Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XX (1958)
- Issue
- 6 (Junio, 1958)
- Date
- 1958-06-01
- Page
- Seite 18 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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18 BOLETIN INFORMATIVO Junio 1958 DIE ANKUNFT EINES SCHIFFES Von Walter Eytan (Generaldirektor des Israelischen Auswärtigen Amtes) IN KUERZE: Film ueber Herzl Vor einigen Tagen stand ich am Quai in Haifa und beobachtete ein ankommendes Schiff. Der Hafen war voll von Schiffen: Kaufleute aus der ganzen Welt, ein italienischer Luxusdampfer, der darauf wartete, Passagiere aufzunehmen, verschiedene Arten von Kriegssch i f f e n, ein Schwimmdock, Küstenwachtschiffe, Baggermaschinen, Schlepper, Lastkähne, Feuerwehrboote usw. 500 EINWANDERER Aber das Schiff, welches ich beobachtete, gehörte nicht zu diesen. Es war ein Dampfer, der langsam durch die Wellenbrecher steuerte, am Quai anlegte und Taue warf. Er brachte etwa 800 Passagiere mit sich, von denen nahezu 500 Einwanderer waren. Natürlich herrschte grosse Aufregung. Dabei war 'schwer zu sagen, wer mehr erregt war: die Hunderte von Neuankömmlingen, die in Reihen an der Reeling standen, oder die vielen Hunderte von Alteingesessenen, die an den Hafen gekommen waren, um die Neueinwanderer zu begrüssen und willkommen zu heissen. Als das Schiff in Sehweite der wartenden Menge kam, begannen Freunde und Verwandte einander zu erkennen und Grüsse zuzurufen — in fast jeder Sprache ausser Hebräisch — abgesehen von einem Wort: “Schalom”. Seit sehr langer Zeit hatte ' ich kein Immigrantenschiff gesehen, das in Haifa anlief. Es muss etwa sechs oder sieben Jahre her sein, als die “Transylvania” regelmässig mit dem Glockenschlag alle 10 Tage kam und jedesmal etwa 2.000 Menschen von Rumänien brachte. Die Einwanderung aus Rumänien hat seit langem aufgehört oder vielmehr sie ist unterbrochen worden — nicht, weil die Menschen nicht kommen wollten, sondern weil die rumänische Regierung es ihnen nicht erlaubt. AUS 25 LAENDERN Die Fünfhundert, die ich jetzt in Haifa ankommen sah, kommen diesmal nicht aus einem einzigen Lande. Ich konnte zufällig die Passagierliste einsehen und stellte fest, dass diese Immigranten, die nach Israel kamen, aus genau 25 verschiedenen Ländern stammten. Ich glaube kaum, dass eine Gegend der Welt nicht vertreten war, ausser vielleicht dem Fernen Osten. Es waren Einwanderer aus Südamerika (Argentinien, Uruguay, Chile, Brasilien und sogar Bolivien), aus England und vielen anderen westeuropäischen Ländern, Hunderte aus Osteuropa, aus fast jedem Land von Nordafrika (Algier, Tunis, Libyen und auch Aegypten) sowie einige wenige Einwanderer aus Australien und Neuseeland. Wenn jemals das Wort “Sammlung der Verstreuten” eine Bedeutung hatte, war es bei diesem Schiff, dessen Name “Alija” war. Dies alles waren Juden, die durch den alten Traum ihres Volkes nach Israel hingezogen wurden. Wie sehr wir auch daran gewöhnt sind, es ist immer wieder bemerkenswert und fast rührend, diesen mächtigen Heimatinstinkt verwirklicht zu sehen, der selbst jetzt, nach 10 Jahren der Unabhängigkeit Israels, jede Woche Hunderte von Juden nach Israel treibt. SIE KOMMEN, UM ZU ARBEITEN Arabische Führer geraten in Furcht durch die Einwanderung so vieler Juden nach Israel, aber wenn einige von ihnen mit mir zusammen im haifaer Hafen gestanden hätten und an Bord der “Alija” gegangen wären, so glaube ich, dass ihre Furcht bald verflogen wäre. Das waren keine wilden oder aggressiven Menschen. Sie waren meist arm, ruhig, mittleren Alters, und sie hatten viele Kinder. In all ihrer Erregung waren sie freundlich, sogar fügsam. Sie waren gekommen, um zu arbeiten, nicht um zu kämpfen. Sie waren darüber besorgt wo sie in der Nacht schlafen würden, wo ihr dauerndes Heim wäre, welche Art von Arbeit sie tun würden, wie sie sich an das Klima und die Sprache sowie an die Lebensart in diesem Lande gewöhnen würden. AUTOMATISCHES BUERGERECHT Wenn ein Einwanderer den Boden Israels betritt, wird er automatisch Bürger von Israel. Das scheint mir fast ein mystischer Vorgang zu sein — eine unsichtbare, aber doch höchst bedeutungsvolle Verwandlung. Durch die Gesetzgebung in Israel erhält jeder Einwanderer in dem Augenblick, in dem er das Land betritt, volle Bürgerrechte, mit allen Rechten und Pflichten, wenn er nicht ausdrücklich darauf verzichtet. Wie gross auch die materiellen Schwierigkeiten sind, wie “neu” sich ein Einwanderer auch fühlen mag, so bedeutet es für ihn eine Quelle tiefer Befriedigung, vom ersten Augenblick an zu wissen, dass er nicht als Fremder angesehen wird sondern als Mitbürger. Es ist der erste wichtige Schritt zur sozialen Integrierung in die komplizierte, vielfarbige Gesellschaft, die Israel heisst. Es gibt kein anderes Land auf der Welt, welches Neueinwanderer in dem Augenblick seiner Ankunft einbürgert; aber natürlich hat auch kein anderes Land die Probleme und Ideale, die Israel hat. Ein Neuankömmling mag “neu” sein, aber er war immer ein potentieller Israeli, da es ihm, wie jedem Juden, immer freistand, in dieses Land zu kommen und sich hier anzusiedeln. Wenn er sich nun entschlossen hat, von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen, und hierher kommt, wird er tatsächlich ein Bürger Israels. Nichts, ausser seinem Gefühl, “neu” zu sein, und ausser der Tatsache, dass er mit der hebräischen Sprache nicht vertraut ist, unterscheidet ihn von den älteren Mitbürgern des Landes. DIE IMMER OFFENEN TORE Selbst wenn man all dies theoretisch weiss, ist es gut, es in der Praxis zu erleben. Es ist lehrreich und ermutigend, mit eigenen Augen zu sehen, wie Israel sein Ideal der stets offenen Tore verwirklicht, besonders wenn man immer am Schreibtisch sitzt und über diese Dinge nur in den Zeitungen liest. Wenn ich jetzt wieder die stereotype Nachricht lese, dass “an diesem Morgen 500 Immigranten in Haifa angekommen sind”, bin ich in der Lage, mir genau das Bild auszumalen — und ich sehe das Leuchten in den Augen der Menschen vor mir, die vom Schiff herunterkommen und deren Fuss zum ersten Mal das “Land der Verheissung” betritt. Phosphat - Produktion gestiegen Die Produktion des Phosphat- Werkes im Negev ist im Laufe der letzten Zelt um ca. 50% gestiegen, verlautet aus der Leitung des Werkes in Beer Scheba. Die gegenwärtige Produktion der Potaschwerke beläuft sich auf 16.000 bis 17.000 Tonnen. Der französische Film und Theater-Regisseur und Schauspieler Raymond Rouleau verliess in Begleitung der Reglsseuse Nicole Stephane wieder das Land, nachdem er hier während fünf Tagen, auf Einladung der Regierung, Pläne über die Herstellung eines Filmes über Theodor Herzl besprach. Es handelt sich um einen Farbenfilm von drei Stunden, der von der Geschichte Herzes ausgehend das Entstehen und die Entwicklung Israels schildern soll. Das Drehbuch für den Film über Herzl soll wahrscheinlich von Arthur Miller geschrieben Ueber sechs Millionen Dollar Ist die Türkei zum Teil schon seit Jahren Israel für Warenlieferungen schuldig, für die die Türkei nicht die in dem Handelsvertrag vorgesehenen Gegenlieferungen einhielt. Da sowohl geographisch als auch durch wirtschaftliche Ergänzung beider Länder dem Warenaustausch zwischen Israel und der Türkei grosse Bedeutung zukommt, bemühen sich unsere Handelskreise, das Defizit ini Clearing einzubringen und den Export nach der Türkei wieder anzukurbeln. Die türkische Regierung ist nicht interessiert, Produkte, die auch von Ländern mit harter Waehrung gesucht werden, im En el año 1925 llegó al mundo uno de los mjs altos exponentes de la cultura universal: la creación de la Universidad Hebrea de Jerusalem. En este año cumple la Universidad Hebrea 33 años de existencia, encendiendo la luz de la verdad y el progreso humano en todo el Oriente. La Universidad Hebrea de Jerusalem, ideada y fundada por el que fue el primer Presidente de Israel, Dr. Jaim Weitzman, fue abierta al mundo por Arturo Balfour, Weitzman, Herbert Samuel, primer Comisionado de Palestina, y Najman Bialik, en el año 1925, y coijstituye un verdadero centro de la sabiduría y un ejemplo para el mundo. Por primera vez en la historia de nuestro pueblo, en la tierra de la Biblia y en el idioma de los profetas, abrió sus puertas este Templo de la Sabiduría para todos los estudiantes judíos, para todos aquellos a quienes se les había impedido el acceso de las Universidades de Europa Central y les brindó la oportunidad de desarrollar sus facultades con libertad de espíritu, ingreso libre sin distinción de raza ni religión. Como todas las Universidades, Monte Scopus se dedica a extender los límites del humano saber y tanto la enseñanza como la investigación, se werden, u. man hofft, dass dieser Film einen Welterfolg haben kann. Nicole Stephane, die hier schon einen Kurzfilm “Generation du desert” (Generation der Wüste) gedreht hat, wird wahrscheinlich im Mai ins Land zurückkehren, um die Vorbereitungen des Herzl-Filmes fortzusetzen, während Raymond Rouleau selber im Juni oder Juli wieder nach Israel zu kommen hofft. Im April fand eine Woche des franzoesischen Filmes statt, bei der auch zum ersten Mal der Film von Nicole Stephane “Generation du desert” aufgeführt werden soll. Tauschhandel zu liefern und Israel benötigt nur wenig von den türkischen Erzeugnissen, die nicht unter diese Kategorien fallen und deren Preis im übrigen, teilweise über dem Weltmarktpreis liegt. In letzter Zeit beschränkte sich die Einfuhr aus der Türkei auf Fische, Nüsse. Rosinen und Zucker, während Israel fast nur Kunstdünger und Ersatzteile für Maschinen nach der Türkei exportierte. Eine israelische Handelsdelegation wird demnächst in Ankara versuchen, die Türkei zur Aufnahme von Plastikwaren, Kühlschränken usw. zu bewegen und geeignete türkische Waren zu finden, deren Import sich für Israel lohnt. realizan en gran variedad de materias. La obra de la Universidad está sintiendo su influencia y su reputación entre todas las Universidades del mundo. Hay allí hombres de fama mundial, como Martín Buber, profesor de religión judía; Sukenik, el gran arqueólogo; Sondek, el gran ginecólogo; Adler, el famoso parasitólogo, y muchos otros mundialmente conocidos . Han transcurrido ya diez años desde el establecimiento del Estado de Israel, y es ahora posible apreciar mejor el verdadero significado y la importancia que desempeña en el concierto de las naciones del mundo. La Asociación de Amigos de la Universidad Hebrea en Chile, tiene como principio fundamental, entre otras cosas, vincular la Universidad Hebrea con las Universidades e Institutos de investigación científica y culturales chilenas y propiciar el intercambio de profesores e investigadores, instituyendo para ese efecto becas para el perfeccionamiento de profesionales y estudiantes en el sentido de un mayor conocimiento recíproco. JOSE BERESTESKY D. Presidente de la Asoclaciön de Amigos de la Universidad Hebrea de Jerusalem en Chile. SAEUGLINGSPFLEGE FUER N EU - El NWAN DERER. . (Foto: KKL.) MS wm Export nach der Türkei, aber Israel sieht kein Geld La Universidad Hebrea de Jerusalem y las actividades desarrolladas por la Asociación de Amigos en Chile