Mannheim
Compact Memory

Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1958-02-01 · 2 (Febrero, 1958) · p. Seite 8

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XX (1958)
Issue
2 (Febrero, 1958)
Date
1958-02-01
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/8553624-8557203-9194340--2201-8557229
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

9 entity mentions

8 BOLETIN INFORMATIVO Febrero 1958 10 JAHRE ISRAEL ISRAELS BETEILIGUNG AN INTERNATIONALEN MESSEN 'KW' Vmw» nmojy nvy Dies Ist das ofizielle Embleme anlaessllch der bevorstehenden 10—Jahresfeier von Medinat Israel. DIE ENTWICKLUNG DER JUGENDALIJA Seit ihrer Gründung vor 24 Jahren hat die Jugendalija Uber 85.000 Kinder und Jugendliche aus 72 Ländern betreut, erklärte der Leiter der Jugend-Alija und Mitglied der Sochnut-Exekutive Mosche Kol bei einer Pressekonferenz im Rahmen einer Rundfahrt durch die Institutionen der Jugendalija im ganzen Lande. Gegenwärtig werden ca. 13.000 Zöglinge von der Jugendalija betreut, ausser den 1500 Jugendlichen und Kindern, denen die Jugendalija in den Maabarot, Olimzentren und Olimsiedlungen beisteht. Ein neuer Handelsvertrag zwischen Israel und Norwegen wurde in Jerusalem unterzeichnet, der eine Erweiterung des Handels zwischen beiden Staaten, gegenüber* dem Vorjahre, vorsieht. Der neue Handelsvertrag sieht die Lieferung von Waren aus Norwegen nach Israel im Wert von drei Millionen Dollar vor, während der israelische Export nach Norwegen noch Nach der Intensivierung der Alija aus Osteuropa und Nordafrika begann die Jugendalija in der letzten Zeit auch jüngere Kinder aufzunehmen, wenn auch weiterhin Jugendliche von über 16 Jahren, bis zum Militär-Alter, von dieser Organisation betreut werden. Mosche Kol betonte, dass die Jugendalija ein zusätzliches Budget von 1,3 Millionen IL benötigen würde, um eine Reihe von neuen Zentren und Institutionen, besonders für Kinder und Jugendliche der neuen Alija, errichten zu können. höher liegen soll. Im vergangenen Jahr betrug der Handel zwischen beiden Staaten ca. zwei Millionen Dollar in jeder Richtung, wenn auch der im offiziellen Vertrag vorgesehene Rahmen der Handels überschritten wurde. Israel bezieht aus Norwegen in erster Linie Fische, Chemikalien, Papier und Metallwaren, während Norwegen aus Israel Zitrusfrüchte, Textilien und industrielle Waren bezieht. Auf einer aeusserst stark besuchten Tagung von Industriellen^ und Exporteuren sprach Handels und -Industrieminister P. Saphir ueber die Bedeutung der Beteiligung Israels an Auslandsmessen, als einen wichtigen Faktor zur Untersuchung avisländischer Märkte und zur Erweiterung der Exportmoeglichkeiten fuer die ausstellenden Firmen. Eine Messe, fuehrte der Minister aus, ist das billigste Mittel, um seine Waren auslaendischen Abnehmern vorteilhaft zu zeigen, und um Verbindungen mit Einkaeufern anzuknuepfen. Die Resultate der Beteiligung an Messen im ablaufenden Jahre wurden von den meisten Teilnehmern sehr guenstig beurteilt. Die Regierung hat daher die Absicht, die Beteiligung an Messen zu foerdern, und zwar sowohl durch Teilnahme an einer grösseren Zahl von Messen als bisher, als auch durch vergroesserte Beteiligung Israels an den betreffenden Messen. M. Tzur, Direktor der Abteilung fuer Aussenhandel im Handels und — Industrieministerium, berichtete über Israel’s Beteiligung an Messen im Jahre 1957, und verkuendete das Programm fuer 1958: vor allem Beteiligung an der Weltmesse in New York, sowie an Messen in Helsinki, Johannesburg, Posen, Marseille, Zagreb, Thessaloniki, Izmir, Bari; Nairobi (Kenya) und Buenos Aires. Der Direktor deir Messegesellschaft. Dr. Justice-Dayan, sprach ueber die Art der Zusammenarbeit zwischen der Gesellschaft und den Industriellen, ueber die Hilfe die die Gesellschaft den Exporteuren bei 72.000 OLIM IN 1957 72.000 Olim trafen im Laufe des Jahres 1957 in Israel ein, darunter 41000 aus Europa, 30000 aus Asien und Afrika und der Rest aus .Nord und Suedamerika. NEUER HANDELSVERTRAG ISRAEL - NORWEGEN YESO A ümOMERAL para TERMINACIONES PERFECTAS Gran rendimiento Distrib: S00IMAC - S. A. C. SAAVEDRA BENARD AGENCIAS GRAHAM S. A. C. der Auffindung von neuen Absatzmoeglichkeiten, und bei der Kontaktnahme mit Agenten im Auslande gibt. Firmen die an mehreren Messen teil nehmen, erhalten von der Gesellschaft Ermaessigungen, und Firmen deren Ausstellungsstaende sich durch besonders gutes Niveau auszeichnen werden diplomiert. Um Firmen die Moeglichkeit zu geben, die Beteiligung an Messen in ihrem Jahresbudget zu berüecksichtigen will die Gesellschaft Globalvertraege fuer ein ganzes Jahr abschliessen. KEREN KAYEMETH LEISRAEL Lieber Freund, Kuerzlich ging durch die Presse die Nachricht, dass bei Gilath, der KKL Baumschule im Negev, eine Fabrik errichtet wird, um die Agaven kommerziell zu verwerten. Diese Nachricht hat einen interessanten Hintergrund. Die Geschichte begann im Jahre 1942. In den ersten Versuchsstationen des KKL im Negev — Gvuloth, Beth Eschel und Revivim — wollte man die Eignung verschiedener Pflanzen feststellen. Unter anderem hatte man ein paar hundert Dunam mit wildwachsenden Agaven angebaut. Die ersten Ergebnisse zeigten nicht viel, aber doch genug, um festzustellen, dass dieser Kaktus im Boden und Klima von Israel’s Sueden schnell gedeiht. Aus Agaven werden Fasern gewonnen und in jenen Jahren des Zweiten Weltkrieges wurden Fasern von den Heeren und Flotten der ganzen Welt noetig gebraucht. Israel hatte den richtigen Boden und das richtige Klima *— aber nicht genug Ableger — um mit Agavenplantagen in lohnendem Masse zu beginnen. Ein Fachmann wurde vom KKL nach Kenya geschickt, einem Zentrum des Agavenanbaus. Er kam als Experte zurueak, aber ohne Agavenableger. Ein anderer Versuch wurde in Brasilien gemacht. Auch hier gab es Ausfuhrschwierigkeiten. Denn ueberall war der Export von Agaven verboten. Aber die Leute des KKL gaben die Hoffnung nicht auf. Und schliesslich gelang es ihnen im Jahre 1954 eine Moeglichkeit in Suedafrika zu finden und IY2 Millionen Ableger wurden auf 1.000 Dunam in Gilath gepflanzt. Inzwischen ist die Flaeche auf 4.000 erweitert worden, und es ist geplant, sie innerhalb von 4-5 Jahren auf 20.000 Dunam auszudehnen, genug um Israels Eigenbedarf an Fasern zu decken, der zwischen 16.000 - 18.000 Tonnen pro Jahr betraegt. Wie steht es mit der industriellen Verwertung dieses Kaktus? Jede Pflanze bringt fuer die Dauer von ungefaehr 7 Jahren 20 - 25 Blaetter pro Jahr hervor. (Bevor man die industrielle Auswertung der Blaetter bestimmen kann, muss man das proportionelle Gewicht, die Staerfce und die Farbe der Faser feststellen. Das Resultat war ermutigend. Die in Israel gewonnene Faser betraegt 3,8 % des Gewichtes des Blattes, verglichen mit 3,5 % in anderen Laendern. Darueber hinaus ist sie 20 % staerker als die in Kenya und Tanganyka produzierte. Ein Dunam Agaven ist sparsam im Wasserverbrauch, benoetigt nur 100 - 160 cbm Wasser, waehrend etwa Baumwolle, Erdnuesse oder Kartoffeln das Vierfache brauchen. Der Preis fuer Agavenfasem auf dem Weltmarkt ist fluktuierend. Er betraegt gegenwaertig 250 Dollar pro Tonne. Aber bei jedem bewaffneten Konflikt in der Welt steigt er rapide, weil Saecke und Stricke zur militaerischen Ausruestung gehoeren. Auch vom Standpunkt der Arbeitsbeschaffung ist das Projekt interessant. 20.000 Dunam Agaven duerften 300 Familien Arbeit geben, nicht eingerechnet die Zahl der Arbeiter, die in der Fabrik beschaeftigt werden sollen, die auf Grund eines Vertrages zwischen dem KKL und Herrn Markus Maoz aus Mexiko, errichtet wird. Als Herr Maoz, ein Industrieller in der Branche der Fasernverarbeitung und zionistischer Veteran, vor kurzem zum ersten Mal die Pflanzungen im Negev sah, sandte er sofort nach seinem Spezialisten in Mexiko. Der Experte kam, und verbrachte eine Woche in Gilath. Dann sagte er: “In Mexiko bringt die Pflanze erst nach sieben Jahren Blaetter hervor, hier bereits nach vier Jahren. Die Aussichten sind ausgezeichnet” . Das Gesamtprojekt duerfte eine Investierung von zirka 4 Millionen Isr. Pfund erfordern. Wenn man bedenkt, dass Israel jaehrlich bis zu 600.000 Saecke importiert, ergeben sich fuer die hiesige Fasernproduktion gute Prospekte. Ich hoffe, dass Sie dieser Bericht interessiert, denn er zeigt die vielen Moeglicbkeiten sowohl landwirtschaftlich wie auch industriell auf, die sich aus den mannigfachen Taetigkeiten des KKL ergeben. Mit Zionsgruss, Dr. H. FREEDEN

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.