Mag dies als Antwort fuer heute genuegen. Nur noch die Bitte an Herrn Feist, sich nicht persoenlich beleidigt zu fuehlen. Gegen ihn haben wir nichts. Fuer ihn nur Mitleid. Vielleicht, wahrscheinlich, waere er selbst dabei unter dem Strom von Menschen, der sich in die Freiheit ergiessen wuerde, risse man nur die Mauer ein, die Ostberlin von der Welt abriegeln soll, wuerde nur das unmenschliche Ausreiseverbot aufgehoben, dass es Russlands Juden noch unmoeglich macht, das Sowjet —“Paradies” mit dem “Konzentrationslager”— Staat Israel zu vertauschen. Schon mehr als einmal mussten Juden Briefe schreiben, die von der Zensur geoeffnet... oder aufgesetzt wurden. So erzaehlt man eine kleine Geschichte, die wenn 'auch nicht wahr, so doch treffend erfunden ist, von jenem Rabbiner aus Moskau, der auf Kruschevs Geheiss nach Israel schrieb, dass die Juden in Russland gluecklich, frei, angesehen und unter schier paradiesischen Bedingungen ,lebten. Nur, so fuegte er am Schluss noch hinzu, seien Zucker und Kerzen etwas knapp. Der erst sehr missmutige Kruschev gab sich mit der Aufklaerung des Rabbis zufrieden, so eine Kleinigkeit muesse man hinzufuegen, denn Juden seien miss trauisch und wuerden sonst vielleicht den ganzen Bericht nicht glauben. Dem Gemeindevorstand aberr der ihn ob der sinnlosen Lobhudelei zur Rechenschaft ziehen wollte, erklaerte er vertraulich: “In Israel werden sie schon verstehen, was es bedeutet, dass hier Zucker und Kerzen fehlen. Das heisst: es ist bitter und es ist dunkel!”. ATSCHEKA W. I. Es sich im Laufe der Zeit ergeben, dass die Abschiedsnachmittage, die alle Gruppen vor den Ferien veranstalten, mit den Chanukka- Tagen zusammenfallen. Dasselbe gilt fuer die grosse, alljaehr liehe “Kermesse” der Wizo im Estadio Israelita. Alle diese Veranstaltungen fanden dieses Mal am 2. und 3, bezw. am 12. Dezember statt und verliefen —bei grossster Beteiligung— in gehobener Stimmung. Die Kermesse wurde am Samstag den 2. Dezember mit einem Gala-Diner in Anwesenheit von Herrn Botschafter Dorön und Gattin eroeffnet. Die Gaeste hatten Gelegenheit, im Programm eine gelungene “Show” zu bewundern. Unser “Te de Clausura” im sommerlich schoenen Estadio fand wie immer den herzlichen Beifall aller unserer Chaveroth, insbesondere da in diesem Jahr Frau Lisa Scott-Schwarz und ein ausgezeichnetes Ensemble zum Gelingen dieser Veranstaltung beitrug. Wir danken nochmals allen Kuenstlern dafuer, dass sie uns zum Abschluss unserer jaehrlichen Arbeit ein mit viel Liebe und M u e h e vorbereitetes Programm geboten haben. Ende Oktober wurde endlich ein oft besprochenes, aber nie begonnenes Unternehmen von einer Gruppe Frauen in die Tat umgesetzt. Es handelt sich hierbei um den von Israel so sehr anempfohlenen Rednerkursus incl. Atembeherrschung und Diktion. Als Lehrer gelang es den Organisatoren, den be- Z. O. kannten Schauspieler und Spezialisten auf diesem Gebiet, Herrn Jorge Lillo (bekannt u. a. aus Ionescos “Rinocerontes”) z u gewinnen der diesen interessanten Kursus sympatisch und erfolgreich leitet. Dsr Unterricht findet woechentlich im Círculo Israelita (Providencia) statt. Im Laufe des Winters wurde unsere Chawera Rosie Rubens in. Anerkennung der waehrend ihrer zweimaligen Praesidentschaft des Centro “Henrietta Szold” geleisteten Arbeit in das “Goldene Buch des K. K. L.” eingetragen. Wenn wir nun dem Jahr 1962 entgegengehen, so bleibt uns an dieser Stelle nur uebrig, den Dank des Vorstandes an unsere Chaweroth fuer all ihre Muehe und Arbeit weiterzugeben und ihnen geruhsame Ferien im Kreise ihrer Familien zu wuenschen. Und noch eins —was uns Wizo-Frauen sicher sonst fehlen wuerde— eine Bitte fuer die kommende Arbeit. Denken Sie an unseren Ferientag! Eine Aktion, die kein Opfer darstellt, sondern nur als kleiner Tribut an das Glueck betrachtet wird. Zweck und Ziel der Spenden fuer unsere Institutionen in Israel, die die glueckllchen Nutzniesser dieses “Ferientages” sind, werden Ihnen gerne noch einmal von unseren Sammlerinnen erklaert, gemessen aber einen solchen Ruf, dass an dieser Stelle nicht mehr darauf eingegangen zu werden braucht. Auf Wiedersehen im naechsten Arbeitsjahr 1962. Sai Diego 231 FONO 81930 — SANTIAGO AHUMADA 66 — EXPOSICION 750

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