Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXIII (1961)
- Issue
- 5 (Mayo, 1961)
- Date
- 1961-05-01
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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4 BOLETIN INFORMATIVO Mayo 1961 BERICHT UEBER BIE ORDENTLICHE j GENERALVERSAMMLUNG NACHKLAENGE DER GENERALVERSAMMLUNG VOM 23. APRIL 1961 wie, Hans Jacusiel und Dr. Willy Rosenbusch als Wahlvorstand bestimmt. Ausserdem wurden einstimmig als Rechnungspruefer die Herren Harry Gold- (Schluss von Seite 3) mann und Paul Ohnstein wiedergewaehlt. Ebenso wurde einstimmig folgende, vom Vorsitzenden vorgeschlagene Liste, der Ehrenrichter angenommen: EHRENRICHTER 1. Instanz Vorsitzender Beisitzer Vertreter Dr. Wilhelm Steinberg Walter Loewe Dr. Werner Rubens Dr. Willy Rosenbusch (Vors.) Hans Jacusiel Dr. Walter Rheinheimer?.. Instanz Vorsitzender Dr. Richard Lommitz Beisitzer ' Dr. Juan Bab Alfred Feldmann Dr. Werner Laskowitz Dr. Max Rafael Vertreter Dr. Alfons Budwig (Vors.) Bruno Lichtenstein Arturo Roesler Nach Abschluss der Wahl der Ehrenrichter, dankte Herr Dr. Landau allen anwesenden Gemeindemitglieder fuer das Interesse, welches sie durch ihr Erscheinen bewiesen haben. Daraufhin verliess das Direktorium den Vorstandstisch und an seine Stelle trat der e r w a ehnte Wahlausschuss, der zu seinem Vorsitzenden Herrn Dr. Willy Rosenbusch bestimmte. Herr Dr. Rosenbusch stellte fest, dass lediglich eine Wahlliste eingereicht worden ist, die nachgeprueft und statutenmaessig b e f u nden worden ist. Es erfolgte darauf an 10 Wahltischen die Abgabe der Stimmen und anschliessend die Feststellung des Wahlresultats. In der Reihenfolge der erhaltenen Stimmen sind folgende Herren gewaehlt worden; Die Generalversammlung vom 23. April 1961 war fuer viele von uns eine Enttaeuschung. Wir, die wir seit ca. 20 Jahren diese Versammlungen besuchen, haben kein Verstaendnis fuer den Mangel an Interesse der Mitglieder unserer S. C. I., welche nur einmal jaehrlich eine Generalversammlung hat ln der ein ausfuehrlicher Jahres-Bericht durch den Presidenten verlesen und diskutiert wird. Selbst der kleine Prozentsatz unserer konservativen Mitglieder war sehr schwach vertreten — bietet sich doch hierbei die beste Gelegenheit, etwaige Beschwerden vorzubringen. Ich erinnere mich noch der Versammlungen, die von 350- 450 Personen besucht waren, die letzte vof zwei Jahren war es von 285 Personen waehrend in dieser Generalversammlung. 150 Personen von ueber 1.500 Mitgliedern erschienen. Infolge der vorgerueckten Stunde haben sich mehrere Besucher de Generalversamm lung nicht mehr an der Diskussion beteiligt. Ein Redner hat u. a. ueber weitere Reformen beim Gottesdienst gesprochen aber, er gehoert zu jenen, die auser an "den drei Hohen Feiertagen nur ganz selten in der Synagoge erscheinen — also am wenigsten praedestiniert, unsere Gottesdieiiste weiter zu reformieren. im Fundament unserer Synagoge Portugal sind jene Rollen eingemauert, welche die diesbezüglichen Bestimmunge n ueber die Gottesdienste enthalten und zwar “Abhaltung traditioneller Gottesdienste”. Unserer Einheits-Gemeinde. Rechnung tragend sind trotz- 'dem viele Konzessionen gemacht worden, z. B. ein ausgesprochen liberaler Gottesdienst im Teatro Märccni mit Harmonium und Damen- Chor, desgleiehen weitere kleine Konzessionen i m Hauptgottesdienst. In diesem Zusammenhang denke ich an einen Ausspruch von Prof. Rosenfeld s. z. 1.: “Die Beter sollen von der Synagoge nicht etwas erwarten, sondern sollen etwas in die Synagdge bringen, und das ist die Kawanah — “die Inbrunst beim Gebet”. Auch in unserem Staate Israel, wo ich im vorigen Jahre ca. 30 Synagogen, grosse und kleine, besuchte, hat man das Gegenteil von Reformen festeilen koennen, denn ueberall lautet dort die Devise “Zurueck zur Tradition”. So z. B. die Aktivierung der Jugendlichen bei den Gottesdiensten als Balkoreh, bei den Choeren, bei den Gesaengen wie anim semereüh, adon oiam etc., was auch wir demhaechst in unserer, Gemeinde versuchen werden. Zum Schluss noch eine Bitte und Appell zugleich an Sie Alle. Unsere S. C. I. ist seit ca. 20 Jahren bemueht ein taegliches Minj an frueh und abends zu unterhalten, um unseren Mitgliedern Gelegenheit zu geben bei Trauerfaellen und Jahrzeiten das Kadisch-Gebet sprechen zu koennen —und das betrifft auch eine grosse Anzahl liberaler Mitglieder. Leider haben wir in letzter Zeit grosse Schwierigkeiten, ein Min j an zusammen zu bekommen— trotz einiger Minjan-Maenner. Die Jagd nach dem 9. und 10. Mann wiederholt sich oefters. Wenn sich Maenner alt und Jung, nur einmal woechentlich oder gar nur einmal in 14 Tagen zur Verfuegung stellen, waere der unhaltbare Zustand bezw. das Problem gelobst. Darum erwarten wir Ihre baldige diesbezügliche Zusage, die ja wirklich kein Opfer bedeutet (morgens oder abends ca. 30 Minuten); Tag und Zeit kann alsdann vereinbart werden. Wollen wir alle gemeinsam Weiterarbeiten, in Solidaritaet und Einigkeit fuer unsere, S. C. I. und fuer unseren Staat Israel. HEIMANN ABRAMCZYK DER 13 JOM HAAZMAUT IN CHILE . REPRAESENTANTEN 1) Herr Siegfried Landau 11) Herr Alfred Berliner 2) Alejandro Landé 12) SS Rodolfo Pincus 3) ss Martin Michel 13) SS Dr. Max Sklarz 4) S3 Adolfo Ebstein 14) SS Federico Leiser 5) S3 Hans Reich 15) SS Bernardo Katz 6) SS Heimann Abramc.. 16) Hans Will zyk 17) Justin Stern 7) IS Fernando Fried¬ 18) SS José Kohn mann 19) SS Emanuel Herz- 8) SS Kurt Hofmann berg 9) Benno Kiwi 20) SS Kurt Loebel 10) SS Enrique Gruen- 21) SS Werner Simonson baum 22) SS Kurt Abraham STELLVERTRETER 23) Herr Adolf Schnitzer 26) Herr Rodolfo Bachner 24) S3 Walter Levy 27) José Kahn 25) SS Heinz Podbielski 28) SS Rudolf Gad Haymann Der Glanz der Barmizwafeier des juedischen Staates wurde in Chile durch die uns allen bekannten internationalen Ereignisse verdunkelt, die eine Durchfuehrung des geplanten grossen oeffentlichen Aktes im Gimnasio des Maccabi als unangebracht erschienen Hessen. Nichtsdestowe n i g e r, gab der Jischuv seinem Jubel ueber das nun dreizehnjaehrige Bestehen der Medinah in einer Anzahl von Veranstaltungen Ausdruck, ueber die wir nachfolgend berichten: EMPFANG DES BOTSCHAF¬ TERS Am Mittwoch den 19. April empfing Herr Eliezer Dorön, Botschafter Israels in Chile, die Kollektivitaet in seinem Hause. Repraesentanten der verschiedenen Koerperschaf- BLINDE KINDER IN ISRAEL bedürfen Eurer Freundschaft und Hilfe Uniersiuetzi das Blindenheim in Jerusalem Asociación de los Amigos de los Ciegos Israelitas "TORMEI - OR" Portugal 810. Casilla 2487 ten, ebenso wie auch Privatpersonen benutzten die Gelegenheit, um dem Vertreter Israels ihre Glueckwuensche auszusprechen. AUTORITAETEN UND DIPLOMATISCHES CORPS Am Donnerstag, den 20 April veranstaltete die Botschaft einen Empfang fuer die Spitzen der Behoerden und das diplomatische Corps, die durch zahlreiches Erscheinen bewiesen, welcher Sympathie sich Israel in Chile erfreut. TREFFEN MIT DER JUGEND Auf besondere Einladung besuchten am Freitag,, den 21. April, diejenigen Jugendlichen, die im gleichen Jahr wie Medinath Israel das Barmizwah Alter erreichten, den Botschafter, um einige Zeit mit ihm zu verbringen. FESTGOTTESDIENSTE Unsere Gemeinde gedachte des Jubeltages in zwei Festgottesdiensten. Einer davon, am Freitag den 21. war besonders der Jugend gewidmet (Siehe “Servicio Religioso Juvenil”) und am Samstag den 22. fand in unserer, aus diesem Anlass besonders schoen ausgeschmueckten Synagoge ein Festgottesdienst statt. INSTITUTO CHILENO¬ ISRAELI DE CULTURA Das Institut beging den Unabhaengigkeitstag mit einer akademischen Feier in der Universidad de Chile, bei welcher der Vorsitzende, Senator Humberto Alvarez Suárez auf die Bedeutung des Tages hinwies und der Hoffnung Ausdruck gab, dass die bestehenden guten Beziehungen zwischen Chile und Israel sich in den kommenden Jahren noch festigen moegen. Anschliessend nahm der Botschafter, Herr Eliezer Dorön das Wort. Er bezog sich auf die schon traditionelle Freundschaft zwischen Chile und Israel und auf die grossen Aufgaben, die beide Laender fuer Frieden und Fortschritt zu erfuellen haetten. Abschliessend sprach Herr Octavio . Lazo, Director des Institute Hebreo, ueber die Entwicklung dés juedischen Staates waehrend der ersten 13 Jahre seiner Existenz. WIZO-BALL Am Samstag den 29. April fand in den Raeumen des Gemeindehauses der traditionelle Jom Haazmaut Ball der Wizo Gruppe Henrietta Szold statt, ueber den wir in der naechsten Ausgabe eingehend berichten werden. ANDERE INSTITUTIONEN Alle Organisationen gedachten innerhalb ihres Kreises der Barmizwah der Medinah und organisierten entsprechende Veranstaltungen. Besonders erwaehnen moechten wir hierbei nur noch die grosse “Barmizwa Colectiva” die unter Leitung von Herrn Rabbiner Lubliner im Circulo Israelita von den Pioneras de Chile abgehalten wurde. PROVINZ Auch in der Provinz, besonders in Valparaiso, veranstalteten die lokalen Zentren entsprechende Akte, Zusammenkünfte und Feiern, die grossen Widerhall fanden.