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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1959-10-01 · 10 (Octubre, 1959) · p. Seite 4

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXI (1959)
Issue
10 (Octubre, 1959)
Date
1959-10-01
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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4 BOLETIN INFORMATIVO Octubre 1959 Zum 12. Oktober w cfeétea* 1 W. I. Z. 0. Für die letzten Monate dieses Jahres hat unser Centro eine neue Arbeit proklamiert, zu der wir alle Chaweroth aufrufen. Wir werden eine Verlosung durchführen, die 6 wertvolle, gestiftete Preise zur Verteilung bringen wird und deren Hauptgewinn in einer Waschmaschine besteht. Der Erloes dieser “Rifa” geht direkt an das von uns betreute Kinderheim "TiberiasWir moechten noch erwaehnen, dass unser juengster Ehrengast, Frau Rebeca Sieff, Praesidentin der Weltwizo, in ihren Ausführungen betont hat, dass dieses Baby und Kinderheim sich hervorragend entwickelt habe und zu einem wesentlichen Faktor der Wizoarbeit geworden sei. Da wir aus so prominenter Quelle erfahren haben, welch wichtige Aufgabe wir übernommen haben, dürfen wir weniger denn je in unseren Anstrengungen nachlassen und sind davon überzeugt, dass alle Chaweroth ihr bestes leisten werden, um diese Rifa zu einem unserem Centro würdigen Erfolg zu bringen. PROGRAMM Vor rund 450 Jahren, am 12. Oktober 1492, eiiuellte sich der Wunschtraum einer der raetselhaftesten Gestalten, die das juedische Volk hervorgebracht hat. Cristoph Kolumbus —Cristóbal Colón— Spross einer in Italien ansaessigen sefardischen Familie, hatte den Weg nach Amerika gefunden. Wohl kaum ist die Herkunft eines Menschen so in Dunkel gehuellt und von Geheimnissen umwittert wie die dieses Mannes, aber seine juedische Herkunft wird von den meisten spanischen und lateinamerikanischen Historikern nicht mehr bezweifelt, sondern als feststehende Tatsache angesehen. Salvador de Madariaga, einer der wichtigsten zeitgenoessischen Geschichtsschreiber Spaniens erklaert in seinen grundlegenden Werken “Vida del muy magnífico señor don Cristóbal Colón” und “Cuadro histórico de las Indias”, dass er nach langen Untersuchungen zu diesem Ergebnis gekommen sei, da alle wirklich beweisbaren Tatsachen dafuer sprechen, Er fuehrt u. A. folgendes an: “... Cristóforo Colombo war ein junger Weber aus Genua, der Seefahrer wurde. Er war Autodidakt, las zwar Italienisch, konnte diese Sprache jedoch nicht schreiben; dagegen sprach und schrieb er Spanisch wie seine Muttersprache, ehe er sich noch in Spanien niedergelassen hatte. Sein Latein war das eines Spaniers, obwohl er auch diese Sprache erlernte, bevor er nach Kastillien kam. Er war ein Genuese, dessen Italienisch die Sprache eines ungebildeten Menschen war, der jedoch auf allen Gebieten spanischer Kultur glaenzte. Seine ganze Persoenlichkeit ist religioes durchtraenkt und weist Zuege auf, die in damaliger Zeit charakteristisch fuer die spanischen Juden waren: Der Glaube an eine ihm von Gott aufgetragene Mission, als deren Prophet er sich fuehlt; die Ueberzeugung seiner Auserwaehltheit; seine staendige Identifizierung mit Gestalten des biblischen Judentums, wie sein Ausspruch beweist: “...David war ein Hirte und der Herr waehlte ihn aus, das Volk Israel zu beherrschen. Ich bin ein Diener desselben Gottes, der auch David erhoehte”. Von seiner Religiositaet zeugt auch seine tiefe Anhaenglichkeit an Palaestina und der immer wieder ausgesprochene Wunsch, er moege in der Lage sein, einen Beitrag dazu zu leisten, dass das heilige Land von den Tuerken befreit wuerde. So schreibt er an die Koenigin von Spanien: “... Ich moechte Eure Majestaet bitten, alle die Reichtuemer, die Euch meine Entdeckungen einbringen werden, zur Befreiung des Heiligen Landes zu verwenden”. Die eben genannten Zuege sind typisch fuer den getauften spanisch-juedischen Aristokraten, der trotzdem nicht aufhoert, sich als Angehoeriger des juedischen Volkes zu betrachten. Ein weiteres Licht auf seine Haltung mag vielleicht der oftmals wiederholte Satz werfen, dass er nicht der erste Admiral in seiner Familie sei. Die Historiker beziehen diese Bemerkungen auf eine etwaige verwandschaftliche Beziehung zu dem franzoesischen Flottenfuehrer Casenove-Coullon, unter dessen Kommando Kolumbus gegen Genua kaempfte.Die juedische Abstammung Coullons ist erwiesen. Auf Grund dieser und noch vieler anderer Tatsachen, kommt Madariaga zu dem Schluss, dass “... es nur eine einzige vemuenftige Erklaerung fuer diese Dinge geben koenne: Die Familie Colombo waren spanische Juden, die in Genua ansaessig waren, der spanischen Sprache und Tradition treu blieben und ueber ausgedehnte internationale Verbindungen verfuegten, die es dem jungen Cristöforo moeglich machten, Dinge zu erlernen und mit Kreisen Verbindung zu bekommen, die fuer gewoehnlich einem Weber verschlossen sind”. Zur gleichen Zeit, in der ein Jude Spanien ein Imperium schenkte, vertrieb dieses Land seine juedischen Bewohner und legte damit den Keim zu seinem spaeteren Niedergang. Keinen schlimmeren Feind konnte sich Spanien schaffen als seine Juden, die nicht nur die Sprache und Kultur in die Verbannung mitnahmen, sondern auch die spanische Unversoehnlichkeit dem Todfeinde gegenueber. Dennoch, nicht alle Juden verliessen Spanien und die spanischen Gebiete. Viele Hessen sich scheinbar taufen, um im Geheimen weiter Juden zu bleiben und der Kontakt dieser Menschen mit der juedichen Welt blieb bestehen. Ein geradezu gespenstisches Beispiel, wenn man die spaetere Entwicklung bedenkt, ist es, dass die ersten direkten wirtschaftlichen Beziehungen der deutschen Seestaedte Hamburg und Bremen mit Suedamerika, durch die “Hamburger Portugiesen” hergestellt wurden, die in engem Kontakt mit ihren Glaubensbruedern in Amerika blieben. Die juedisches Bevoelkerung Suedamerikas in damaliger Zeit muss verhaeltnismaessig gross gewesen sein. In einem Brief vom 26. Oktober 1606 klagte z. B. der Bischof von Puerto Rico darueber, dass auf den von Portugal kommenden Schiffen viele ketzerische Schriften eingeschmuggelt wuerden. In diesem Zusammenhang erwaehnt er auch, dass auf die- (Fortsetzung Seite 6) GRUPPE HENRIETA SZOLD Ausnahmsweise, Dienstag 27. Okt. nachm. 5 Uhr, gemeinsam mit Gruppe V. Weizmann. Donnerstag, 5. Nov. 59, nachm. 5 Uhr GRUPPE GOLDA MEER Montag, 2. Nov. 59. abends 9 Uhr Montag, 16. Nov. 59. abends 9 Uhr GRUPPE HANNAH MAISEL Dienstag, 20. Okt. 59. nachm. 5 Uhr Dienstag, 3. Nov. 59. nachm. 5 Uhr GRUPPE VERA WEIZMANN Dienstag, 27. Okt. 59. nachm. 5 Uhr Dienstag, 10. Nov. 59. nachm. 5 Uhr GRUPPE AHAWAH Mittwoch, 4. Nov. 59. nachm. 5 Uhr GRUPPE HANNA STEINER Montag, 19. Okt. 59, nachm. 5 Uhr Montag, 9. Nov. 59, nachm. 5 Uhr Cocktail meiner Reise Frau Dully Kleiner Buecher, die unsere Geschichte beeinflussen Herr Rabbiner Egon Loewenstein Neues aus aller Welt Frau Cilly Reich Frauen sprechen ueber ihren Beruf Leitung: Frau Edith Goldschmidt Meine Israelreise Frau Ella Rosenstein Peter Paul Rubens Frau Lisi Sender Cocktail meiner Reise Frau Dully Kleiner Franz Werfel: Die Vierzig Tage des Musa Dagh Frau Roma Steiner Gesprochene Zeitung Neues ueber Blumen und Gaerten in Haifa, Zuerich und der Riviera Frau Dully Kleiner Gedanken zur Staatswerdung GEDANKEN ZWISCHEN 2 UND 3 Als ich 15 Jahre alt war, malte ich mir die Lippen heimlich zartrosa an. Einmal vergass ich sie mir vor der Haustüre abzuwischën. Ich bekam eine schallende Ohrfeige von Papa. In der Schule imponierte uns die vielbewunderte, “mondäne” Tochter eines Schauspielers mächtig, als sie uns belehrt, dass man “teuflisch” aussieht, wenn man sich die Augenbrauen mit abgebrannten Streichhölzern nachzieht. Wie kamen wir Gänschen uns erwachsen und herrlich “verderbt” vor, wenn wir uns unbeholfen und grotesk anmalten, sobald wir zu unserem wöchentlichen Kränzchen zusammen trafen. Blutrot gefärbte Fingernägel sah ich mit Entsetzen zum ersten Mal im Jahre 1929 in Spanien. Meinen ersten offiziellen Lippenstift kaufte ich mit 25 Jahren. Da war ich schon 8 Jahre verheiratet. Gestern sah ich staunend zu, wie mein 16-jähriges Töchterlein sich für einen simplen Kinobesuch das Gesicht “anzog”. Da wurden sorgfältigst die verschiedensten Crèmes benutzt. Angefangen vom Unter-Puder- Fond bis zur fein aufgetragenen Ueber-Puder-Schicht. Da gibt es Bürstchen für Brauen und Wimpern, blaue und grüne Pomade für die Augenlider und Stifte für die Augenwinkel. Ein ganz verzwickt aussehender Apparat biegt die Wimpern nach oben, wo sie dann mit Farbe “gewichst” werden. (Als Tribut an die Jugend verwendete meine Tochter dazu, statt Wasser, ihre eigene Spucke!). Schnell in die Mokassins getreten, in den üblichen Rock und viel zu grossen Jumper geschlüpft, die bunten Strümpfe glatt gezogen, den vielgeliebten Montgomery übergehängt und —husch, husch, “Adios Mami”, polterte das ganz verrückt angezogene, bühnenmässig geschminkte Geschöpfchen die Treppe hinunter. “Halt’, rief ich erschrocken, “halt, Du bist ja noch nicht frisiert!, “Mitten im Sprung über 3 Stufen wurde mir ein zu tiefst bemitleidender Blick zugeworfen. Hatte ich noch immer nicht begriffen, dass heute “unfrisiert” die raffinierteste Frisur ist?! Sind wir Mütter nun dumm oder haben wir an Geschmack verloren, dass wir unsere jungen Töchter wie Karikaturen herum laufen lassen? Oder kommt nur mir dieser lächerliche Widerspruch zwischen den übermässig, in jugendUcherUebertreibung zurechtgemachten Gesichtchen und der saloppen Kleidung so sinnlos vor? Sportlich gekleidete junge Mädels — natürlich ist dagegen nichts einzuwenden, selbst wenn der Abend dafür bestimmt nicht die richtige Tageszeit ist. Der überlebensgrosse, dicke, wollene Jumper, der Uniform geworden ist, (und der nur dann “richtig” ist, wenn er mindestens 3 Nummern zu gross ist!) gehört auf’s Skifeld und nicht in’s Stadtbild oder in den Hörsaal einer Universität, vom Theater ganz zu schweigen. Ueber Geschmack lässt sich nicht streiten. Aber ich glaube die Mode hat Auswüchse gezeitigt. Unsere Jugend Mode Sünde der viel zu kurzen Röcke und Taillen in Popo-Tiefe war alles andere als schön. Aber selbst wenn man von allen Geschmacksfragen absieht, bleibt eine Tatsache bestehen, dass das junge Mädchen von heute ausgesprochen schlampig wirkt. Die völlig flachen Schuhe, die einen tadellosen Gang bedingen, um graziös, wie Ballet- Schuhe zu wirken, sind meistens latschig und schiefgetreten. Erst dann sind sie zünftig. Schickt sie die entsetzte Mutter zum Schuster, werden sie wegen zu fester Sohle abgelehnt und voll Verachtung in den hintersten Winkel des (nicht allzu ord entliehen) Schrankes vergraben. Handschuhe werden prinzipiel nicht getragen. Dafür beobachtet man aber auch kaum ein junges Mädel, das nicht die Nägel bis zur Wurzel abgekaut! Welche grässliche Angewohnheit! Wie passt das zum gemalten Gesichtchen? ¡Und die Haare, Du lieber Himmel, die Haare!!! Was im Film, für 2 Stunden Amüsement, an Brigitte Bardot ganz pikant und originel wirkte, glauben nun unsere Töchter als normals Frisur tragen zu können. Zottelig und ungepflegt, ohne Glanz (denn Bürste wird keine benutzt) und ohne Form hängt die sogenannte Zierde der Frau wirr in die Stirne. Dazu kommt, dass schon die Schulmädels anfangen, sich weiss-gelbe Strähn'en in’s dunkle Haar zu färben, oder mit grau gepuderten Röllchen kokettieren . Die Mode der modernen Frau hat Altersunterschiede verwischt. Heute trägt Mutter und Tochter die gleichen Farben, den gleichen Schnitt. Die jugendliche Grossmama geht mit der Enkelin in Shorts zum Tennisplatz und springt im Bikini vom hohen Sprungbrett in’s Sch wimmbasin. Wenn andere Frauen sich darüber den Mund zerreissen, ist es meistens Neid auf die guterhaltene ngur. OBERHEMDEN KRAVATTEN ■aemti. Herrenartikel Alejandro Lande MONEDA 1055 — Fono 81178 Gott sei Dank ist die Zeit der Capotthütchen und Stehbündchen vorüber; es bleibt jeder Frau überlassen, sich mit Takt und Anstand das Alter zu geben, das sie auf der untersten Grenze aushalten kann, ohne sich lächerlich zu machen. Dass die Jugend die Höchstgrenze des Alters für sich aussucht, ist normal. Aber, bitte, lasst das gepflegt, sauber, ästethisch und harmonisch geschehen! K...g. Daunendecken Importierte Inlets u. Steppdecken Neubeziehen u. Umarbeitungen MODERNE BEZUGSTOFFE auf Lager Schlafsacke f. Ausfluegler Max Wetzstein Av. M. Montt 2656 Tel. 43379

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