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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1961-02-01 · 2 (Febrero, 1961) · p. Seite 5

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXIII (1961)
Issue
2 (Febrero, 1961)
Date
1961-02-01
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Febrero 1961 BOLETÍN IN FORMAT! VÔ 5 Ehemalige Breslauer in England In dem Bestreben, den “Verband ehemaliger Breslauer’ auf eine immer breitere Basis zu stellen und gleichzeitig die ehemaligen Breslauer, die infolge ihrer Vertreibung in alle Laender der Welt zerstreut wurden, wieder zu vereinigen und die alten Freunde, die sich viele Jahre nicht gesehen hatten, zusammen zu fuehren, benutzte der Vorsitzende des “Verbandes ehemaliger Breslauer in Israel’’ Dr. Wilhelm Freyhan seine Anwesenheit in London, um ein meeting der ehemaligen Breslauer zu veranstalten. Obwohl er nur die wenigen, deren Adressen ihm uehermittelt wurden, einladen konnte, versammelten sich doch am Sonntag, den 16. Oktober im grossen Conferenzzimmer des Beth- Yacob Seminary etwa 70 Damen und Herren, denn die Kunde war von Mund zu Mund gegangen, und jeder wusste noch Freunde mitzubringen. Dr. Freyhan wies auf die Bedeutung des Verbandes in Israel hin, dem bereits mehr als 600 Mitglieder aus aller Welt angehoeren und der durch Schaffung einer Weltkartei ehemaliger Breslauer, durch seine sozialen Einrichtungen, die noch erweitert werden sollen, zum Nutzen aller ehemaligen Breslauer arbeitet. Wenn auch mit uns, so fuehrte Dr. F. aus, die Generation der ehemaligen Breslauer ausstirbt, welchen die ehemalige Heimat, die Staette, wo Eltern und Grosseltern ihre letzte Ruhe gefunden, noch etwas bedeutet und die kommende Generation kaum noch Bindungen an die Heimat der Eltern hat, so wird doch noch Jahrzehnte lang eine grosszuegige Hilfe fuer alte Breslauer notwendig sein. Auf uns der letzten Generation lastet ueberdies die Ehrenpflicht, den Namen unserer alten, wuerdigen Gemeinde, die uns Kultur und Bildung vermittelt. uns ernaehrt und unsere Jugend verklaert hat, deren Erziehung es uns ermoeglichte, in der neuen Heimat festen Boden zu gewinnen- —durch engeren Zusammenschluss der ehemaligen Gemeindemitglieder und durch soziale Arbeit und Hilfe in Ehren zu halten. Dr. F., der einzige noch am Leben befindliche ehemalige Vorsitzende der Gemeinde, fuehrte des weiteren aus,dass der “Verband ehemaliger Breslauer” einen Fond fuer ein Altersheim in Israel schaffen will, damit diejenigen Breslauer, denen es nicht vergoennt ist, in ihrer Familie zu bleiben, einem ruhigen und schoenen Lebensabend' entgegen sehen koennen. Der Gedanke fand allgemeinen Beifall, zumal der Redner erklaerte, dass das Heim natuerlich allen ehemaligen Breslauern, wohin sie die Vertreibung von ihrer Scholle auch zerstreut hat, offen stehen wird. Er bat die Anwesenden dafuer zu werben, dass in ihren Kreisen bei freudigen oder anderen Anlaessen des Fonds gedacht werden moege, sei es durch Spenden oder Stiftungen auf den Namen der Eltern oder sonstiger Angehoeriger oder verdienter Breslauer. Es wurde frueher, so' schloss der Redner, viel Geld in unserer Gemeinde fuer die Friedhofspflege, fuer die Pflege der Graeber der Verstorbenen ausgegeb§n. Heut, wo wir hierzu nicht mehr in der Lage sipd, weil wir keinerlei Kontrolle haben, ob etwa das dafuer bestimmte Geld in die richtigen Haende gelangt und richtig verwandt wird, ist es wohl mindestens so pietaetvoll mit dem gleichen Gelde fuer die Lebenden zu sorgen und auf diese Weise unsere teuren Dahingegangenen zu ehren. Jede Spende sei willkommen, jeder gebe nach seinem besten Wissen und Gewissen. Der Zuhoererkreis, der anfangs dem Zusammenschluss ehemaliger Breeslauer skeptisch gegenueber s.t a n d verschloss sich den Auszehrungen Dr. F’s offenbar nicht, denn man machte den Vorschlag ein Comité zu waehlen, das fuer einen a e hnlichen Zusammenschluss, wie er in Israel besteht, die Vorbereitungen tref fen soll. Als Chairman wird Mr. Streat, der ehemalige Secretair der Synagogengemeinde Breslau bis zur endgiltigen Constituierung des Comités fungieren, waehrençl Mrs. M. Streat, 243 Eigin Ave. London W. 9. den schriftlichen Verkehr uebernommen hat. Fuer die vorbereitenden Arbeiten wurden Mrs. The a Moss (Moses), E. H. Cohn, und die Herren Mendelsson, Goddard, Wislicki und Jurke gewaehlt. Die aus Birmingham anwesenden ehemaligen Breslauer beschlossen unter der Fuehrung von Mr. J. Falk eine eigene Ortsgruppe zu bilden. Man trennte sich in den Abendstunden und schien offenbar sehr befriedigt von dem meeting. Alle ehemaligen Breslauer von London und Umgebung werden gebeten, ihre Adresse Mr. Streat zwecks Vervollstaendigu n g der Kartei, alle ausserhalb Englands wohnenden dem Verband in Tel Avir 4, Lord Byron St. anzugeben. Aus einem Interview mit Dr. Freyhan, eingesandt von J. S. von (Zu ihrem 10. Todestage) Die hervorragende einstige Berliner Staatsschauspielerin war eine Urenkelin des grossen Komponisten Felix Mendelssohn-Bartholdy und eine Tochter des Berliner Handelskammerpraesidenten Robert von Mendelssohn und starb vor nunmehr zehn Jahren, am 24. Januar 1951, im Alter von fuenfzig Jahren, an einer Vergiftung durch eine ueber grosse Dosis von einem Mittel, das ihr den so oft vergeblich gesuchten Schlaf bringen sollte. Inwieweit mehr als Schlaf, naemlich ein Hinuebergleiten in die Ewigkeit herbeigesehnt wurde ,ist schwer feszustellen. Tatsache ist, dass die Kuenstlerin in der neuen amerikanischen Heimat trotz Buejinen— und Filmerfolgen nie heimisch geworden war, dass sie die Erbschaft des Judentums, ohne ihm zuzugehoeren, als seelische Belastung mit sich herumtrug, denn die Nazis hatten die “christliche Nichtarierin” sofort nach der Machtuebernahme” aus dem deutschen Kulturleben verdraengt. Eleonora von Mendelssohn war eine Reihe von Jahren unter der Jessnerschen Leitung am Berliner Staatstheater taetig; einer ihrer groessten damaligen Erfolge war die Koenigin in der “Don Carlos” —Inszenierung mit Kortner als “Koenig Philipp” Sie spielte eine grosse tragische Figur in Hauptmann’s ’’Vor Sonnenuntergang”, der letzen grossen Reinhardt— Auffuehrung iij Deutschland (1932), und wechselte dann leicht ins Englische hinueber, wobei sie auch grosses Talent fuer das heitere Rollenfach, fuer Komoedien und Lustspiele entfaltete. Diese Schauspielerin hat sehr intensiv an ihrer kuenstler i s chen Vervollkommnung gearbeitet und waere vielleicht eine ganz grosse allererste Kraft 'geworden, wenn das Schicksal sie nicht so jaeh aus ihrer Entwicklung herausgerissen haette. CURT WILK Muenze aus der Bar Kochba Zeit OC Uk COLfcCTJVfDAO itftAti.f'A 7 CAglLWA tft« NOTICIAS RELIGIOSAS 1961 28 de Enero: Schabat Schira (Schabat de la canción). 19 de febrero: Jamischa assar bischwat (día del arból). 11 de febrero: Schabat shekalim. Bendición del mes de Adar. 16 de febrero: Primer día de Adar. 17 de febrero: Segundo día de Adar. 25 de febrero: Schabat sajar. Aniversario: Se ruega comunicarse con el Sr. José Tichauer, fono 55641. Cumpleaños: 17 de marzo de 1961, 559 cumpleaños del Sr, Carlos Moses. Casilla 3022, Valparaíso. 4 de marzo, 559 cumpleaños del Sr. Hermann J&cobsohn.. Almirante Montt 361, Cerro Alegre. Secretaría y Biblioteca: Nuestra Secretaría está en calle Victoria 2859, teléfono 2898, casilla 4188, Valparaíso. La Bibioteca funciona en el mismo lugar de 18 a 20 horas. Cementerio: Persona generosa donó la bomba eléctrica para e) Cementerio.Los trabajos de electrificación empezarán muy pronto. Cultura: El 5 de enero de 1961, en nuestra sede de Alvarez 490, en Viña del Mar, dictó una charla el Rabino Dr. Günter Friedlaender, de La Paz (Bolivia), sobre el tema “Algunos cambios fundamentales en la vida judía actual”. Am 5. Januar sprach Rabbiner Dr. Günter Friedlaender aus La Paz Bolivien über das Thema: Fundamentaler Wechsel im augenblicklichen, jüdischen Leben. Der Redner verstand das Publikum bis zum letzten Augenblick mit seinen tiefgründigen Ausführungen zu fesseln. Die Staerke des Redners bestand in der praezisen Formulierung seiner Definitionen über Aktionen im jüdischen Leben. Judentum ist für ihn eine Lebensform, die einmalig in ihrer Art ist. Nationales Bewustsein, die Identifizierung mit Israel, die ihren Ausdruck in der Magbit findet, oder das religioese Leben allein machen nicht das Judentum aus, ës ist die Summe aller dieser Attribute zusammen, die wir schlechthin mit Judentum bezeichnen koennen. Die Bibel ist durch den Staat Israel zu dem wichtigsten Dokument für das Leben, Israels geworden, und sie bildet ausserdem die einzige Quelle historisch und literarischen Wissens im Vorderen : Orient. Man kann ohne Uebertreibung beim jüdischen Le-- ben im Wechsel der Geschichte von Explosionen sprechen. Die' Entwicklung des Staates Israel ist ein genügender Beweis: dafür. In der Geschichte der Juden ist zum ersten Male ein: Phaenomen zu beobachten. Nach dem Zusammenbruch des: Jüdischen Staates, nach der Vertreibung der Juden aus: Spanien, nach der Verfolgung der Juden in Russland und Polen durch Chmelnicki ist das jüdische Volk so stark geschwaecht worden, dass es Jahrhunderte gedauert hat bis es sich wieder erholt hat, waehrend die Naziverfolgung zwar eine starke Dezimierung der Juden zur Folge hatte, dass aber dasselbe jüdische Volk gestaerkt aus dieser Katastrophe hervorgegangen ist wie sich das durch Zahlen beweisen liesse. In Nordamerika werden staendig neue jüdische Gemeinden gegründet. Der Redner ging zum Schluss auf die Jugenderziehung über und betonte, dass die Jugend im Judentum einen Inhalt finden wird, wenn sie nicht mehr Objekt sondern Subjekt sein wird, und aktiv am religioesen, sozialen und nationalen Leben teilnimmt. Jose Tiobauer. FEINE MASS SCHNEIDEREI Manfred Engel Monjitas 825 Of. 204 Zwischenstock Fono 392430 Auch mitgebrachte Stoffe

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