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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1960-01-01 · 1 (Enero, 1960) · p. Seite 4

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXII (1960)
Issue
1 (Enero, 1960)
Date
1960-01-01
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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4 BOLETIN INFORMATIVO ENERO 1960 GEDANKEN ZWISCHEN “Und drinnen waltet die züchtige Hausfrau...” Das klingt in der bewussten “Glocke” romantisch, beschaulich, fast gemütlich. Heute, wo sogar die Kirchenglocken elektrisch betrieben werden, sieht auch dieses Kapitel wesentlich anders aus, und ein neuer Schiller sollte uns einmal moderner und gerechter besingen. Und damit bin ich schon in medias res, mitten drinnen im meinem undankbaren Thema von heute, gestern, morgen und so weiter, und so weiter, in alle Ewigkeit, Amen, in der schaurigen Tretmühle des täglichen Kleinkrams der “züchtigen Hausfrau”. Es gibt Berufe aller Art und aller Interessen. In jedem einzelnen hat der Ausübende die Möglichkeit des Erfolges oder des Gegenteils. Jeden Beruf kann man zur Berufung erhöhen, kann durch Ideenreichtum daraus etwas Beschwingtes, Lebendiges schaffen und das rein materiell Zweckmässige in kreatives Schöpfen umgestalten. Dazu gehört ethische Auffassung der erwählten Tätigkeit, gesunder Ehrgeiz und persönlich vollster Einsatz. Es gibt dankbare und undankbare Berufe. Die dankbaren sind die, die leicht beobachtbar und äusserlich erfolgreich sind; durch sie wird man langsam und sicher (es gibt auch schnelle und unsichere Wege;) zum sogenannten “palo grueso” und damit hat man dann in der Berufswahl für sich und seine Kinder ausgesorgt. Dann beginnen allerdings andere Sorgen; nämlich, wie man besagten “palo” im Zustand des “Gruesotums” erhält. Aber das gehört nicht hierher. Die undankbaren Berufe sind die stillen, im Hintergrund kämpfenden Schatten - Tätigkeiten, die als selbstverständlich gelten und herzlich wenig Anerkennung erfahren. Einer ihrer dürrsten und unansehnlichsten Zweige ist ausschliesslich in weiblichen Händen und heisst bezeichnenderweise auf spanisch: “labores del sexo” Als hätten wir Frauen..., na schön, also darüber will ich jetzt garnicht sprechen. Natürlich hat unser Beruf grosse possitive Seiten. Unser Takt und Geschick, unsere Liebe zum Heim, ermöglichen es, daraus etwas Schönes, sehr Persönliches, Ethisches und Ästhetisches zu schaffen. Jede Häuslichkeit trägt unweigerlich den Stempel der Frau, ihrer persönlichen Auffassung von Sauberkeit, Gemütlichkeit und Frieden. Es ist edle Aufgabe, unseren Lebenskamaraden das Heim so zu gestalten, dass es Ruhepunkt und Glücksquelle bedeutet, und nicht zu Speisehaus und Schlafstelle degradiert. Dass dies oft mit technischen Schwfprt«k"i+o,i und kleinlichsten Widrigkeiten verbunden lat, erhom nncn wen. Die schlimme Seite unseres Berufes ist seine geisttötende Routine, das Untergehen im Kleinkram. Fast kein Mann anerkennt unsere Tätigkeit als Beruf; er sieht darin etwas Selbstverständliches, Go 11 g e_ wolltes, eine Bagatelle, die in keiner Weise mit seiner Betätigung zu vergleichen ist und die er erbarmungslos kritisiert, wenn sie nicht völlig reibungslos und hinter den Kulissen verläuft. Eine “nur” durch Haushaltführung übermüdete Frau wird ironisch belächelt, denn sie kann ja den ganzen 2 UND 3 Tag zu Hause bleiben und muss nicht “draussen” im täglichen Kampf stehen. Dass es auch bei Hausfrauen “Manager - Krankheit” gibt, ist mittlerweile anerkannte Tatsache. Jeder Mensch hat berechtigten Anspruch auf Privatzeit und nervliche Entspannung; beides sind oft Wunschträume für die verantwortungsvolle Hausfrau. Überaus bewunderungwürdig sind die Frauen, die ausserdem noch anderweitig berufstätig sind. Die Tücke des Objekts spielt in der Hauswirtschaft eine ganz grosse Rolle. Im ungeeignetsten Moment gerinnt die Milch, geht der Pisco zu Ende oder hat man (oh ewig wiederkehrende Qual!!) die Schlüssel verlegt. (Beruhigen Sie sich, das Dienstmädchen weiss immer, wo man sie versteckt hat). Die Waschfrau ist natürlich nicht erschienen, wenn man gerade das grosse Tischtuch braucht und der “maestro” hat einen sitzen lassen, wenn viele Gäste im Hause sind und die Besuchstoilette nicht funktioniert. Hat man sich entschlossen, den Rest des gestrigen Suppenfleisches aufzuwärmen, bringt der Mann 4 hungrige Gäste mit und erwartet ein Festessen. Ausgerechnet, wenn die kritische Schwägerin überraschend erscheint, hat man versäumt den Staubstreifen unter der Standuhr weg zu wischen und erkennt an den ironisch gehobenen Augenbrauen, dass sie es sofort bemerkt hat. Mit aller Sorgfalt hat man ein besonders interessantes Menu zusammen gestellt, um dem ausländischen Gast etwas zu bieten, — da spürt man sein würgendes Entsetzen beim loco-essen, oder hört, — zu spät — dass er allergisch auf Eier, Sahne oder simples Butterbrot reagiert. Der kleine Teufel der Tücke spukt von morgens bis abends durch das Haus und stellt uns ein Bein, wo er nur kann. Und wenn er durch Zufall einmal eine Gelegenheit dazu versäumt, springt seine treue und zuverlässige Gehilfin; das Dienstmädchen, jederzeit prompt ein. Nun schnell einen Blick auf meinen Tageskalender, der zum Glück für morgen einen ruhigen Tag verspricht. Da steht: Frühstück etwas früher: 6 Uhr 30. 7 Uhr 30 Massage (dabei Gasfiter, Vorhangwäscher, Maler und [Elektriker anrufen Bücherschrank räumen Zitronensaft einkochen 10 Uhr 30 Audienz bei der Schuldirektorin Almac Markt Bilderrahmen reklamieren (schon 4 Wochen ueberfaellig). Sandrico (es fehlen 3 Knöpfe vom letztgereinigten Anzug) Wäsche für morgen ausgeben Torte backen Pause von 2 bis 3 3 Uhr 15 Hausschneiderin abfertigen 4 Uhr zum Porzellankitter 5 Uhr: Frau Xypsylon hat sich angesagt (Vorsicht: La voz de [Chile para toda América!!) 6 Uhr Schulaufgaben mit Junior Geburtstagsgeschenk für Frau Zett besorgen Sprung zu Tante Klotilde Kaltes Abendbrot richten (Köchin geht mal wieder aus!) 9 Uhr 30 Bee’s zum Bridge. Wenn’s reicht, wollt ich ganz gerne noch dazwischen zum Friseur, 5 überfällige Briefe schreiben und ein heisses Bad nehmen. Das werde ich aber für übermorgen aufschieben müssen. (Da verzichte ich eben auf die Pause zwischen 2 und 3). .. .“und ruhet nimmer, und ruhet nimmer”. K. •9- DER “B’NE JISROEL” WALD 154) . 155) . 156). 157) . 158) . 159) . 169). 161). 162). 163) . 164) . Dr. Máximo Rafael. Dr. Leopold Rosenbaum, anlaesslich des 80. Geburstages des Herrn Karl Guggenheim. Julio Nussbaum, zum Andenken an Herrn Benjamin Feiwel, Fanny Feiwel geb. Nussbaum, Norbert Feiwel. Bruno Lichtenstein. Trude Hirschberg. Hans, Ruth, Debby und David Fischer. Johanna und Max Lewandowski, zum Andenken an Herrn James Lewandowski, Manasse Bergmann und Frau Rosa Bergmann, Max Bergmann, Salo Bergmann, Adolfo Bergman, Eva Koppenheim, Berta Preuss, Artur Lewandowski, Betty Crohn, Elly Elkeles. Karl Guggenheim, zum Andenken an seine Frau Alice Guggenheim. Elfriede Mendelsohn, zum Andenken an Frau Regina Friedmann. Bernhard Wolff, anlaesslich des 80. Geburstages des Herrn Hugo Schueftan. Willy Redlich, zum Andenken an Frau Rosa Oestreich de Seelig, Fraeulein Elly Oestreich, Fraeulein Ma r g a r e t e Oestreich, Herrn Hans Friedeberg, Frau Agnes Friedeberg, Herrn Herman Sereisky, Herrn Arthur Sereisky, Herrn Heinz Rothgiesser. 165) . Juan Jacusiel, zum Andenken an Herrn Kurt Jacusiel. 166) . Juan Jacusiel, zum Andenken an Herrn Philipp und Frau Caecilie Jacobius. 167) . Adolf Seidemann. 168) . Erna Brandenstein, zum Andenken an Herrn Alfred Brandenstein. 169) . Alfred Feldmann, zum Andenken an Herrn Edwin Goldenberg. 170) . Die Insassen des Altersheims, zu Ehren des Herrn Adolf Ebstein anlaesslich seiner Reise nach Israel. 171) . Karl Guggenheim, anlaesslich des 70. Geburtstages des Herrn Dr. Leopold Rosenbaum. 172) . Alfred Feldmann, zum Andenken an seine Frau Federike Feldmann. 173) . Guenter Mosse. 174) . Hubert Markiewitz. anlaesslich des Geburtstages von Herrn Adolf Seidemann. 156). Julio Nussbaum WAHL-ANEKDOTEN "Jeder Staat in der Welt hat eine eigene Arbeiterpartei, doch die Mapai ist die einzige Arbeiterpartei in äer Welt, die einen eigenen Staat besitzt" erklaerte Cherut-Abgeordneter Dr. S. Juniezmann. * * * Für Beibehaltung k°scherer Küche in der Armee trat Ministerpraesident Ben Gurion ein. "Ein jüdischer Soldat kann satt werden, selbst wenn er koscher isst, erklaerte er. * * * Dass Mosche Rabbenu unbedingt sephardischer und nicht aschkenasischer Abstammung ist, bewies Knessetabgeordneter J. Shoffmann (Cherut) bei einer Wahlversammlung sephardischer Waehler: “... sonst haette er doch Mosche Rabbinowitsch geheissen”. * * * Eine halbe Stunde lang versuchte Paula Ben Gurion eine Wiener Journalistin zu überzeugen, sie solle doch nicht in dieser antisemitischen Stadt wohnen, sondern nach Israel einwandern..., erst Aann erfuhr sie, dass die Journalistin gar keine Jüdin ist. Om* ilMlg* direkte Flugdienst zwischen Santiago, Papis und Hambupg «ia Frankfurt. Abflüge Santiago Montags und Freitags •SSsSisi? lUf Wöchentlicher Fracht und V Passagierdienst NORDDEUTSCHER LLOYD [bremen) HAMBURG.AMERIKA LINIE Hamburg) XKIasse zwischen Chile und Deutschland Ulli 4&M Generalagenten ULTRAMAR agencia Marítima limitada AGUSTINAS 1070 - 3.«* PI 8 O F O N O «6130 ll;lS¡#tSÍ

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