Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXII (1960)
- Issue
- 4 (Abril, 1960)
- Date
- 1960-04-01
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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4 BOLETIN INFORMATIVO Abril 1960 "¡WENN IHR WOLLT, WIRD ES KEIN MAERCHEN SEIN!" (Schluss von Seite 1) ber mit der Waffe in der Hand starben als sich hinmorden zu lassen, genau so ein Teil sind wie die unzaehligen Maapilim und wie die aufopfernden Maenner und Frauen in Israel und der Diaspora, die mit aeusserster Hingabe das Schicksal zwangen und die Zukunft des juedischen Volkes bauten. Herzl sagte “...Wenn Ihr wollt, wird es kein Maerchen sein!” — und so geschah es. der Zionistischen Bewegung, die sich darauf gefasst machen musste, in einer Generationen dauernden Infiltration, das Land langsam mit einem Netz juedischer Siedlungen zu ueberziehen. Chaim Weitzmann, der spaetere erste Praesident des Staates und damalige Vorsitzende der Zionistischen Weltorganisation, kaempfte verbissen um die Durchfuehrung dieser Idee. 1933 zogen Wetterwolken am europaeischen Horizont auf und was bis dahin ein Ideal auf lange Sicht war, wurde von einem Tag zum Anderen zu einer Lebensfrage Die Massenflucht verfolgter und ‘gepeinigter Juden aus Mitteleuropa begann, deren natuerliches Ziel das in der Balfourdeklaration proklamierte “Juedische Nationalheim” war. Doch die Mandatsmacht schloss die Pforten. Die Zahl derjenigen Juden, die durch dieses unmenschliche und durch nichts zu rechtfertigende Verhalten ihr Leben verloren, ist nicht zu ermessen. Aber mit der Haerte des Druckes, mit dem immer strengeren Verbot, wuchs auch der Gegendruck, wuchs die illega le Einwanderung, wurden diejenigen Institutionen gross, die spaeter zu Traegern des juedischen Staates werden sollten. Und inmitten der erschuetterndsten Katastrophe geschah das Wunder des juedischen Lebenswillens. Ein Wunder, von dem die Kaempfer des Warschauer Ghettos, die, den sicheren Tod vor- Augen, lie Mimsterpraesident Ben Gurion sen Bestrebungen ging die Pflege der sprachlichen Eigenart, die Anerkennung des Dialektes und endlich die Tendenz, aus den multinationalen Staatsgebilden, die das politiscne Bild Europas damals beherrschten, Nationalstaaten zu schaffen, was 1917 in den 14 Punkten Wilsons verankert werden sollte, in denen das nat i o n a 1 e Selbstbestimmungsrecht der Voelker zu einem Rechtsgrundsatz erhoben wurde. In die Zeit, in der diese nationalistische Welle maechtig in Europa anrollte, faellt das Wirken Herzls, dessen Werk eine Synthese zwischen der uralten Zionssehnsucht der verfolgten und gequaelten Juden und den damals modernsten westlichen Stroemungen darstellt. Das oestliche Judentum, dessen geistige Grundfesten durch die Haskalä (die Aufnahme westlichen Geistesgutes) erschuettert waren, nahm die neue Lehre der nationalen Befreiung mit Begeisterung auf. Hatten nicht Maenner wie Pinsker schon vorher die nationale Emanzipation gepredigt, war nicht die “Autoemanzipation” ein Vorlaeufer des “Judenstaates” gewesen? Auch unter den emanzipierten Juden des Westens fand die Idee viele Anhaenger, wenngleich sich die einflussreichsten Kreise gegen die Bewegung stemmten, da sie davon eine Schwaechung der Positionen, die sich die Juden im buergerlichen Leben errungen hatten, befuerchteten. Die Welt stand dem Projekt Herzls grundsaetzlich freundschaftlich gegenueber. Die Idee war verstaendlich, zeitgemaess und versprach gleichzeitig eine endgueltige Loesung der Judenfrage, mit der jedes Volk sich auf seine Weise auseinandergesetzt hatte. Dennoch, so schien es, konnte nur ein Wunder diesen Traum zur Wirklichkeit werden lassen. Wenngleich die westliche Welt dem Gedanken der juedischen Eigenstaatlichkeit wohlwollend gegenueber stand, so reagierten die Regierungen doch anders, wenn ihre Interessen durch die juedische Ansiedlung in Palaestina geschmaelert wurden. Die einflussreichen juedischen Kreise in den ausschlag gebenden Laendem distanzierten sich von Parade zum Unabhaengigkeitstag MAGBIT 5720 bedeutet Solidaritaet mit Israel und dem gesamten jüdischen Volk.