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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1956-09-01 · 9 (Septiembre, 1956) · p. Seite 18

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XVIII (1956)
Issue
9 (Septiembre, 1956)
Date
1956-09-01
Page
Seite 18 (sequence 22)
Language
German
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18 BOLETIN INFORMATIVO Septiembre» 1988 ZUR 50 JAHRFEIER... JÄAKOB ANTWORTET DEN ENGELN DES HERRN Von Richard Beer-Hofmann \ Wisst ihr denn nicht—-weiss denn nicht Gott von mir7 Wucht ich nicht auf, nach Ihm mich immer wendend, Ein Kelch, Ihm aufgetchlosten, Ihm bereit? Kennt Er noch nicht mein Blut? Besteht Er drauf, Dass stammelnd schamlos Ihm mein Mund gestehe, Was Er doch weiss? Waehlt Er nur um zu schenken, Dass Er uns Gut und Macht und Glanz verspricht? Taugt Ihm mein Blut zu mehr nicht als zu Koenigen? Ich will n'cht Herrschaft Weiss Er das denn nicht? Mizrajim, Babel und des Meerlands Fuersten — Wie? Glaubt Er wirklich sie von mir beneidet? Nichts neid euch... nicht eure Seligkeit... Koennt ich denn selig sein wenn alles leidet, Alles mir naht, am Tag naht, nachts in Traeumen, Mensch, Tier, und Kraut der Erde, und Gestein Klagt, Antword heischt mit stummen Augen Fordert Mich fragt — und alle Arftwort ist doch SEIM Aus "Jakobs Traum”. KLEINE EPISTEL Von Erich Kaestner Wenn man bedenkt, dass Nahum Goldmann auf dem letzten Zionistischen Weltkongress die Schaffung von territorialen Foederationen gefordert hat, deren Schema weitgehend dem Muster unserer nunmehr vor bereits 37 Jahren gegruendeten entspricht, so kann man deren Initiatoren tatsaechlich visionaere Attribute zusprechen. Von den Teilnehmern an jenem ersten Kongress und Begruendem der Federación Sionista sind heute noch die zionistischen Veteranen Isaac Drapkin und Nahum Trumper taetig. Die Mehrzahl der nach ihnen zur Fuehrung gelangten Generation erhielt seine zionistische Erziehung in dem 1923 gegruendeten Centro Sionista “Leib Jaffe”, das nach einem Besuch desselben in Chile ins Leben gerufen wurde. Dieses Zentrum bestand mehrere Jahre; von aehnlichen Organisationen besteht heute nur noch aus der damaligen Zeit das “Centro Sionista Dr. Epstein” von Concepción, unter aehnlichen Umstaenden entstanden und inzwischen in eine Art Einheitsgemeinde umgewandelt. Ein entscheidender Schritt wurde im Jahre 1930 durch die Gruendung des ersten “Colegio Hebreo” getan, dem der Paedagoge Aron Joel bis zu seiner Alijah Vorstand. Die Konsolidierung der juedischen Erziehung in Chile geschah allerdings erst viele Jahre spaeter durch die Konstituierung des “Waad Hachinuch”. 1933 organisierte sich der sefardische Sektor in der ‘Comunidad Israelita Sefaradí” und 1936 wurde mit der "Chewra, Kultus—und Bestattungs — Gemeinschaft” der Grundstein zu unserer heutigen Sociedad Cultural Israelita “B’ne Jisroel” gelegt. Beide Gemeinden nennen heute schoene Gebauede ihr eigen und entwickeln ein reges kulturelles Leben; ihre Leiter nehmen an der Koordinierung der zentralen Instanzen entscheidenden Anteil. Von dem verantwortlichen Amt des 1. Vorsitzenden aus wurden die Geschicke unserer Gemeinde erst von den Herren Siegmund Freudenthal, s.L. und Josef Hirschberg, kurz nach seiner Alijah in Israel verstorben, geleitet. Unser jetziger, langjaehriger Praesident ist Herr Dr. Siegfried Landau. Der “Círculo Israelita”, der als repraesentativste Organisation des aschkenasischen Sektors bisher Besitzer des groessten Versammlungs - Lokals gewesen war, befasst sich im Moment mit dem Bau eines neuen und groesseren, um den wachsenden Anforderungen und modernen Errungenschaften zu entsprechen. 1934 und 1938 wurden die Veroeffentlichungen der Federación Sionista “Mundo Judio” (woechentlich). bezw unsrer Gemeinde, “Boletín Informativo (monatlich!, gegruendet, die unter der Vielzahl der sporadischen Publikationen die einzigen sind, die auf ein solch langjaehriges und ununterbrochenes Erscheinen zurueckblicken koennen. Im Jahre 1941 entstand, auf einer Delegierten - Versammlung der verschiedenen Organisationen, das “Comité Representativo de la Colectividad Judía de Chile”, dem die Federación Sionista die ihr nicht mehr entsprechende Funktion uebertrug, die Juden Chiles den Beboerden des Landes fiegenueber zu vertreten. Als Praesident wurde mehrere Male Samuel Goren gewaehlt, bis ihn der Staat Israel zum Legationsrat in Santiago ernannte; ihm folgte, bis zu seinem Tode, Isidoro Dimant. Heute steht dem "Comité Representativo” der bekannte Rechtsanwalt Gil Sinay vor. Ein entscheidendes Jahr in der Entwicklung unsrer Institutionen war 1944. Der wachsende Optimismus in Bezug auf ein baldiges und der alliierten Sache guenstiges Kriegsende befluegelte die verschiedensten Projekte und so kam es, dass im Verlauf weniger Monate erst die — spaeter leider zu Grunde gegangene — handwerklich - industrielle O. R.T. -Schule in Gang kam, und der “Waad Hachinuch” organisiert wurde, der seitdem die vitalen Probleme der juedischen Erziehung im nationalen Sinne koordiniert und loest. , Im gleichen Jahre gingen die ersten Chaluzim des “Haschomer Hazair”, der als “Kidma” von Jugendlichen unseren Sektors gegruendeten Bewegung, auf Hachschara und gaben damit ein anspornendes Beispiel fuer die Jugendorganisationen aller Richtungen. Ihre Pioniertat war der Auftakt fuer eine Alijah von hunderten von Chaluzim, die prozentual zur Gesamtzahl der juedischen Jugendlichen im Lande bei weitem die staerkste aus ganz Amerika ist. Chilenische Chaluzim sind heute als Siedler in allen Landstrichen Israels zu finden und ihr Beitrag zum Aufbau und zur Verteidigung des Landes wird unvergessen bleiben. Im Kampfe um seine Freiheit mussten die Olim Ernst Mueller, Jascha Chinesin und Werni Hirschberg ihr Leben lassen. Auch die Alijah nicht-chaluzischer Elemente, in erster Linie Eltern von Chaluzim, ist zahlenmaessig betraechtlich. Sie alle haben ein lebendiges Band zwischen den beiden Laendern zu schaffen geholfen. An hervorragender Stelle waere unter diesen Olim der ehemalige Praesident der Federación Sionista, Abraham Drapkin (Darom) zu nennen, der hoechste Stellen im israe- 1 i s c h e n Aussenministerium bekleidet hat und heute als Botschafter der Medinah in Griechenland akkreditiert ist. Ein Ausdruck der wachsenden Verbundenheit der juedischen Kolonie im Lande mit Chile war die Gruendung, auch im Jahre 1944, des “Comité Chileno pro Palestina Hebrea” und der “Banco Israelita”. Ersteres befasste sich, erst unter der Leitung des spaeteren Praesidenten González Vidéla und dann des Senatoren Alvarez Suárez mit der Unterstuetzung des politischen Kampfes um die Gruendung des juedischen Staates und verwandelte sich nach dessen Entstehung in das “Comité Chileno-Israeli de Cultura” um. Ausser den genannten Persoenlichkeiten verdienen Prof. Carlos Vergara Bravo und der ehemalige sozialistische Abgeordnete Astolfo Tapia als besonders verdienstvolle Mitarbeiter an chilenisch-israelischer Annaeherung genannt zu werden. In der “Banco Israelita” andererseits sieht man mit Recht ein Symbol wirtschaftlicher Verbundenheit mit dem Lande, sowie einen praktischen Beitrag der Art, wie ihn auch andere angesehene Koilpnien, (FortMtzung von Solté 11) besonders die spanische und italienische, leisten. Bereits im zweiten Jahr seines Bestehens gelang es dem “Waad Hachinuch”, dem mit Inventar uebemommenen “Colegio Hebreo” eine zweite Schule hinzuzufuegen: das “Colegio Chaim Nachman Bialik”. Damit war die materielle Grundlage geschaffen, die es in den letzten zehn Jahren ermoeglicht hat, eine staendig wachsende Schuelerzahl im juedischen Sinne zu erziehen und unsere nationalen Werte und Ideale auch in diesen fernen Breiten vor der Gefahr der “kalten” Vernichtung zu bewahren. Und nicht nur das: waehrend die aeltere Generation heute noch in der Lage ist, sich mit Juden anderer Laender irgendwie, sei es auf jiddisch oder deutsch, zu verstaendigen, standen unsere Kinder vor dem Problem, in naher Zukunft einer solchen Moeglichkeit, besonders was Israelis anbetrifft, zu entbehren, da die spanische Landessprache in dieser Hinsicht keinen Ersatz bietet. Das Erlernen der hebraeischen Sprache in den Schulen des “Waad Hachinuch” schlaegt die einzig moegliche Bruecke ueber diesen Abgrund und verwandelt so die Legende von der Einheit des juedischen Volkes und seiner Verbundenheit mit Israel zu einer Tatsache. Knappe zehn Jahre sind seitdem vergangen und schon arbeitet das juedische Schulwerk in Chile in einem herrlichen eigenen Gebaeude, dessen moderne Konzeption den hoechsten Anspruechen neuzeitlicher Paedagogik, Hygiene und Lebensfreude entsprechen. Abschliessend kann wohl behauptet werden, dass die Einmuetigkeit, mit der alle Sektoren der “Colectividad” die Entwicklung des Schulwerks gefoerdet haben, ihr Verstaendnis fuer dessen ueberragende Bedeutung fuer unsere Zukunft unter Beweis stellt. 1952 uebersiedelte die bis dahin durch bescheidene Verhältnisse beengte “Policlinico Público Israelita” in ein grosses eigenes Gebaeude und ist seitdem in der Lage, ihre Aufgabe, mittellosen chilenischen Mitbuergern unentgeltlichen aerztlichen Beistand angedeihen zu lassen, in grosszuegiger Form durchzufuehren. Die wohltaetige Arbeit der Poliklinik ist ein edler Ausdruck juedischer Menschlichkeit und sollte bei jeder dazu bestimmten Gelegenheit unsere groesste Aufmerksamkeit und Unterstuetzung verdienen. Wenn die Kollektivitaet mit dem Aufbau dieser neuen Poliklinik ein hoechst anerkennenswertes Werk “nach aussen” durchgefuehrt hat, so stellt die im Jahre 1953, ein Jahr spaeter, erfolgte Einweihung des “Estadio Israelita” auf uns selbst bezogen, einen wahren Segen dar. Die landschaftlich wunderbar gelegenen Rasenflaechen, Spielplaetze und Schwimmbad des Stadions stellen als sonntaeglichen Treffplatz der juedischen Jugend eine bereits nicht mehr wegzudenkende Ergaenzung der erzieherischen Arbeit dar, die von der juedischen Schule wochentags geleistet wird. Die Entwicklung wird hoffentlich auch ergeben, dass dieser fundamentalen Funktion des “Estadio” immer mehr Rechnung getragen wird und dass es vor allem vermieden (fprtMtuuig Seite ßO) Wie war die Walt noch impo- (sant, als Ich ein Kleiner Junge war! Da reichte einem das Gras bis zur Nase, falls man im Grase stand 1 Geschaetzter Leser — das waren noch Graeser! Die Stuehle war’n hoeher, die Strassen breiter, der Donner war lauter, der Himmel weiter, die Baeume war’n groesser, Die Lehrer gescheiter! Und noch ein Pfund Butter, liebe Leute, war drei- bis viermal schwerer als heute 1 Kein Mensch wird's bestreitendas waren noch Zeiten! Wie dem auch sei, vorbei ist vorbei. Nichts blieb beim alten. Man wuchs ein bisschen. Nichts liess sich halten Der Strom ward zum (Fuessohen, der Riese zum Zwerg, zum Huegel der Berg. Die Tische und Stuehle, die Strassen und Raeume, das Gras und die Baeume., die grossen Gefuehle, die Lehrer, die Traeume, dein Wille und meiner, der Mond und das uebrige Sternenge'woelbe — alles ward keiner, nichts blieb dasselbe. Man sah’s. Man ertrug’s. Bloss weil man spaeter ein paar Zentimeter wuchs. ..UND DIE WUESTE V^IRD BLUEHEN, Wasserrohrlegung inj Negew, WäiBsä Wmmlm iSßgißiiim WUm vtitm mmm íámmMm liliSIH I i ts3^0!: $0% ^gl ÉÉÍÍBKÉ m .-•'l&iS/i Mil

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