Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXIII (1961)
- Issue
- 5 (Mayo, 1961)
- Date
- 1961-05-01
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/8553624-8558034-9194483--3134-8558125- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Mayo 1961 BOLETIN INFORMATIVO 9 EINE ERONI IN DER GESTALTUNG JUEDISCHEN LEBENS (Fortsetzung von Seite 8) sodass wir unseren Freunden in fuer sie schweren Stunden in taktvoller und entgegenkommender Weise helfen konnten. Ich moechte von dieser Stelle aus den Referenten der Jevrg, Kedischa dafuer herzlichst danken und dem Wunsche Ausdruck verleihen, dass sie mit dem neuen Direktorium, welches jetzt die Geschicke unserer Gemeinde leiten wird, genauso freunds c h aftlich, verstaendnisvoll und konziliant wie bisher Zusammenarbeiten moegen. Auch mit vielen uns nahe s t e henden internationalen Organisationen v e r b inden uns die freundschaftlichsten Beziehungen. So hat sich im Verlauf des vergangenen Jahres das gute Verhaeltnis zwischen der Gemeinde und der Centra noch vertieft. Bei zwei Gelegenheiten haben Vertreter unseres Direktoriums, die dem Vorstand der Centra angehoeren, an Sitzungen der Centra in Montevideo teilgenommen, in der wichtige Kultur- und Jugendfragen zur Beratung standen. Nach der Katastrophe im Mai 1960 stellte sich uns die Centra ebenso wie der Council of Jews from Germany, dem die Centra angeschlossen ist, zur Verfuegung. Das Bulletin des Council veroeffentlichte ausführliche Nachrichten ueber die Beben und brachte einen eingehenden Bericht ueber unsere Gemeinden im Sueden. Wir hoffen, dass der fuer 1962 geplante Centra-Kongress in Santiago stattfinden und zu einem erfolgreichen Gedankenaustausch zwischen den der Centra angeschloss e n e n Geroeiden fuehren wird. Wir versprechen uns ausserordentlich viel von diesem Kongress fuer das kulturelle Leben unserer Gemeinde. An der Jubilaeumstagung des Council of Jews from Germany in New York waren wir durcli ein Mitglied unseres Direktoriums, das sich zufaellig in U. S. A. aufhielt, vertreten. Auf dieser Tagung wurde die Centra endgueltig in den Council aufgenommen und zwei Leiter der Centra in das Praesidium dieses repraesentativ e n Verbandes ehemaliger deutscher Juden kooptiert. Es erfuellt uns mit besonderer Freude, dass neben dtm Presidenten der centra der Praesident der B’ne Jisroel gewaehlt wurde, ein Beweis, dass der Council, die hoechste internationale Instanz des ehemaligen zentrale u r opaeischen Judentums, die Arbeit unserer Gemeinde und ihre Stellung inerhalb der Centra kennt und in ihrem vollen Werte schaetzt. Somit, ist unsere Gemeinde von der Peripherie in das Zentrum des internationalen juedischen Lebens gerueckt. mit all den Rechten und Pflichten, die dies beinhaltet. SOZIALARBEIT Gemeinde ist aber nicht nur Arbeit nach aussen, sondern ebenso Taetigkeit nach innen, Verwaltung und Sozialarbeit. Die Sozialarbeit innerhalb unserer Gemeinschaft wird in vorbildlicher Weise vom Cisroco durchgefuehrt, den wir nach Massgabe unserer M o eglichkeiten unterstuetzt haben. Die Arbeit des Cisroco, meine Freunde, ist heute wichtiger denn je und der Idealismus und die Hingabe, mit der alle Mitglieder dieser Organisation sich ihrer annehmen, ist ein Ruhmesblatt unserer Gemeinde. Nur wer d i e schwere, unauffaellige und undankbare Arbeit kennt, die der Cisroco leistet, nur wer weiss, was dort fuer unsere notleidenden Brueder getan wird, kann den wahren Wert dieses Werkes schaetzen und beurteilen. Cisroco und Altersheim sind aus unserem Gemeindeleben nicht mehr fortzudenken und allen ehrenamtlichen Mitarbeitern dieser Institution gebuehrt unsere aufrichtigste Anerkennung. Bei dieser Gelegenheit moechte ich nicht verfehlen, Sie, meine verehrten Zuhoerer, auf unseren Fond fuer verschaemte Arme hinzuweisen, aus dem wir Hilfe leisten, auch wenn wir nicht gerufen werden, aus dem wir diejenigen Menschen unterstützen, die ploetzlich in Not und Bedraengnis geraten und die sich scheuen, die Hilfe e i ner Wohlfahrtsinstitution in Anspruch zu nehmen. Nach bestem Koennen dort zu helfen, wo es noetig ist, ohne zu fragen, ohne gerufen zu werden, ist, glauben wir, elementarste Pflicht einer juedischen Gemeinde. Denken Sie bitte an diesen Fond und versetzen Sie uns so in die Lage, dieser Menschenpflicht wie bisher nachkommen zu koennen. DER B’NE JISROEL - WALD Am 5. April wurde in Israel in Anwesenheit des Vizepresidenten unserer Gemeinde und unseres Ehrenmitglieds Alfred Feldmann mit der Pflanzung des B’ne Jisroel- Waldes begonnen. Viele Baeume sind bereits gezeichnet worden, es ist jedoch unser innigster Wunsch, dass sich alle unsere Freunde an diesem Werk beteiligen und sei es auch nur mit einem einzigen Baum. Und so bitte ich Sie hiermit erneut, sich, sollten Sie es noch nicht getan haben, dieser Aktion anzuschliessen, damit ein gruenendes lebendiges Denkmal in Israel von der Verbundenheit unserer Mitglieder mit ihrer Gemeinde und mit der Medina Zeugnis ablegt. GAESTE DER GEMEINDE Wir hatten das Vergnuegen, im Verlauf des Jahres eine Anzahl von Gaesten bei uns zu sehen wie z. B. den Sonderdelegierten des Keren Hajessod Herrn Simon Bergmann. die Herren Dr. Fedor Hirschlaf f, Praesident der Gemeinde Montevideo, Herrn Hans Leschnitzer, Vizepraesidente der Centra und Hern Chaim Lazdaiski aus Mexiko, der sich nach seiner Rueckkehr in einer Anzahl in der dortigen juedischen Presse veroeffentlichter Artikel sehr anerkennend ueber unsere Gemeinde ausgesprochen hat. DAS GEMEINDEHAUS TJ,n s e rem Gemeindehaus unserem Beth Am, hat im abgelaufenen Jahre unsere b e s ondere Aufmerksamkeit gegolten. Wir mussten uns entschliessen, die schon laengst notwendig gewordene, aber aus finanziellen Gruenden immer hinausgeschobene Erneuerung des Daches vornehmen zu lassen, Ausserdem musste die Pumpe unseres zentralen Wasserversorgungsnetzes, die seit dem Bau unseres Hauses ihren Dienst getan hatte, ersetzt werden. Da sich leider auch durch die jahrelange Benutzung zahlreiche Defekte in der Heizungsanlage herausstellten, haben wir die Gelegenheit benutzt, die Heizung von der unwirtschaftlichen und laestigen Kohleheizung auf die billigere und saubere Heizung mit Diesel-Oelumzustellen, wodurch wir hoffen, unsere Raeume in Zukunft besser und rationeller beheizen zu koennen als bisher. Alle diese Reparaturen waren mit grossen Ausgaben verbunden. Wir haben uns entschlossen, diese Betraege aus dem Gemeindevermoegen aufzubringen, um u n s e re Mitglieder nicht finanziell zu belasten. MITGLIED SBEITR AE GE Haben wir schon im vergangenen Jahre eine sehr b e scheidene Beitragserhoehung vorgeschlagen, so wollen wir in diesem Jahre von einer Beitragserhoehung ueberhaupt absehen und uns bemuehen, den Etat, der, wie Sie hoeren werden, ein betraechtliches Defizit aufweist, durch Spenden, die wir erwarten, zu decken. Worum ich Sie aber bitte, meine Freunde, ist, dass jeder von Ihnen, dem es wirtschaftlich nichts ausmacht, freiwillig seine Beitraege angemessen erhoeht, sei es durch monatliche Erhoehungen oder durch einmalige Zuwendungen. Dies ist sozialer, weil damit nicht diejenigen unserer Freunde wirtschaftlich belastet werden, denen auch nur eine kleine Erhoehung schwer fallen wuerde. Ausserdem bitte ich alle unsere Mitglieder, die noch immer e i n en ermaessigten Beitrag zahlen, weil sie. zur vollen Beitragszahlung seinerzeit nicht in der Lage waren, in Zukunft, wenn sich ihre wirtschaftliche Lage inzwischen gebessert haben sollte, den vollen Mitgliedsbeitrag zu zahlen bezw, ihre ermaessigten Beitraege wesentlich zu erhoehen. Wir haben keine Kontrollmoeglichkeiten und wollen auch nicht kontrollieren, wir wissen, dass jedes Mitglied fuer seine Gemeinde Interesse hat und unseren Appell berücksichtigen wird. VERWALTUNG Einige unvermeidliche trockene statistische Daten: Der Mitgliederbestand belaeuft sich nach Aufnahme von 20 neuen Sozien auf 1515 Familien - Mitglieder. Wir verloren leider 54 unserer Mitglieder durch den Tod. Es fanden 21 Trauungen und 37 Barmizwoth statt und es wurden 18 Geburten in unserem Standesregister verzeichnet. Das Direktorium hielt 32 Sitzungen ab, die Repraesentanz tagte sechs Mal. Im Laufe des Jahres fanden 31 Sitzungen unserer Komissionen statt. Bevor ich meinen Bericht schliesse, spreche ich unseren Herren Rabbinern und unserem Kantor, den Damen und Herren der Verwaltung und allen unseren ehrenamtlichen Mitarbeitern unseren herzlichsten Dank fuer ihr grosses Interesse aus. das sie an der Erledigung der Gemeindearbeiten gezeigt haben. In gleicher Weise danke ich allen Kollegen des Direktoriums und der Repraesentanz fuer ihre selbstlose, aufopfernde Mitarbeit. Besonders herzlich ist dieser Dank fuer diejenigen unserer Kollegen, die sich nach jahrelanger Mitarbeit —hoffentlich nur voruebergehend— von unserer gemeinsamen Arbeit zurueckziehen. Alle diese Freunde haben sich mit Liebe fuer unsere SCI und das juedische Volk eingesetzt und sich damit unvergessliche Verdieiiste erworben. Sie selbst wissen es und dies soll ihnen innere Befriedigung geben. Die umfangreiche Verwaltung^- und Kultusarbeit ist mit ihrer aller Hilfe bwaeltigt worden und dafuer danke ich ihnen. Meine Damen und Herren: Ich glaube, Ihnen einen Ueberblick ueber die Arbeit gegeben zu haben, die im letzten Geschaeftsjahr geleistet worden ist, Wir wissen genau, dass sicher Vieles haette besr ser gemacht werden koennen und dass manches, was wir gern getan haetten, nicht zur Ausfuehrung gelangen konnte. Dennoch aber blicken wir mit Befriedigung auf das Geleistete zurueck, besonders auf die Feuerprobe, die wir im Mai des vorigen Jahres bestanden haben. Es hat uns bestimmt nicht an gutem Willen gefehlt, die Aufgaben unserer Gemeinde auf religioesem, kulturellem und nationalem Gebiete zu erfuellen. VOR DER NEUWAHL Meine verehrten Damen und Herren: Wir stehen vor der Neuwahl zur Repraesentanz, die die Geschicke der SCI in den kommenden zwei Jahren leiten wird. Es ist eine schwere Aufgabe, die denjenigen Maennern auf erlegt wird, die Sie an die Spitze der SCI berufen. Nur wenn diese von Ihrem vollen Vert r a u en getragen werden, wenn sie wissen, dass sie Rueckhalt an einer Gemeinschaft haben, die gewillt ist, ihnen zu folgen, nur dann koennen sie die Verantwortung uebtrnehmen, die das Amt, zu dem sie berufen werden, in sich birgt. Nur wenn die ganze Gemeinde, wenn jeder von Ihnen aktiven Anteil an unserer Arbeit nimmt, kann etwas Erspriessliches geleistet werden. Helfen Sie mit, beraten Sie die Maenner Ihres Vertrauens, beweisen Sie durch die Tat Ihr Interesse an den grossen Aufgaben Ihrer Gemeinde. Die Wahl fuer die Ehrenposten unserer S. C. I. sollte eine Kampfwahl sein. Man muesste grossen Wert darauf legen zu kandidieren, man muesste sich geehrt fuehlen. gewaehlt zu werden, man muesste stolz darauf sein, mitarbeiten zu duerfen. Leider ist aber nur ein einziger WahlvorscMag eingereicht worden, der nur 28 Namen von Kandidaten enthaelt. Wenigstens ist es einer Kommission gelungen, einige neue Freunde zu gewinnen, die sich zur Wahl stellen. Wir danken ihnen fuer ihre Bereitwilligkeit und erhoffen von ihnen nach erfolgter Wahl einen neuen Impuls fuer unsere S. C. I. Moege unsere Gemeinde mit Ihrer Hilfe sich weiter entwickeln, in Verbindung mit unseren Schwester-Gemeinden dieses Kontinents zu einer gluecklichen Loesung aller unserer gemeinsamen Probleme, besonders desjenigen der Jugend kommen, moege eine erspriessliche stetige Aufbauarbeit geleistet werden, eine Aufbauarbeit fuer unsere Gemeinde, unseren Jischuw und unser juedisches Volk. ANZEIGEN ANNAHME für das BOLETIN INFORMATIVO Nueva York 52 - Of.412 - Tel-87765 M7TGBIT