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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1960-08-01 · 8 (Agosto, 1960) · p. Seite 9

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXII (1960)
Issue
8 (Agosto, 1960)
Date
1960-08-01
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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Agosto 1960 BOLETIN INFORMATIVO 9 ¡i STEINZEIT UEBERRESTE IN AFIKIM ENTDECKT Archäologische prähistorische Funde aus der ersten Epoche der Steinzeit vor etwa 500.000 Jahren, wurden bei Tel-Awadia, aui dem Boden Afikims entdeckt, welcher sich auf dem Westufer des Jordans befindet. Unter den Funden erregte besondere Aufmerksamkeit der Schädel . und Knochen eines primitiven Menschen, sowie prähistorische Werkzeuge, laut denen man annimmt, dass der Mensch noch nicht künstlich Feuer anfachen und Tiere jagen konnte. Nur in Nordafrika und im Fernen Osten wurden zwei ähnliche Funde gemeldet, doch ist der jetzt entdeckte ausserordentlich interessant, da er sehr vollkommen ist. Dies gaben die an der Ausgrabung beteiligten Gelehrten, Prof. Stekells, Prof. L. Piccard, G. Haas, auf einer Pressekonferenz in Jerusalem bekannt. Noch vor Kurzem hatte ein Mitglied des Kibbuzes Afikim beim Ackern mit einem Bulldozer einige “ihm altertümlich scheinende Gegenstände” zutage gefördert. Er setzte sich mit der Universität in Verbindung, die gemeinsam mit zwei anderen Institutionen an die Ausgrabungen schritt. Die Funde bestätigen die Annahme, dass das Gebiet unseres Landes in der Zeit des ersten Erscheinens des Menschen auf Erden zu Afrika gehörte, welches spaeter durch, ungeheure Erdbeben und Naturkatastrophen zerrissen und zerklüftet wurde. Versteinerte Knochen, ciie 35 Wirbeltieren angehörten, wurden gefunden. Diese Tiere sind zum Teil bereits ausgestorben. Man fand Knochen eines Elephanten, eines Nashorns, Fischskelette, Wildschwein- Zähne, Flusspferde und andere Tiere, die es heute nur in Afrika gibt. Diese Tiere waren auch, nach den Knochen zu urteilen, viel grösser als die heute in unserer Welt lebenden. Der Schädel und Zahn eines Urmenschen, beweist, dass der Mensch sehr stark, aber noch unglaublich primitiv war. Der Schädelknochen ist viermal so dick wie der des modernen Menschen. Die in der Nähe des Schädels entdeckten Werkzeuge und Töpfe sind aus Stein. Zahlreiche Knochen zeigen, dass der Urmensch sie mit “Steinmessem” — scharfkantigen Sternchen — abgeschabt hatte. (CANF1T). ZOLLFREIHEIT FUER FABRIKEINRICHTUNGEN GEFORDERT Die zwischen dem Handels¬ und Industrieminister P. Sapir und den Vertretern des Industriellen-Verbandes stattgefundene Konferenz verlief ohne Ergebnis. Die Industriellen fordern, die Abgaben auf die für ihre Fabriken benoetigten Maschinen und Ausruestungsgegenstaende wieder aufzuheben, da die hiesige Industrie durch diese Zölle etc. in ihrer Konkurrenzfaehigkeit gegenüber importierten Industrieerzeugnissen beeintraechtigt wird. In Kreisen des Handelsministeriums besteht neuerdings die Tendenz, einen gewissen erzieherischen Einfluss auf die hiesige Industrie auszuueben und sie zu zwingen, im Weltmasstabe allmaehlich konkurrenzfaehig zu werden. Aus diesem Grunde werden israelische Erzeugnisse nicht mehr unbedingt durch die Verweigerung einer Importlizenz für auslaendische Artikel derselben Art geschuetzt. Der Industriellen Verband stellt sich aber auf den Standpunkt, dass Abgaben auf zu importierende Ausruestungsge. genstaende ihrer Fabriken in unbillige Weise ihre Konkurrenzfaehigkeit beeinflussen. Die Industriellen werden Gelegenheit haben, ihre Sache der Finanzkommission der Knesset vorzutragen, und wird auf einer weiteren Sitzung Minister Sapir den Industriellen seinen Standpunkt bekanntgeben. In der Zwischenzeit wurde folgende Erleichterung für die Importeure des Industriebedarfes veroeffentlicht: Diejenigen Sendungen, die auf Grund einer vor dem 8. Mai erteilten Importlizenz vor diesem Datum beordert worden sind, sind von den auferlegtep Abgaben frei, wenn sie bis zum 1. Januar 1961 in Israel verzollt werden. (“CANFIT”). ENTSCHÄDIGUNGSANGEBOT BULGARIENS AKZEPTIERT 8.300 Dollar für jeden der 22 Nachkommen der EI-AI Opfer Israel nahm die bulgarischen Entschädigungsvorschläge an. Damit werden die Nachkommen der Opfer des “El - Al” Flugzeuges welches im Jahre 1955 über Bulgarien abgeschossen wurde, endlich ihre Entschädigungen erhalten. Bulgarien schlug eine Entschädigung in Höhe von 8.300 Dollar für jede, bei dem Unglück ums Leben gekommene Person vor, während Israel auf einer Gesamtsumme von 2,6 Millionen Dollar bestand. Diese Summe beinhaltete auch die Bezahlung für das abgestürzte Flugzeug. Die Summe für die 22 israelischen Verwandten der Opfer beträgt laut dem jetzt akzeptierten bulgarischen Vorschlag 182.600 Dollar. Die Regierung Bulgariens, welche mit Israel auf dem Internationalen Gerichtshof in den Haag verhandelte, erklärte, auf keinen Fall ihre Vorschläge ändern zu wollen. Während England auf seine individuellen Ansprüche Bulgarien gegenüber verzichtete, weiss man nicht, ob auch die Vereinigten Staaten ihre Forderungen aufgaben. Man nimmt an, dass auch diese ebenso wie England von ihrer Forderung zurücktraten, da sie sahen, dass Israel in den Haag erfolglos abschnitt. (CANFIT) . LEBENSHALTUNGS-INDEX UNVERAENDERT aber indirekte Steuern höher? Es ist anzunehmen, dass nicht nur wegen gewisser Preisermässigungen für Hühner, Reis, Eier, Fleisch etc., sondern auch wegen einer unerwarteten Senkung der Preise für Tomaten, Gurken und anderes Gemüse der Lebenshaltungsindex nicht steigen wird. Trotz ihrem Wunsche die Lebenshaltungskosten in Israel nicht steigen zu lassen, sieht sich die Regierung jedoch vor die Notwendigkeit gestellt, die für das Zusatzbudget erforderlichen 50-60 Millionen Pfund irgendwie aufzutreiben. Die freiwillige Regierungsanleihe sieht nur einen Gesamtbetrag von IL 30 Millionen vor, u. auch so ist es nicht sicher, ob sie voll gezeichnet werden wird. Während man die Einkommensteuer nicht erhöhen wird, muss aber an neue indirekte Steuern gedacht werden, denn nur durch diese kann der Fehlbetrag gedeckt werden. Das Finanzministerium hat sich an die Finanzkommission d. Knesset gewandt, mit dem Ersuchen sich dem Problem sofort zuzuwenden, sobald die interministerielle Konferenz das Zusatz-Budget zu Ende beraten hat. Es wird dann die Aufgabe der Finanzkommission der Knesset sein, die neuen Vorschläge ohne Verzug vor das Plenum zu bringen. ("CANFIT"). ISRAELISCHES ALLERLEI Der westdeutsche Altbundespräsident Professor Heuss erschien in Begleitung des Chefs der Israel-Mission in Köln, Dr. Shinnar, im Heichal Hatarbut” zu einem Konzert des Israelischen Philharmonischen Orchesters. In der Pause trat ein Bekannter der Botschafters Dr. Shinnar an ihn heran und fragte erregt: ‘Wissen Sie, wer neben Ihnen sitzt. Es ist Professor Heuss aus Deutschland!” * * * Eine Touristen-Gruppe fuhr auf einem der Eilater | Boote mit Glasboden aufs Meer hinaus. Die meisten riefen jede Weile entzückt, als sie die buntfarbigen Fische und j Korallen erblickten. Nur der eine war stets unzufrieden: “Nu, wann werden wir endlich etwas» sehen?” — “Was wollen Sie denn noch sehen?” — fragte der Begleiter. — "Euer Untersee-Boot natürlich!" * * * Das Verteidigungsministerium hielt eine Eltern-Ver- Sammlung ab, um sie mit dem Militär-Internat bei der - Haifaer Realschule bekanntzumachen. Eröffnete der Ver- I treter des Ministeriums seine Ansprache an die Eltern: “Sie sollen wissen, dass ein Kind, welches in diesem Internat eingeschrieben wird, grössere Aussichten hat Generalstabschef zu werden, als ein solches, das man in die Krankenschwesternschule einschreibt!” I * * * Ein städtischer Angestellter suchte am Vortage des Unabhängigkeitstages manche Wohnungen am Malkei Israel Platz auf, um die Besitzer zu bitten, die zum Platz , heraus hängende Wäsche abzunehmen. Von einer Hausfrau erhielt er folgende Antwort: “Adoni, unsere Pyjamas sind von erstklassiger Qualität, ich habe sie eben ganz rein gewaschen. Sie verhässlichen die Aussicht nicht, sondern verschönern sie. Würden Sie das Geld haben, das i diese Wäsche kostet, so würden Sie jetzt nicht bei der j Stadtverwaltung von Tel-Aviv arbeiten!” — und schloss die Tür. ERSTES AUTO "MADE IN ISRAEL" NOCH IN DIESEM JAHRE Der erste “israelische Personenkraftwagen”, hergestellt von Autocars Ltd. in Haifa, wird am Ende dieses Jahres in Erscheinung treten. Zu diesem Zeitpunkt soll die Vermarktung einer Maschine beginnen, die — bis auf den Motor —■ ausschliesslich aus inländischen Teilen besteht. Es handelt sich um einen Familienwagen mit 5 Sitzplätzen, ausgestattet mit einem englischen Motor von 10 P. S. und vier Gängen. Die Karosserie wird aus plastischem Material (Polyaster) bestehen, das mit Fiberglas verstärkt ist. Das Gewicht des Wagens wird 800 kg betragen und er wird pro Liter Benzin 14 km laufen können. Der Preis wird 5000 IL ohne Steuern nicht übersteigen. Die Höhe der Abgabei. ist noch nicht festgesetzt worden. Der Zusatzwert des Erzeugnisses wird sich auf 50 Prozent belaufen. Ein Vertreter der Haifaer Firma ist jetzt aus England zurückgekehrt, wo die Produktion mit Experten von Weltrang ausgearbeitet wurde. Die ersten Modelle werden auf 160.000 km Fahrtstrecke geprüft werden, unter allen Wetter und Strassenverhältnissen. Das Unternehmen besteht seit anderthalb Jahren und beschäftigt 150 Arbeiter bei der Erzeugung von Liefer und Stationswagen, von denen 600 nach USA, 150 nach Südafrika und 200 in die Türkei verkauft wurden. Weitere 25 Wagen wurden auf der “Rimon” nach USA versandt. (CANFIT). "KAISER - FRAZER" FABRIZIERT MOTORRAEDER Die MotorScooterwerke, eine Tochtergesellschaft der Firma “Kaiser-Frazer” hat 8 Dunam Boden auf dem Berge Knaan erworben, um dort das permanente Fabrikgebäude für die von ihr fabrizierten Motorräder zu errichten. Die bisher in Safed befindliche Fabrik hofft, dort auch Automobilersatzteile herzustellen, falls durch Einschränkung des ausländischen Importes dieser Artikel der Absatz sichergestellt werden kann. Bezüglich der hier fabrizierten Motorräder existieren Zusicherungen, den bisherigen grossen Import neuer u. gebrauchter ausländischer Motorräder entscheidend einzuschränken. (CANFIT) . 15 JAHRE "ZIM" Vor 15 Jahren wurde die ,“ZIM” - Gesellschaft von der Histadrut, der “Jewish Agency” und der Marine-Liga gegründet. Zu Anfang besass sie nur ein einziges Frachtschiff, die “Kedma” (3500 Tonnen), während sie heute über eine Flotte mit einer Wasserverdrängung von 161.000 Tonnen (insgesamt 32 Schiffe) verfügt. Die 3 Passagierdampfer, die 2 gemischten Schiffe, für Passagier- und Frachtzwecke, und die 26 Frachtdampfer versehen den Verkehr mit dem Mitelmeer, Europa, dem fernen Osten und Amerika. Ein Tanker von 19.000 Tonnen dient der Brennstoff-Versorgung. ("CANFIT").

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