Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XVIII (1956)
- Issue
- 9 (Septiembre, 1956)
- Date
- 1956-09-01
- Page
- Seite 19 (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Septiembre, 1956 BOLETIN iNFÖRMÄTIVÖ_1$ NEUBAU UNSERES ALTERSHEIMS $x¥£¥£*x mmm <jxWx|; ■*'';<<-X»X;X^>X;X:>X^;| W' * ' <£>xj>xjx: S*lwisw*sy»y;i;XwX4swXyXxIvXv. SKxJy?!} Vi>w-_ s s , S/<A ' $$k>x Sä# ft?S? •■ <k CvyXw C^XfN ft«*/ $•*$& *< ' < &&5: Äii; *:^::>yS :'3S5$SS$:i £*iSft<i»Äi EIN INSASSE DES JUEDISCHEN ALTERSHEIMS BITTET UM VEROEFFENTLICHUNG DES NACHSTEHENDEN ARTIKELS! Als wir, die Bewohner des Altersheims, hoerten, dass zum zweiten Male ein Erweiterungsbau geplant ist, begruessten wir dieses Vorhaben, weil wir wissen, wie viele darauf warten, ein Unterkommen in diesem Hause zu finden. Die vielen schweren Belaestigungen waehrend des in Angriff genommenen Baues haben wir gern ueber uns ergehen lassen, wenn es uns auch manchmal sehr schwer faellt. Nun muessen wir zu unserem Leidwesen erfahren, dass die Fertigstellung des Baues sehr verzoegert, wenn nicht etwa gar in Frage gestellt ist, weil die Baukosten den Voranschlag ganz erheblich uebersteigen, und dadurch die aufgebrachten Mittel vorzeitig erschoepft sind. Eine so ungewoehnliche Teuerung konnte aber auch niemand voraussehen. Zur Zeit sind mehrere von uns in finsteren, kaum menschenwuerdigen Zimmern untergebracht, und sogar bis zu 5 Personen in einem Raume. Der Neubau enthaelt groesstenteils Einzelzimmer, mit Balcon, fliessendem Wasser. Centralheizung und allen modernen Bequemlichkeiten. Wir haben daher nur den Wunsch, dass das Haus bald fertiggestellt, und wir noch den Genuss aller dieser Annehmlichkeiten erleben . , Dazu sind grosse Mittel von gebefreudigen Mitgliedern unserer Glaubensgemeinschaft aufzubringen, zumal Cisroco die Aufnahme nicht davon abhaengig macht, dass die Aufzunehmenden den vollen Pensionspreis, oder nur die Haelfte, oder auch garnichts bezahlen koennen. Als wir in den dreissiger Jahren in Deutschland lebten, als jeder Tag uns neue Furcht und neue Veraengstigungen brachte, und taeglich Hunderte in die Todeslager verschleppt ¡¡¡¡■¡1 wurden, glaubten wir nicht, dass es uns nach moeglich sein wird, in ein Land auszuwandern, das uns gastlich aufnehmen, und uns die Moeglichkeit geben wird, unser zurueckgelassenes Vermoegen nicht nur wieder zu erwerben, sondern teilweise noch erheblich zu vergroessern, und in Frieden und Wohlstand zu leben. In dem heiligsten Gebete, an den heiligsten 3 Tagen des Jahres, die uns bevorstehen, dem “UNESSANE TAUKEF” heisst es: Reue, Gebet und Zedokoh wenden ab das boese Verhaengnis Zedokoh wird faelschlich mit Wohltaetigkeit uebersetzt. Zedokoh aber heisst Gerechtigkeit Selbstverstaendlich soll sich jeder von seinem ehrlich und rechtlich erworbenen Einkommen und Vermoegen einen angemessenen Lebensgenuss verschaffen. Aber was ueber den Rahmen des Bescheidenen hinausgeht, muss, wenn man das Gebot der Zedokoh erfuellen will, geopfert werden. Das heisst, sich manches versagen und fuer diejenigen hergeben, denen es am Noetigsten fehlt. Die Tage, die wir jetzt in der Synagoge in reumuetigen Gebeten der inneren Einkehr widmen werden, nennen wir die “Hohen Feiertage” Sie heissen aber “Jomim Nauroim”, die furchtbaren Tage. Furchtbar deshalb, weil an diesen Tagen ueber uns Gericht gehalten wird. Weil an diesen Tagen unsere Handlungen geprueft, und die guten und boesen Taten gegeneinander abgewogen werden. Moegen es nur gute Taten sein, deren der Allguetige an den bevorstehenden Jomim Nau roim, die auch “Jaum Hadin” Tag des Gerichts heissen, gedenkt. Geloben wir aber auch an diesen “Jomim Nauroim” unser ferneres Leben zu gestalten, nach einem Ausspruehe unserer alten Weisen: Wohne und kleide dich nach deinen Verhaelt- (nissen! Ernaehre dich unter deinen Verhaeltnissen! Gib aber Zekodoh ueber deine Verhaeltnisse! ’ ADOLF SEIDEMANN. SSSifiHlS®1' : ..,.■ iSrllÄi «iisisff $■ ¿yy/HOin Die sicherste wertbestaendige Kapitalanlage mit hoechstem Zlnsfuss, vor Entwertung garantiert gesichert ist eine Spende fuer den Im Rohbau fast vollendeten Erweiterungsbau Eures juedischen Altersheims. Deine linke Hand darf nicht wissen, was Deine rechte Hand grostzuegig spendet) Hilf’ helfen, dass unsere juedischen Alten einnen geruhsamen und sorgenfreien Lebensabend geniessen koennen! Der weise Mann baut vor, vielleicht kommst Du auch selbst einmal in die Lage, die Fruechte Deiner Spende zu geniessen, da niemand vor seinem Tode gluecklich zu preisen ist! Denke daran' “Doppelt gibt, wer schnell gibt”. Grosse Mittel zur Vollendung des Erweiterungsbaues sind noch erforderlich! Deshalb sammelt unermuedlich, emsig und tfleissig wie die Bienen, — ein jeder spende nach seinen Kraeften, auf dass dieses segensreiche Werk vollendet werde zum Segen fuer die Juedlsche Kollektivitaet 8antlago»ll E. Da.