Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XX (1958)
- Issue
- 2 (Febrero, 1958)
- Date
- 1958-02-01
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Febrero 1958 BOLETIN INFORMATIVO 9 WURDE DIE ARCHE NOAH GEFUNDEN? Die Nacht vom 5 zum 6. Juli des Jahres 1955 verbrachten der südfranzösische Kaufmann Ferdinand Navarra und dessen damals zwölfjähriger Sohn Rafael in einer Eishöhle, 4.200 Meter hoch auf dem sagenumwobenen türkischen Berg Ararat. Von diesem über fünftausend Meter hohen Berg aus ist, nach der Ueberlieferung des Alten Testaments, die Erde bevölkert worden. Auf dem Berge Ararat war demnach, “am siebzehnten Tage des siebenten Monats” nach Beginn der Sintflut, Urvater Noah mit seiner Frau, seinen drei Söhnen und 3 Schwiegertöchtern sowie Vertretern aller Tierrassen gelandet. Der Kaufmann Navarra, der in seiner Freizeit mit Leidenschaft archäologische Forschung betreibt, war auf den biblischen Berg gestiegen, um der Frage nachzuspüren, ob der Prophet Moses über diesen Vorgang korrekt berichtet hat. Navarra wollte auf dem Ararat die Reste der “Arche Noah” finden, jenes “Kastens”, der dem Bibeltext zufolge nach der Sintflut dort gestrandet sein soll. Am Morgen des 6. Juli stiegen Vater und Sohn Navarra in eine schwer zugängliche Gletscherspalte ein, in der sie die Reste der Arche vermuteten, und Vater Navarra begann mit Eispickel und Messer, “die dunklen Streifen freizulegen”, die er am Vortage beobachtet hatte. Was weiter geschah, beschreibt der Amateurforscher so: “Nach einer halben Stunde hatte ich erst ein Loch von 50 Quadratzentimetern geschlagen, das ungefähr 20 Zentimeter tief war. Dann erschien unter der Eiskruste das Wasser. Und im Wasser das Ende eines schwarzen Balkens. “Ich traute meinen Augen nicht und betastete ihn, ich grub meine Nägel hinein; hätte ich mit meinem Mund darankommen können, ich glaube, ich hätte hineingebissen. Was ich mit meinen klammen Fingern in dem eisigen Wasser berührte, das war wirklich ein Stück Holz, und zwar nicht von einem Baumstamm, sondern ein behauener Balken. “Ich hielt meine Freudentränen gewaltsam zurück und rief zu Rafael hinauf: “Ich habe Holz gefunden!” In keiner Weise verwundert rief er zurück: “Beeil dich und komm zurück, ich friere...” Frierend und halb verhungert sägten Vater und Sohn Navarra drei Stücke von ihrem Fund ab und schleppten die drei Holzklötze unter mannigfachen Schwierigkeiten ins heimatliche Frankreich. Dort schrieb Amateurforscher Navarra ein Buch über seine Erlebnisse auf dem Berg Ararat “Ich fand die Arche Noah”. * * * Allein aus den letzten hundert Jahren gibt es Berichte über mehr als zehn Expeditionen, die Holz vom Berge Ararat holen wollten Allerdings stiessen die Erzählungen mutiger Bergsteiger, die um die Mitte des vorigen Jahrhunderts in die Eiswüsten des Ararats eingestiegen waren und dort Balken der Arche gesichtet, haben wollten, zumeist auf allgemeine Ungläubigkeit, denn der Berg galt als unbezwingbar. Im August 1883 meldete dann die amerikanische Zeitung “Chicago Tribüne”, eine türkische Expedition habe tatsächlich auf dem Berge die Arche gefunden: “Die Türken erkannten die Arche ohne weiteres”, berichtete das Blatt mit humoristisch verbrämter Skepsis, “sie war noch in gutem Zustand, nur die Flanken hatten gelitten. Ein Mitglied der Expedition, das englisch sprach und offenbar die Bibel gelesen hatte, stellte fest, dass die Arche aus jenem Gopherholz gebaut sei, das, wie jedermann weiss, nur in den Ebenen des Euphrat wächst. Die Besucher drangen in das Innere des Gerippes vor und konnten feststellen, dass man dort die Vorschriften der nordamerikanischen Admiralität über den Transport von Pferden genau beachtet hatte: Das Innere war in Abteile von 15 Fuss Höhe geteilt”. Begeistert über den vermeintlichen Fund der Arche, gründete zehn Jahre später der amerikanische Archidiakon Nourri, der selbst zum Fundort geklettert war, eine Gesellschaft. Sie sollte eine Mammut Expedition aussenden, um die Arche vom Ararat herunterzuholen und nach Amerika zu exportieren. Dort sollte das Gefährt auf der Internationalen Messe in Chicago ausgestellt werden. Die Messebesucher in Chicago sahen indes nicht einen Balken dieser Arche, weil die türkische Regierung einen Export des biblischen Schiffes kategorisch verweigerte, noch ehe die Expedition überhaupt zusammengestellt war, geschweige die Arche gefunden hatte. Erst im ersten Weltkrieg geisterten dann wieder Berichte über die Arche Noah durch die Welt. Der russische Flugzeugführer Wladimir Roskowitzky wollte bei einem Aufklärungsflug über der türkisch-russischen Front in einem zugefrorenen See auf dem Ararat ein merkwürdiges Objekt gesichtet haben, das er als ein Schiffswrack von der Grösse eines Häuserblocks beschrieb. Nachdem andere russische Fliegeroffiziere den Gipfel des, Berges ebenfalls umkreist hatten, meldeten sie die Entdeckung dem Zaren Nikolaus II. Berichte einer russischen Expedition, die später im Auftrag des Zaren die Arche gefunden, photographiert und vermessen haben soll, sind allerdings nach der russischen Revolution des Jahres 1917 nicht wieder aufgetaucht. Einige optimistische Forscher nehmen an, dass die Sowjets die Berichte dieser Expedition unterschlagen haben, weil ihnen an einer Erhärtung der These, die Geschichten der Bibel könnten wissenschaftlich stichhaltig sein, nicht gelegen war. Im Jahre 1949 kletterte wieder eine Expedition auf dem Ararat umher, und auch diese Forschungsgruppe bereitete — wenn auch auf ganz andere Weise — den Sowjets einigen Kummer. Es handelte sich dabei nämlich um einen kleinen Trupp amerikanischer Wissenschaftler, deren Leiter zwar ehemals Missionaer gewesen war, an der aber auch zwei Physiker des amerikanischen Atomforschungs - Z e n t r ums Oak Ridge teilnahmen. In Pressekonferenzen verbreiteten die Expeditions-Forscher die These, sie würden die weite Fahrt zum Ararat nur wegen der Arche Noah antreten. Zu dieser Zeit hatte die türkische Regierung den Ararat allerdings bereits in ein militärisches Sperrgebiet einbezogen. Der Berg liegt in einem Dreiländereck nahe der Stelle, an der die Grenzen der Sowjetunion, des Irans und der Türkei zusammestossen. Als die Türken dennoch der amerikanischen Expedition die Gipfelbesteigung erlaubten, protestierte die Sowjetregierung in Ankara: Sie erklärte, das Ziel der Amerikaner könnte nur sein, Spionage zu treiben. Vom Ararat aus habe man Einblick in die Grenzbefestigungen der Sowjetunion und sogar in das Gebiet der Erdölfelder. Wie sich später herausstellte, waren freilich weder die Sowjets noch die Amerikaner in ihren Erklärungen besonders ehrlich gewesen. Als die amerikanische Expedition “ohne Ergebnis” vom Ararat zurückgekehrt war, kam nämlich ans Licht, dass sie genau an den Tagen auf dem Berg kampiert hatte, an denen die Sowjets ihre ersten Versuchs-Atom-Bomben auslösten. Bis heute sind die Berichte nicht dementiert worden, nach denen die Amerikaner im August 1949 die Suche nach der Arche Noah nur als Vorwand benutzten, um von dem grenznahen Ararat aus Messungen über Stärke und Ort der ersten sowjetischen Atombomben-Explosionen vorzunehmen. Unter den Folgen dieses Zwischenfalles aus dem kalten Spionagekrieg zwischen den Grossmächten hatte auch Ferdinand Navarra zu leiden, als er drei Jahre später zu seiner ersten von bisher insgesamt drei Ararat-Expeditionen aufbrach. Vier Wochen Hessen die türkischen Behörden den Forscher aus Frankreich und seine Begleiter warten, ehe ein Passierschein ausgestellt wurde. Navarras Privat - Expedition drang zwar bis zum 5.165 Meter hohen Gipfel des Ararat, “der Mutter der Welt”, vor ■— doch ein Stück Holz von der Arche brachte die Gruppe nicht mit nach Hause. Nur Ferdinand Navarra selbst war überzeugt, die Arche von ferne gesehen zu haben. Ein zweiter Versuch Navarras, die Arche allein zu finden, endete mit dem gleichen Ergebnis: Der Amateur - Forscher glaubte die Arche gesehen zu haben, einen Beweis dafür konnte er nicht mitbringen. Als Navarra schliesslich im Jahre 1955 ein drittes Mal zu Noahs Berg reisen wollte, verweigerte die türkische Regierung den wichtigen Passierschein strikt, weil ein Kulturfilm der ersten Navarra-Expedition “die pittoresken Seiten unseres Landes zu sehr betont” hatte. Familienvater Navarra entschloss sich zu einer List: Er nahm seine Frau und seine drei Söhne mit auf die Reise und gab sich und seine Familie in der Türkei als schlichte Weltreisende aus. Dem Amateurforscher Navarra gelang es tatsächlich die türkischen Grenzwächter irrezuführen, gemeinsam mit seinem Sohn Rafael den Berg zu besteigen und aus einer Gletscherspalte einige Stücke Holz herauszuschlagen. Erst als Vater und Sohn Navarra mit den drei Holzklötzen im Rucksack von der dreitägigen Bergtour ins Tal zurückkehrten wurden sie von einer türkischen Streife erwischt. Aber die Navarras hatten Glück: Die Türken hielten die drei Balkenteile, die eine Rucksack-Kontrolle zutage förderte, für schlichtes Feuerholz, obendrein löste ein türkischer Offizier die Passierscheinfrage. Er stellte, erfreut über die Abwechslung, die seine französischen Gefangenen in das eintönige Wachdasein brachten, mit grosszügiger Geste nachträglich eine Sondererlaubnis für die Bergbesteigung aus. Navarra ist nun überzeugt, dass es sich bei den Holzstükken, die er auf abenteuerliche Weise vom Berg Noahs herunterholte nur um Teile der sagenhaften Arche handeln könne. In seinem Buch sind mehrere Gutachten abgedruckt, in denen Institute für Holzforschung Navarras Holz vom Ararat beurteilen. Die Holzfachleute dieser Institute wollen mit den modernen Mitteln der Materialprüfung festgestellt haben, dass die Balkenfragmente mindestens 5.000 Jahre alt sind, mit unbekannten Werkzeugen bearbeitet sein müssen und von einer bestimmten Eichenart (“Quercus robur”) stammen. Folgert Navarra: “Welche Art Bauwerk kann auf dem Ararat in fast 5.000 Meter Höhe vor etwa 5.000 Jahren gestanden haben? Wenn ich antworte; die Arche Noah, so nicht weil ich meine Wuensche für Realitäten halte, sondern... weil es garnicht anders sein kann”. Um alle, die dieser verblüffenden Logik nicht folgen wollen von der Richtigkeit seiner These zu überzeugen will Navarra in nächster Zeit zu einer neuen Ararat-Expedition ausziehen. Er hofft, dann noch weitere Teile der Arche nach Hause zu bringen. (Juedische Wochenschau). téettea* En Marzo 1958, será elegido nuevo 'Ejecutivo del Comité Representativo A la Asamblea General Extraordinaria del Consejo Directivo de Delegados al Comité Representativo, celebrada el jueves 26 de diciembre ppdo. en el local MAZSE, asistieron 31 delegados de 16 instituciones afiliadas. Después de rendir un homenaje a la memoria del que fue vicepresidente, señor León Rosenthal (z. 1.) se aceptó la afiliación de la Colectividad Israelita de Los Angeles; se ratificó la designación de los señores Germán Lehmann, Luis Schlesinger y Kurt Hofmann, para los cargos de primer vicepresidente, tesorero y protesorero, respectivamente; se resolvió prorrogar el mandato del X Ejecutivo hasta el mes de marzo próximo, época en que se efectuará la Asamblea General Ordinaria de Elecciones del XI Ejecutivo y, finalmente, se aprobó con un voto de aplauso la cuenta del Presidente, señor Gil Sinay, sobre actividades relacionadas con la formación de la Comunidad Israelita de Santiago-Kehilá Aschkenazi, alentándose a la directiva para que prosiga en sus labores hasta conseguir el ideal final del “Vaad Hakeilot”. Todos estos acuerdos se tomaron por unanimidad en un ambiente de perfecta armonía, después de un cordial cambio de ideas. W. I. I. O. Wir wuenschen unseren Chaweroth nochmals recht gute Erholung un teilen ihnen hiermit die Daten der ersten Gruppenzusammenkuenften mit. Die Programe dieser Sitzungen werden durch Telefondienst bekannt gegeben. Wir werden uns freuen, sie alle wieder vollzaelig zu begruessen. GRUPPE HENRIETA SZOLD — 13. Maerz 1958. GRUPPE GOLDA MEIER — 17. Maerz 1958. GRUPPE HANNA MEISEL — 18. Maerz 1958. GRUPPE VERA WEIZMAN — 11. Maerz 1958. GRUPPE AHAWAH — 12. Maerz 1958. GRUPPE HANNA STEINER — 17. Maerz 1958.