Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XX (1958)
- Issue
- 11 (Noviembre, 1958)
- Date
- 1958-11-01
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Noviembre 1958 BOLETIN INFORMATIVO / 3 Sonnabend November 22 Kislev 10 Sonnabend 29 17 Freitag Dezember . 5 23 Sonnabend 6 24 Sonntag 7 25 Freitag 12 Tewet 1 Sonnabend 13 2 Sonntag 14 3 Sonnabend 20 9 Sonntag 21 10 Wajeze I. B. Moses: 28,10 - 32, 3 Hosea: 12, 13 - 14, 10 Wajischlach 1. B. Moses: 32,4 - 36, 43 Obadjah: 1, 1 - 21 Einschaltung Tal u. Motot Wajeschew II. B. Moses 37, 1 - 40, 23 Amos: 2, 6, 8 (Neumondweihe) 1. Tag Chanuka Rosch Chodesch Mikez 1. B. Moses: 41, 1 - 44, 17 Secharja 2, 14 - 4, 7 8. Tag Chanuka Wajigasch 1. B. Moses 44, 18 - 47, 47, Ezechiel 37, 15 - 28 Fasttag (Assara b'Tewet) Werktags: Morgen: 7,30 Uhr Sonn, und staatl. Feiertage 8,00 Uhr Abends 19,30 Uhr Schabbat: Abends: 19,30 Uhr Morgens: 9,00 Uhr Am 1. Abend Chanuka (Sonnabend, d. 6. Dezember) Ansprache des Rabbiners 19,30 Uhr. Am 6. Abend Chanuka (Freitag, d. 14. Dezember) Ansprache fuer die Jugend in Castellano. Sonnabend, 6. Dezember 7,30 P.M. 1. Abend Chanuka - Festgottesdienst mit Ansprache. Freitag, d. 12. Dezember 7 h. P.M. Jugendgottesdienst aus Anlass des Chanukafestes im III. Stock. Schabbat - Ausgang: 22|11. 29| 11. 6| 12. 13|12. 20,12 Mincha: Ausgang: 19,20 19,54 19,21 19,54 19,30 20,03 19,45 20,07 19,45 20,10 Nach jedem Schabbat Morgengottesdienst findet ein Lehrvortrag mit Oneg Schabbat statt, ebenso ein Lehrvortrag zwischen Mincha und Maariv. Für die uns anlaesslicb des Ablebens meiner geliebten, unvergesslichen Gattin, unserer lieben Schwester, Schwaegerin u. Tante GERDA SCHANZ erwiesene Anteilnahme, danken wir allen Freunden und Bekannten auf diesem Wege herzlichsb Oktober 1958 HERMANN SCHANZ Santiago HERBERT SCHNAPP u. FAMILIE bür d.e uns aniaesslich des Ablebens meiner teueren Frau, meiner geliebten Tochter, unserer lieben Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter, Schwester und Tante FRIEDA JELENKIEWICZ geh. HIRSCHBERG erwiesene Anteilnahme sagen wir allen Freunden und Bekannten unseren herzlichsten Dank. 1 Santiago, Im Namen der Hinterbliebenen Casilla 9256 EMIL JELENKIEWICZ Für die uns aniaesslich des Ablebens unserer geliebten und unvergesslichen Frau und Mutter ULI GRUENEBERG erwiesene Anteilnahme danken wir allen Freunden und Bekannten herzlichst. RUDOLF GRUENEBERG GERD GRUENEBERG Allen unseren lieben Freunden und Bekannten, die uns beim Ableben unserer lieben Mutter, Schwiegermutter und Grossmutter Frau HEDWIG SALOMON geh. BLUM ihre liebevolle Anteilnahme erwiesen haben, sprechen wir unseren innigen Dank aus. RUDOLF SALOMON „ LOTTE SALOMON geb. OSTERMANN Santiago, Oktober 1958 MARGARITA SALOMON GRABSTEINE ln saemtlichen Steinarten zu billigsten Preisen TH. REIS José Miguel de la Barra 412, 5.o piso Dep. A, esq. Merced, Tel. 33200 BQELmS /Au* h Vortrag von Herrn Gerd Leisersohn Im Rahmen der Kulturveranstaltungen unserer Gemeinde sprach Herr Gerd Leisersohn am Donnerstag, d. 2. Oktober ueber das Thema: “Religion, Geschichte und wir”. Fuer die Anwesenden, die im Laufe der Jahre schon oft Gelegenheit hatten, das aussergewoehnliche Wissen und die Fluessigkeit seines Vortrages zu bewundern, war dieser Abend eine erneute Bestaetigung. Es gibt wohl nur wenige unter uns, die es wagen duerfen an ein solches umfassendes Thema heranzugehen, aber der Redner zeigte einmal mehr seine aussergewoehnliche Vorbereitung und Faehigkeit, diese Probleme auch dem Laien zu vermitteln. Es ist im Rahmen einer Zeitungsnotiz kaum moeglich, alle die interessanten Fragen aufzuzeigen, die behandelt wurden. Es wurde nach der Geschichte und ihrem Sinn gefragt, nach ihren Triebkraeften. Der Weg wurde aufgezeigt, der zur religioesen Deutung der Geschichte fuehrte, die verschiedenen Geschichtsauffassungen im Laufe der Jahrhunderte dargelegt, die oft ihren Ursprung in einer religioesen Sinndeutung hatten. Dabei wurde auch der Unterschied zwischen der juedischen Religionsauffassung, die von der Geschichte und nicht von der Natur her kam, zu den anderen Religionen beschrieben. Besonderer Wert wurde dabei berechtigterweise auf die Geschichtsauffassung der Apokalypse gelegt, ihre Wirkung auf andere Religionen und Voelker und ihre Ueberwindung im Judentum beschrieben. Dann ging der Redner dazu ueber, das Verhaeltnis zwischen Religions —und Geschichts— Philosophie imMittelalter und in der Neuzeit aufzuzeigen. Interessant war dabei der Hinweis auf die Skepsis Moses Mendelsohns gegenueber dem unbedingten Glauben des 18. Jahrhunderts an den Fortschritt, der darin eine Ungerechtigkeit gegenueber den frueheren Generationen sah. In diesem Zusammenhang wurde auch die Saekularisierung religioeser Begriffe wie der Vorsehung, der messianischen Idee in die nichtreligioese Sprache der Neuzeit beschrieben. Abschi i e s s e n d setzte sich Herr Leisersohn mit den neuesten Geschichtsauffassungen von T o y n b e e, Jaspers usw. auseinander. Er beendete seine Ausfuehrungen mit einem Gedanken, den uns Martin Buber lehrt: Welchen Sinn die Geschichte fuer uns hat, ergibt sich aus unserem Handeln. Wir haben in ihr den “Finger Gottes” zu suchen. Nach einer sich anschliessenden Aussprache, dankte Herr Benno Kiwi sehr herzlich Herrn Leisersohn fuer den interessanten Abend. LOEWENSTEIN. Konzert - Nachmittag der S. €• I. Unter dem Titel “Musikalisches Allerlei” fand am 19. Oktober unter Leitung von Kapellmeister Juan Peyser ein Konzert im Gemeindesaal statt, in welchem altbekannte Weisen aus Opern und Operetten zum Vortrag gebracht wurden, die man sonst leider nur sehr selten hoeren kann. Es ist erfreulich, dass neben juedischen auch chilenische Kuenstler den Weg zu uns finden, indem sie an diesen Veranstaltungen teilnehmen und so eine kuenstlerische Zusammenarbeit ermoeglichen. Der Bariton Alfred Neugebauer, den wir nur bisher von Opernpartien aus dem Teatro Municipal kannten, sang mit seiner besonders schoenen Stimme ein in Chile wenig gehoertes Repertoir, welches Erinnerungen an alte Zeiten in Europa aufkommen liess. So brachte er in sehr eindrucksvoller und klangschoener Weise drei der schoensten Ballsden von Karl Loewe zum Vortrag Im zweiten Teil das Programms hatte der Saenger besonderen Erfolg mit Opernarien aus “Waffenschmied” und “Zar und Zimmermann” von Lortzing. Wie schon im Vorjahre bezauberte die bekannte chilenische Saengerin Matilde Broders durch den Silberklang ihrer Stimme. Ihr Programm bestand diesmal aus Puccini- Arien und spanisch-suedamerikanischen Gesaengen und riss das Publikum zu Beifallssalven hin. Fuer den beruflich verhinderten Hans Loewe sprang seine Gattin In6s Lobo vom Symphonie-Orchester ein, eine besonders gute Cellistin, welche in einer alten Sonate und verschiedenen Cello- Stuecken durch ihren klangschoenen Ton und ihre grosse virtuose Technik auf dem Instrument die allgemeine Aufmerksamkeit auf sich richtete. Von uns bekannten Kuenstlern wirkte mit ihrer frischen, schoenen Stimme die beliebte Dita Marcus in Operetten-Gesaengen und in Mozart-Duetten mit Alfred Neugebauer. Es ist Frau Marcus besonders zu danken, dass sie unserer Gemeinde immer, wenn man sie auffordert, zu musikalischen Veranstaltungen zur Verlegung steht. Kitty Schwarz hatte wieder die Conference uebernommen. In launiger und buehnensicherster Weise kuendigte sie die Kuenstler an. Ausserdem steuerte sie auch selbst einen humoristischen Cabaret - Vortrag bei, in welchem sie die K u e c h e der verschiedenen Laender verherrlichte, wobei der Autor allerdings die juedische Kueche vergass. Ein besonderes Lob verdient Kitty Schwarz dafuer, dass sie die verschiedenen Dialekte in ech- Herr Dr. S. Krebs, der uns bestens bekannte Vertreter der Hebraeischen Universitaet in Jerusalem, sprach am Montag, d. 22 September in Rahmen der Kulturvortraege unserer Gemeinde ueber: “Die Hebraeische Universitaet”. Nach Begruessungsworten des Vorsitzenden der Kulturkommission, Herrn Dr. B. Kiwi, in denen dieser auf die Bedeutung der Hebraeischen Universitaet hinwies, nahm Herr Dr. Krebs das Wort. Er ging davon aus, dass unser Verhaeltnis zur nichtjuedischen Umwelt seit Bestehen des Staates Israel vorurteilsfreier sei als das frueherer Generationen. Daher werde der Film, den die Hebraeische Universitaet von der Sinai-Kampagne hat drehen lassen und in dessen Mittelpunkt ein Besuch im Katherinenkloster am Fusse des Sinai steht auf unser Verstaendnis stossen. Die Spra- Da die Eintrittskarten zu $ 3.000.— und $ 2.000.— bereits ausverkauft sind, empfehlen wir allen Interessenten die noch vorhandenen Plaetze zu $ 1.000.— zu nehmen, zumal tester Weise widergab, ein Zeichen ihrer grossen Vielseitigkeit . Neben allen anderen Mitwirkenden gebuehrt besonderer Dank Kapellmeister Peyser, dem Begleiter, der das so gut gelungene Konzert arrangiert hatte. Die allgemeine Begeisterung aller Anwesenden ueber diesen Abend sollte der Gemeinde ein Anlass sein, derartige Konzerte oefters zu veranstalten. Allerdings muesse man durch staerkere Propaganda ein zahlreicheres Publikum heranziehen; denn man kann wohl sagen, dass jeder, der diesmal nicht dabei war, etwas versaeumt hat. che des Getto sei seit dem Warschauer Aufstand unverstaendlich geworden und seine Welt praktisch durch Medinath Israel zerstoert worden. Der zur Vorfuehrung geb rächte Film ueber die Sinai-Kampagne zeigte sehr interessant die waehrend dieses militaerischen Feldzuges gemachten archaeologischen Entdeckungen und schloss mit einem Besuch im Katherinenkloster mit seinen aus alter Zeit stammenden Schaetzen. Im Anschluss daran zeigte Herr Dr. Krebs eine grosse Anzahl schoener Lichtbilderaufnahmen, die das Leben, Arbeit und Organisation der Hebraeischen Universitaet zur Darstellung brachten und die von ihm in gefaelliger Weise erklaert wurden. Herr Dr. Kiwi gab abschliessend den Dank der zahlreichen Anwesenden zum Ausdruck. L...n. man auf allen Plaetzen im Teatro Marconi gut sehen und hoeren kann. Eine Wiederholung der Veranstaltung findet nicht statt. Vortrag des Herrn Dr. S. Krebs Cisroco - Veranstaltung im Teatro Marconi