Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXI (1959)
- Issue
- 7 (Julio, 1959)
- Date
- 1959-07-01
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Julio 1959 BOLETIN INFORMATIVO 7 Pressestimmen zum Besuch Golda Meirs PRAEDIKAT: "HERVORRAGEND" Nachfolgend bringen wir einige Auszuege aus der hiesigen Presse, die in hervorragender Weise den Besuch Golda Meirs verfolgt hat. Wenn diese wenigen Ausschnitte auch keinen Anspruch darauf erheben koennen, ein komplettes Bild der Reportagen und Artikel zu geben, so koennen unsere Leser doch daran ermessen, welche Wichtigkeit die chilenische Presse dem Besuch des Aussenministers von Israel beigemessen hat. EL MERCURIO “.. . Schon von Anfang der juedischen Aufbauarbeit in Israel an, hat sich Frau Meir in hervorragender Weise an ihr beteiligt. Sie hat dazu beigetragen. Stueck fuer Stueck die Freiheit ihres Landes zu erkaempfen, dessen Unabhaengigkeit mit dem Blut vieler ihrer Mitbuerger besiegelt wurde. Ohne zu uebertreiben koennen wir feststellen, dass das Land Israel das Werk des juedischen Volkes ist, welches dieser Nation nicht nur seinen organisatorischen und politischen Charakter verliehen hat, sondern auch in der Lage war, eine Wueste in ein bluehendes Land zu verwandeln. Die Menschen dieses Landes haben ihr Leben dem Fortschritt geweiht und konnten Eine der eindrucksvollsten Veranstaltungen, die in Santiago waehrend des Besuches von Frau Golda Meir stattfanden, war die Feierstunde am Vormittag des 5. Juni im Colegio Modelo, Dr. Chaim Weizmann. Frau Golda Meir wurde am Eingang von dem Direktorium des Vaad Hajinuj empfangen und nach einem kurzen Besuch in den Geschaeftsraeumen in den grossen Hof geleitet, wo sie von den Schuelern mit Jubel begruesst wurde. Zur Eroeffnung des Festaktes sang der Chor, der aus etwa 80 Schuelern besteht, unter Leitung des Gesanglehrers Leon Schidlowski die Chilenische und die Israelische Nationalhymne. Sodann ergriff der geschaeftsfuehrende Praesident des Vaad Hajinuj, unser Gemeindemitglied Jakob Monderer, das Wort, der etwa folgendes ausfuehrte: “Tage groesster Freude feiert in dieser Woche unser Jischuw und besonders unsere juedische Schule. Es ist fuer uns ein ganz besonderes Glueck, Frau Golda Meir als Ehrengast empfangen zu koennen. Stolz sind wir darauf, dass Frau Golda Meir unter ihren zahlreichen Besuchen im Jischuw als ersten unsere Schule auswaehlte. Das ist symbolisch und beweist, dass unsere Fuehrer in der Medinah der juedischen Erziehung in der Galuth ausschlaggebende Bedeutung zuerkennen, denn das juedische Kind ist fuer die Medinah das teuerste und wertvollste Gut. Der Besuch von Frau Meir in der Schule wird fuer lange Zeit bei unseren Kindern als Erinnerung bleiben, und dieses grosse Erlebnis wird bei ihnen einen starken Einfluss auf ihre zukuenftige Erziehung haben deshalb das Wunder, Oedland in Gaerten zu verwandeln, zur Wirklichkeit werden lassen. Einer der hervorragendsten dieser Menschen ist unser Gast, der Aussenminister Israels, die zu den Visionaeren gehoert, die sich nach Israel begaben, um dort den Grundstein fuer das spaetere Aufbauwerk zu legen ...” LA NACION “... Golda Meir ist wohl die erste Frau, die solchen hohen Rang bekleidet und eine derartige Verantwortung traegt. Es muss betont werden, dass die Art, wie sie ihr Amt ausfuellt, das Vertrauen ihres Volkes voellig rechtfertigt. Der Besuch dieser ausserordentlichen Frau ist fuer uns von besonderer Bedeutung, da auch in Chile eine Frau die hoechsten Werte unseres Volkes repraesentiert: Gabriela Mistral, Traegerin des Nobelpreises ...” ERCILLA “... Golda Meir war eine der Vorkaempferinnen des neuen Staates. Sie begann als Arbeiterin in den Pioniersiedlungen und ist heute die Vertreterin ihres Landes vor der Welt. und sie seelisch noch mehr mit unserem Volk verbinden”. Sodann machte Herr Monderer laengere Ausfuehrungen ueber die Geschichte des Vaad Hajinuj, den Unterricht, die Anzahl der Schueler usw., um mit Worten des Dankes zu schliessen fuer die grosse Ehre, die Frau Golda Meir dem Vaad Hajinuj mit ihrem Besuch erwiesen hat und ihr glueckliche Reise und guten Erfolg fuer ihre Bemuehungen zum Besten der Medinat Israel zu wuenschen. Nach einigen Chorgesaengen hielt ein Schueler der zweiten Gymnasialklasse eine Ansprache in hervorragendem Hebraeisch und sodann sprach ein Kind aus der ersten Vorschulklasse einen Vers, ebenfalls in Hebraeisch. Danach erhob sich unter tosendem Beifall der Anwesenden Frau Golda Meir, um, sichtlich geruehrt, fuer den ihr gebotenen Empfang zu danken. Sie wies in ihren Ausfuehrungen auf die Bedeutung der juedischen Erziehung vom Standpunkt der juedischen Mutter hin und von dem eines der hoechsten Beamten der Medinah. Nach ihrer Ansicht ist der vom Vaad Hajinuj eingeschlagene Weg richtig und so bat sie, wie bisher fortzufahren. Dann werde der Erfolg nicht ausbleiben, die Kinder werden gefeit sein gegen die Gefahren der Assimilation und Mitstreiter werden fuer unsere Medinah. Lang anhaltender Beifall dankte Frau Golda Meir fuer ihre Ausfuehrungen. Damit endete die Feierstunde, die auf alle Anwesenden tiefen Eindruck gemacht hatte. Als Aussenminister ist Frau Golda Meir heutzutage die maechtigste Frau ihres kleinen Vaterlandes, das von feindseligen arabischen Nationen umringt ist, fuer welche die blosse Existenz Israels ein Verbrechen ist. Trotz ihrer sechzig Jahre ist ihr Haar nicht ergraut und ihre energische und straffe Haltung straft alle Informationen ueber fruehere Erkrankungen Luege. Ihr Programm war mehr als erschoepfend. In der kurzen Woche, die sie in Chile zubrachte, sprach sie vor dem Parlament und traf sich mit ihren Landsleuten; sie hielt Pressekonferenzen ab und nahm an unzaehligen privaten Zusammenkuenften teil. Sie erledigte die vom Protokoll vorgeschriebenen Besuche, eroeffnete Strassen, besichtigte Schulen und war trotzdem immer fuer Jeden zu sprechen. Sie ging einfach und schlicht gekleidet und mit nicht mehr Schmuck als eine Brosche. Die Tatsache, Aussenminister zu sein, ist fuer Golda Meir nicht aufregender wir fuer andere Frauen die Erfuellung ihrer Haushaltspflichten. Und dies obwohl sie nie an eine politische Karriere gedacht hatte, denn, wie sie unserem Reporter anvertraute, war ihr Wunsch gewesen, als gute und anstaendige Baeuerin in Israel zu leben. ..” ULTIMA HORA “.. .Als sich Golda Meir mit der Presse traf, war sie in ihrem Element, auf einer ihrer Persoenlichkeit angemessenen Buehne. Wenn wir sie nur auf der Strasse gesehen haetten, waere sie uns als eine sympatische, aeltere Dame ohne besondere Kennzeichen bestimmt nicht aufgefallen. In Wirklichkeit ist diese Frau, die sich so einfach kleidet, keinen Schmuck, kein Parfüm und kein Make up benutzt weit mehr als das. Man muss mit ihr zusammen sein sie hoeren, mit ihr diskutieren, dann erst kann man sich ein Bild von ihr machen. All dies kam in der gestrigen Pressekonferenz zu Tage. Dort zeigte sie sich, wie sie wirklich ist, sagte alles, was sie zu sagen hatte und wich keiner Frage aus. Selbst die Fragen eines Vertreters des “Mundo Arabe” wurden von ihr beantwortet und nichts konnte sie aus der Ruhe bringen...” EL DIARIO ILUSTRADO “.. .Ausgedehnt und vielseitig ist die Arbeit, die Golda Meir im Laufe der Jahre fuer ihr Volk geleistet hat. Am Anfang des Jahrzehnts, in der dramatischen Zeit, als ihr Land hunderttausende von Neueinwanderern aufnahm, war sie Arbeitsminister und hatte die Pflicht, fuer all diese Menschen Arbeit und Brot bereitzustellen. Damals schon bewies Golda Meir ihre aussergewoehnlichen Faehigkeiten der Improvisation, da sie oft Initiativen ergreifen musste,, ohne die entsprechenden Mittel zur Verlegung zu haben. In der' Aussenpolitik hat sie Hervorragendes geleistet. Sie war die erste Vertreterin ihres Landes in der Sowjetunion und leitete spaeter die Israelische Delegation bei den U. N. Ihre Leistungen trugen ihr die Bewunderung ihrer Landsleute und die Sympatie der ganzen Welt ein. Seit 1956 ist sie die Verantwortliche fuer die Aussenpolitik Israels. Nicht wenige internationale Krisen haben ihre Faehigkeiten auf das Aeusserste geprueft aber immer noch ist sie allen Schwierigkeiten erfolgreich entgegengetreten und hat die Geschicke ihres Vaterlandes in stuermischer Zeit sicher geleitet...” EVA Aus der Pressekonferenz: “...Glauben Sie, dass Gemeinsamkeiten zwischen Israel und unseren Laendem bestehen? “Der Wille zur Demokratie, zur individuellen Freiheit und die Notwendigkeit, das Wirtschaftsleben unserer Laender zu intensivieren, schafft sehr viele gemeinsame Beruehrungspunkte. “Welches waeren wohl die gemeinsamen Interessen zwischen Chile und Israel? “Die Verteidigung der Freiheit und der Demokratie, sowie der Wunsch, den Weltfrieden zu bewahren. Wir sind nur ein kleines, Chile ein grosses Land. Wir sind arm, Ihr Land hat viele Bodenschaetze. Jedoch wir alle, Chile wie Israel, versuchen den Lebensstandard unserer Laender innerhalb der uns gegebenen Moeglichkeiten zu heben. Vieles koennen wir von Chile lernen und es besteht die Moeglichkeit, dass einige unserer Erfahrungen auch fuer Chile nuetzlich sein werden...” LA TERCERA DE LA HORA “... In den sechs Tagen, die uns Golda Meir, Aussenminister Israels besuchte, hat sie all das getan, was man von einem Diplomaten erwarten darf. Am Nachmittag des zweiten Tages jedoch, bei der Pressekonferenz, enthuellte uns Golda ihre wirkliche Persoenlichkeit. Dort, vor 30 Journalisten, zeigte, sie sich uns als die dynamische juedische Kaempferin, ohne Protokoll und Etikette. Dort lernten wir diese Frau kennen und schaetzen, die 1920 aus den Vereinigten Staaten auswanderte, um in die Suempfe Israels zu gehen, dieselbe Frau, die 1928 Sekretaerin der Frauensektion des juedischen Arbeiterverbandes wurde, die sich 1929 der Haganah anschlose; diese Golda Meir, die auch die Unabhaengigkeitserklaerung Israels mit unterschrieb. Auf alle Fragen wusste sie eine erschoepfende Antwort und bewies jederzeit ihre schoepferische Eigenart und die tiefe Liebe, die sie mit ihrem Volk verbindet. Fuer die Art, wie sie sich auf der Pressekonferenz verhielt, fuer das Geschick mit der sie den Provokationen des Vertreters des “Mundo Arabe” entgegentrat, verdient sie ohne Zweifel das Praedikat hervorragend” . .. .“Topaze” konnte sich eine Gelegenheit wie den Besuch Golda Meirs nicht entgehen lassen, ohne ihn auf seine Weise zu kommentieren. ■S§ ev*.r\ COM» iS M WmMm _i [ - y'K ■mm - ' ijiglll iüS mmm. .-.yvi z mm Im Vood Hajinuj: ALS MUTTER UND MINISTER