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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1956-09-01 · 9 (Septiembre, 1956) · p. Seite 17

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XVIII (1956)
Issue
9 (Septiembre, 1956)
Date
1956-09-01
Page
Seite 17 (sequence 21)
Language
German
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t \ Septiembre, 1956 BOLETIN INFORMATIVO 17 i 1 r' *fcv; v.v3* L, *♦" ■assiBgmBrrjCSsr E2 kM »i. U. $i L <M «< Q3J) JÄ» IVuo-, M *M>*dit*rr*n**m $cé kuwaV T*M: I««».*» Mft. P" *1 TtUh iOtfiOOAOOjOOO Mi (EtdtfdiiqSevict Uoe| DER SUEZ KANAL UND DAS ERDOEL Karte: “New York Times“ Zusammenbruch einer Mittelostpolitik, die seit den Tagen des legendaeren Oberst Lawrence konsequent auf die jetzige Katastrophe hingearbeitet hat. Die Alarmstimmung Londons laesst sich am besten daran erkennen, dass Downing Street verlautbarte, man habe nicht die Absicht, in den V. N. zu demarchieren, da diese “zu langsam” funktionieren. Offensichtlich sind die V. N. den Englaendern nur dann rasch genug zur Stelle, wenn Nasser die Freundlichkeit hat, seine Aggression in Richtung Israel zu orientieren. Um den General Evelyn Barker unseligen Angedenkens zu paraphrasieren, gibt es eben Voelker, die dann am empfindlichsten reagieren, wenn man ihnen auf den Geldbeutel schlaegt. Im Moment, da diese Zeilen geschrieben werden, ist die erste (Dreier-) Konferenz zu Ende, die zweite (die der 24 seefahrenden Maechte), unter Ausschluss Israels und Panamas einberufen, eine Teilmobilisierung der Reserve wird durchgefuehrt und die Flotte ist, wie sie dies in solchen Faellen zu tun pflegt, “ausgelaufen”. Man ist gespannt, ob Aegypten an der einberufenen Konferenz teilnehmen wird, als ob diese Teilnahme etwas daran aendern wuerde, dass Nasser, wie er bereits angekuendigt, der geplanten Internationalisierung des Kanals Widerstand leisten wird. Alles ist getan, um Nasser die vitale erste Runde gewinnen zu lassen. Denn was braucht ein Diktator mehr, wenn er einen grossen Coup durchgefuehrt hat, als etwas Zeit, um ihn zu konsolidieren, um die Wogen der Entruestung zu glaetten, um neue Themen in den Vordergrund zu bringen? Nasser versteht das wohl und nur so ist seine Besorgnis zu erklaeren, dass nichts geschehe, was FREMIER EDEN Das Ende einer Realitaet (Foto: Time) mmm ippji die Kanalschiffahrt beeintraechtigen koenne; vorerst den Eindruck zu erwecken, als habe sich nichts Wesentliches geaendert; seine Anweisung, Zahlungen auf Sperrkonten entgegenzunehmen. All das laesst er gern fuer spaeter, wenn ihm die Konsolidierung des “fait accompli” der Kanal- Okkupation ermoeglicht, neue Erpressungsinstrumente zu gebrauchen. Durchschaut das Eden? Dass es ihm an politischer Erfahrung nicht mangelt, solch plumpes Unterfangen zu erkennen, muss vorausgesetzt werden. Die Frage ist aber, ob er es sich selbst eingestehen will, wuerde dies doch den Zusammenbruch seiner weltpolitischen Konzeption, seines Glauensbekenntnisses und seiner Lebensarbeit bedeuten. Und in einem solchen Fall tre. ten des oeftern geheimnisvolle psychologische Mechanismen in Aktion, die eine solche Erkenntnis verschleiern und umbilden, Anthony Eden ist der Vater und der Protektor der Arabischen Liga. Er war Englands Aussenminister, der de Gaulle und Frankreich aus Syrien, und Libanon verdraengte, so wie spaeter Dulles England aus Suez verdraengte, beide in der gleich infantilen und eitlen Hoffnung, die Position ihres jeweiligen Vorgaengers zu besetzen. Er hat Libyen und den Sudan der Arabischen Liga ausgeliefert. Er hat die Kanal-Zone geraeumt. Er hat den Arabern Zugestaendnis auf Zugeständnis auf Kosten Israels angeboten. Er hat den Ex-Mufti laufen lassen und dessen Erbfeind, dem Koeniglein von Jordan, die linke Wange hingehalten, nachdem dieser die rechte des Soeldner- Haeuptlings Glubb “Pascha” geschlagen hatte. Und er ist der Initiator des “Bagdad”- Paktes, der heute buchstaeblich nur noch an dem duennen Lebensfaden des unpopulaeren Premiers von Irak, des 72jaehrigen Nuri es Said haengt und mit dessen unmittelbar bevorstehenden Zusammenbruch die gesamte Mittelostpolitik Englands vor dem Nichts stehen wird. Kann er noch irgendwie umkehren? Es scheint, dass nein. Ein kleines Sympton daeucht uns besonders bezeichnend. Wenn wir es anfuehren, so geschieht dies nicht aus dem Automatismus der staendigen Analyse “gut fuer Israel— schlecht fuer Israel” heraus, sondern weil eine immer wiederkehrende seltsame Fuegung der Geschichte unser kleines Volk und Land zum empfindlichsten Barometer der Entwicklung gemacht hat. In diesem Fall handelt es sich um die immer wiederholte Klage Israels gegen Aegypten im Sicherheitsrat der V. N. wegen andauernder Beeintraechtigung seiner Schiffahrt im Suez-Kanal. Bekanntlich forderte der Sicherheitsrat die Aegypter auf, ihren Boykott einzustellen und die Aegypter machten keinen Hehl daraus, dass sie auf Beschluesse der V. N. pfeifen, wenn sie ihnen nicht nassen Haette nun Eden die neue, gegen die ganze freie Welt gerichtete Provokation Nassers nicht nur verstanden, was sicher der Fall ist, sondern auch in ihrer ganzen Tragweite verstehen wollen, so haette England nicht 24, sondern 25 Einladungen zu der “Internationalisierungs”-Konferenz einladen muessen. Es gab einmal einen Eden, der diese 25. Einladung, die an Israel, ausgestellt haette. Das war derjenige, der protestierte, dass die Tschechoslowakei in Muenchen nicht zugegen war. Der Eden, der im Voelkerbund als erster gegen Mussolinis Botschafter das Wort fuehrte. Der als Unterstaatssekretaer des Aeussern mit Sir John Simon Nazideutschland besuchte und als erklaerter Feind Schickelgrubers zurueckkehrte. Der Mann, den die Diktatoren zugleich hassten und fuerchteten. Der Parteigaenger des grossen Churchill und dessen bester Minister. Dieser Eden, er lebt nicht mehr. Der alte muede Mann, der heute das alte muede Empire zu Grabe traegt, zoegernd den Feinden gegenueber und zoegernd zu den Freunden, zoegernd vor den eigenen Entschluessen, die entweder zu spaet oder nie gefasst werden, hat mit jenem nur den Namen gemeinsam. Albions stolze Flotte wird einem Wegelagerer Tribut zollen, wie ihn einst die verschuechterten Juden Hessens an den Schinderhannes entrichteten. Schi-kelgruber wurde von seinen Feinden besiegt und Djugaschwili von seinen Freunden. Aber ihre Saat ist nicht vertilgt. ATSCHEKA. i r MISRACHIFUSION OEL IN “CHELEZ 5” GEFUNDEN BESCHLOSSEN Die Verschmelzung der “Misrachi” und des “Hapoel Hamisrachi” zu einer einheitlichen Partei unter dem voraussichtlichen Namen National religiöse Partei” wurde endgueltig beschlossen. Der Hapoel Hamisrachi als Gewerkschaftsverband in d. Histadrut wird weiter bestehen, sich aber nur mit Arbeitfsfragen, landwirtschaftlicher Ansiedlung und Kjbbuifragen befassen, ln Chelez 5 stiess man auf eine oelhaeltige Schicht. Die Schicht befindet sich in in einer Tiefe von 4900 Fuss, also in der gleichen Tiefe, in der man auch bei den Bohrungen in Chelez. 1 Oel fand. Aus den ersten Untersuchungen, die gestern vorgenommen wurden, wird geschlossen, dass die oelhaltige Schicht, d. gleiche Dicke hat wie die in Chelez 1 erschlossene Schicht. Chelez 5 befindet sich in einer Entfernung von 4-500 Metern suedlich von Chelez 1. Es wird weiter gebohrt und man rechnet damit, auf weitere oelhaltige Schichten zu stossen. In Chelez 4 geht die Bohrung, nach Ueberwindung verschiedener technischer Schwierigkeiten, in einem zufriedenstellenden Tempo weiter. Die Firmen “Lapidot” und “Mechapse Nett” begannen mit der Zusammenstellung der Bohrtuerme in Sdom und werden demnaechst mit den ersten Versuchsbohrungen beginnen. Die Oelausbeute in Chelez 1 und Chelez 3 geht in gleichmaes sigem Tempo weiter. Es werden aus beiden Gruben taeglich etwa je 270 Fass Rohoel gewonnen. In der Oelraffinerie in Hailfa haben sich bisher insgesamt 8000 Tonnen tRohoel angesammelt doch wird an die Raffinierung des Oels erst herangegangen werden wenn eine Menge von 10.000 Tonnen erreicht sein wirdln Kuerze soll auch mit der Oelfoerderung in Chelez 2 begonnen werden. Hier wird das Oel gleichzeitig aus allen Vorgefundenen Schichten stroemen, so dass man in Chelez 2 mit einer taeglichen Ausbeute von mindestens 500 Faessern rechnet. Die Konzessionsinhaber f. Petroleumsuchungen verstaerken inzwischen ihre Versuchsbohrungen. U.a. beginnt die Firma “Naphta” in naechster Zeit mit ihren Versuchsbohrungen in Telamim im Negev, das etwa 3 km weit von Chelez liegt. Die Firma “Haski” begann mit i hr e r Versuchsbohrung in Ber Jakov und erreichte eine Tiefe von 180 Metern, REKORD-WEIZEN¬ ERNTE Rund 80.000 To Weizen wird die diesjaehrige Ernte erbringen, wesentlich ueber dem gewoehnlichen Jahresdurchschnitt, zu diesem Jahr konnten pro Dunam 160 Kg. gegenueber nur 60 Kg. in gewoehnlichen Jahren geerntet werden. Etwa 28.000 Dunam Getreidefelder sind von der Krankheit, die zum Ausfall der Koerner gefuehrt hatte im Galil und in Hulegebiet erfasst. Die Ursache -der Erscheinung ist noch nicht eindeutig ic§tgesteffl, «

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