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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1961-07-01 · 7 (Julio, 1961) · p. Seite 6

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXIII (1961)
Issue
7 (Julio, 1961)
Date
1961-07-01
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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6 BOLETIN INFORMATIVO JULIO 1961 DIE DREI TRAUERWOCHEN BALLET Der Fasttag des 17. Tamus, in diesem Jahre am 2. Juli begangen, ist einer der vier biblischen oder historischen Fasttage. Nach der Ueberlieferung der Mischna wurde bei der Eroberung Jerusalems durch die Roemer (im Jahre 70 nach der uebl. Zeitrechn.) die Stadtmauer an diesem Tage durchbrochen. Auch andere unheilvolle Ereignisse knuepfen sich an dieses Datum, so, das Zerbrechen der Bundestafeln durch Moscheh (2. Buch M. 32,19) und Geschehnisse aus der roemischen Epoche. Dieser Zeitabschnitt zwischen dem 17. Tamus und dem 9. Aw gilt als nationalreligioese Trauerzeit; man spricht schlechthin von den “drei Wochen”. An den dazwischenliegenden Sabbaten werden in den Synagogen prophetische Strafreden als “Haftaroth” verlesen, die von religionsgeschichtlicher Bedeutung sind. Die beiden ersten dieser Predigten sind dem Buche Jeremias entnommen ,des grossen Propheten, der den Untergang des ersten Tempels und Staates angekuendigt hatte. Jeremia oder Jirmij ahu hatte unter den letzten drei Koenigen Judas gewirkt, und ist vermutlich in Aegypten gestorben. Ihm verdanken wir, nach der Tradition, das biblische Buch “Echa” (Klagegesaenge), das uns am Abend des 9. ¿tw vorgelesen wird. Jene erste Haftara nun bringt Teile des 1. und 2. Kapitels aus des Propheten Reden ueber seine Berufung. Dort finden wir die beruehmten Worte: “Sprich nicht, Von CURT WILK ich bin ein Juengling, zeige keine Furcht. Ich bin mit Dir, um Dich zu beschirmen”. Diese Szene der goettlichen Berufung des Jeremia ist grandios und von hoechster Erhabenheit. Diese erste Haftara schliest mit den schoenen Worten, die in das Mussafgebet von Rosch Haschana aufgenommen worden sind und bei uns meist in der herrlichen Vertonung von Louis Lewandowsky vernommen werden: “So spricht der Ewige: Ich gedenke deiner Jugend, der Zartheit deines Brautstandes, als Du mir folgtest in die Wueste, in unbesaetes Land”. Die Haftara des zweiten Trauersabbats schliesst sich den vorangegangenen Abschnitten an. In einer grossen Rede erinnert der Prophet das Volk an all das Gute, was ihm der Ewige seit dem Auszug ays Mizrajim erwiesen, wie Er ihm ein Land der Fuelle und des Segens gegeben, wie aber das Volk heidnischen Propheten und falschen Goettern nachgewandelt sei. Schonungslos haelt Jeremia dem Volke seine Verfehlungen vor, schliesst jedoch mit der Zukunftsgewissheit : “So Du, Israel, zu Mir zurueckkehrst, die Greuel vor Meinem Angesichte ent - fernst, wirst Du nicht unstet werden. Du wirst, so wahr der Ewige lebt, in Wahrheit schwoeren, mit Recht und Froemmigkeit, und segnen werden sich mit ihm die Voelker, sich seiner ruehmen”. Hatte die zweite Haftara den sittlichen Verfall der Nation gegeisselt, so bringt die dritte, am “schwarzen Schabbat”, in diesem Jahre am Tage vor Tischa Beaw, die furchtbare Strafpredigt des Propheten Jesaija und gibt mit ihrem Anfangswort “Chason” (Weissagung) dem Sabbat seinen Namen. Jesaja lebte im 8. Jahrhundert vor der ueblichen Zeitrechnung, hatte das goettliche Strafger icht ueber das “Zehnstaemme-Reich”, das Nordreich Israel, vorausgesehen und fuerchtete das gleiche Unheil fuer das Suedreich Juda. Deshalb richtete er seine Anklagen gegen die Koenige, welche Unrecht und Sittenverwilderung duldeten. Dieses erste Kapitel Jesajas ist von ungeheurer Wucht der Sprache und des Inhalts. In scharfer Form ironisiert der Prophet Opferdienst und Festtagsheiligung bei gleichzeitiger Unterdruekkung der Armen, der Witwen und Waisen. Doch auch diese Anschuldigungen und Verwarnungen, diese Drohung mit dem sicheren Untergänge bei Fortsetzung solchen Treibens, schliessen mit Worten der Zuversicht und des Trostes, auf-dass das Volk auf den rechten Weg.zurueckfinde: “Deine Richter setze Ich wieder ein wie vormals, deine Raete wie einst. Dann wird man dich nennen: Stadt des Rechtes, treue Burg. Zion wird erloest durch Gerechtigkeit und seine Heimkehrenden durch Froemmigkeit”. El Ballet Nacional Chileno, tan elogiado por las sobresalientes creaciones coreográficas de su director Ernst Uthoff, y tan criticado por £)u aparente estancamiento durante los últimos años, acaba de ofrecer un programa mixto que nuevamente pone de manifiesto su alta calidad artística dentro de los más variados estilos de la danza. “Concertino”, ballet en un acto de Pauline Koner, representa un estilo muy moderno, expresión de su autora que es una figura relevante en la vida artística de los Estados Unidos. Se basa en el Concertino N.o 3, en La Mayor de Pergolesi y aprovecha el espíritu de sus tres movimientos en forma abstracta, y sin atenerse al estilo de la época a la cual pertenece la música. El primer movimiento significa la “formalidad” de la vida exterior, caracterizada por originales movimientos abruptos, casi mecánicos que lindan con la paródico. El segundo movimiento, sostenido y lleno de ese noble sentimiento tan propio de la época antigua, provee el motivo de la “vida emocionar', mientras el tercero, rápido, decidido y positivo, da lugar a la interpretación de la “alegría de vivir”. Aunque un poco rebuscados, estos “estados de ánimo” se amoldan muy. bien a la música, y una bonita coreografía además de su excelente ejecución hacen de esta pequeña obra una joya en su género. "Diseño para Seis” (cuyo título original en inglés es “Design for string”) es un neoclásico Tema con Variación del famoso coreógrafo ruso-americano John Taras sobre el segundo movimiento del Trío op. 50 de Tschaikowsky. Esta obra, que fue montada, igual que la anterior, por su propio autor goza de una justa fama por su equilibrada combinación de los movimientos de seis bailarines (4 mujeres y 2 hombres) y la belleza de sus cuadros que coloca a Taras en la primera línea de los coreógrafos contemporáneos. Finalmente “Alotria”, ballet “casi cómico” en 8 escenas de Ernst Uthoff, conserva su encanto desde su estreno, hace ya tiempo, por la alegría de sus cuadros inspirados en un auténtico colorido de Circo, y por su fino humorismo. Es un espectáculo liviano y agradable. Entre los bailarines destaca en especial la joven Patricia Aulestia, la esperanza del Ballet Nacional, que últimamente ha hecho progresos sorprendentes tanto en la parte técnica como en su expresión. Es secundada por figuras tan conocidas como Virginia Roncal, Rosario Hormaeche, María Aránguiz, Heinz Poli, el excelente bailarín alemán quien ahora vuelve a Europa, y Oscar Bscauriaza. Especial mención merece también Malucha Solari quien en todo su temperamento supo dar vida y gracia a uno de los Tonies en “Alotria”, papel inolvidable de Alfonso Unanue en las primeras presentaciones de este ballet. Klaus Hannach “DAS WUNDER DES UERERLERENS" Der bekannte Schriftsteller Hofrat Ernst Lothar, der in diesem Jahre das 70. Lebensjahr vollendet, hat unlaengst einen Ueberblick ueber rund 50 Jahre des Schaffens auf den verschiedensten literarischen und kuenstlerischen Gebieten in einem Buche zusammengefasst, das zum Besten gehoert, was in den letzten Jahren von einem Menschen geschrieben worden ist, der auch die Heimat verlor und zu sich selbst, seinen Aufgaben und Zielen, zurueckfand. Gleichzeitig bedeutet das Werk einem Hpehepunkt im Wirken dieses ungewoehnlichen Essayisten, Kritikers, Regisseurs und Romanciers, der ein Stueck Kulturgeschichte repraesentiert. Ernst Lothar ist Jude von ESTUFAS Modemsa - Volcán, etc. Reparaciones Termos. lavadoras, refrigeradores. enceradoras. etc. Servicio Técnico a domicilio dentro y fuera de Santiago, garantido. Instalaciones eléctricas autorizado por D. G. S. E. ARCA LTDA. ARNDT Y CARRERO Nuevo Local: Irarrázaval 2308 Fono 461676, Santiago. (Ernst Lothars Erinnerungen und Erlebnisse) Geburt, aber Katholik durch Erziehung. Als die Tragoedie ueber “sein Oesterreich” im Maerz 1938 hereinbrach, lag gerade eine dreijaehrige glanzvolle Taetigkeit als Direktors des Wiener “Theaters in der Josephstadt” hinter ihm, die er als Nachfolger Max Reinhardts 1935 angetreten hatte. Lothar identifizierte sich mit dem Schicksal seiner juedischen gtammesgenossen und trat, mittellos und jaeh aus einer vertrauten Sphaere herausgerissen, den Weg ins ungewisse Exil an. Seine Gattin, die hervorragende Burgtheaterschauspielerin Adrienne Gessner, bewaehrte sich wunderbar und teilte sein Schicksal, obwohl sie, als “reine Arierin”, haette bleiben können. Es folgten sieben schwere Jahre der Emigration, anfangs in Europa, dann in den USA. Dort gelang ein allmaehlicher Aufstieg, der es Lothar ermoeglichte, schriftstellerisch zu arbeiten und eine Professur am Colorado- College fuer “Theaterwissenschaft und vergleichende Literatur” zu erlangen, sie erfolgreich auszuueben, waehrend die Gattin die Broadway-Buebnen eroberte. Das E.iepaar Lothar wurde naturalisiert und konnte fast sofort nach Kriegsende, Anfang 1946, nach Wien reisen, weil Lothar es uebernommen hatte, bei den amerikanischen Besatzungsbehoerden, im Range eines Oberstleutnants, das wichtigte Kulturdezernat zu ueber nehmen. Er, der schon als einer der allerersten die “Salzburger F e s t s piele” mitbegruendet hatte, wurde ihr Erneuerer und ist dies noch heute. Doch da begann sein innerer Kampf um die “doppelte Loyalitaet”, greifbare Gestalt anzunehmen, ein Kampf, der eines Tages zur Rueckgabe der amerikanischen Buergerurkunde und der amerikanischen Paesse fuehren sollte. Der Dichter ist wiederum oesterreichischer Buerger; er ist “heimgekehrt”. In seinem Roman “Rueckkehr” hatte er letzten Endes das eigene Erleben gestaltet. Dieses schwere seelische Ringen soll nicht bagatellisiert werden. Lothar hatte das grosszuegige und freihe Amerika liebgewonnen und ihm gedankt dafuer, dass er dort frei atmen konnte, nachdem er der europaeisehen Hoelle entronnen war. Im Amerika war sein schoenes Buch “Der Engel mit der Posaune” entstanden; dort war er dem Leben zurueckgegeben worden und hatte Men sehen wiedergefunden, die gleich ihm die rettende Kueste erreichen konnten. Und neue wertvolle Menschen dazu; doch mit der Erinnerung an die oesterreichische Landschaft im Herzen, erfuellt von Kulturwerten des Geburtslandes, glaubte er, nicht zwei Herren dienen zu duerfen. Alles, was er hierueber sagt, klingt aufrichtig und ehrlich, und man soll Lothar zu verstehen suchen, obwohl dies nicht immer leicht ist, denn der Empfang im “heimatlichen Wien” war keineswegs herzlich. Antisemitische Aeusserungen begegneten ihm auf Schritt und Tritt und dennoch: Er vertauschte das Adoptivvaterland mit dem Oesterreich von heute, dem sehr viele, und nicht nur juedische, Menschen kein unbegrenztes Vertrauen schenken koennen. Was Lothars Buch auch so wertvoll macht, ist die Schilderung seiner Entwicklung zum beruehmten Autor und die Darstellung seiner Begegnungen m i t vielen Grossen unserer Zeit. U. a. sind hier Max Reinhardt und Albert Bassermann, Franz Werfel und Thomas Mann Denkmaeler gesetzt worden. Dem Paul Zsolnay-Verlag muss gedankt werden fuer die schoene Ausstattung eines Zeitromans, der uns tief beruehrt, wie immer man auch an das Problem der “zwei Vaterlaender” herangehen mag. Curt Wilk YESO ROMERAL TABIQUE PROMONTA Progreso y Economía para las Construcciones Distríb.: SODIMAC - S. A. C. SAAVEDRA BENARD AGENCIAS GRAHAM S. A. C.

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