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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1959-05-01 · 5 (Mayo, 1959) · p. Seite 6

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXI (1959)
Issue
5 (Mayo, 1959)
Date
1959-05-01
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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6 BOLETIN INFORMATIVO Mayo 1959 > K í » i ÍSSWÍÍSSSÍ Parade zum Unabhaengigkeitstag. HANDEL CHILE - ISRAEL Vor wenigen Wochen besuchte Herr Pinchas Sapir, Israels Minister fuer Handel und Industrie Chile. Bei diesem Besuch wurde mit allen oeffentlichen Stellen Fuehlung genommen. Der Empfang bei den Behoerden war freundlich und ueberall wurde die grosse Bewunderung ueber den Aufbau und die Tuechtigkeit unseres jungen Staates zum Ausdruck gebracht. Chile interessiert besonders der Export von Salpeter und Kupfer, aber der Bedarf Israels an Chilesalpeter ist nur sehr klein, da der Grossteil des benoetigten Kunstduengers von Deutschland im Rahmen der Reparationszahlungen geliefert wird. Auch Kupfer produziert Israel schon selbst in den wieder eroeffneten Minen des Koenig Salomon. Der Minister besuchte auch fast alle juedischen Organisationen und sprach sich besonders lobend ueber die Taetigkeit und Zusammenarbeit unserer hiesigen Gemeinden aus. Eine Gruppe von Exporteuren und Importeuren hatte Gelegenheit zu einer Zusammenkunft mit Herrn Minister Sapir. Bei dieser sehr angenehmen und freundschaftlichen Unterhaltung, die in jiddisch, spanisch und meist in englisch gefuehrt wurde, gab der Herr Minister einen kurzen Bericht ueber Israels Export im allgemeinen und ueber die Moeglichkeiten des Imports aus Chile. Israel exportiert eine grosse Vielfalt von Fertigprodukten nach 52 Laendern. Die Haupti abnehmer sind England, die engl. Dominien und USA. Jedoch importieren auch sehr viele europaeische Laendern mit selbst grosser Industrie Israels Produkte, sowie selbstverstaendlich die weltberuehmten JAFFA Apfelsinen. Die Importeure konnten feststellen, dass Israel sehr wonl nach Chile exportieren kann, und der Herr Minister versicherte, dass die Preise absolut mit den auf dem Weltmarkt vertretenen Laendern konkurrieren koennen. Sowie Erleichterungen im Import eintreten werden, von denen man spricht, werden diese Moeglichkeiten noch mehr gegeben sein. Was den Import aus Chile anbetrifft, so interessiert sich Israel speziell fuer Holz fuer die grosse Sperrholzindustrie, und fuer Haeute fuer Israels Lederfabriken. Holzoff e r t e n wuerden sofort bemustert auf diplomatischen Wege abgeschickt. Die anwesenden Exporteure uebergaben dem Minister eine Liste der Produkte die Chile in der Lage ist, preiswert zu exportieren und man erwartet darueber Nachricht aus Israel. Die Gesandschaft Israels hat dieser Gruppe ihre Unterstuetzung zugesagt; die versuchen will den Handel zwischen Israel und Chile zu foerdern. Firmen und Einzelpersonen, die an diesem Projekt Interesse haben werden gebeten, sich an Herrn Rolf Nathan, Alameda 2496, Santiago, oder Herrn Sinai Rome, Israel Gesandschaft, zu wenden. JUAN BURCHARD E HIJO Av República 561 — Fono 95185 Drucksachen für alle Geschaeftszwe'ge in ein oder mehreren Farben. Spezialpreise bei grossen Auflagen. aus Papier u.Plastik in allen Groessen mit u.ohne Druck Verlangen Sie unverbindlich unseren Besuch u. Preisangebot. EIN WEG ZUR EROBERUNG DER WUESTE von Walter Frankl, Jerusalem! DIE GRUNDZÜGE DER HYDROPONIK Seit der epochemachenden Entdeckung der erdlosen Pflanzenkultur durch Professor William Gericke in Kalifornien im Jahre 1940, beschaeftigen sich viele Botaniker, Biologen, Agronomen und praktische Gaertner in allen Teilen der Welt mit dieser neuen Wissenschaft Jahrelange Forschungsarbeit im Laboratorium, im Gewaechshaus und Versuchsgarten brachte praktische Resultate; eine Anzahl Schriften über Hydroponik wurde veroeffentlich und mehrere Systeme entwickelt. Unter Hydroponik verstehen wir die Kultur von Pflanzen aller Art ohne Boden, wobei diese durch chemische Loesungen ernaehrt werden. Als Pflanzenbeet dient ein Behaelter beliebiger Groesse und beliebigen Materials. Die Groesse des Behaelters wechselt je nach dem Zweck der Pflanzung, vom kleinen Blumentopf der Zimmer- und Zierpflanzen bis zu grossen Tanks für Gemüsekultur. Es werden sowohl Metallbehaelter als auch solche aus Kunststoff, Holz, Gummi, Glas, Beton und Asbest verwandt. Um der Pflanze den notwendigen Halt zu verleihen, werden die Behaelter mit einem Drahtgitteraufsatz versehen, der mit Holzwolle und Saegemehl gefüllt wird. Die Samen oder die jungen Pflanzen werden dann in diesem Gemisch von Holzwolle und Saegemehl, das staendig feucht gehalten wird, eingesetzt. Bereits nach wenigen Tagen dringen die Wurzeln durch den Drahtgittereinsatz in die im Behaelter befindliche Naehrloesung und entwickeln sich schneller als in der Erdkultur. WICHTIG FUER ISRAEL Waehrend die an Humusboden reichen Laender Europas oder Amerikas die Forschungen und Einrichtungen hydroponischer Pflanzenkultur als eine Art “Hobby” betrachten koennten ist die Art der Nahrungsgewinnung für den Staat Israel ein kategorisches “Muss”. Mehr als die Haelfte der Gesamtflaeche von Israel besteht aus Wüste, Stein und Kalkboden oder “versalzten” Wüstenflaechen, die jede normale Pflanzenkultur ausschliessen. Dr. Selig Soskin, der in diesem Jahr seinen 85. Geburtstag feierte und am Staatsfeiertag für seine Verdienste um die Hydroponik in Israel den Staatspreis für Naturwissenschaft erhielt, war der erste, der die Wichtigkeit dieser neuen Wissenschaft für das Land Israel erkannte. Bereits im Jahre 1948 begab sich Dr. Soskin nach Kalifornien, um dort bei Professor Gericke aus erster Hand Hydroponik zu studieren. Unermüdlich versuchte er nach seiner Rückkehr durch Errichtung von Versuchsstationen und Abhaltung von Pressekonferenzen sowie durch persoenliches Werben die massgebenden Stelle von der enormen wirtschaftlichen Wichtigkeit der Hydroponik zu überzeugen. Obwohl er in den ersten Jahren viele Enttaeuschungen hinnehmen musste, blieb er als unermüdlicher Verfechter seiner Sache, auf seinem Posten. Die Früchte seiner Bemühungen blieben nicht aus. Immer mehr Hydroponik-Farmen entstanden in Israel. Die ersten elektromechanischen Hydroponik - Anlagen in Israel wurden im Kibbuz Chafetz Haim im Jahre 1955 errichtet, und seitdem interessieren sich immer mehr Siedlungen für das System; auch einige. Schulen nahmen die Hydroponik in ihr Lehrprogramm auf. Das Unterrichts - Ministerium schaffte ein Budget für Hydroponik - Unterricht, das Landwirtschafts - Ministerium sowie das Handels- und Industrie - Ministerium errichteten Versuchsstationen. Reich an chemischen Salzen, erzeugt Israel mit seinen unerschoepflichen Vorraeten an Kalium, Magnesium, Schwefel und Phosphor heute bereits hydroponische Pflanzennahrung, um den Inlandsbedarf zu decken. Ausser den bereits erwaehnten grossen Farmen gehoeren auch Hunderte von Kleingärtnern und Amateuren zu den Konsumenten. WEITERE VORTEILE Abgesehen von dem Hauptvorteil, der besondern in Israel ins Gewicht faellt, naemlich der Moeglichkeit, Pflanzen ohne Boden zu ziehen, sowie dem Vorteil der Arbeitserspamis, gibt es noch andere Vorteile, wie z. B. das Ausfallen der Fruchtfolgegesetze. Es besteht die Moeglichkeit, dieselbe Gemüse, oder Getreideart im gleichen Behaelter mehrmals hintereinander anzuDauen, ohne geringere Ertraege zu erhalten. Auch die Unkrautbekaempfung faellt fort. Die Anschaffungen für die erforderlichen Werkzeuge sind geringer als in der normalen Landwirtschaft, die Ernten reichhaltiger und besser. Die Frage, ob die hydroponisch gezogene Gemüse den gleichen Naehrwert und den gleichen Geschmack haben wie diejenigen aus dem Ackerboden, und ob sie nicht schaedlich für den menschlichen Organismus sind, muss wie folgt beantwortet werden: aeusserlich gibt es keinen Unterschied zwischen Ernten von Erdkultur oder erdloser Kultur; sie haben die gleiche Farbe, Form, Groesse, den gleichen Duft bei Blumen, die gleiche Schaerfe bei Gewürzen. Der Mineral und Vitamingehalt wurde an Universitaeten in Amerika, England, Südafrika, Russland und anderen Staaten wiederholt untersucht, wobei der gleiche Naehrwert wie bei den Pflanzen, die aus dem reichsten Ackerboden wuchsen, festgestellt wurde. Ein weiterer Vorteil ergab sich jedoch bei diesen Untersuchungen, denn die Früchte aus dem Hydroponikbeet hatten weder Würmer noch Amoeben, da hierbei kein Stalldünger verwendet wurde.- HYDROPONIKS UND SC II MITA Hydroponiks haben auch einen spezifischen jüdischen Aspekt im Zusammenhang mit der Schmita. Die Bibel gebietet bekanntlich, das Land jedes siebente Jahr brach liegen zu lassen, denn das siebente Jahr soll ein Ruhe-Sabbat für das Land sein, ein Sabbat für den Herrn. “Du sollst weder Dein Feld saeen noch Deinen Weingarten beschneiden” (Leviticus XXV, 3 - 4). Der groesste Teil der religioesen Landwirte stützt sich auf den Dispens, welchen seinerzeit der Oberrabbiner Kook gegeben hat, und fühlt sich nicht verpflichtet, dieses Gebot buchstaeblich einzuhalten; eine Minderheit jedoch, die der Agudat Israel angehoert, fühlt sich durch den Dispens nicht befreit, und die hydroponische Methode rettet sie vor ernstlichen wirtschaflichen Schwierigkeiten. Der Kibbuz Chafetz Chaim ist aus diesem Grunde eines der Zentren von Hydroponik. (“Semana Israelita”). BUNDE KINDER IN ISRAEL bedürfen Eurer Freundschaft und Hilfe U nt e r st u et zt das Blindenheim in Jerusalem Asociación de los Amigos de los Ciegos Israelitas "TORME1 - Ofí" Portugal 810 Casilla 2487

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