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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1958-01-01 · 1 (Enero, 1958) · p. Seite 8

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XX (1958)
Issue
1 (Enero, 1958)
Date
1958-01-01
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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8 BOLETIN INFORMATIVO Enero, 1958 <>d te/ren, Astete, /etete.. KONZERT - FEUILLETON f KONZERT DES CHORES HAZOMIR Viele Jahre ist es her, dass ein komplettes Opern-Ensemble nach hier kommen konnte. Derartige Unternehmungen sind auf Grund der schlechten Waehrung, der Distanz und der immerhin beschraenkten Zuhoererzahl immer ein Defizit. Darauf war die Municipalidad vorbereitet und sie hat sich die 100-Jahrfeier ihres Bestehens viel Geld kosten lassen. Unverstaendlich aber, dass vor dem letzten Akt einer der letzten Auffuehrungen (Faust), der Vorhang eine Stunde lang nicht aufgehen konnte, weil die Hauptkraefte ihren seit Tagen faelligen Scheck verlangten, bis ein Afcssandri aus dem Publikum auf die Buehne gerufen wurde um die Angelegenheit zu regeln. Sehr auffaellig war zu merken, dass sowohl Rossi- Lemeni (Mephisto), als auch Virginia Zeani (Gretchen) nicht voll aussangen, wenn auch das Temperament des ersteren sehr oft mit ihm und seiner Rolle durchgingen. Derartige unnuetze Zwischenfaelle zerreissen den Kontakt mit dem Publikum und versetzen es in billigstes Provinztheater. Trotz der vielen Importierten Kraefte darf objektiv nicht ausser. Acht gelassen werden, dass kuenstlerische Resultate eines derartigen Unternehmens im Rahmen der hiesigen Verhaeltnisse meistens auf Einzelleistungen einiger erstklassiger Kraefte beruhen muessen. Woher soll auch schliesslich ein Chor, der alle Jubeljahre einmal eingesetzt wird, diejenige Routine und Buehnensicherheit haben, welche nun einmal erforderlich ist? Und wie kann man erwarten, dass ein kuerziich erst gebildetes junges Orchester von heute auf morgen fehlerfrei, standfest und sicher den Anforderungen voll gewachsen ist? Der oft aengstlich zum Dirigenten schauende Chor tat was er konnte, viel war es nicht. Das Philharmonische Orchester hatte wechselnden Erfolg und es spricht fuer das Koennen, Erfahrung und mehr noch fuer die starken Nerven der beiden Dirigenten Marini und Da Tura aius Mailand, dass sie den meisten der Schwierigkeiten Herr wurden. Da hier die Verhaeltnisse staerker sind als der Wille soll man zufrieden sein, dass wenigstens die aus Buenos Aires herbeigeschafften Dekorationen neu und ordentlich waren. Allerdings,... der Schlussakt von Faust (im Himmel) war eine Orgie schlechten Geschmackes. Unter den aus Italien gebrachten Gesangskraeften waren einige unbedingter erster Weltklasse. Allen voran Giaccomo Guelfi, wahrscheinlich der augenblicklich groesste Bariton der Welt, erstklassig in Stimme, Dramatik, im Spiel und was alles noch zur Perfektion gehoert. Sowohl er als auch die in der Folge genannten Kraefte haben die schlechte Gewohnheit abgelegt ihre Arien nur ans Publikum gewendet zum besseren Leuchten ihrer stimmlichen Qualitaeten zu bringen und damit die laufende Handlung zu unterbrechen, um Sonderapplause und “Encores” hervorzurufen. Geoflegte Operntheater der ganzen Welt haben dies schon seit langem abgetan. Sein Scarpia (Tosca) war genau so unvergesslich wie die “Traviata” der Virginia Zeani, eine der herrlichsten Soprane, die ich seit langem gehoert habe und die heute schon eine Lucia Albanese weit uebertrifft und in Kuerze zur Klasse einer Tebaldi oder Callas gehoeren wird. Rossi-Lemeni, im Privatleben ihr"Mann, ging der Ruf eines der groessten augenblicklichen Baesse voraus. Doch hat seine Stimme nicht immer das Durchdringende, was diesen Ruf rechtfertigt. Umso groesser war seine schauspielerische Begabung fuer Rollen wie den Mephisto im “Faust” und dem “Barbier von Sevilla”. Eigentlich muessten dieser huenanhaften Erscheinung dramatische Rollen noch viel besser liegen. Tagliavinis stimmliche Tenorqualitaeten wurden leider beschattet durch sein unmoegliches Spiel. Mit welchem in der heutigen Zeit ein Saenger nicht mehr auf treten kann. Claudia Parada als auch Martha Rose, beides chilenische Opemsaengerinnen, welche seit Jahren in Italien Erfolg haben, konnten mit den oben genannten Kraeften ohne weiteres Schritt halten. Das Theater war jeder Zeit so voll wie in frueheren Jahren, man sah wiederum diejenigen Gesichter, die teils aus Tradition und teils aus Begeisterung treue Anhaenger der Zeit der “Bel canto” geblieben sind. Jedoch sind auch hier die Jahre nicht spurlos vorbei gegangen und meine Generation scheint die letzte zu sein, die fuer Opernauffuehrungen altgehabten Stils noch etwas uebrig hat. Die Wagner-Festspiele in Bayreuth haben sich nur aufrecht erhalten koennen durch Modernisierung der gesamten Auffuehrung, Fortfall jeder antiken Kulisse, durch Lichteffekte markiertes Buehnenbild und knappesten Requisiten. Auch die “Met” in New York, von dem Wiener Rudolf Bing seit Jahren vorbildlich gefuehrt, weist auf ihrem Spielplan einen groesseren Prozentsatz zeitgenoessischer, moderner Opern auf, als Mozart, Verdi und Wagner. Jugend sah man erschrekkend wenig und von denen, die man hinschleppte, waren nur diejenigen zufriedengestellt, die ein Verstaendnis fuer schoene Stimmen haben. Vielleicht wuerde dies anders sein, wenn man ihr modernere, kuenstlerisch geschlossenere Opernauffuehrungen bieten koennte. Solange aber muessen sich die Eltern mit den nicht wiederkehrenden Glanzzeiten frueherer Jahre des alten Kontinents abfinden. Falls die mir vorliegenden Informationen sich verwirklichen, stehen wir im naechsten Jahr vor einer grossen Saison. Angesagt sind im laufenden Abonnement der Sinfónica David Oistrakh, Claudio Arrau, Artur Rubinstein und Isaac Stern und keine Geringeren als die New Yorker Philharmonica mit Leonard Bernstein. Es schweben fernerhin Verhandlungen fuer ein Gastspiel der Wiener Philharmonica und auch das Teatro Municipal hat grosse Plaene. Das Kino “Astor” wird in diesem Moment zu einem perfekten Konzertsaal unter der Leitung eines amerikanischen Spezialisten hergerichtet, um die aufgetretenen akkus tischen Fehler zu beseitigen. Dem Beispiel des Astor folgt nunmehr auch das “Rex”, das fuer Konzerte grosser Solisten zur Verfuegung stehen soll. Das Uthoff- Balett bleibt im Teatro “Victoria” mit einer festen Saison und das “Antonio Varas” hat sich bei diesem Rennen um Atraktionen alle Kammerkonzerte reserviert. Eine der besten Nachrichten der letzten Zeit ist die Ernen- ' nung von Juan Orrego Salas zum Direktor des “Instituto de Extensión Musical”, der Hoffnung fuer eine moderne und zeitgemaesse Richtung in der Programmgestaltung darstellen sollte. Rueckblickend am Ende diesen Jahres auf die verschiedenen Veranstaltungen, die innerhalb unserer Colectividad stattfanden, ist nicht von der Hand zu weisen, dass jede in ihrem Rahmen zu Gunsten der beabsichtigten Zwecke Erfolg gehabt haben. Umsomehr ist es zu bedauern, dass das Handvoll von faehigen Berufs- und guten Amateur- Kuenstlern sich in sporadische Einzelunternehmungen abmuehen deren kuenstlerische Resultate sehr unterschiedlich sind. Es ist meine ehrliche Meinung, dass Verlangen und Notwendigkeit besteht alle diese Kraefte (es sind bei naeherem Zusammenzaehlen nicht wenige und genuegend gute) besser fuer eine einzige, representative und von laengerer Hand vorbereitete Veranstaltung zu gemeinsamen Gunsten der paar lokalen Organisationen und gedeckt durch diese zusammenzufassen. Selbstverständlich nur unter der Regie und Autoritaet eines erfahrenen und befaehigten Leiters. Eingeweihten ist nur zu gut bekannt, dass, wo auch immer und bei jeder kleinsten Auffuehrung, vom Nagel angefangen, alles neu herbeigeschafft und organisiert werdcr, muss. Mit einer derartigen Zusammenfassung wird nicht nur Vielfaches an Spesen, Ausgaben, Vorbereitungsarbeit aller Art eingespart, sondern auch dem Publikum etwas anspruchsvolleres, Neues vorgesetzt und hoehere kuenstlerische Ergebnisse auf breiter Grundlage erzielt. Es muss vermieden werden, dass Programme gewaltsam komplettiert werden mit Sachen, die nicht wert sind gebracht zu werden Am 22. Dezember 1957 fand im Saale unseres Gemeindehauses unter ausserordentlich starker Beteiligung ein Konzert des Coro 'Hazomir unter Leitung von Herrn Leo Horenczyk statt. Das Programm bestand aus zwei Teilen, der erste brachte lithurgische, der zweite folklorische Melodien. Nach dem Anzuenden der Chanuka-Kerzen durch Herrn Israel Farba trug der Chor zuerst Hallalu und Maos Tzur vor. Sodann brachte uns Herr Horenczyk vier religioese Gesaenge von denen besonders Hodo Al Eretz und Uwnojo Yomar interessierten, die beide in einer ausserordentlich schoenen und den Sinn und die (Bedeutung der beiden Gesaenge voll erfassenden (Bearbeitung des Herrn Horenczyk zum Vortrag (kamen. Vor allem Uwnojo Yomar rief lang anhaltende Beifallstuerme des Publikums vor, die sowohl dem Dirigenten wie auch dem Bearbeiter galten. Der zweite Teil des Programmes wurde mit einer Ansprache des Herrn Dov Scherzer eroeffnet, der namens des Merkaz Letarbut Israel den Coro Hazomir zu seiner bisher geleisteten Arbeit begluedkwuenschte und ihm weitgehendste Unterstuetzung der M’erkaz fuer die Zukunft zusagte. Sodann hoerten wir einige volkstuemliche Gesaenge in jid¬ oder wiederholt sind. Man soll nicht nur immer den Hauptzweck darin sehen, dass es “schliesslich doch ein finanzieller Erfolg” war. Eine derartige gemeinsame Veranstaltung fuer alle Organisationen einmal im Jahre, wuerde nicht nur mit den notwendigen Wiederholungen ein disch und iwritt, die vom Publikum mit lang anhaltendem Applaus gedankt wurden. Die beiden Solistinnen Frau Rose Dahl und Frau' Dita Marcus, die in fast saemtlichen Darbietungen mitwirkten, wurden vom Publikum besonders gefeiert. Frau Dahl nach dem mit ihrer glokkenhellen reinen Stimme vorgetragenen Roshinkes un Mandlen, Frau Marcus fuer die mit dramatischer Wucht gestaltete Darbietung des Eili Eili. Es ist bewunderungswert, was Herr Leo Horenczyk in den wenigen Monaten, in denen er den Chor leitet, geschaffen hat. Er hat es verstanden, den Chor durch seine hingebungsvolle Arbeit, seine tiefen musikalischen Kenntnisse, sein selbstloses Interesse in einer Weise musikalisch zu erziehen und zu formen, wie man es kaum fuer moeglich gehalten haette. Wir beglueckwuenschen das Centro Cultural Hazomir zu der Wahl dieses Dirigenten und hoffen, dass der Chor recht bald wieder unter seiner hervorragenden Leitung an die Oeffentlichkeit tritt. ¡Herr David Goldstein begleitete mit gewohnter Meisterschaft am Harmonium und am Fluegel. Rufoy (Baytelman sprach verbindende Texte. besseres finanzielles Ergebnis zeigen, sondern waere hauptsaechlich nutzbringender und wertvoller fuer das Publikum und nicht zuletzt fuer die Kuenstler selbst. Warum wird etwas derartiges nicht durchgefuehrt? Helmut Herzfeld H. H. R. MERCAZ LETARBUT ISRAEL EL ESTADO JUDIO La obra de Miguel Saidel, que ha merecido elogiosos comentarios críticos, está siendo divulgada por el Mercaz Letarbut Israel, quien tiene a la venta en sus oficinas de Serrano 202, primer piso, ejemplares de esta obra, al módico precio de $ 250 cada uno. Junto a este título, la sección DIVULGACION DE LA LITERATURA JUDIA, tiene a la venta 20 obras más de los más reputados autores y en idioma idish, hebreo o castellano. Esta sección atiende de lunes a jueves, de 10.30 a 12.30 y de 16 a 21 horas. Los viernes hasta las 18 horas y los domingos de 10.30 a 12.30 horas. Se invita a la colectividad a visitar los Stands de ventas. KEREN KAYEMETH LEISRAEL Adullam - Plan kommt zur Ausfuehrung Der Besiedlungsplan fuer das Adullamgebiet, im judaeischen Vorgebirge gelegen, trat in das Stadium seiner praktischen Durchfuehrung, als vor wenigen Wochen der Grund zu 250 Wohneinheiten in den ersten fuenf Doerfern gelegt wurde. Gegenwaertig wird das erste “laendliche Zentrum” in diesem Bezirk errichtet, um das die Siedlungen aus wirtschaftlichen, kulturellen und Sicherheitsgruenden gruppiert werden. Das Adullamgebiet erstreckt sich ueber 100.000 Dunam (100 qkm), von denen ca. 26.000 Dunam unter intensiven landwirtschaftlichen Anbau genommen werden, waehrend der Rest fuer Weide und Aufforstung dienen soll. Der KKL hat grossangelegte Urbarmachungsplaene ausgearbeitet, um das Gebiet zur Besiedlung vorzubereiten. Die Siedler werden waehrend der ersten zwei Jahre als Lohnarbeiter bei diesen Projekten vom Keren Kayemeth beschaeftigt, und erst im dritten Jahr gehen sie zu geregelter Taetigkeit auf ihren eigenen Anwesen ueber. Gemeinsame Sammeltaetigkeit in Israel Gemaess einem Beschluss des 24. Zionistenkongresses, wurden die Landesstellen des Keren Kayemeth und des Keren Hayessod fuer Israel ab 1. Oktober 1957 vereinigt und begänne1 im Lande mit gemeinsamer Sammeltaetigkeit. Das zukuenftige Einkommen soll zwischen den beiden Fonds nach dem Verhaeltnis der Spendeneinkommen der letzten fuenf Jahre aufgeteilt werden, wobei aber der KKL das ausschliessliche Recht auf besondere Taetigkeitszweige, wie Erbschaften, Lebendlegate und Bodenspenden beibehaelt.

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