Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXI (1959)
- Issue
- 8 (Agosto, 1959)
- Date
- 1959-08-01
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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BOLETIN INFORMATIVO Agosto 1959 8 DAS NEUE DEUTSCHE "ALLBUCH" “Allbuch” nennt sich der neue Brockhaus, der in fünf Bänden herauskommt, von denen zwei bereits erschienen sind. Im Lexikon zu blättern ist nicht nur ein bekanntes Vergnügen für Halbwüchsige. So wie der Inseratenteil der Tagespresse ein objektiveres Bild der Wirtschaftslage geben mag als der Leitartikel, so sagen auch die scheinbar objektiven Angaben der Enzyklopädien mehr aus über die geistige Haltung ihrer Verfasser oder der Kreise, an die sie sich wenden, als beabsichtigt ist. Der Brockhaus steht typographisch auf der Höhe. Uns interessieren jedoch hier nicht klare Da rstellungen der menschlichen Anatomie oder naturgetreue Bilder v. Edelsteinen oder Fischen. Für uns ist es bezeichnend, was z. B. über Jisrael und was über den Nationalsozialismus den Lesern mitgeteilt wird. Die beiden vorliegenden Bände reichen bis zu dem Buchstaben “I” Der Abschnitt “Israel” umfasst zwei volle Spalten mit den wichtigsten Angaben. Merkwürdigerweise wird Elath hier und an mehreren anderen Stellen “Elyat” genannt, was wohl auf einen Druckfehler zurückgeführt werden kann, der systematisch wiederholt wurde. Die Bemerkung: “Der Unterschied zwischen westlichen und östlichen Juden ist hoch sehr gross” dürfte dem deutschen Leser kaum verständlich sein. Die Behauptung, dass der grösste Teil der Kulturlandes dem Jüdischen Nationalfonds gehört, trifft wohl kaum zu, wenn man die Zitrusgegenden berücksichtigt. Der Maulbeerbaum ist nicht typisch für die Berge. Als Flughäfen werden neben Lod Haifa und Tel Aviv genannt. Ferner werden acht Rundfunksender gemeldet. Unzutreffend ist die Bemerkung, dass es viele Privatschulen, besonders von Gewerkschaften gibt. Unsere Kriegsstärke soll 250.000 betragen. Irreführend ist es zu sagen, dass die Aegypter 1948 Gaza eroberten, wir jedoch den im Teilungsplan vorgeschlagenen Besitzstand im wesentlichen halten konnten, denn Gaza war ja damals nicht in jüdischer Hand. Ben Zwi hat auf S. 641 den Vornamen Itzaak. “Israel musste den Gazastreifen unter dem Druck der Vereinigen Staaten räumen”, von russischer Pression ist nicht die Rede. Ausgesprochen falsch ist die Einteilung der Bevölkerung in Juden, Araber, Drusen und Christen, denn die Letzteren sind ja auch giVsstenteils Araber, während es bei der zweiten Gruppe “Mohammedaner” heissen müsste. In der Ueberschrift wird Israel “Medinet I.” genannte, nachher wird von der Ausrufung des jüdischen Staates “Erez Jissrael” gesprochen. Be» Gurion ist mit kurzer Biographie und Bild vertreten. Dass er mehrere geschichtliche Bücher über Palästina verfasst hat, ist wohl eine Verwechslung mit Ben Zwi, von dem ebenfalls ein Bild erscheint. Auch von Martin Buber ist ein Bild abgedruckt. Unter seinen Werken wird die Bibelübersetzung nicht erwähnt. Unter dem Stichwort “Chassidismus” liest man, dass die Zionisten dessen Erneuerung erstrebten. Von Freud wird berichtet, dass er bereits 1902 zum Professor in Wien ernannt wurde, eine offenbar neue Entdeckung. 1938 emigrierte er nach London, sagt das Allbuch. Irgendein Grund für seine Auswanderung wird bei ihm ebensowenig vermerkt wie bei Einstein oder Feuchtwanger, Demgegenüber sei betont, dass die Abschnitte über Antisemitismus sachlich und instruktiv sind. Bemerkenswert sind auch die vielen Stichworte, die jüdische Dinge behandeln wie biblische Figuren, H a g g a d a, Chasan, Chasaren, Bergjüden, Beni Israel, Achad Haam, Leo Baeck, Heine (besonders gelungen). Das Allbuch behauptet unter dem Stichwort “Apfelsine”, dass die Jaffa erränge eine zitronengelbe Schale habe, was darauf schliessen lässt, dass unsere Früchte in Deutschland weniger bekannt sind, als wir nach den grossen Mengen, die dort verkauft werden, annehmen müssten. Neu war mir, dass man mit dem Wort “Iwrith” das heute in Jisrael gesprochene Hebräisch bezeichnet im Gegensatz zum Neuhebräisch der Mischnah. In der kleinen Bildtafel der hebräischen Schrift ist leider durchweg statt eines Beth ein Kaf gedruckt und das Chirek mit “ae” transkribiert. Die Nazigrössen, von Hitler angefangen, werden sämtlich ohne Bilder gebracht. “Hitler ist für die Schrecken des totalen Kriegs in erster Linie massgeblich und verantwortlich”. Die Kurzbiographien von Göbbels, Goering und Himmler suchen nichts zu verschleiern. Auffällig ist, dass bei den Städten des ehemaligen Pommern und Schlesiens vermerkt ist “seit 1945 unter polnischer Verwaltung”, eine eigenartige Audrucksweise, wenn man die Oder-Neisse-Linie als endgültige deutsch-polnische Grenze ansieht. (“M, B,”) HANNA ELKAN WMmmÉÊÊw. mWfK iHitl ¡Arriba ese ánimo! ¿Su niño se muestra retraído y se niega a estudiar? ¡Levántele el ánimo! Haga su desayuno más nutritivo, añadiéndole un apetitoso plato de NESTUM. 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