Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XX (1958)
- Issue
- 3 (Marzo, 1958)
- Date
- 1958-03-01
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Marzo 1958 BOLETIN INFORMATIVO 9 Rücktritt Mosche Dajans Jerusalem.— Nach der üblichen Kabinettssitzung wurde ein Communiqué herausgegeben, das die Mitteilung enthielt, der Rücktritt General Mosche Dajans von seinem Posten als Generalstabschef sei angenommen und an seiner Stelle Brigadegeneral Chaim Laskow, der bisherige Kommandierende der Südarmee, ernannt worden. Das Communiqué besagt, dass der Ministerrat den Vorschlag David Ben Gurions billigte, der in seiner Eigenschaft als Verteidigungsminister die Frage dem Kabinett unterbreitete. General Dajan wird dem Heer weiter mit dem Rang eines Brigadegenerals angehören. Gleichzeitig nahm das Kabinett die Ernennung Laskows an, der als Chef des Generatstabs in den Rang eine Brigademajors erhoben wurde. Die Tradition der Armee will es, dass Immer nur ein aktiver Generalmajor vorhanden ist. Drei andere Generaele, die vor Dajan das Amt des Generalstabschefs bekleideten, traten bei ihrem Rücktrit von diesem Posten aus dem aktiven Heeresdienst aus, während Dajan weiter in der Armee zu verbleiben wünscht. Es sind keine Anzeichen vorhanden, dass Dajan einen längeren Urlaub anzutreten gedenkt. Dagegen wird von der Möglichkeit gesprochen, dass Ben Gurion bei einer der nächsten Kabinettssitzungen von seinem Amt als Verteidigungsminister zurückzutreten beabsichtige. In diesem Falle, so heisst es, wäre Dajan der geeignete Nachfolger. Der Rücktritt Generalmajors Mosche Dajan von seinem Posten als Generalstabschef hate in den Zeitungen des Landes und in allen Sektoren der Bevölkerung Kommentare hervorgerufen. Dajan ist eine äusserst populäre Persönlichkeit. In einigen der Mapai nahestehenden Kreisen wird die Möglichkeit in Erwägung gezogen, dass Dajan in die aktive Politik eintreten und bei den im Juli 1959 stattfindenden allgemeinen Wahlen kandidieren werde. Die Vermutung wurde laut, dass der Rücktritt Dajans mit dem Bemühen Ben Gurions, der Mehrheitspartei junges B(ut zuzuführen, im Zusammenhang stehen dürfte. Wie verlautet, wird Dajan sein Rechtsstudium fortsetzen, das er vor einigen Jahren begann, als er einen längeren Urlaub vom Militärdienst erhielt, aber nach zwei Jahren wieder abbrechen musste, weil er in die Armee zurückberufen wurde.— (ITA). MOSCHE DAJAN Vom Generalstabschef zum Chef des Generalstabs? * . IN WENIGEN ZEILEN Z MILLIONEN KISTEN ZITRUS EXPORTIERT Beinahe 2 Millionen Kisten Zitrusfrüchte wurden seit Beginn der Saison und bis zum 15.1. 1958 In das Ausland versandt, davon 1.349.000 Kisten Schamuti, 415.000 Kisten Grapefruit, 9.250 Kisten Zitronen und an die 90.000 Kisten Zitrusfrüchte anderer Sorten, — teilte der Zitrusrat mit. 700.000 ARBEITSKRAEFTE Die Zahl der Arbeitskräfte im Lande wurde Ende 1957 auf 700.000 geschätzt, d.h. ca. 30 Prozentder Bevölkerung Bis zum Jahre 1957 will man über eine Million Arbeitskräfte im Lande verfügen, was ca. 33 Prozent der Bevölkerung in diesem Jahr ausmachen soll. ERHOEHTE AUSLANDS¬ INVESTITIONEN IM JAHRE 1957 ..Im Jahre 1957 wurden 30 Millionen Dollar in Israel neu investiert, gegenüber nur 16 Millionen Dollar im Vorjahre. Diese Beträge wurden in 163 Betrieben investiert, gegenüber 146 Betrieben im Vorjahre. WAREN GEGEN DOLLARS FUER TOURISTEN In den ersten neun Monaten des Jahres wurden in amtlich zugelassenen Läden Waren an Touristen gegen Dollars im Wert von insgesamt 200.000 Dollar verkauft, das heisst 70% mehr als in der selben Periode des Vorjahres. Im Monat Oktober allein wurden solche Waren fuer 35.000 Dollar verkauft. (Y. H.) WIRTSCHAFTS-DELEGATION NACH DEM FERNEN OSTEN Eine israelische Handels Delegation, unter d. Leitung von Handels und Industrie Minister Pinchas Sapir wird sich zu einer Tournee von fuenf bis sechs Wochen in den Fernen Osten begeben, um die Moeglichkeiten einer Erweiterung des Handels zwischen Israel und den Laendern des Fernen Ostens zu pruefen. Obwohl ein gewisser Warenaustausch zwischen Israel und mehreren Laendern dieses Gebietes besieht gibt es noch keine geregelten, normalen Handelsbeziehungen, die durch die Reise der jetzigen Wirtschaftsdelegation erzielt werden sollen. Die Delegation wird sich in erster Linie nach Japan begeben, wo Israel Tanker von 45000 Tonnen, und verschiedene andere Industrie - Einrichtungen erwerben will, die durch einen Export von Potasche und Phosphat bezahlt werden sollen. Die Delegation wird sich auch bemuehen ein Zahlungsabkommen zwischen Israel und Japan zu erzielen. In Burma sollen die Grundlagen fuer die Erweiterung des gegenwaertigen Handels zwischen beiden Laendern gelegt werden, waehrend in Siam solche Handelsbeziehungen erst eingeleitet werden muessen. In den zustaendigen Regierungskreisen in Jerusalem ist man ueberzeugt dass ausgezeichnete potentiale Voraussetzungen fuer einen Warenaustausch zwischen Israel und mehreren Ländern des Femen Ostens vorhanden sind, die durch die jetzige wirtschaftliche Delegation verwirklicht werden sollen. DIE ENTWICKLUNG JERUSALEMS Die Wirtschaftsgesellschaft für die Entwicklung Jerusalems hat prinzipiell die Bildung einer Tochtergesellschaft mit einem Gründungskapital von mehreren Millionen IL beschlossen, die Industrie Räume u. Fabriken im Gebiet von Jerusalem errichten und an interessierte Firmen vermieten soll. Die Gesellschaft will in dieser Tochtergesellschaf-1,8 Millionen IL investieren, weitere 1,8 Mili. IL sollen von der Regierung beigesteuert werden und zusätzliche Summen Bevoelkerung Israels erreicht zwei Millionen- Grenze Am Ende des Jahres 1957 hat die Bevoelkerung Israels 1.976.000 Seelen erreicht, darunter 1.760.000 Juden. Die Bevoelkerung stieg so im Laufe des vergangenen Jahres um 103.000 Personen, darunter 95.000 Juden, meldet die statische Abteilung der Regierung. Im vergangenen Jahre wurden 45.000 Geburten und 11.000 Todesfaelle verzeichnet, gegenueber 43.000 Geburten und 10.000 Todesfaellen im Vorjahre, 71.000 neue Olim trafen im vergangenen Jahr im Lande ein, gegenueber 55.000 im Jahre 1956. 48.000 Buerger verliessen das Land im vergangenen Jahr und 35.000 kehrten wieder zurueck, waehrend im Jahre 1956 42.000 das Land verlassen hatten und 30.000 zurueckgekehrt waren. HISTÄDRUT SETZT 2 MILLIARDEN UM Der Umsatz der Histadrut-Gesellschaften für das Jahr 1957 wird sich auf ca. zwei Milliarden IL belaufen, gegenüber 1,7 Milliarde IL für das Jahr 1956, geht aus Ziffern der Histadrut- Exekutive hervor. Die Histadrut-Unternehmen haben im vergangenen Jahr ca. 33 Prozent des Nationaleinkommens ausgemacht, gegenüber 29 Prozent im Vorjahre. Die in den Histadrut-Untemehmen beschäftigten Arbeitskräfte machten im vergangenen Jahr insgesamt 27 Prozent der gesamten Arbeitskräfte des Landes aus, gegenüber 25 Prozent im Jahre 1956. durch die Auferlegung einer Anleihe im Ausland aufgebracht werden. Der Umsatz der Wirtschaftsgesellschaft für die Entwicklung. Jerusalems erreichte im vergangenen Jahre 4 Millionen IL und die erzielten Investitionen lagen 400 Prozent über den im Vorjahre ermöglichten Investitionen. U. a. gelang es den Bemühungen der Gesellschaft im vergangenen Jahre die Grundlage für eine moderne Textil- Industrie in Jerusalem zu schaffen. Die neugegründete "SHELL" WIRD ISRAELISCH Der englisch-jüdische Millionär J. Wolfsohn kaufte nach langwierigen Verhandlungen die Einrichtungen der englischen “Shell”-Oelgesellschaft in Israel zu einem Preis von 2,5 Millionen Pfund Sterling. Der Preis ist erheblich niedriger als “Shell” ursprünglich forderte, aber umfasst nicht die Haifaer Oelraffinerie, die auch weiterhin im Besitz von “Shell” verbleibt. “Solei - Bone” gelang es nicht, sich in das Geschäft einzuschalten und die neue Gesellschaft wird unter einem anderen Namen die Geschäfte von “Shell” in Israel fortführen. Gesellschaft “Chutej Jerusalem” verfügt schon jetzt über 10.000 Spindeln, während weitere 3.500 Spindeln im Ausland bestellt wurden. 250 Arbeiter sind in diesem Unternehmen beschäftigt. Im laufenden Jahr sollen in Jerusalem noch Industrieunternehmen gebaut werden, die 700 Arbeitsplätze bieten werden und wenn sich alle Pläne der Gesellschaft für die Entwicklung Jerusalems durchsetzen lassen, werden sogar 1000 Arbeitsplätze, im Jahre 1958, in Jerusalem geschaffen werden. ISRAEL BAUT OELFLOTTE Auf einer französischen Werft wird auf Rechnung Israels ein 50.000 Tonnen- Oeltanker gebaut, dessen Herstellungskosten 8,9 Millionen Dollar betragen. Die Bestellung wird aus dem 30 Millionen Dollar - Kredit Frankreichs an Israel finanziert. Israel will bis 1963 eine Oelflotte von zumindest 250.000 Tonnen auf See haben. Bisher hat Israel vier kleinere Oeltanker und weitere sind in deutschen Werften in Bau. Gerüchtweise verlautet, dass Israel auch mit Japan wegen Bau von Oeltankern in Verhandlungen stehe. SCHIFFSLINIE NACH SUEDAMERIKA SOLL AUSSENHANDEL FOERDERN ln der nächsten Zeit soll eine regelmässige Schifffahrtsllne von Israel nach entral- und Südamerika in Betrieb genommen werden, die auch neue Möglichkeiten für die Entwicklung unserer Handelsbeziehungen mit diesen Ländern bieten wird. Die Entwicklung dieser Handeisbezichungen wurde bisher durch den Mangel einer direkten Schiffsverbindung gehemmt und allie Lieferungen von Israel nach Südamerika mussten in europäischen Hafen umgeladen werden, was zu Mehrausgaben führte, die dazu führten den Export in beide Richtungen unrentabel zu machen. Die neue Gesandte Kubas verhandelte mit den Leiter der Wirtschaftsabteilung im Aussenministerium über die Mögichkeit, durch eine solche Schiffslinie die Handelsbeziehungen zwischen beiden Ländern auszubauen. Kuba will nach Israel in erster Linie Zucker exportieren und dagegen Sperrholz, elektrische Geräte und andere industrie-Erzeugnisse beziehen. Inzwischen wurde beschlossen die Gesandtschaft Kubas in Israel in Tel Aviv zu errichten.