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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1959-11-01 · 11 (Noviembre, 1959) · p. Seite 8

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXI (1959)
Issue
11 (Noviembre, 1959)
Date
1959-11-01
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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8 BOLETIN INFORMATIVO Noviembre 1959 21 JAHRE NACH... (Schluss von Seite 6) ben sollte. Schon bekam er die rohe Faust eines Aufsehers mit solcher Gewalt in den Mund geschlagen, dass er umfiel. Als er noch dalag, wurde er höhnisch gefragt, ob er nun eingesehen habe, dass es besser sei, zu unterschreiben. Als Andenken an diesen “freiwilligen” Verkauf seines gutgehenden Geschaeftes blieben diesem früher sehr gut aussehenden Mann nunmehr falsche Vorderzähne und bleibende entstellende Narben an den Lippen. Eine letzte hier zu schildernde unerfreuliche Erinnerung; noch während ich Untergrund lebte, wurde mir eine Notiz zugesteckt, dass der Landes Bauernführer Theodor Körner für seine vorbildliche Aktion gegen den Sportplatz des “Bar Kochba” belobt worden war. Durch Zufall bekam ich als einziger Jude später zu sehen, welche rühmenswerte Taten er vollbracht hatte. Als die Stadt Leipzig diesen schönen, uns so teuren Sportplatz kaufte, wurde ich einige Monate später als Vorsitzender des “Bar Kochba” auf das Gelaende bestellt, um Befehle entgegenzunehmen. Der Landes-Bauemführer, der nicht etwa gleich seinem dichtenden Namensvetter den Heldentod in offner Schlacht gesucht, sondern den bequemeren Angriff auf tote wehrlose Gegenstände vorgezogen hatte, war dabei völlig sinnlos vorgegangen; denn es war damals schon bekannt, dass die Stadt Leipzig den Sportplatz enteignen wollte. Er hatte also nur deutsches Eigentum zerstört. Alle Toiletten, Dusch, und Garderoben- Räume wurden schwer beschädigt, die Fensterscheiben eines uns gehörigen und der Jugend- Hachschara dienstbar gemachten Hauses sowie dessen Inneneinrichtung gründlich zerschlagen, und man hatte sogar versucht, die Aschenbahn, auf der bei so vielen Sportfesten, darunter auch Makkabi - Meisterschaften, gelaufen worden waren, unbrauchbar zu machen. Dazu benötigte man aber Schipp- und Grabarbeiten, und solche proletarische Anstrengung war nicht nach dem Geschmack der prügelnden Helden. Es blieb also bei dem Versuch. Ich hatte das Protokoll über alle von mir besichtigten Zerstörungen und über den Zustand, in dem wir den Sportplatz übergaben, zu unterschreiben. Zu meiner freudigen Ueberraschung wurde uns, vielleicht durch ein Versehen des Beamten, nichts am vereinbarten Kaufpreis abgezogen. VI Diese grausamen Novembertage des Jahres 1938 öffneten endlich auch den letzten Juden in Deutschland die Augen. Viele waren früher blind gewesen, weil sie nicht sehen wollten. Jetzt trat ihnen die brutale Wahrheit krass entgegen. Freilich konnte damals noch niemand ahnen, dass bald darauf sechs Millionen unschuldiger jüdischer Menschen vernichtet wurden sollten; einfach weil solch eiskalte Mordlust weit über alles menschliche Vorstellungsvermoegen hinausging. 21 Jahre sind vergangen seit jener unseligen Kristallnacht mit den anschliessenden Hetzen auf gepeinigte Menschen! 21 kurze Jahre, in denen leider viel zu viele Juden schon wieder teilweise oder völlig vergessen haben, was damals ihnen selbst oder mindestens ihren Brüdern an Bösem angetan worden ist! Sie waren stets und sind noch heute die Geistesverwandten ihrer Väter, die Theodor Herzl als verstiegenen Utopisten verachtet und sich wütend gegen das Auftreten dieses Störers ihrer satten Ruhe gewandt hatten. Nach dem Pogrom von Kischineff, der doch verglichen mit der Kristallnacht und den Nazi - Morden in Osteuropa kaum mehr als ein Sturm im Wasserglas war, schrieb Theodor Herzl: “Kischineff ist überall, wo Juden an Leib oder Seele gequält, an der Ehre gekränkt, am Vermögen geschädigt werden, weil sie Juden sind”. Kischineff ist überall, wo Juden in der Gola leben, und kann sich immer wieder in gleicher oder sogar verschärfter Form aufs neue ereignen und sogar in den anscheinend zivilisiertesten Ländern!” Theodor H e r z 1 s wahrhaft seherische Worte sind unvergängliche brutale Wahrheit. Das ist für alle Juden, die klar zu erkennen vermoegen, die bleibende und unauslöschliche Lehre der Kristallnacht! iS»imna IcraHita' ZU FAMILIEN - FESTLICHKEITEN Telegramme BIumen-Abloesungspenden, Baeume, Goldenes Buch, Bar-Mizwah-Buch, Kinder-Buch des KEREN KAJEMETH LEJISRAEL Telefonische Bestellungen: 398101 (Gemeinde) oder 87707 EHEVERMITTLUNG in juedischen Kreisen bestens eingelührt Strengste Diskretion Huérfanos 886 — 69 piso — Of. 612 EDIFICIO ASTOR TEL. 36704 SÁ*í5í¿.>,-:v ¡Arriba ese ánimo! ¿Su niño se muestra retraído y se niega a estudiar? ¡Levántele el ánimo! Haga su desayuno más nutritivo, añadiéndole un apetitoso plato de NESTUM. NESTUM es un delicioso aerado con copos de trigo, cebada y avena, rico en vitaminas, calcio, proteínas, levadura, fósforo y hierro. NESTUM encantará. Y se prepara ál instante, de mil exquisitas maneras. plfli| Cómprelo en farmacias y en los principales emporios. ANZEIGENSCHLUSS am 30. Feine Mass Schneiderei Manfred Engel Monjitas 825 Of 204 Zwischenstock Fono 392430 Auch mitgebrachte Stoffe

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