Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XX (1958)
- Issue
- 3 (Marzo, 1958)
- Date
- 1958-03-01
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/8553624-8557203-9194366--2216-8557243- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
8 BOLETIN INFORMATIVO Marzo 1958 Eine neue Landstrasse nach Elat Während langen Jahren war Elat, der südlichste Punkt unseres Landes, nur eine Hintertür die von niemandem benutzt wurde, und selbst als nach der Sinai-Kampagne der Hafen von Elat eine offene Tür in die weite Welt wurde, blieb Elat nur das Symbol eines Traumes von einer vielversprechenden Zukunft. Die Strasse nach Elat, die jetzt eingeweiht wurde, hat aber das ganze Bild der Ent Wicklung des Suedens des Landes umgeworfen, neue Horizonte für die Entwicklung des Negev eröffnet in dem laut den Plänen des Entwicklungsministeriums bis 1962 über 100.000 Personen angesiedelt werden sollen. Die meisten der grossen Unternehmen des Negev wurden noch nicht vollendet, es besteht noch keine absolute Gewissheit, dass sie reibungslos arbeiten werden und wirklich rentabel gestaltet werden können, aber ihr Ausbau wird schon jetzt geplant denn für die Männer des Negev bestehen keine Zweifel und durch ihre Ueberzeugung, ihren Enthusiasmus und ihren Willen sind sie entschlossen alle Hindernisse zu beseitigen und das angestrebte Ziel zu erreichen, aus dem Negev eines der wichtigen Entwicklungsgebiete des Landes, und aus Elat den grössten Hafen Israels zu machen. Die neue Landstrasse nach Elat stellt einen wichtigen Schritt in dieser Richtung dar. Sie ist zugleich ein Beweis, dass der Wille wenn auch nicht alles und nicht allein, aber vieles, und mit Hilfe des Staates, erreichen kann. Der Bau der neuen Landstrasse wurde in drei Etappen durchgeführt. Zuerst wurde die 123 Kilometer Landstrasse angelegt, die von Kfar Jerucham bis zum Kilometer 145 führt. Die Arbeit wurde noch vor Jahren von der technischen Abteilung der Armee durchgeführt, doch wird die Strasse jetzt durch die Abteilung für öffentliche Arbeiten im Arbeitsministerium asphaltiert. Die zweite Etappe, die jetzt vollendet wurde, war der Bau ¿mer neuen Strasse von einer Länge von 40 Kilometern (vom Kilometer 145 bis zum Kilometer 185), der durch “Solei bone”, “Charisch” und das Arbeitsministerium durchgeführt wurde. Der letzte Abschnitt der Strasse bestand ebenfalls schon seit mehreren Jahren und wurde jetzt nur ausgebessert, unterbaut und asphaltiert. Im ganzen aber muss die Inbetriebnahme dieser neuen Landstrasse als eine der grossen Leistungen unserer Entwicklungs - Arbeiten in den letzten Jahren betrachtet werden. Eine wichtige Neuerung beim Bau dieser Landstrasse war die ausschliessliche Verwendung von Materialien, die im Negev gefunden werden. Es wurden keine Rohmaterialien für den Strassenbau aus dem “fernen Norden” bis zur Baustelle gebracht, sondern nur die Rohstoffe des Negew verwendet. Um die Arbeiten «durchzuführen wurden entlang den mehr als 200 Kilometern der Strasse vier Arbeitslager angelegt und jedes 'Lager unternahm die Arbeit 25 Kilometer in nördlicher und 25 Kilometer in südlicher Richtung. 140 Arbeiter, zum grossen Teil neue Olim, haben beim Bau dieser Landstrasse Geschichte gemacht aber der wichtigste Teil der Arbeiten wurde durch Riesenmaschinen durchgeführt. Die Arbeiter, besonders bei der Asphaltierung der Strasse, arbeiteten oft 12 Stunden am Tag (bei guter Bezahlung der Ueberstunden) und blieben abends nach der Arbeit in ihren Lagern, um nur einmal wöchentlich zu ihren Familien, meistens nach Beer Scheba, zurückzukehren. Auch die Tätigkeit der Maschinen durfte nicht unterbrochen werden und wenn Ersatzteile eingesetzt werden mussten, oder andere Reparaturen notwendig waren, wurden diese nachts durchgeführt und d. betreffenden Maschinen früh morgens wieder in Betrieb genommen. Bei den 40 Kilometern Landstrasse, die vollkommen neu angelegt wurden, musste gesprengt werden. Oft werden Felsen von 16 Meter Höhe gesprengt oder noch tiefere Wadis ausgefüllt, um der Strasse den Weg zu bahnen. Bei allen diesen Arbeiten wurden über sieben Tonnen Sprengstoff verwendet, eine im Lande noch nie erreichte Menge. 16 Traktore und 11 Generatoren wurden an diesem Abschnitt der Strasse eingesetzt, und trotz allen Schwierigkeiten, die besonders durch die Entfernung von jedem Wohnzentrum entstanden, wurde die Arbeit ohne Reibungen, und termingemäss, beendet. Es steht noch nicht fest wieviel der Bau dieser Landstrasse insgesamt gekostet hat, aber die Schätzung von vier Millionen IL dürfte nicht weit von den wirklichen Ausgaben entfernt sein. In Elat hält man die neue Landstrasse schon seit langemfür eine erreichte Tatsache, und spricht jetzt von neuen Entwicklungsaufgaben, d. h. in erster Linie von der Notwendigkeit den Plan zu verwirklichen eine Eisenbahnlinie nach Elat zu legen, und von der Er Weiterung des Elater Hafens. Man hat so manchmal bei den Einwohnern von Elat den Eindruck, sie seien überzeugt nicht im extremen Süden sondern im Zentrum des Landes zu leben, weshalb ihnen alle Aufmerksamkeit und Unterstützung gewährt werden muss. Dieser Eindruck kann vielleicht auch in anderen Teilen oder auch Wirtschaftszweigen des Landes entstehen, aber in Elat ist er wahrscheinlich sogar, zumindest teilweise, berechtigt. Die neue Strasse bringt auf jeden Fall Elat dem restlichen Lande näher, was sich auch auf das soziale Leben dieser Hafenstadt auswirken dürfte, wo noch viele Arbeiter beschäftigt sind deren Familien aus Mangel an Wohnmöglichkeiten “im Norden” leben. Die Landstrasse nach Elat stärkt weiter die Sicherheit dieser Stadt und könnte auch zu einer Herabsetzung der Transportausgaben führen, obwohl die Subsidien für den Warentransport nach Elat jetzt eingestellt werden sollen. In Elat gibt es nür eine Meinung, nach der Vollendung der Landstrasse muessen sofort die Vorbereitungen für d. Bau d. Eisenbahn nach dem Südhafen aufgenommen werden. Die mit diesem Bau verbundenen Ausgaben, selbst in Kreditform, sind enorm, aber die Ausgaben der vorbereitenden Arbeiten und Untersuchungen sind ziemlich begrenzt u. diese nehmen längere Zeit in Anspruch. Grund genug um die Arbeiten sofort aufzunehmen, versichert man in Elat. Und eine weitere Forderung wird in Elat laut, nämlich eine engere Besiedlung des Negev, die Errichtung einer Kette von Siedlungen zwischen Beer Scheba und Elat, entlang der neuen Strasse. Auf jeden Fall ist man sich bewusst, dass die jetzt in Betrieb genommene Landstrasse ein wichtiger Fortschritt ist, durch den Elat dem restlichen Lande näher gebracht wird, oder wie es Elat’s Fanatiker ausdrücken durch die das restliche Land Elat näher gerückt wurde. DIE NEUE LANDSTRASSE NACH EILAT Der Suez-Kanal Israel ÖS* wmm WM * ' 3ÍÉÉ OC «OLfcCltVIfeAO HMurt dir yajffaforä# &A8U.h> ' “ *•«-#•*«*!»© GOTTESDIENST Jeden Freitag abend um 19.00 Uhr. Jeden Schabbos morgen um 9.00 Uhr. Ausserdem an Jahrzeiten. Diese Daten muessen jedoch rechtzeitig an die Casilla 984 oder bei Herrn Ricardo Wolff, Telefon 6240 gemeldet werden. Verkuendung des Neumondes NISSAN am Schabbos den 15. Maerz 1958* Rosch Codesch Nissan am Schabbos den 22. Maerz 1958. GOTTESDIENSTE FUER PESACH Erew Pesach am Freitag den 4. April abends 19.00 Uhr. I. Tag Pesach am Schabbos den 5. April morgens 9.00 Uhr abends 19.00 Uhr. II. Tag Pesach am Sonntag den 6. April morgens 9.00 Uhr. 6. Tag Pessach am Donnerstag abend den 10. April 19.00 Uhr mit Seelenfeier. 7. Tag Pessach am Freitag morgens 9.00 Uhr abends 19.00 Uhr. 8. Tag Pessach am Schabbos den 12. April morgens 9.00 Uhr. ERGAENZUNG DES BERICHTES DER GENERALVERSAMMLUNG: Als Beisitzender wurde auch Herr Aurelio Retteru wieder gewaehlt. Die Habonim gratuliert 60. Geburstag: 5. April 1958: Herr Bruno Arendt. 25. April 1958: Herr Leo Weglein. 75. Geburtstag: 19. April 1958: Herr Isidor Hes. 80. Geburtstag: 25. April 1958: Herr Emil Russ. Wir gratulieren den Jubilaren auf das Herzlichste und wuenschen ihnen noch viele glueckliche und segensreiche Jahre. Direktorium der Comunidad Israelita Habonim. Leo Weg lein Am 25. April d. J. wird Herr Leo Weglein 60 Jahre alt. Wenn ein Angehoeriger der juedischen Kollektivitaet in, Chile Anspruch darauf hat, dass an diesem Tage sein Name in diesen Blaettem erwaehnt wird, die von den Vorgaengen des juedischen Lebens in Chile Bericht geben, so ist es Leo Weglein. Seine juedische Arbeit seit seiner Ankunft in Chile zu schildern, heisst, die Geschichte der Jued. Gemeinde “Habonim” in Valparaiso zu schreiben. Er ist mehr als ihr Mitbegruender. Er ist der wirkliche Gruender, die unermuedliche Triebkraft, die von Anfang an und unaufhoerlich alle am juedischen Leben Interessierten in Valparaiso zusammengefuehrt und zu gemeinsamer Arbeit angehalten hat. In jahrelanger voellig dieser Aufgabe hingegebener Taetigkeit hat er die junge Gemeinde geleitet und ist heute ihr wohlverdienter Ehrenpraesident. In keiner Weise hat er sich aber mit diesem Titel von der Betaetigung zurueckgezogen. Es gibt keine Gelegenheit, bei der man sich vergeblich an Leo Weglein wendet, es gibt keine Arbeit und Muehe, die er scheut, um sich fuer juedische Dinge einzusetzen. Wir, die Mitglieder des gegenwaertigen Vorstandes der Gemeinde Habonim, danken nicht nur im eigenen Namen, sondern in Vertretung aller Mitglieder der Gemeinde, unserem verehrten Ehrenpraesidenten fuer alle seine verdienstvollen Leistungen und sprechen den herzlichsten Wunsch aus, dass noch viele Jahre bei vollster Gesundheit und in gleicher jugendfrischer Aktivitaet wie bisher unserem lieben Leo Weglein beschieden sein moegen. Valparaiso, im April 1958. Der Vorstand der Juedischen Gemeinde Habonim. SUCHE TAETIGEN TEILHABER fuer erstklassig eingefuehrte Strickwarenfabrik. PRODUKTION AUSVERKAUFT Minimo Kapital $ 10.000.000.— Naeheres unter ‘SOCIO”, Clasificador 567