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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1959-07-01 · 7 (Julio, 1959) · p. Seite 14

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXI (1959)
Issue
7 (Julio, 1959)
Date
1959-07-01
Page
Seite 14 (sequence 14)
Language
German
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14 BOLETIN INFORMATIVO Julio 1959 "STRAHLENDE SONNE" IN STRAHLENDER SONNE Von Dr. Abner Nechushtan (Tel. Aviv) Was die aus saemtlichen Richtungen der Windrose hierher in ihren Staat zusammengestroemten Juden fuer Globetrotter aller Art zunaechst zu solcher Sensation gemacht hat, buesst wahrscheinlich schon heute, da er nicht mehr ganz so funkelnagelneu wie anfangs ist, manches von seiner Anziehungskraft ein, und das ist im Grunde nur gut. Dagegen sind sie selber fuer jedes von Besuchern gespendete Wort der Anerkennung ruehrend empfaenglich geblieben. Und kommt der Gast gar aus exotischen Fernen, ist kein Ende dieses Enthusiasmus abzusehen. Dem entsprach waehrend der jetzt zu Ende gegangenen acht Tage des Besuchs der “Strahlenden Sonne”, des burmanesischen Ministerpraesidenten und Generalstabschef Ne Win eine Hochstimmung die sich von den amtlichen Spitzen mit Windeseile ueber die gesamte Oeffentlichkeit ergoss. In strahlender Sonne bereiste der Gast, dessen jetziger Name eben dies und nichts anderes bedeutet — urspruenglich hatte er Maung Shu Maung geheissen — die drei grossen Staedte des Landes, Jerusalem, Tel Aviv, Haifa, und erwies dem Forschungsinstitut in Rechowoth, das den Namen des verstorbenen ersten Staatspraesidenten Israels, Prof. Weizmann traegt, und dem Grab Weizmanns die in solchen Faellen uebliche Reverenz; aber auch militaerischen Installationen, Ruestungsfabriken und sonstigen Industriewerken aller Art wandte er seine Aufmerksamkeit zu, drang bis in abgelegene Neusiedlungs- Bezirke der Steppen des Negew vor, und liess es sich nicht nehmen, dort im Landessueden einen Tag in Sde Boker, dem Ruhesitz David Ben Gurions zu verbringen. Phasen einer Anfreundung Seitdem einer der Amtsvorgaenger Ne Wins, U Nu, der sich als betont religioeser Buddhist mehr noch denn als Staatsmann weit ueber die Grenzen Burmas hinaus einen Namen gemacht hatte, im Mai 1955 hierher gekommen w'ar, fuellen neben den geliebten altgriechischen Philosophen ganze Reihen von Werken der asiatischen Denker Ben Gurions, Buecherschraenke in Sde Boker. Mehr ueber Buddha als ueber die Dinge der Politik hatten die Beiden damals geplaudert, wie man weiss. Doch wurde und blieb diese Gemeinsamkeit geistiger Interessen selbstredend nicht der einzige Ansatzpunkt der exemplarisch guten Beziehungen der zwei Staaten. Da die “Antifaschistische Volksliga”, deren Fuehrer U. Nu lange Jahre war auf ungefaehr dasselbe demokratischsozialistische Programm wie Ben Gurions Partei eingeschworen ist, war es ein gut durchdachter Beschluss der israelischen Regierung gewesen, schon zu Beginn des Jahres 1953 den damaligen Aussenminister M. Schareth nach Rangoon zur Sozialistenkonferenz der asiatischen Staaten zu delegieren. Rund um Ben Gurion gibt es kaum Jemanden von gleicher vielsprachiger Beredsamkeit und gewiss Niemanden von der Vertrautheit Schareths mit den Lehren aller nur denkbaren sozialistischen Theoretiker. Was er in Burma damit an Sympathien fuer den juedischen Staat schuf, brachte, ein anderer Vertreter dieses Kreises danach zu praktischer Auswirkung, der erste von hier nach Rangoon entsandte Botschafter, David Hacohen, ein Mann von ueberschaeumendem, voellig undiplomatischem Temperament, der sich in seiner souveraenen Verachtung jedes “Protokolls” dort genau so lebhaft um wirtschafts - politische Dinge kuemmerte wie vorher in Israel, als Gruender und langjaehriger Spiritus rector des groessten Genossenschaftskonzerns der hiesigen Landesgewerkschaft. Ihren Ausdruck fand die solchermassen in religioesen Disputen ebenso wie in wirtschaftlichen Interessen verankerte Freundschaft auf dem Gebiet der Hohen Politik, als U. Nu’s erster Nachfolger, der burmanesische Ministerpraesident U Ba Swe, im November 1956 als einziger asiatischer Staatsmann waehrend der Sinai - Aktion verstaendnisvolle Worte fuer die Zwangslage Ben Gurions fand. Mindestens dieselbe Beweiskraft fuer dies Freundschaftsverhaeltnis hatte es, dass schon in jenen Jahren des Kommens und Gehens burmanesischer und israelischer Delegationen kein Ende war. Was dem buddhistischen Lebensreformer U Nu besonders imponiert hatte, war der Kibbuz, die Form der Gemeinschaftssiedlungen der juedischen Arbeiterjugend; ein Jahr nach seiner Israelreise begab sich auf seine Anregung eine erste Gruppe solcher Siedler nach Burma, um mit Versuchsfarmen auf der gleichen kollektivistischen Grundlage festzustellen, welche Moeglichkeiten es zur Aufschliessung riesiger Oedflaechen in der noerdlich gelegenen Shann-Provinz gaebe Die Kleinbauern dieser Gegend verblueffte es so, “Weissen” zum ersten Mal nicht als fremden Nabobs zu begegnen, sonl...debe SER y SERÁ SU BAHCOj^ Surgió del esfuerzo oe la Colectividad ‘ Ha estado unido a la Colectividad. Su APOTO HA CONCRETADO NUESTRAS INICIATIVAS. Seguirá colaborando en TOOA OBRA IMPORTANTE. Aprecia, como CLIENTE, SU SOLVENCIA MORAL. i u i 1 I8Ü tLE ABRIMOS SU CUENTA SIN MOLESTIAS 1 EMPLEADO DE CONFIANZA SAN ANTONIO 5 ESQUINA MONEDA dern als arbeitenden Menschen, dass es Monate dauerte, bis die Vorhut ihr Misstrauen ueberwunden hatte. Heute stehen in dieser Gegend unuebersehbare Weizenfelder in Bluete. Und dass General Ne Win diese Entwicklung auch im Bann seines militaerischen Denkens foerdert, wird verstaendlich, wenn man bedenkt, welche Rolle die zumeist an den Grenzen liegenden Siedlungen der Form des Kibbuz in Israel auch sicherheitspolitisch spielen. Fuer eine Grenzprovinz wie das nordburmanesische Shaan-Gebiet gilt das Gleiche. Ein Experte und "gefiIIte Fisch” Fueglich ging es bei der Unterhaltung in Sde Boker, dem buen retiro Ben Gurions, diesmal nicht um die letzten Dinge des Glaubens und der Metaphysik, sondern um etwaige weitere militaerische Lieferungen im Anschluss an die Spitfires, die die israelischen Armeebehoerden dem befreundeten Burma schon vor Jahren zur Verfuegung gestellt haben, und um andere, damit verwandte Moeglichkeiten. “Strahlende Sonne” war stark beeindruckt, als er zwei Tage spaeter einer Uebung von Fallschirmspringerinnen beiwohnte und von einem der jungen Maedchen einen Strauss Gladiolen ueberreicht bekam, der den Weg durch die Luefte am Busen der bildschoenen Soldatin zurueckgelegt hatte. Uebrigens soll es keinen geringeren Eindruck auf ihn gemacht haben, als sich der Gewerkschaftsfuehrer, dessen Gast er an einem der Tage war, nach der ersten Haelfte des Diners zu einem Trinkspruch erhob, um den Gast schonend darauf vorzubereiten, dass ihm als naechstes Gericht nach dem vertrauten Reisauflauf “gefillte Fisch” serviert werden wuerden, eine der im europaeischen Osten so beliebt gewesenen juedischen Nationalspeisen. Gestaerkt an Leib und Seele begab er sich im Anschluss daran zu den Nescher-Zementwerken oestlich Tel Avivs, an jener im Kriege 1948 gebauten Chaussee, die hier im Volksmund bis heute bezeichnenderweise “unsere Burma-Strasse” heisst — und erlebte dort eine dritte, nicht minder eindrucksvolle Ueberraschung. Um den Betriebsleiter, M. Blech, sei zwischen Israel und Burma seit langem foermlich gekaempft worden, erfuhr er jetzt; vom burmanesischen Aufbau-Ministerium sei der Mann als Experte wieder und wieder angefordert worden, waehrend sich die Nescher- Direktion staendig geweigert habe, einen derartigen Fachmann abzugeben. Einige Worte des illustren Besuchers — und die Direktoren liessen sich umstimmen. Dieser Staat hier wird um einen Experten aermer sein; aber bereichert um die Ergebnisse des Besuchs der “Strahlenden Sonne” Und zum feierlichen Empfang des israelischen Staatspraesidenten Jizchak Ben Zwi den General Ne Win fuer Gegenbesuch eingeladen hat, werden in Rangoon schon jetzt die Vorbereitungen getroffen...

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