Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXI (1959)
- Issue
- 10 (Octubre, 1959)
- Date
- 1959-10-01
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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6 BOLETIN INFORMATIVO Octubre 1959 Zum 12 Oktober (Schluss von Seite 4) sen Schiffen viele Haendler aus Portugal, die der “Hebraeischen Nation” angehoeren, ins Land kaemen, die dann an der Erforschung des Festlandes starken Anteil nehmen wuerden. Schon bald versuchte die Krone der Flucht der getauften und ungetauften Juden nach Uebersee einen Riegel vorzuschieben. In einem koeniglichen Erlass vom 22. Juli 1534 wurden die Beamten der “Casa de Contratación” daran erinnert, dass kein Beschnittener und auch kein Sohn oder Enkel eines Beschnittenen ohne besondere Erlaubnis den Boden Amerikas betreten durfte. Nichtsdestoweniger ahnte niemand, auch nicht die Inquisition, mit welch ungeheurer List und Zaehigkeit es die Juden verstanden, die Behoerden zu taeuschen und die Kolonien in Amerika zu erreichen, wo sie hofften, nicht unter der direkten Aufsicht der Kirchenbehoerden, wenigstens im Geheimen, wieder als Juden leben zu duerfen. Erst die Forschung unserer Tage hat darueber erschoepfend berichten koennen, obwohl es natuerlich nicht an bekannt gewordenen Faellen dieser Art mangelt, wie z. B. der des Luis de Carvajal, Gouverneur des Nuevo Reino de León, der, als Jude denunziert, sich auf dem Scheiterhaufen stolz zu seinem Judentum bekannte. Dieser Luis de Carvajal hatte einen Neffen, der als Lehrer und Rabbiner in den heimlich weiter bestehenden juedischen Gemeinschaften taetig war. Die Faeden, welche die spanischen Juden miteinander verbanden, waren sehr eng geknuepft und besonders die sefardische Kolonie in London begann bald sehr einflussreich zu werden. Unter der Koenigin Elisabeth spielte, wie Cecil Roth berichtet, ein gewisser Héctor Núñez eine wichtige Rolle, Er hatte ein genaues Informationssystem eingerichtet und genoss das volle Vertrauen der englischen Regierung, die er ueber die Vorgaenge in Spanien und Amerika informierte. Er war der erste Mensch, der in England ueber die “Invencible Armada” berichtete. Im darauf folgenden Jahrhundert unterstuetzte ein Jude, Simón de Cáceres, die Englaender bei der Eroberung Jamaicas und machte bei dieser Gelegenheit den durchaus ernst gemeinten Vorschlag, eine juedische Armee auszuruesten, die unter englischer Flagge Perú und Nordchile erobern sollte. Es ist kaum vorstellbar, wie sich die Geschichte entwickelt haette, wenn dieses Projekt zur Durchfuehrung gelangt waere. Nach allgemeiner Ansicht der Historiker war auch Campoe Sabatta, der Lotse, der die Schiffe der Englaender Penn und Venable nach Jamaica brachte, ein Jude. Ebenso aber war es auch der spanische Kommandant in Jamaica, Acosta, der sich nach langem Kampf den Englaendem ergeben musste. Diese Unterstuetzung Englands in seinem Kampf gegen Spanien und das allgemeine Interesse, dass die juedischen Kreise Europas Amerika entgegenbrachten, ist jedoch nicht nur aus der tragischen Hass- Liebe der vertriebenen Juden gegenueber Spanien zu verstehen. Nicht nur der Wunsch nach Rache fuer die erlittenen Demuetigungen und Verfolgungen waren die Triebfedern dieses Verhaltens, sondern auch der Wunsch, in Amerika ein neues, gelobtes Land zu entdekken. Antonio de Montesinos — Aaron Levi— gab 1644, nach seiner Rueckkehr aus Amerika, ein Buch heraus, in dem er gestuetzt auf die Behauptungen eines getauften Mestizen, erklaerte, dass sich in Amerika Abkoemmlinge des Stammes Rüben befaenden, die von Spaniern und Indianern gleicherweise verfolgt wuerden. Montesinos selbst ging spaeter nach Brasilien, wo er versuchte diesen Geruechten, die ihn bis auf sein Totenbett verfolgten, nachzuforschen. Mehr war nicht noetig, um unter den Juden Europas einen Sturm messianischer Begeisterung zu entfachen. Manasse Ben Israel, Rabbiner von Amsterdam, veroeffentlichte damals sein Buch “Die Hoffnung Israels”, welche das von Montesinos geschilderte Auftauchen der verlorenen Staemme als das erste Anzeichen der Ankunft des Messias deutete. Am Abend des Tischa B’Aw 1492, am selben Tag an dem Spanien die Vertreibung der Juden verfuegte, verliessen die Schiffe des Kolumbus den Hafen von Cadiz. Die Expedition, die an einem Tag der Vernichtung begann, war der Auftakt zu einer Epoche der Kolonisierung und Entwicklung, die mit dem Entstehen der freien Nationen Südamerikas erst wirklich begonnen hat. Die Voelker dieses von einem Juden entdeckten Kontinents, haben gezeigt, dass sie sich der historischen Verbundenheit mit dem juedischen Volk bewusst sind. Als wir vor Hitler fliehen mussten, als die Vereinten Nationen ueber die Gruendung des Staates Israels debattierten, da waren es die Laender Lateinamerikas, die sich fuer uns einsetzten. Dieses neuen Beweises der durch die Jahrhunderte hindurch dauernden Verbundenheit der Voelker Lateinamerikas mit Israel zu gedenken und daran die Hoffnung zu knuepfen, dass sich die Beziehungen zwischen diesen beiden Gruppen, die einander so unendlich viel verdanken und die sich gegenseitig so tief beeinflusst haben, in Zukunft noch enger gestalten moegen, ist der Sinn dieser Betrachtungen zum “Dia de la Raza”. H . E. CJ&ovwifioo liquido * polvos v crema ¿Arriba ese ánimo! *S« ¿Su niño se muestra retraído y se niega a estudiar? ¡Levántele el ánimo! Haga su des ayuno más nutritivo, añadiéndole un apetitoso plato de NESTUM NESTUM es un delicioso generador de energías, elaborado con copos de trigo, cebada y avena, rico en vita minas, calcio, proteínas, le vadura, fósforo y hierro. NESTUM encantará. 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